Maurice Ressel zeigt Teilnehmern Shelter-Bau-Techniken im Survival Training der Wildnisschule Lupus Brandenburg

Survival-Training

Survival Training: vier Kurse, von einem Tag bis zu zwölf Monaten

Verletzungen versorgen, dich schützen, Feuer machen, Wasser aufbereiten, dich orientieren, Hilfe herbeirufen. Handwerk und Kopf, erst in Ruhe, dann unter Druck geübt. Ohne Vorkenntnisse. In einem Wald bei Eberswalde, rund 50 Minuten von Berlin. Ab 150 €.

Lieber erst sprechen? 30-Min-Gespräch vereinbaren, kostenlos

★ 4,8 von 5 aus 130+ Bewertungen · 25 Jahre Survival-Praxis · Survival-Ausbilder seit 2019 · 15 Jahre Krisenfotojournalist in 22 Ländern · Sachbuchautor · Jeden Kurs leite ich selbst: Maurice Ressel, Wildnisschule Lupus

Wofür ich ausbilde: eine Lage überstehen, in der die gewohnte Hilfe fehlt, bis Hilfe dich erreicht oder du sie erreichst. Zurückkommen, in guter Verfassung.

Welcher Survival-Kurs passt zu dir?

Ein Tag reicht, um Feuer, Schutz und Wasser mit den eigenen Händen zu schaffen. Er reicht nicht, um Handeln unter Stress zu trainieren. Dafür braucht es mehrere Tage, Nächte draußen und Wiederholung. Für den Anfang ist der Tageskurs richtig.

Deshalb gibt es vier Kurse, und der Druck steigt von Kurs zu Kurs: im Tageskurs leichter Zeitdruck, ab dem Wochenende Kälte und wenig Schlaf, im Intensivkurs und in der Ausbildung dazu weniger Essen und weniger Ausrüstung. Weniger Wasser gibt es nie.

Aussteigen kannst du bei jeder Übung, ohne Begründung, und jeden Kurs leite ich selbst. Maßstab sind die Survival-Handbücher von US Army und US Air Force, übersetzt für Zivilisten. Was ich für deine Sicherheit tue

Survival-Tageskurs · 150 €

Für Einsteiger: dein erster Trainingstag.

Dauer1 Tag, 10 bis ca. 19 UhrGruppehöchstens 15 TeilnehmendeAlterab 18, ab 14 mit einem ElternteilVoraussetzungkeine Vorkenntnisse nötigInklusiveMaterialVerpflegungSelbstverpflegung

Du lernst die ersten Handgriffe: Feuer entfachen, Wasser finden und aufbereiten, einen Unterschlupf bauen, deinen Weg finden, mit deinen Händen und mit dem, was der Wald hergibt.

Jeden zuerst in Ruhe, dann mit leichtem Zeitdruck. Bevor der erste Druck kommt, erfährst du, was dabei in deinem Körper passiert und dass es normal ist.

Am Abend weißt du, was du kannst und was noch Übung braucht.

„In nur einem Tageskurs habe ich gelernt, meine Überlebenschancen in der Natur realistisch einzuschätzen.“— Markus Mielke, Tageskurs

Teilnehmer beim Survival Basiskurs der Wildnisschule Lupus — Teamarbeit in der Natur

Survival-Wochenende · 390 €

Für Einsteiger, die die ersten Nächte draußen wollen.

Dauer3 Tage, Freitag 14 Uhr bis Sonntag 14 Uhr, 2 Nächte im WaldGruppehöchstens 15 TeilnehmendeAlterab 18, ab 14 mit einem ElternteilInklusiveVerpflegung

Drei Tage, zwei Nächte draußen. Du baust dein Lager und schläfst darin, machst Feuer und kochst darauf, bereitest Wasser auf.

Hier beginnt das Üben unter Druck: Kälte und wenig Schlaf kommen dazu, Handwerk und Kopf werden zusammen gefordert. Nach jeder fordernden Übung besprechen wir, was passiert ist.

Am Sonntag weißt du, wie deine Handgriffe nach einer kurzen Nacht aussehen.

„Habe den 3-Tages-Survival-Kurs mit meinem Sohn gemacht. […] Sehr gute sensible Führung der Gruppe. […] Zum Glück keine Prepper-Spinner.“— E., ProvenExpert

Survival-Intensivkurs · 1.290 €

oder 3 × 430 €

Für alle, die ihre Handgriffe sieben Tage lang unter steigendem Druck üben wollen.

Dauer7 Tage, Montag 10 Uhr bis Sonntag 16 Uhr, 6 Nächte draußenAllein draußen24 StundenGruppehöchstens 12 TeilnehmendeAlterab 18Voraussetzungärztliche Freigabe nötigInklusiveVerpflegungAbschlussStandard und Zertifikat

Sieben Tage im Wald, das Handy bleibt im Rucksack. Ab dem dritten Tag wird die Ausrüstung weniger, und jedes Stück, das wegfällt, ersetzt du durch einen Handgriff. Ab dem vierten Tag wird die Verpflegung knapper, nie das Wasser.

Am sechsten Tag bist du 24 Stunden allein draußen: Messer, Feuerstahl, eine Plane und alles, was du in fünf Tagen gelernt hast, dazu Funk, feste Meldezeiten und Kontrollgänge.

Jede Aufgabe hat einen Standard. Was nicht sitzt, übst du nach; das Zertifikat gibt es, wenn der Standard erreicht ist.

Nächster Kurs:Mo 24.05.2027

„Werkzeugherstellung, Feuer entfachen mit selbst hergestelltem Bow-Drill-Set, Biwak bauen, Schüssel brennen. Mein größtes Erlebnis war die Nahrungssuche.“— Teilnehmer, Intensivkurs

Feuermachen bei Nacht während der Survival-Ausbildung — Wildnisschule Lupus Brandenburg

Survival-Ausbildung · 2.990 €

oder 10 × 299 €, ohne Zinsen

Für alle, die Handwerk und Kopf vollständig ausbilden wollen, über ein Jahr und alle Jahreszeiten.

Dauer12 Monate, 4 Module über vier Jahreszeiten, je Mo–Fr (20 Präsenztage), 8 Zoom-TermineAllein draußen48 StundenGruppehöchstens 12 Teilnehmende, geschlossene GruppeAlterab 18Voraussetzungärztliche Freigabe nötigInklusiveVerpflegungAbschlussStandard und Zertifikat

Die vollständige Ausbildung in Handwerk und Kopf. Du lernst alle Handgriffe, von Gesundheit und Verletzungen über Kleidung, Unterkunft, Feuer und Wasser bis Orientierung und Signal, und übst sie so weit unter Druck wie in keinem anderen meiner Kurse: weniger Essen, weniger Ausrüstung, nie weniger Wasser. Dazu die meisten Teile von Ziviles Ausweichen.

Abschluss im Winter: 48 Stunden allein draußen, vorbereitet über drei Jahreszeiten, mit Funk, festen Meldezeiten und Kontrollgängen.

Jede Aufgabe hat einen Standard. Was nicht sitzt, übst du nach, bis es sitzt; das Zertifikat gibt es, wenn der Standard erreicht ist.

Nächster Start:April 2027

„In der Natur klarzukommen mit so gut wie keinen Hilfsmitteln, nur mit dem Messer, nur mit der Kleidung am Körper. […] So eine Erfahrung wird man nicht mehr vergessen.“— Marc Braun, Finanzfachmann, Survival-Ausbildung

Waldgewässer im Morgennebel — Trainingsgebiet Survival Training Wildnisschule Lupus Brandenburg

Voraussetzungen: Bin ich fit genug für ein Survival Training?

Sehr wahrscheinlich ja. Wer eine Stunde im Wald gehen kann, kann am Tageskurs teilnehmen. Die längeren Kurse sind anstrengender, und zwar mit Absicht: Kälte, wenig Schlaf und knappe Verpflegung steigere ich dosiert. Genug, dass Training daraus wird. Leistungssportler musst du nicht sein.

Vorkenntnisse brauchst du keine. Jeder Kurs beginnt bei null. Wenn du schon Erfahrung hast, klären wir im Vorgespräch, welcher Kurs dich fordert.

Alter: ab 18, im Tageskurs und am Wochenende zwischen 14 und 17 mit einem Elternteil. Am Wochenende stehen 18-Jährige neben 70-Jährigen.

Allein kommen die meisten. Du triffst Menschen, die aus denselben Gründen da sind wie du.

Gesundheit: Für Tageskurs und Wochenende füllst du bei der Buchung einen kurzen Fragebogen aus. Für Intensivkurs und Ausbildung brauche ich eine ärztliche Freigabe, spätestens 28 Tage vor Beginn.

Wer akut unter Traumafolgen oder einer anderen seelischen Erkrankung leidet, holt vorher ärztlichen oder therapeutischen Rat ein. Das gilt genauso für körperliche Vorerkrankungen, bei denen Kälte oder Anstrengung zum Problem werden.

Was ich für deine Sicherheit tue: Survival Training hat Risiken: Kälte, Nässe, Feuer, Werkzeug, Gewässer. Ich verneine sie nicht, ich begrenze sie.

Der Druck steigt kontrolliert und in Stufen. Aussteigen kannst du bei jeder Übung, ohne Begründung. Abbrechen kann auch ich: Bei Zeichen von Unterkühlung, Erschöpfung oder Verletzung beende ich eine Übung, bevor jemand zu weit geht.

Die Gruppen sind klein, höchstens 15 Teilnehmende im Tageskurs und am Wochenende, höchstens 12 im Intensivkurs und in der Ausbildung, und jeden Kurs leite ich selbst. Allein draußen bist du nur in diesen beiden Kursen, nach Tagen der Vorbereitung, mit Funk, festen Meldezeiten, Kontrollgängen und einem festen, schriftlichen Ablauf, falls eine Meldung ausbleibt. Vor dem Kurs spreche ich mit jedem Teilnehmenden persönlich.

Bei Gewitter, Sturm, hoher Waldbrandgefahr oder einer Unwetterwarnung passe ich das Programm an oder unterbreche es.

Welcher Kurs? Wenn du unsicher bist, fang mit dem Tageskurs an. Wenn du die ersten Nächte draußen willst, mit dem Wochenende. Vor Intensivkurs und Ausbildung kannst du vorher 30 Minuten mit mir sprechen. Danach weißt du, worauf du dich einlässt.

Für wen es nicht ist: Wenn du zuschauen willst, während jemand anderes das Feuer macht. Wenn du Kampf, Tactical oder Prepping suchst. Hier machst du jeden Handgriff selbst, bei jedem Wetter, und ich sage dir, was dabei in deinem Körper passiert.

Der Druck gehört zum Training. Das Training ersetzt keine therapeutische oder ärztliche Behandlung.

Maurice Ressel im Gespräch mit Teilnehmer beim Survival Training — Wildnisschule Lupus

Was Teilnehmer über ihr Survival Training sagen

Meine Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen Berufen, von der Naturpädagogik über das Finanzwesen bis zur Teamleitung. Auf ProvenExpert, Google und Facebook bewerten sie das Training mit 4,8 von 5 Sternen, bei über 130 Bewertungen. Die Teilnehmerstimmen auf dieser Seite stammen aus diesen öffentlichen Bewertungen, aus Teilnehmer-Interviews und aus einem Blogbeitrag.

„Es geht nicht nur um das Überleben, sondern um das Miteinander von Körper, Survival-Psychologie, Sinnesschärfung und Überlebenstechniken. Der Respekt der Natur gegenüber war immer spür- und erlebbar.“

— Bianca Gade, Outdoor-Bloggerin (lebedraussen.de)

„Ich habe bei 4 Grad draußen geschlafen ohne Schutz. Feuer gemacht. Diese Sicherheit, dass ich klarkomme unter widrigsten Umständen — das bestärkt mich in meinem Leben jetzt.“

— Franziska Vogel, Naturpädagogin, Survival-Ausbildung

Gebaut hatte sie eine Laubhütte. Geschlafen hat sie draußen am Lagerfeuer.

„Lebendig! So habe ich mich am Abend nach dem Survival-Tag gefühlt.“

— Martin Rusche, Tageskurs

Zu den Kursen ↑

Maurice Ressel, Survival-Experte, erklärt Wildnis-Zusammenhänge im Brandenburger Wald — Wildnisschule Lupus

Wer dich im Survival Training ausbildet

Maurice Ressel, Survival-Experte und Gründer der Wildnisschule Lupus

Maurice Ressel · Survival-Ausbilder · Sachbuchautor · Krisenfotojournalist

Maurice Ressel bildet seit 2019 in seiner Wildnisschule Lupus in Brandenburg im Survival aus, Handwerk und Kopf an derselben Übung. 25 Jahre Survival-Praxis, 15 Jahre als Krisenfotojournalist in 22 Ländern. Sein Trainingsmodell heißt Die Innere Ausrüstung.

IPA Award 2017 „Best of Show“ für Krisenfotografie · ZDF Terra X · Penguin Random House

Mein vollständiges Expertenprofil

Das Handwerk habe ich draußen gelernt. Survival übe ich seit 2001, neun Jahre vor meinem ersten Einsatz in einem Krisenland. Dazu kommen sieben Jahre als Outdoor-Guide in Schweden und sechs Monate bei den Waiãpi im Amazonas. Seit 2019 bilde ich in meiner eigenen Schule aus. Ich bin zertifizierter Wildnispädagoge, und 2013 habe ich ein Sicherheitstraining für Einsätze in Krisenregionen absolviert.

Seit 2010 war ich als Krisenfotojournalist in 22 Ländern, in über 30 Einsätzen für Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen, UNICEF, German Doctors und Grünhelme.

Dort habe ich gesehen, was mit Menschen unter Druck passiert. Nicht immer blieben die Stärksten oder die am besten Ausgerüsteten handlungsfähig; oft waren es die, die unter Druck noch klar denken und entscheiden konnten, mit dem, was gerade da war. Das war kein Survival Training. Ich habe es nicht simuliert, ich habe es dokumentiert.

Mein Maßstab sind die Survival-Handbücher von US Army und US Air Force (ATP 3-50.21, AFH 10-644). Aufbau und Ablauf meiner Kurse orientieren sich daran, übersetzt für Zivilisten: ohne Gefangenschaft, ohne Ausweichen vor einem Gegner, mit Ausstieg jederzeit, in einem Wald in Brandenburg, nicht im Krisengebiet. Einen militärischen Abschluss habe ich nicht, und ich behaupte keinen.

Wie Trainingsmodell und zweites Fach zusammenhängen, steht auf Mein Ansatz.

„Ich habe nicht trainiert zu überleben — ich überlebte, weil die Arbeit es verlangte.“

— Maurice Ressel

Maurice Ressel lernt traditionelle Jagdtechniken von Waiãpi-Indigenen im Amazonas-Regenwald, Brasilien

Sechs Monate im Regenwald

Sechs Monate lebte ich bei den Waiãpi im Amazonas und lernte traditionelle Überlebenstechniken. Dort habe ich gesehen, dass Überleben beides braucht: das Wissen, was zu tun ist, und die Haltung, es auch dann zu tun, wenn es schwer wird. Keines ersetzt das andere.

Ziviles Ausweichen: mein zweites Fach

Neben dem Survival Training steht ein zweites Fach. Trifft eine Gefahr deinen Ort und lässt dir noch Zeit, heißt die Frage: Bleibst du oder gehst du, und wann? Steckst du schon in der Lage, gehört die Entscheidung, am Platz zu bleiben oder weiterzuziehen, zum Survival Training.

Gemeint sind Hochwasser, ein Brand, ein großflächiger Ausfall der Versorgung oder Kampfhandlungen in deiner Nähe. Es gelten drei feste Linien: nicht angreifen, nicht strafen, nicht zurückschlagen, wo Weggehen möglich ist. Anweisungen der Behörden und Rettungskräfte gehen vor.

Ich lerne dafür von zwei Soldaten der Bundeswehr und übersetze ihr Wissen für zivile Teilnehmer. Ich bin kein Soldat. Einen eigenen Kurs gibt es nicht; Teile des Fachs übst du in den mehrtägigen Kursen, die meisten in der Ausbildung. Band 1 der Buchreihe, „Die Entscheidung“, ist erschienen. Mehr zu Ziviles Ausweichen.

Auszeichnungen und Hintergrund

Für meine Krisenfotografie wurde ich mit dem IPA Award 2017 („Best of Show“) ausgezeichnet. Wie aus 25 Jahren draußen und 15 Jahren in Krisengebieten ein Trainingsmodell wurde, erzähle ich in meinem Buch „Die Innere Ausrüstung: Ein Fotojournalist in 22 Krisenländern“, das du kostenlos lesen kannst.

Bei Penguin Random House ist „Waldabenteuer für Familien“ erschienen, und mit „Die Entscheidung“, Band 1 der Reihe Ziviles Ausweichen, beginnt meine Buchreihe.

Erkannt habe ich die Struktur der Inneren Ausrüstung in der Praxis. Gebaut habe ich das Training danach aus Prinzipien, die gut erforscht sind. Alle vier Kurse arbeiten mit demselben Trainingsmodell, in unterschiedlicher Tiefe. Warum es das braucht und was dahintersteht, erkläre ich in den nächsten beiden Abschnitten.

Zu den Kursen ↑ · Meine Geschichte

Teilnehmer auf dem Weg zum Survival Training im Brandenburger Wald — Wildnisschule Lupus

Warum unter Druck der Kopf aussetzt

Unter echtem Druck kann der Kopf aussetzen. Manche erstarren, manche handeln wie auf Autopilot, manche geraten in Panik. Ich habe es in Kriegsgebieten gesehen, in Flüchtlingslagern, nach Naturkatastrophen. Und einmal an mir selbst.

Ich lag mit dem Gesicht im Staub, Kiesel in den Handflächen, Staub auf den Lippen. Durch einen zehn Zentimeter breiten Spalt unter einem Stahltor sah ich Füße — Ledersandalen, Reifensohlen, Staub auf nackten Zehen. Das Schlurfen auf Asphalt, nah, dann weiter weg, dann wieder nah. Mein eigenes Blut in den Ohren, lauter als alles andere. Mein Körper wollte aufspringen, jede Faser, aber ich lag da. Meine Finger krallten sich in den Boden.

Was in den Stunden danach passierte → Meine Geschichte

Mein Körper wollte etwas anderes als mein Kopf.

Dieses Muster habe ich später in der Forschung wiedergefunden: In lebensbedrohlichen Lagen mobilisiert der Körper Energie für Flucht oder Kampf. Ist beides nicht möglich, kann er erstarren. Nicht als Fehler, als biologisches Schutzprogramm.

Die Survival-Handbücher nennen diese Schutzreaktion Kampf, Flucht oder Erstarren; die Forschung beschreibt die Abfolge solcher Reaktionen als Defense Cascade (Kozlowska 2015): von der Mobilisierung über das Erstarren bis zum Kollaps.

Die gute Nachricht steht im Survival-Handbuch der US Air Force: Die meisten Menschen gewinnen die Kontrolle zurück, besonders wenn sie durch Wissen und Training vorbereitet sind (AFH 10-644, Abs. 4.4).

Bei den meisten ist das Erstarren eine Phase, kein Zustand. Das Survival-Handbuch der US Army sagt dazu, dass der Mensch Stress braucht, nur nicht zu viel davon: Ein Körper, der hochfährt, bereitet sich auf Handlung vor. Diese Reaktionen sind bekannt und beschrieben. Deshalb lässt sich üben, trotz ihnen zu handeln.

Ich habe gesehen, wie ausgebildete Menschen handlungsunfähig wurden. Menschen, die wussten, was zu tun ist, und es nicht tun konnten. Und ich habe gesehen, wie andere kurz erstarrten und sich dann fingen. Was sie unterschied, war selten Talent. Meistens war es Vorbereitung.

Das lässt sich üben.

Zu den Kursen ↑

Was ist Survival Training?

Survival heißt: eine Lage überstehen, in der Leib und Leben bedroht sind und die gewohnte Hilfe fehlt, bis Hilfe dich erreicht oder du sie erreichst.

Survival Training bereitet darauf vor, mit den Handgriffen, die du dann brauchst, mit dem Wissen dahinter und mit dem Willen, beides unter Druck abzurufen.

Das Ziel ist die Rückkehr, in guter Verfassung an Körper und Kopf. Gebraucht wird Survival Training überall, wo Hilfe weit weg sein kann: auf Reisen in abgelegene Gegenden, auf Expeditionen, in humanitären Einsätzen. Im Deutschen heißt es auch Überlebenstraining.

Survival ist beides: das Handwerk und der Kopf. Die militärische Survival-Doktrin verbindet Fertigkeiten und Psychologie seit Jahrzehnten. Eines ihrer Handbücher sagt: Je wirklichkeitsnäher das Training, desto weniger überwältigt dich die echte Lage.

Daraus folgt für mich: Wer unter Druck handlungsfähig bleiben soll, muss unter Druck geübt haben, nicht nur in Ruhe gelernt. Wer wissen will, woher das Fach kommt, findet die Geschichte im Glossar.

Handgriffe allein reichen nicht

Ein Handgriff, der in Ruhe sitzt, wird unter Druck ungenau. Puls und Atmung gehen hoch, die Hände werden unruhig, die Feinmotorik lässt nach. Wer ein Dach aus einer Plane bauen und Wasser abkochen kann, muss es auch dann können, wenn er friert, kaum geschlafen hat und die Zeit drängt.

Dazu kommt, was die Handbücher Überlebenswillen nennen. Das Handbuch der US Army sagt: Die Fertigkeiten sind wichtig, der Wille zu überleben ist unerlässlich. Der Psychiater Viktor Frankl hat beschrieben, dass Menschen länger durchhalten, wenn sie einen Grund haben weiterzumachen. Der Sinn nährt den Willen, und der Wille ruft den Handgriff ab.

Das Trainingsmodell: Die Innere Ausrüstung

Die Innere Ausrüstung ist das Trainingsmodell, nach dem ich Survival Training lehre: Handwerk und Kopf, an derselben Übung trainiert, zuerst in Ruhe, dann unter Druck. Ich trainiere den Kopf am Handgriff, nicht daneben.

Drei gut erforschte Prinzipien tragen jeden Kurs: gestufter Druck, die Nachbesprechung nach jeder fordernden Übung und Wenn-dann-Pläne für den Fall, dass etwas schiefgeht. Ein Wenn-dann-Plan heißt: Du legst vorher fest, was du tust, wenn etwas nicht gelingt.

Fünf Dimensionen ordnen, was trainiert wird, jede mit einer Leitfrage. Vier davon beschreiben, was der Kopf am Handgriff lernt. Die fünfte, Handeln, sind die Handgriffe selbst, unter Druck.

Stabilität

Was passiert in meinem Körper?

Was Druck mit Puls, Atmung und Händen macht, und wie du trotzdem handlungsfähig bleibst.

Klarheit

Was passiert um mich herum?

Die Lage lesen, bevor du baust: Wind, Wasser, Wetter, Zeit. Entscheiden, auch wenn Information fehlt.

Charakter

Wer bin ich, wenn es darauf ankommt?

Was du tust, wenn nach einer kurzen, kalten Nacht ein Handgriff noch getan werden muss. Besprochen wird die Übung, nicht du als Person.

Tiefe

Warum halte ich durch?

Wofür du weitermachst, wenn die Verpflegung knapp ist und du allein draußen bist. Die Handbücher nennen das Überlebenswillen.

Handeln

Was tue ich, wenn es zählt?

Die Handgriffe unter Druck abrufen: Gesundheit, Schutz, Feuer, Wasser, Orientierung, Signal. Dazu Wenn-dann-Pläne.

Handgriffe übst du in jedem Kurs vom ersten Tag an. Wie weit jede Dimension unter Druck geht, zeigt die Übersicht; sie sagt, was im Kurs geschieht, nicht, was du danach kannst.

Dimen­sionTages­kursWochen­endeIntensiv­kursAus­bildung
Stabilitäteingeführteingeführtvertieftintegriert
Klarheitberührteingeführtvertieftintegriert
Charakter–berührteingeführtvertieft
Tiefe–berührteingeführtvertieft
Handelnberührteingeführtvertieftintegriert

Berührt heißt: Du erlebst es im Kurs, oft noch ohne Namen. Eingeführt: Es bekommt einen Namen, wird erklärt und geübt. Vertieft: Du übst es wiederholt unter wechselnden Bedingungen, zunehmend selbstständig. Integriert: Es wird unter Druck zusammen mit allem anderen geübt.

Die Bausteine stützen sich auf Forschung. Das Ganze, so wie ich es lehre und in Stufen aufbaue, hat niemand in einer Studie geprüft.

Wie das Trainingsmodell Die Innere Ausrüstung funktioniert

Was hinter den vier Kursen steht

Hinter den vier Kursen steht ein Trainingsmodell. Jede Übung hat ihren festen Platz: erst der Handgriff, dann der Druck. In den längeren Kursen erst mit Ausrüstung, dann mit immer weniger. Maßstab für Aufbau und Ablauf sind die Survival-Handbücher, übersetzt für Zivilisten.

Woran du das im Kurs erkennst: Der Druck steigt in Stufen. Die Arbeit am Kopf steckt in der Übung, nicht in einem Vortragsblock. Nach jeder fordernden Übung gibt es eine Nachbesprechung. Ob ein Handgriff sitzt, zeigt sich im Szenario, also in einer gestellten Situation.

Im Intensivkurs und in der Ausbildung hat jede Aufgabe einen Standard: Was nicht sitzt, übst du nach, bis es sitzt, und das Zertifikat gibt es, wenn der Standard erreicht ist. So sieht eine Aufgabe aus:

Aufgabe: Ein Mensch liegt verletzt im Wald. Du versorgst ihn zuerst, bestimmst den Standort, setzt ein Signal und entscheidest begründet, ob ihr bleibt oder ihn tragt. Geht ihr, baust du eine Trage.

Bedingungen: Survival-Ausbildung, Wintermodul, im Team, 60 Minuten, nach einem Vormittag an den Einzelstationen.

Standard: Alle Schritte geschafft, die Versorgung zuerst, die Entscheidung begründet, der Verletzte die ganze Zeit vor Kälte geschützt.

Bewertung: Ich hake jeden Schritt ab. Was nicht sitzt, übst du nach, bis es sitzt. Das Zertifikat gibt es, wenn der Standard erreicht ist.

Mit dem letzten Kurstag hört das Üben nicht auf. Du führst ein Feldtagebuch und bekommst nach dem Kurs Begleittexte, die erklären, was draußen mit dir geschehen ist, und E-Mails mit einer Grundübung und einer Frage zum Abrufen, über Monate. In der Ausbildung liegt diese Begleitung zwischen den Modulen.

Die Frage ist nicht: Was weißt du? Die Frage ist: Was kannst du tun, wenn der Druck kommt?

Fisch, Wurzeln und Wildpilze auf Holzbrett am Lagerfeuer — Nahrungsgewinnung im Survival Training der Wildnisschule Lupus

Survival Kurs: Was du wirklich lernst

Die Survival-Handbücher stellen die Versorgung von Verletzungen immer an die erste Stelle, alles andere ordnet sich nach der Lage. Ich lehre die Handgriffe in dieser Reihenfolge: gesund bleiben und Verletzungen versorgen, Kleidung und Unterkunft, Feuer, Wasser finden und aufbereiten, Orientierung, Signal und Rettung.

Was zuerst kommt, entscheidet die Lage. Die Gesundheit immer. Bei Kälte kommt Feuer früher, in der Hitze Wasser; Nahrung kommt nach dem Wasser.

Gesundheit und Verletzungen
Kleidung und Unterkunft
Feuer
Wasser
Orientierung
Signal und Rettung
Nahrung
Werkzeug und Knoten

Darunter liegt der Kopf, der diese Handgriffe abruft, wenn die Lage kippt. Er ist keine neunte Fertigkeit, er ist das Fundament, und ich trainiere ihn an jeder der acht.

Was du im Wald lernst

Verletzungen versorgen, Unterkunft, Feuer, Wasser, Orientierung, Signal. Kein Vortrag, keine Theorie. Du machst es selbst, mit deinen Händen, mit dem, was der Wald hergibt.

Erste Hilfe heißt hier nicht der Kurs im Seminarraum, sondern Wundversorgung mit dem, was da ist, und sie kommt zuerst. Dazu Werkzeughandwerk: Schnüre drehen, Schnitzen, Materialien verarbeiten. Mors Kochanski, ein Survival-Lehrer, hat seine Haltung so zusammengefasst, dass du umso weniger trägst, je mehr du weißt. Vorbereitung ersetzt das nicht: Was du mitnimmst, musst du kennen und benutzen können.

Du kniest am Boden, das Holz ist nass, der Rauch brennt in den Augen. Die Kälte kriecht vom Waldboden herauf. Deine Hände sind klamm, das Birkenholz glitschig. Dann fängt der Funke. Die Flamme steht. Und du weißt: Das war nicht Zufall. Du hast das gemacht, unter Bedingungen, die nicht freundlich waren. Morgen machst du es wieder, damit es bleibt.

Zwei Teilnehmer graben Feuerstelle im Wald während des Survival Basiskurses der Wildnisschule Lupus

Was du über dich lernst

Der Boden unter den Knien, die Hände voller Erde, und dann die Frage: wo? Unterkunft bauen, aber wo? Nah am Wasser oder windgeschützt? Du merkst, wie schwer klares Denken wird, wenn die Zeit drängt. Das ist kein Defizit. Das ist die Stelle, an der Survival Training ansetzt.

Albert Bandura hat die eigene Erfahrung als eine der wirksamsten Quellen für das Zutrauen in das eigene Tun beschrieben. Du machst es, und du merkst, dass es funktioniert. Jeder Handgriff, den du unter Druck abschließt, stärkt dieses Zutrauen für den nächsten.

Deshalb stelle ich Situationen her, in denen du beides zugleich brauchst: den Handgriff und den klaren Kopf. Darauf zielt das Training. Ob das Geübte im Ernstfall hält, kann dir niemand zusagen, auch ich nicht; was ich zusagen kann, ist, dass du es geübt hast, in Ruhe und unter Druck.

→ Erste Nächte draußen: Survival-Wochenende
Intensivkurs oder Ausbildung? → 30-Min-Gespräch vereinbaren

Teilnehmer bei Holzbearbeitung während des Survival Trainings bei Maurice Ressel

Survival Training in Deutschland: Preise und Formate im Überblick

Mein Survival Training beginnt bei 150 € für einen Tag. Das Survival-Wochenende kostet 390 €. Der Survival-Intensivkurs, sieben Tage Handwerk und Kopf im Feld, kostet 1.290 € oder 3 × 430 €. Die Survival-Ausbildung kostet 2.990 € als Einmalzahlung oder 10 × 299 €, ohne Zinsen.

Auf ihre 20 Präsenztage gerechnet kommt die Ausbildung auf 149,50 € pro Trainingstag, und der Inhalt geht darüber hinaus: 16 Feldaufgaben und 8 Zoom-Termine mit deiner Kohorte zwischen den Modulen, rund 300 Seiten Begleitmaterial (6 Begleithefte, 5 Workbooks, ein Ausweich-Handbuch und ein Recht-Workbook), 48 Stunden allein draußen, ein Ausweich-Szenario und das Zertifikat, wenn der Standard erreicht ist, von mir persönlich unterzeichnet.

FormatDauerPreisGruppeNächster TerminBesonderheit
Survival-Tageskurs1 Tag150 €höchstens 15Dein erster Trainingstag
Survival-Wochenende3 Tage (Fr–So), 2 Nächte390 €höchstens 15Erste Nächte draußen
Survival-Intensivkurs7 Tage (Mo–So), 6 Nächte1.290 € oder 3 × 430 €höchstens 1224 Stunden allein draußen, Standard und Zertifikat
Survival-Ausbildung12 Monate, 20 Präsenztage2.990 € oder 10 × 299 €höchstens 1248 Stunden allein draußen, Standard und Zertifikat
Survival-Tageskurs · 150 €1 Tag · höchstens 15 · Dein erster Trainingstag
Survival-Wochenende · 390 €3 Tage (Fr–So), 2 Nächte · höchstens 15 · Erste Nächte draußen
Survival-Intensivkurs · 1.290 € oder 3 × 430 €7 Tage (Mo–So), 6 Nächte · höchstens 12 · 24 Stunden allein draußen, Standard und Zertifikat
Survival-Ausbildung · 2.990 € oder 10 × 299 €12 Monate, 20 Präsenztage · höchstens 12 · 48 Stunden allein draußen, Standard und Zertifikat

Für Intensivkurs und Ausbildung liegt noch keine Anerkennung als Bildungszeit vor; die Antragstellung ist vorbereitet. Welche Module du nach einer Anerkennung über Bildungszeit abdecken kannst, hängt von deinem Bundesland ab. Die Details stehen auf der Seite der Ausbildung. Die Kurskosten trägst du selbst.

Alle Preise sind Endpreise inkl. MwSt.

Maurice Ressel im Gespräch mit Teilnehmerin beim Survival Training

Häufige Fragen zum Survival Training bei Maurice Ressel

Einstieg & Voraussetzungen

In Brandenburg, in einem weitläufigen Waldgebiet bei Eberswalde, rund 50 Minuten von Berlin, kein eingezäuntes Camp, sondern echtes Gelände. Treffpunkt und Anfahrt bekommst du nach der Buchung.

→ Anreise aus Berlin

Die meisten kommen allein; du musst niemanden mitbringen. Teilnahme ist ab 18 möglich, im Tageskurs und am Wochenende zwischen 14 und 17 mit einem Elternteil. Die Gruppen sind klein, höchstens 15 Teilnehmende, im Intensivkurs und in der Ausbildung höchstens 12.

Ja. Jeder der vier Kurse steht dir ohne Vorkenntnisse offen. Für den Anfang ist der Tageskurs gedacht: jeder Handgriff zuerst in Ruhe, dann mit leichtem Zeitdruck, ohne Nacht draußen. Wer die ersten Nächte draußen will, nimmt das Wochenende; dort sind Jugendliche ab 14 mit einem Elternteil dabei.

Druck gehört dazu, Leichtsinn nicht. Der Druck steigt kontrolliert und in Stufen. Aussteigen kannst du bei jeder Übung, ohne Begründung, und ich breche ab, bevor jemand zu weit geht, bei Zeichen von Unterkühlung, Erschöpfung oder Verletzung.

Die Gruppen sind klein, und jeden Kurs leite ich selbst. Allein draußen bist du nur im Intensivkurs und in der Ausbildung, nach Tagen der Vorbereitung, mit Funk, festen Meldezeiten, Kontrollgängen und einem festen, schriftlichen Ablauf, falls eine Meldung ausbleibt.

Wer akut unter Traumafolgen oder einer anderen seelischen Erkrankung leidet, holt vorher ärztlichen oder therapeutischen Rat ein. Was sonst gilt, steht bei den Voraussetzungen.

Für Intensivkurs und Ausbildung liegt noch keine Anerkennung als Bildungszeit vor; die Antragstellung ist vorbereitet. Sobald eine Anerkennung vorliegt, veröffentliche ich sie auf den Kursseiten. Bis dahin besteht kein Anspruch auf Freistellung.

Kurse, Kosten & Ablauf

Bei mir zwischen 150 € für den Tageskurs und 2.990 € für die zwölfmonatige Ausbildung, auch in 10 Monatsraten à 299 € ohne Zinsen. Die Ausbildung kommt damit auf 149,50 € pro Präsenztag, inklusive persönlicher Betreuung, Material und bei den mehrtägigen Kursen Verpflegung. Alle Preise sind Endpreise inkl. MwSt.

Es gibt vier Kurse: Der Survival-Tageskurs dauert einen Tag (150 €). Das Survival-Wochenende geht von Freitag, 14 Uhr, bis Sonntag, 14 Uhr (390 €). Der Survival-Intensivkurs umfasst sieben Tage (1.290 €). Die Survival-Ausbildung läuft über zwölf Monate mit vier Modulen von Montag bis Freitag, zusammen 20 Präsenztage, und 48 Stunden allein draußen im Wintermodul (2.990 € oder 10 × 299 €).

Die nächsten Termine stehen bei jedem Kurs und im Kurskalender. Tageskurs und Wochenende finden mehrmals im Jahr statt, der Intensivkurs einmal, die Ausbildung startet einmal im Jahr mit festen Modulblöcken.

→ Alle Termine

Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, eine Trinkflasche; für mehrtägige Kurse zusätzlich einen Schlafsack. Alles andere stelle ich. Im Kurs wird die Ausrüstung dann Schritt für Schritt weniger, je länger er dauert; das ist Teil des Trainings, denn jedes Stück, das wegfällt, ersetzt du durch einen Handgriff. Eine Packliste bekommst du nach der Anmeldung, und vor dem Kurs besprechen wir deine Ausrüstung.

Trainiert wird bei jedem Wetter: Regen, Kälte und Wind gehören dazu. Bei Gewitter, Sturm, hoher Waldbrandgefahr oder einer Unwetterwarnung passe ich das Programm an oder unterbreche es.

Ja. Jeden Kurs gibt es als Gutschein, dazu Wertgutscheine ab 25 €. Der Gutschein kommt sofort als PDF mit dem Namen der beschenkten Person, ist drei Jahre gültig und für jeden Kurs einlösbar; den Termin wählt die beschenkte Person selbst.

Wird ein teurerer Kurs gewählt, zahlt sie die Differenz; wird ein günstigerer gewählt, bleibt das Restguthaben auf dem Code.

→ Gutschein verschenken

Wissen & Unterschiede

Bushcraft ist die Kunst, in der Natur komfortabel zu leben: Schnitzen, Feuertechniken, Lageraufbau. Der Aufenthalt ist freiwillig und kann jederzeit beendet werden. Survival Training übt Handlungsfähigkeit für Lagen, in denen das nicht mehr gilt: Leib und Leben sind bedroht, die gewohnte Hilfe fehlt.

Unter Druck funktioniert der Kopf anders als in Ruhe: Bushcraft trainiert Fertigkeiten. Mein Survival Training trainiert Fertigkeiten und die Fähigkeit, sie abzurufen, wenn der Körper unter Druck steht.

→ Mehr über das Trainingsmodell Die Innere Ausrüstung

Ja, und zwar aus dem Grund, den die Survival-Handbücher nennen: Unter echtem Druck kann der Kopf aussetzen, manche erstarren, manche geraten in Panik. Die meisten gewinnen die Kontrolle zurück, besonders wenn sie durch Wissen und Training vorbereitet sind. Unter Druck zu üben bereitet dich darauf vor, einen Handgriff auch dann abzurufen; eine Zusage für den Ernstfall ist das nicht. Genau dafür gibt es Survival Training.

→ Warum unter Druck der Kopf aussetzt

Eine verbreitete Faustregel: drei Minuten ohne Luft, drei Stunden ohne Schutz bei Kälte und Nässe, drei Tage ohne Wasser, drei Wochen ohne Nahrung. Sie hilft, Wasser vor Nahrung und Schutz vor beidem zu sehen. Die Survival-Handbücher setzen genauer an: Erste Hilfe hat immer Vorrang, alles andere ordnet sich nach der Lage. Bei Kälte kommt Feuer früher, in der Hitze Wasser. Genau so lernst du die Handgriffe bei mir.

Survival heißt: eine Lage überstehen, in der Leib und Leben bedroht sind und die gewohnte Hilfe fehlt, bis Hilfe dich erreicht oder du sie erreichst.

Im Training lernst du die Handgriffe dafür, in der Reihenfolge, in der ich sie lehre: gesund bleiben und Verletzungen versorgen, Kleidung und Unterkunft, Feuer, Wasser finden und aufbereiten, Orientierung, Signal und Rettung. Dazu Nahrung sowie Werkzeug und Knoten. Und du übst, das abzurufen, wenn Druck dazukommt.

Im Tageskurs baust du einen Unterschlupf, machst Feuer ohne Streichhölzer und lernst, Wasser trinkbar zu machen, mit leichtem Zeitdruck. In den längeren Kursen kommen weitere Handgriffe dazu, etwa Nahrungsgewinnung, und der Druck steigt: ab dem Wochenende Kälte und wenig Schlaf, im Intensivkurs und in der Ausbildung weniger Essen und weniger Ausrüstung.

Die Bausteine stützen sich auf Forschung: zum Training unter Stress in Stufen, zur Nachbesprechung, zu Wenn-dann-Plänen, zu Stressreaktion, Lagebewusstsein und Selbstwirksamkeit. Aufbau und Ablauf orientieren sich an den Survival-Handbüchern von US Army und US Air Force. Die Verbindung zu einem Trainingsmodell ist meine Arbeit als Praktiker.

Das Ganze, so wie ich es lehre und in Stufen aufbaue, hat niemand in einer Studie geprüft. Welche Forschung hinter welchem Baustein steht, steht mit Quellen auf der Seite Die Innere Ausrüstung.

Mein zweites Fach, neben dem Survival Training. Es geht um den Fall, dass eine Gefahr deinen Ort trifft und dir noch Zeit lässt: Bleibst du oder gehst du, und wann? Die Frage stellt sich vorher, solange noch Zeit ist; steckst du schon in einer Lage, gehört die Entscheidung, am Platz zu bleiben oder weiterzuziehen, zum Survival Training.

Es gelten drei feste Linien: nicht angreifen, nicht strafen, nicht zurückschlagen, wo Weggehen möglich ist. Anweisungen der Behörden und Rettungskräfte gehen vor. Kein Kampf, kein Tactical, kein Prepping.

Ein eigenes Kursformat gibt es nicht; Teile davon übst du in den mehrtägigen Kursen, die meisten in der Ausbildung. Band 1 der Buchreihe, „Die Entscheidung“, ist erschienen. Mehr dazu oben bei Ziviles Ausweichen und auf der eigenen Seite.

Meine Frage war nicht dabei? → Schreib mir persönlich

Teilnehmer kochen über offenem Feuer beim Survival Training der Wildnisschule Lupus in Brandenburg

Dein nächster Schritt

Was tust du, wenn dein Körper unter Druck steht und dein Kopf dir sagt, du kannst nicht?

Die Antwort ist trainierbar. Nicht theoretisch, sondern in einem Wald in Brandenburg, mit deinen Händen.

Du willst anfangen

Tageskurs: Termin wählen

150 € · Material gestellt · nächster Termin: Sa 12.06.2027

Du überlegst Intensivkurs oder Ausbildung

30-Min-Gespräch vereinbaren

Kostenlos · 30 Minuten · Rückmeldung werktags innerhalb von 24 Stunden

P.S. Wenn du nicht weißt, welcher Kurs passt: Ruf mich an, Montag bis Freitag. Meistens ist das in fünf Minuten geklärt. 0174 247 8570

Als Geschenk: jeden Kurs als Gutschein

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026