Holistic-Survival-Training

Was wäre, wenn du unabhängig wirst, weil du mit handwerklichem Geschick Essenzielles aus der Natur gewinnen kannst? Wenn du mit einem neuen Hobby deinem Stress und der Entfremdung von der Natur etwas entgegensetzen kannst? Was wäre, wenn du deinem Alltag mit wilder Energie entfliehst und eine neue weite Welt voller Möglichkeiten entdeckst?

Das alles ist möglich. Mit unserem ganzheitlichen Survival-Training geben wir dir das Wissen und die Survival-Skills an die Hand, draußen in der Wildnis zu leben und überleben. Du wirst auf deiner Reise lernen, alle Ressourcen zu aktivieren und auf einen Punkt zu fokussieren. So bringst du Körper und Geist, deine Sinne und Fähigkeiten auf Hochtouren, um deine Abenteuer dort draußen in der Natur zu starten! Nach unserem Survival-Training wirst du dich fragen, was du dein ganzes Leben lang gemacht hast.

 In einer größtmöglichen Betrachtung ist „Survival“ die Summe aller Fähigkeiten und Strategien, die wir benötigen, um zu leben. Survival bedeutet demnach (Über)Lebensfähigkeit! – Maurice Ressel

Und das ist erst der Anfang: In unserer Schule bekommst du ein Survival-Training-System, das aufeinander aufbaut. Es ermöglicht dir den Start einer großen Lernreise, in der du dich persönlich, körperlich und beruflich weiterentwickelst und die Wildnis-Power mit in deinen Alltag nimmst!

Das steckt in deinem Outdoor-Survival-Training

  • Vielseitigkeit: Ob du die Survival-Skills beruflich oder privat benötigst – lerne mit uns Überlebenstechniken, die weltweit universell anwendbar sind, und mache die Natur zu deinem Zuhause!
  • Erfahrungen: Wir machen dich zur Problemlöser*in! Nach dem Motto „von der Hand in den Kopf“ wirst du das Survivalwissen in der Praxis lernen.
  • Erkenntnisse: Entdecke die Zusammenhänge der Natur, um sie neu zu erleben und in ihr lesen zu können wie in einem Buch.
  • Herausforderungen: Verlasse deine Komfortzone, erweitere deine Grenzen und lerne dich besser kennen!
  • Stärke: Fördere mit unserem einzigartigen „Holistic-Survival-Training“ alle Survival-Fertigkeiten und -Aspekte von Körper, Geist und Sinne.
  • Professionalität: Lerne mit einem Team von begeisterten Wildnis-Expert*innen mit Lebenserfahrung und eigener Philosophie.
  • Vollständigkeit: Starte deine Lernreise mit unserem großen Angebot an Survival-Trainings und Ausbildungen, die intelligent ineinandergreifen und zusammen die ganze Welt des Survival abdecken.
  • Erreichbarkeit: Unser Survival-Training findest du an vielen Standorten in Deutschland (Brandenburg, Berlin, Dresden, Sächsische Schweiz).

Teilnehmer unseres Survival-Training in Deutschland bauen ein Outdoor-Camp aus Holz mit Axt und Messer.

Unser Kursangebot: Lerne an einem Ort alle Survival-Skills

Eine Schule – alle Fähigkeiten! Mit unserem Survival-Training-Programm ermöglichen wir dir, die Essenz des Outdoor-Survival zu lernen. Wo du in die Welt des Wildnislebens eintauchst, bleibt dir überlassen – doch eines ist sicher: Deine Lernreise beginnt genau hier!

Der Survival-Experte Maurice Ressel zeigt den Teilnehmern wie er mit dem Bow-Drill ein Feuer entfachen kann. Er hält gerade den Zunder in der Hand und pustet hinein. Eine große Flamme ist zu sehen.

1 Tag Survival Kurs – der Kurs für Anfänger

Du willst raus aus der Stadt? Dann folge deiner inneren Stimme und komme mit diesem Einsteigerkurs in die Natur. Lerne mit wenig Ausrüstung notwendige Bedürfnisse wie Wasser, Feuer, Schutz und Nahrung zu stillen. So kannst du in der Wildnis für andere da sein, wenn du gebraucht wirst. Lerne für deinen Alltag dazu und kehre mit mehr Selbstbewusstsein und Kraft aus dem Wald zurück!

Thema: Survival-Training für Anfänger
Dauer: 1 Tag
Kosten: 99 €

Ein Teilnehmer und Schüler steht im Wald und streckt die Arme der Sonne entgegen.

2 Tage Survival-Kurs – das Survival-Training mit Übernachtung im Wald 

In diesem Survival-Training bekommst du die gesamte Themenvielfalt der Urvölker an die Hand. Mit einem breiten Wissen und langer Erfahrung begleiten dich unsere Wildnisexpert*innen an einem Wochenende und zeigen dir, wie du in Zukunft eigene Abenteuer in der Natur bestehen wirst. Zwei Tage raus aus dem Alltag und rein in dein Survival-Training in der Wildnis!

Thema: Die Grundlagen des Survival + 1 Übernachtung im Wald
Dauer: 2 Tage
Kosten: 210 €

An einer Feuerstell sitzt eine Frau auf dem Boden und lacht einem anderen Teilnehmer des Survival-Trainings zu.

Wildnispädagogik-Ausbildung – das Wissen der Naturvölker

Das Highlight unseres Angebots ist die einjährige Wildnispädagogik-Ausbildung. Sie hat das Zeug zur Veränderung. In einem Jahr bündeln wir mit dir Geist, Sinne, Körper und Überlebenstechniken auf den Punkt und machen dich zur zertifizierten Wildnispädagog*in mit Vorbildfunktion. Lerne deine sozialen Fähigkeiten zu verbessern und eine neue Verbindung zur Natur einzugehen. Diese Ausbildung ist das Sprungbrett in einen neuen Lebensabschnitt!

Thema: Die Grundlagen der Wildnispädagogik und des Survival
Dauer: 1 Jahr
Kosten: 2.605 €

Unser Jagdlehrer zeigt den Schüler das Pirschen. Unsere Jagdausbildung gehört zu unserem Survival-Training dazu.

Die Jagdausbildung zur respektvollen Jäger:in

Die Jagd ist das älteste Handwerk der Menschheit und ein selbstverständlicher Bestandteil in unserer Survival-Ausbildung. Wir sind davon überzeugt, dass die Ursprünge der Jagd die Wiege aller Wissenschaften ist. Denn um eine erfolgreiche Jäger*in zu werden, benötigst du ein enorm großes Verständnis der Tierwelt und ihrer Lebensräume. Um dir genau das zu vermitteln und dich erfolgreich zum Jagdschein zu führen, kombinieren wir das effektive Online-Lernsystem der Jagdschein-Akademie mit unserem Survival-Fachwissen.

Thema: Jägerausbildung für die Vorbereitung auf die Jägerprüfung
Dauer: 3 Wochenkurs + eigenverantwortliches Online-Lernsystem
Kosten: 3.500 €

Drei Schüler des Survival-Trainings, tragen mit einer improvisierten Trage aus Holz eine Lebensmittel Tonne durch den Wald. Sie Wollen mitten in er Natur eine Survival-Camp errichten.

3 Tage Survival-Kurs – das Intensive Wildnis-Wochenende 

Die drei Tage haben es in sich.  Im Gegensatz zu den Ein- und Zwei-Tageskursen haben unsere Experten hier mehr Zeit für Wissensvermittlung, und du hast die Gelegenheit zur direkten Praxis. Gewinne gleichzeitig Selbstvertrauen und schlafe eine Nacht ohne Zelt in unserem Wald. Mit diesem Survival-Training-Wochenende zeigen wir dir die Techniken, wie du Feuer, Wasser und Behausung aus der Natur gewinnst.

Thema: Überlebenswille und Resilienz für das Leben in der Natur
Dauer: 3 Tage
Kosten: 290 €

Tobias Lehmann sitz auf einem Baumstamm und denkt nach. Rubriken-Bild für unseren Survival-Psychologie Training.

Survival-Psychologie – Willensstärke & Resilienz

Survival-Training beginnt im Kopf! Wir geben dir an einem Wochenende das Werkzeug an die Hand, gegen Stress, Schock, Kälte und Hitze resistent zu werden – ob im Alltag oder in einer Notsituation. In diesem Kurs dreht sich als um dich, deine Gedanken und die Festigung der Persönlichkeit. Mit Methoden wie Atemübungen und Imagination schärfst du deine Aufmerksamkeit und deine Sinne mitten in der Natur.

Thema: Überlebenswille und Resilienz für das Leben in der Natur
Dauer: 3 Tage
Kosten: 400 €

Winter-Survival-Training – Überleben in Polarregionen (Expedition in Schweden)

In diesem Winter-Outdoor-Camp in Schweden geben wir dir eine absolute Schneegarantie! Hier hast du die einmalige Gelegenheit, in der kalten Jahreszeit mit einem echten Survival-Spezialisten Eisfischen, Iglu-Bau, Campleben und die Orientierung bei Eis und Schnee zu trainieren. Erweitere mit diesem Survival-Urlaub deine körperlichen Grenzen und lerne, bei solchen Wetterextremen überleben zu können. Komme mit uns in die Arktische Zone und eigne dir die Überlebenstechniken der Sami an.

Thema: Die Überlebensfähigkeit im nordischen Winter praktisch erlernen
Dauer: 7 Tage
Kosten: 1.650€

In unser Survival-Bogenbaukurs steht ein Teilnehmer an der Bogenscheibe und schießt einen Pfeil von seinem neun gebauten bogen ab.

Der Survival-Bogen – Bogenbaukurs mit Axt und Messer

Lerne in diesem Workshop von der Theorie bis zur Praxis, deinen eigenen Bogen zu bauen. Es fängt an mit einem Stück Holz und endet mit den ersten Pfeilen in der Zielscheibe. Unter Anleitung des erfahrenen Bogenbauers Gerhard Wiedemann wirst du auf Werkbänken draußen am Lagerfeuer mit einem Messer und der Axt einen charaktervollen, voll funktionstüchtigen Survival-Bogen bauen, der an deine Körpermaße genau angepasst ist.

Thema: Der Bau deines eigenen Survival-Langbogens
Dauer: 2 Tage
Kosten: 290 €

Eine Pflanze wird in unser Survival-Notnahrung & Pflanzenkunde Kurs in die Kamera gehalten.

Pflanzenkunde & Notnahrung – sich aus der Natur ernähren

Du wolltest schon immer unabhängig in der Natur sein? Dann lerne mit uns, welche Pflanzen, Wurzeln und Kräuter als Notnahrung essbar sind. Unsere Pflanzenkunde lässt dich weltweit essbare und giftige Pflanzen voneinander unterscheiden, Heilpflanzen finden und die ökologischen Zusammenhänge verstehen. Lerne ein breites Pflanzen-Grundwissen und welche Pflanzen und Bäume dir Rohstoffe für Seile und andere wichtige Survival-Werkzeuge liefern.

Thema: Finden, Bestimmen und Verarbeiten von pflanzlicher Notnahrung und Rohstoffe für Survival-Werkzeug.
Dauer: 3 Tage
Kosten: 290 €

Ein Verletzter wird in unserem Outdoor-Erste-Hilfe Kurs von anderen Personen versorgt. Diese Übung macht die Teilnehmer handlungskompetent in Extremsituationen.

Erste-Hilfe-Outdoor – Notfallmanagement & Survivalmedizin

Das ist der intensivste Erste-Hilfe-Kurs, den du in Deutschland machen kannst. Wir steigen in diesem Wochenende mit einer realistischen Unfalldarstellung direkt auf die Handlungsebene ein, ohne lange rumzulabern. So trainierst du in intensiven Szenarien, im Ernstfall bereit zu sein statt in Schockstarre zu verfallen. Unser Spezialist im Notfallmanagement zeigt dir die richtigen Maßnahmen – vom Druckverband über die Herz-Lungen-Wiederbelebung bis hin zu psychologischen Tricks! Am Ende bekommst du eine Teilnehmerbescheinigung und ein Zertifikat von uns.

Thema: Outdoor-Erste-Hilfe in Extremsituationen
Dauer: 2 Tage
Kosten: 290 €

Ein Teilnehmer bei unserem Full-Survival-Training liegt in einem Debris-Hut (Laubhütte)und lacht.

Full-Survival-Ausbildung – die steinzeitlichen Survival-Skills

Stelle dir vor, dass du als wahrer Überlebenskünstler nicht einmal ein Survival-Messer brauchst, um alles aus der Natur herstellen zu können, was du zum Leben brauchst. Lerne in dieser Woche mit dem Bow-Drill Feuer zu erzeugen und mit minimalistischen Hilfsmitteln deine Notunterkunft zu errichten. Komme mit uns zu den Wurzeln der Menschheit, verlasse deine Komfortzone und starte das Abenteuer deines Lebens!

Thema: Überlebenswille und Resilienz für das Leben in der Natur
Dauer: variabel
Kosten: variabel

Daniel Atila erprobt im Wald sein Kampfmethode und schlängelt sich durch das Gestrüpp. Rubriken-Bild für unseren Survival-Selbstverteidigungskurs

Selbstverteidigung und Fitness – gesund und wehrhaft

Stelle dir vor, du kannst alles umsetzen, was dir an Abenteuern in den Sinn kommt. Du kannst alle Herausforderungen meistern, die auf dich warten, weil du einen starken, flexiblen, wehrhaften und ausdauernden Körper hast. Mit zwei Experten haben wir ein Kampfkunst- & Trainingsprogramm entwickelt, das dich auf ein neues Level katapultiert. Worauf wartest du, beweise deine Schnelligkeit bei der Buchung dieses Survival-Trainings!

Thema: körperliche Fitness und Wehrhaftigkeit und Gewaltprävention
Dauer: 3 Tage
Kosten: 400 €

Schnellnavigation

Klicke hier auf die Links und bekomme schnell Antworten auf deine Fragen zu deinem  Survival-Training

Was: das komplette Survival-Kurs- & Ausbildungsangebot
Wo: unsere Wildnis-Standorte
Wer: dein Wildnis-Team
Wie: das einzigartige Holistic-Survival-Training
Warum: die Wurzeln unseres Survival-Trainings
Für alle weiteren Fragen: FAQ des Survival-Training

Eine Landschaftsausnahme unseres Waldgebietes für unser Survival-Training. Man sie einen Fluss der sich durch einen Laubwald schlängelt.

Unsere Standorte in Deutschland

Unsere Survival- & Wildnisschule gibt es schon in drei Outdoor-Camps in Deutschland. Alle Standorte haben eines gemeinsam: Sie sind naturnah und geben dir den perfekten Raum, in alle Themen des Survival einzutauchen. Bei der Wahl deines Abenteuers hast du die Möglichkeit zu schauen, in welcher Region du dein Survival-Training absolvieren willst.

Detailinfos zu den Standorten

Das große Tipi auf unser Kursgelände in Eberswalde. Hier lassen wir unser Survival- und Bushcraft-Kurse sowie Wildnispädagogik-Ausbildung stattfinden.
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In diesem Waldgebiet für unser Survival-Training kannst du alle wichtigen Skills lernen und dich dabei auch noch wohlfühlen.
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Unser Waldgebiet mit einem Zelt und Feuerstelle in Dresden für die Survival-Training
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Die Grafik zeigt unser umfangreiches Angebot an Outdoor-Survival-Trainings und Ausbildungen

Dein Kursangebot: spezialisiert, professionell und vollständig

Survival bedeutet, die Pflanzen- und Tierwelt zu kennen. Survival bedeutet Navigation, Wetterkunde, Jagd, Ökologie, Psychologie. Kurzum: Survival ist ein ganzer Kosmos aus Fertigkeiten und Wissen. Mit unserem Kurs- und Ausbildungsprogramm schaffen wir eine ganze Lernwelt, in der du die Essenz der Überlebenstechniken kennenlernst. Hier startet deine Reise!

Die Erfolgreichen unterscheiden sich von den anderen nicht darin, dass sie etwas wesentlich besser machen, sondern darin, dass sie einfach weiter machen – während andere  aufgeben. Das ist Survival! – Maurice Ressel

Was ist so besonders an unserem gesamten Survival-Training-Angebot:

  • Das Angebot: Deutschlands umfangreichstes Survival-Training-Angebot deckt alle Survival-Themen ab.
  • Die Fokussierung: Jedes Survival-Training fokussiert auf ein spezielles Thema.
  • Die Survival-Experten: Mentoren mit Praxiswissen, Humor und pädagogischem Feingefühl.
  • Die Lernmethoden: Sie wecken deine Begeisterung und lassen dir das Wissen zufliegen.
  • Übersichtlichkeit: Der Trainingsindex zeigt dir, was dich in den Kursen erwartet.
  • Die perfekte Umgebung: Wilde Landschaften sind dein Trainingsraum und Klassenzimmer.

Vorweg: Ob du bei unserem eintägigen Survival-Training startest oder direkt eine Woche mit unserem Winter-Survival-Camp in eine Welt voller Eis und Schnee eintauchst, alle Angebote entfalten für sich alleine ihre volle Wildnis-Power. Wie sanft oder hart du in unsere Lernwelt eintauchen willst, entscheidest du. Denn ob du Anfänger*in, fortgeschritten oder schon ein halber Profi bist, du findest garantiert den Kurs, bei dem du etwas dazulernen kannst!

Der Trainingsindex – Dein Leitsystem durch die Welt des Survival-Training

Der Survival-Trainingsindex. Eine Grafik für die Entscheidungshilfe bei der Auswahl des richten Kurs- und Ausbildungsangebots unserer Survival- und Wildnisschule.

Der Trainingsindex zeigt dir vor deiner Anmeldung genau, welche deiner Eigenschaften wir in den jeweiligen Survival-Trainings verbessern. So kannst du entscheiden, wann und wo du was lernen und fördern willst.
Willst du besser in deinen Survival-Skills werden, dann komme in das knallharte Full-Survival-Training. Du willst fitter werden, dann steige direkt ein mit unserem Fitness- und Selbstverteidigungskurs. Nimm den Trainingsindex (siehe Abbildung oben) als Entscheidungshilfe für die Auswahl deiner passenden Outdoor-Kurse. So hast du den maximalen Überblick und lernst genau das, was du für die Verwirklichung deiner Vorhaben brauchst.

Zur besseren Übersicht: Diesen kleinen Trainingsindex findest du in den Kursbeschreibung. Damit du, bevor du dich anmeldest, genau weißt, was dich in diesem Survival-Training erwartet.

Falls noch Fragen offen sind oder du nicht sicher bist, mit welchem Survival-Training oder welcher Ausbildung du in unsere Lernwelt einsteigen willst, kannst du uns jederzeit hier kontaktieren.

Dein Survival-Training beginnt genau hier!

Deine Ausrüstung wirst du verlieren können, aber einen starken Körper, einen flexiblen Geist, deine Fähigkeiten und Sinnesschärfe wirst du immer bei dir haben. Du hast die wichtigsten Ressourcen schon in dir, um alle Herausforderungen zu meistern.
Survival ist so viel mehr als bloß Feuer zu entfachen und mit einem Messer am Gürtel durch den Wald zu streifen. Als Survivalschule konzentrieren wir uns nicht nur auf die Hard-Skills, sondern fördern alle deine Fähigkeiten (Körper, Geist, Sinne und Fertigkeiten), um dich zur Survival-Expert*in zu machen.

Verschaffe dir, schon bevor du bei uns dein Survival-Training startest, mit unseren gratis Survival-Trainingsplänen zum downloaden einen Eindruck über unsere Methoden. Fange jetzt an, dich ein Stück besser als gestern zu machen!

Trainingsplan Survival-Skills

Lerne mehr Survival-Skills

Glaube nicht an den Talent-Mythos, denn du kannst jede Fähigkeit erlernen, die du willst! Stelle dir vor, du freust dich über jedes Problem, denn du hast eine pfiffige Idee, wie du es lösen kannst. Stelle dir vor, du kannst dich lange in der Natur aufhalten, weil sie für dich zur Speisekammer, zum Medikamentenschrank, zum Verbandskasten, zum Geräteschuppen und zu deinem Herd geworden ist. Dein Wissen und die Überlebenstechniken machen dich handlungskompetent und lassen dich die richtigen Entscheidungen treffen, wenn es drauf ankommt.

Survival Trainingsplan Outdoor-Bodyweight-Training

Erweitere deine Fitness

Mit dem richtigen Training hast du die Kraft und Ausdauer alles zu tun, was dir in den Sinn kommt. Du kannst weiter laufen, schwerer tragen und länger die Luft anhalten. Für uns sind Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden. Deswegen haben wir für dich mit einem Experten ein spezielles „Survival-Bodyweight-Training“ konzipiert und in unsere Kurse integriert. Denn ohne einen leistungsstarken und ausdauernden Körper nützen dir die besten Ideen und die besten Überlebenstechniken nichts!

Survival Trainingsplan Sinnesschulung

Schärfe deine Sinne

Stelle dir vor, dass du nur einen Bruchteil von dem wahrnimmst, was möglich wäre. Du kannst deine Sinne aktiv verbessern, um Dinge wahrzunehmen, die dir sonst verborgen blieben. In unserem Sinnestraining bekommst du mehr Intuition für schnelle Entscheidungen, ein weites Blickfeld für mehr Jagderfolg und einen starken Geruchssinn für mehr Orientierung und Sicherheit bei der Auswahl von Notnahrung. Und das ist erst der Anfang! Du hast nicht nur deine Hauptsinne wie Sehen, Riechen und Fühlen. Was ist zum Beispiel dein Verlangen nach etwas salzigem? Ein Sinn, der dich nach Elektrolyten Ausschau halten lässt.

Survival Trainingsplan Wahrnehmung und Resilienz

Stärke deine Psyche

Stelle dir vor, du kannst in der Wildnis blitzschnell reagieren, Hitze und Kälte widerstehen und komplexe Zusammenhänge problemlos verstehen! Der Schlüssel hierfür sind Vorstellungskraft, die Wahrnehmung und deine Erfahrungen. Sie sind die wichtigsten Alltagswerkzeuge, die über Erfolg oder Niederlage entscheiden. Deine Gedanken sind ein geniales Survivaltool, das dir immer zur Verfügung steht und das du nicht verlieren kannst! In unserem Survival-Training zeigen wir dir daher mit einer ausgeklügelten Aufmerksamkeitsschulung, wie du einen angstfreien, urteilsfreien und positiven Geist förderst und die richtige Einstellung bekommst, um sicher und selbstbewusst in der Wildnis zu sein!

Teilnehmer des Holistic-Survival-Training steht mit einer Angel in der Hand an einem See und hält zwei Fischen in der Hand.

Dein einzigartiges Trainingssystem – Das Holistic-Survival 

Survival bedeutet Leben! Um dieser Aussage ein Stück näher zu kommen, bitten wir dich ein kleines Experiment mit uns zu machen. Versuche doch bitte, einen Punkt aus der Liste zu entfernen, ohne dass der „Kreislauf des Handelns“ unterbrochen wird:

Schnleeinfo

  • Ich lebe (Körper)
  • Ich denke (Psyche)
  • Ich nehme wahr (Sinne)
  • Ich interpretiere (intellektuelle Fähigkeit) und handle (fachliche & soziale Fähigkeiten)


Vielleicht siehst du genauso wie wir einen Kreislauf und eine unabdingbare Abhängigkeit. Fehlt eine Komponente, ist es schwierig oder unmöglich Einfluss auf seine Umgebung zu nehmen. Und nichts weiter ist Survival-Training: (Über)lebensfähigkeit durch geschickte Einflussnahme.
Wir sind davon überzeugt, dass alles voneinander abhängig ist und das eine nicht ohne das andere funktioniert. Deswegen ist der Kern unserer Schule die Förderung aller Eigenschaften und Fähigkeiten des Menschen.

 In der größtmöglichen Betrachtung ist mit „Survival“ die Summe aller Fähigkeiten und Strategien gemeint, die ein Lebewesen benötigt, um zu leben. Survival bedeutet demnach eine aktive (Über)Lebensfähigkeit! – Maurice Ressel

Doch wie viele Survival-Eigenschaften und Fähigkeiten hat ein Einzelner? Um das herauszufinden, haben wir uns auf die Reise gemacht und uns einen Überblick über alle fachlichen, methodischen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten verschafft.

Zusammen mit Experten aus den Bereichen Survival, Wildnispädagogik, Psychologie und Physiotherapie haben wir mit diesem Überblick ein Survival-Schulungskonzept entwickelt, das dich und die Natur mit all seinen Facetten und Ressourcen einbezieht. Das Ergebnis ist unser „Holistic-Survival-Training“.

Die Grafik zeigt unser einzigartiges Holistic-Survival-Training. in unsere ganzheitlichen Konzept beziehen wir die Förderung aller Elemente des Menschen und der Natur mit in unser Programmgestaltung mit ein.

Das Survival-Training als Lebenseinstellung

Survival begreifen wir dabei als Lebenseinstellung, es ist für uns die intensivste und unmittelbarste Form sich persönlich und körperlich zu entwickeln. Wir sind stolz darauf, die erste Schule in Deutschland zu sein, die nach diesem Modell arbeitet. Das Holistic-Survival-Training bedeutet für dich in der Praxis:

  • Vollständigkeit: Ein komplettes, in sich schlüssiges Survival-Trainings- und Kursprogramm, das dich mit all deinen Qualitäten und Fähigkeiten sieht und fördert.
  • Fokussierung: Damit du die effektivsten Survival-Skills der drei Hauptrichtungen des Survival (Archaik (Steinzeit), indigen, militärisch) an die Hand bekommst.
  • Motivation: Zu verstehen, dass du vielfältig bist und dort draußen alles erreichen kannst, was du willst!
  • Verbindung: Ein Survival-Training im Einklang mit der Natur durch eine nachhaltige Handlungsweise.
  • Bodenständigkeit: Die Vermittlung von handfesten Survival-Skills durch unsere Experten – garantiert ohne esoterisches Gehabe.

Das hört sich erstmal kompliziert an, ist es aber keinesfalls. Als Brennglas fokussiert das Diagramm (siehe Bild) dieses Wissen und bringt es anschaulich auf den Punkt.

 Du bekommst nicht das, was du dir wünscht, sondern das, wofür du trainierst. Also trainiere und lerne hart für das, was du möchtest!  – Maurice Ressel

Das Diagramm zeigt die vier Elemente (Körper, Geist, Sinne und Fähigkeiten) außen und die Fertigkeiten & Fähigkeiten in der Mitte. Je besser diese Fertigkeiten & Fähigkeiten ausgeprägt sind, desto effektiver wirst du eine Survival-Situation und die Herausforderungen im Beruf und Alltag bestehen können.

Die Bedeutung der Elemente

Ein Fisch wir als Notnahrung auf einer Survival-Expedition an einem See mit dem Feuer zubereitet.

Ob wir nur einen Tag oder eine Woche draußen sind, alle Elemente durchdringen uns. Das Feuer wärmt, die Erde gibt die Nahrung, das Wasser hält dich am Leben und die Luft lässt dich atmen. Die Elemente umgeben uns und wir arbeiten, leben und lernen von und mit ihnen. Sie zu verstehen, zu nutzen und zu beherrschen ist ein zentraler Punkt unseres Survival-Trainings.

Die Elemente in dein Denken und Handeln mit einzubeziehen, hat für uns nichts mit Esoterik oder abgehobener Spiritualität zu tun, sondern gehört zu deinem notwendigen Survival-Handwerkszeug.
Die Anordnungen der einzelnen Elemente zu den menschlichen Komponenten wie Psyche (Luft), Körper (Erde), Fähigkeiten (Feuer) und Sinne (Wasser) ist uralt und wird unter anderem in der chinesischen oder nordamerikanischen Naturreligion praktiziert.

In unserem „Holistic-Survival-Training“ ordnen wir die Elemente undogmatisch den für uns passenden körperlichen und geistigen Eigenschaften des Menschen zu und zeigen seine Abhängigkeit und Verbundenheit mit der „natürlichen Welt“.

Der Unterschied zu anderen Outdoor-Survival-Trainings

Das Holistic-Survival-Training bezieht so viel mehr mit ein, als die Standard Survival-Trainings!

  • Du lernst dich selber kennen: Weil du genau weißt, wie alle Ebenen deiner Psyche und deines Körpers funktionieren, wirst du nicht zu den 90% der Menschen gehören, die in der Wildnis hilflos sind.
  • Du verstehst die Zusammenhänge in der Natur: Wir vermitteln ein breites ökologisches Wissen über Flora und Fauna und knüpfen Zusammenhänge. Dadurch wirst du auf die passenden Ressourcen zurückgreifen können, die du in einer Notsituation benötigst. Du wirst wissen, wie das Ökosystem funktioniert und hast die Möglichkeit auf Lösungen zu kommen, die andere übersehen.
  • Du kannst die Meisterschaft in allen Überlebensfertigkeiten erlangen: Die Meisterschaft in allen Bereichen des Survival-Trainings zu erlangen, ist ein Lebensweg. Um das zu erreichen, benötigst du Begeisterung, einen starken Charakter und einen gesunden Körper – das wird im herkömmlichen Survival-Training oft vernachlässigt.
  • Aktiv deine Sinne und Intuition verbessern: Unser Survival-Training ist eine enorm umfangreiche Erfahrungswelt. Du schöpfst so aus all deinen Erfahrungen und kannst so viele Entscheidungen in Bruchteilen von Sekunden fällen, wenn du es zulässt. Du hast einen inneren Kompass, weißt intuitiv, wo du Ressourcen findest und dein Körper weiß, was er benötigt, um optimal zu funktionieren. Du wirst lernen, deine Intuition zu stärken und wieder auf dein Bauchgefühl zu hören.

In Schweden trägt eine Survival-Experte Baumstämme durch den Wald für den Bau eines Survival-Camps zu den Teilnehmern des Kurses.

Deine körperlichen und geistigen Ressourcen 

Der Wildnispädagoge und Survival-Experte Maurice Ressel hat, zusammen mit dem Experten für Trauma-Therapie Tobias Lehmann und dem Physiotherapeuten Amadeus Ressel, zu jeder dieser wichtigen Eigenschaften deines Körpers und deiner Psyche effektive Survival-Trainingsmethoden entwickelt. Bei der Entwicklung der Kursinhalte war das Wissen um die einzelnen trainierbaren Eigenschaften und die dazugehörigen Trainingsmethoden der Schlüssel für ein effektives und spannendes Konzept.

Wenn du deine ganze Zeit darauf verwenden kannst, dich auf die Natur einzustellen, entwickelst du ein Gefühl dafür, wann die Dinge an einem bestimmten Tag nicht richtig sind. Es ist sehr schwer zu erklären. Manchmal entwickelt man nur einen Instinkt – manche nennen ihn einen sechsten Sinn – aber man kann ihn in außergewöhnlichem Maße entwickeln. Ein Teil meines Survival-Training bestand darin, zu lernen, die Zeichen zu erkennen und mich auf den Fluss der Natur einzustellen, damit ich besser verstehe, was hier draußen vor sich geht. Es kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. – Ray Mears

Klicke hier und erfahre mehr über:

In unserem Survival-Training wird die körperliche und psychische Belastung getestet. Hier springt ein Teilnehmer ins kalte Wasser.

Das Survival-Training für deine psychische Belastbarkeit ist kein spirituelles Gehampel – es ist dein knallhartes Handwerkszeug für die Wildnis dort draußen. Sei dir bewusst darüber, dass deine Konzentrationsfähigkeit, das Reaktionsverhalten sowie deine Aufmerksamkeit sich trainieren lassen!

Wir zeigen dir die Handlungen, die du immer und immer wiederholen kannst, um deine Willenskraft zu stärken. Wir zeigen dir, wie du deine Vorstellungskraft und Atmung einsetzt, um Kälte zu überstehen. Wir zeigen dir die Kraft der Imagination. Mit diesem mentalen Training kannst du Situationen vor deinem inneren Auge abspielen lassen und bist mit den richtigen Überlebensstrategien handlungsfähig, wenn sie in Realität eintreten.
Das Trainieren deiner Intuition nimmt einen besonderen Platz bei uns ein. Sie ist eine wahre „Survival-Reflex-Maschine“. Du verbesserst sie durch neue Erfahrungen und das Wissen in unserer Schule. Wie das funktioniert? Die Intuition ist eine Art Sammelbecken deiner Erfahrungen und Sinneseindrücke. In Bruchteilen von Sekunden wird auf dieses Wissen zurückgegriffen, um richtige Entscheidungen zu treffen. Diese Art „sechster Sinn“ informiert dich so über wichtige Dinge, die du weißt, ohne zu wissen, woher du sie kennst!

Unsere entfernten Vorfahren mussten sofort auf Bedrohungen reagieren, ohne sich Zeit zum Nachdenken zu nehmen, und so entwickelte unser Gehirn hyperschnelle Input-Output-Verknüpfungen.

Entdecke hier die Elemente deiner Psyche

Willenskraft: ist deine Beharrlichkeit, Zähigkeit, Entschlossenheit, Tatkraft und Zielstrebigkeit im Alltag, unter Stress oder in einer lebensbedrohlichen Situation.
Beispiel: Als angehende Überlebenskünstler*in ist Willenskraft ein zentraler Faktor, um eine extreme Situation, Schmerzen und negative Gedanken zu verdrängen und um handlungsfähig zu bleiben.

Aufmerksamkeit: ist die Dauer und Intensität der Konzentrationsfähigkeit auf bestimmte Dinge – im Innen und Außen.
Beispiel: In Zusammenspiel mit deinen Sinnen ist die Aufmerksamkeit deine Alarmanlage und warnt dich vor Gefahren. Gleichzeitig brauchst du sie, um dich in der Wildnis zu orientieren und bei der Jagd zur Spurensuche und schnellen Reaktion.

Resilienz: ist deine psychische Widerstandsfähigkeit eine Ausnahmesituation zu bewältigen.
Beispiel: In einer lebensbedrohlichen Situation ist eine innere Balance, psychische Widerstandsfähigkeit und ein starker Selbsterhaltungstrieb deine Lebensversicherung, die dich mit Optimismus und Klarheit versorgt.

Intellekt: bezeichnet deine Fähigkeit, etwas geistig zu erfassen und Lösungen zu erarbeiten.
Beispiel: Es wird derjenige überleben, der die effizientesten Lösungen und smartesten Ideen erdenken kann. Das Erkennen von Lösungswegen und die Bewusstwerdung von Situation und Kontext spielt im Survival-Training eine zentrale Rolle und entscheidet im Notfall über Leben und Tod.

Intuition: ist die Gesamtheit deines Erfahrungsschatzes, den du direkt oder indirekt erworben hast und auf den du automatisiert zugreifen kannst.
Beispiel: Die Hauptaufgabe der Intuition im Survival-Training ist es, in lebenswichtigen Momenten in einem Bruchteil einer Sekunde auf unseren gesamten Erfahrungsschatz zurückgreifen zu können. So kannst du wertvolle Sekunden sparen, denn deine Intuition versorgt dich mit der Information, die du für die beste Entscheidung brauchst.

Motivation: ist deine emotionale Kraft, ein Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Beispiel: Die Beweggründe, die dich immer weiter machen lassen, weil du ein Ziel hast und dieses erreichen willst. Dieses kann Verbesserung im Survival-Training oder das pure Überleben bedeuten.

Empathie: ist deine Fähigkeit, Empfindungen, Emotionen, Gedanken und Motive anderer zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden.
Beispiel: Diese Eigenschaft wird im Survival-Training oft vernachlässigt. Sie ist eine enorm wichtige soziale Komponente, um Gefahren durch andere Menschen zu erkennen oder in einer Notsituation als Gruppe effektiv  zu funktionieren.

Eine Frau zieht mit dem Rautekgriff einen anderen Teilnehmer in einer Outdoor-Erste-Hilfe Übung aus der Gefahrenzone.

Für dein körperliches Survival-Training musst du wissen, wie du eine Belastung optimal anpasst und die effektivsten Übungen individuell auswählen kannst. Genau dieses Knowhow geben wir dir in den passenden Kursen an die Hand. Mit unserem Konzept wirst du zu deinem eigenen Trainer und selbst zum Experten in Sachen Krafttraining. Wie in anderen Bereichen des Survival-Trainings gilt auch hier: Wissen ist das wichtigste Werkzeug und dein bestes Trainingsgerät! Du bekommst die Kompetenz, für dich selbst Ziele zu setzen, die besten Übungen auszuwählen und Belastungen optimal zu dosieren!

Entdecke hier die Kerneigenschaften deines Körpers

Kraft: Beschreibt die maximale Kraft, welche du mit deinen Muskeln gegen einen Gegenstand ausüben kannst (Maximalkraft), aber auch die Dauer, mit der du gegen einen Widerstand ankommen kannst (Kraftausdauer).
Beispiel: Die Kraftausdauer wirst du im Extremfall für das Tragen einer verletzten Person benötigen, oder bei der Feuerentfachung mit dem Bow-Drill, wenn alles feucht ist und du es trocken reiben musst. Die Maximalkraft beispielsweise bei einer Befreiungsaktion, wenn du vielleicht eingeklemmt wurdest.

Koordination: Ist das Zusammenspiel deines Nervensystems und der Muskulatur, aber auch unterschiedlicher Muskeln untereinander, innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufs oder um Stabilität zu erzeugen.
Beispiel: Für das Begehen von schwierigem Untergrund, für die Jagd und Nahrungsbeschaffung, wirst du ein gutes Gleichgewicht in der Wildnis und beim Survival-Training benötigen.

Ausdauer: Bezeichnet die Widerstandsfähigkeit deines Körpers gegen Ermüdung und die schnelle Regenerationsfähigkeit nach einer Anstrengung.
Beispiel: Im Survival-Kontext ist eine schnelle, ausdauernde Flucht oder der lange Marsch mit Gepäck ein realistisches Szenario.

Schnelligkeit: Ist deine Fähigkeit, auf einen inneren oder äußeren Reiz in kürzester Zeit zu reagieren und Bewegungen mit hoher Geschwindigkeit auszuführen.
Beispiel: In einem Nahkampf, einer Flucht oder jagdlichen Situation entscheidet deine Reaktionsfähigkeit zwischen Erfolg und Misserfolg.

Flexibilität: Ist die Fähigkeit deines Körpers, unterschiedliche Stellungen und Haltungen einzunehmen.
Beispiel: Eine große Beweglichkeit lässt dich entfliehen, wenn du eingeklemmt bist, und minimiert erheblich das Verletzungsrisiko bei Stürzen.

In unserem Survival-Training übt ein Teilnehmer mit einem Messer seine Schnitztechniken.

Für ein effektives Lernen in der Praxis befolgen wir vier wichtige Regeln:

  • Lernen ist aktiv und braucht den passenden Kontext. Dein Geist ist besser gerüstet, Informationen über die Natur zu sammeln, wenn du in ihr agierst, als wenn du nur über sie liest oder Vorträge hörst – deswegen geht unser Wissen immer von der Hand in den Kopf!
  • Außerhalb deiner Komfortzone geschieht echtes Lernen. In der gewohnten Umgebung findet ein Lernprozess nur langsam bis gar nicht statt. Verlasse mit unserem Survival-Training deine Komfortzone und komme dorthin, wo echtes, intensives Lernen passiert, das dir für immer erhalten bleibt!
  • Lernen hängt von deiner Motivation ab. Um dich zu motivieren, wecken wir dein Interesse am Survival-Training und an der Natur. Denn du erinnerst dich eher an etwas und verstehst es, wenn du davon fasziniert bist!
  • Neue Fähigkeiten zu erlernen ist eine soziale Aktivität. In unserer Entwicklungsgeschichte konnten wir trotz unserer physischen Verwundbarkeit überleben, indem wir als Gruppe zusammengearbeitet und Probleme gelöst haben. Durch Zusammenarbeit – nicht durch Wettbewerb – lernen wir am besten.

Entdecke hier deine Fähigkeiten

Fachliche Fähigkeit: ist deine Handlungskompetenz, die wichtigsten Überlebenstechniken (hard-skills) des Survival-Training in der Natur selbständig und erfolgreich umzusetzen.
Beispiel: Dies umfasst alle handwerklichen und wissensbasierten Überlebenstechniken, wie die Wasseraufbereitung, Wassergewinnung, Feuerkunde, Zunderkunde und vieles mehr.

Methodische Fähigkeit: deine Möglichkeiten Informationen einzuholen, um Probleme erfolgreich zu lösen.
Beispiel: Diese Fähigkeit beinhaltet die Methoden, wie du dich aus einer Extremsituation mit intelligenten Lösungen, wie z.B. die Erstellung eines Notfallplanes, herauskämpfst. Es beinhaltet die Problemlösungsfähigkeit, die Fähigkeit Prioritäten zu setzen, und unter Stress Wissen wirksam anzuwenden.

Persönliche Fähigkeit: dies umschreibt deine Persönlichkeit und deine Fähigkeit zur Selbstreflexion sowie die Palette deine Handlungsmöglichkeiten.
Beispiel: Für ein effektives Survival-Training, oder ein gutes Leben in der Natur, sind deine Haltung, Einstellung, deine Flexibilität und Kreativität, sowie deine Selbstständigkeit wichtige Charaktereigenschaften, bei denen du nicht müde werden solltest, sie Tag für Tag zu trainieren.

Soziale Fähigkeit: dies sind deine Ressourcen im Umgang mit anderen Menschen.
Beispiel: Die Ureinwohner wissen, dass das Leben in der Gruppe die Überlebenschance um ein Vielfaches erhöht – das gilt auch für uns. Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und  soziales Verhalten sind deine Ressourcen für ein gutes Miteinander.

Ein Teilnehmer geht mit verbundenen Augen durch den Wald. Diese Sinnesschule ist ein besonderer Fokus in unsere Survivalschule.

Deine Sinne sind das Tor zur Welt. Sie verdienen deswegen eine besondere Aufmerksamkeit in unserem Survival-Training und Ausbildungsprogramm. Wie gut sie ausgeprägt sind, hängt maßgeblich davon ab, wie oft du sie in der Natur trainierst und vor allem, was du gerade denkst. Ein Beispiel: Dein Gehör kann noch so gut sein, wenn du gerade über eine Sache grübelst, wirst du das Geräusch „überhören“. Deine Gedanken vernebeln alle Sinne und geben dir einen Tunnelblick.

Um deine Survival-Sinne zu schulen, sollten deine Gedanken also still und urteilsfrei sein. Sie sollten an nichts mehr anhaften, um frei und unbefangen die Reize von außen durch deine Sinne optimal aufzunehmen. Nachdem durch diese Übungen die Gedanken mit der Zeit leiser geworden sind, sind Augenbinden in unseren Survival-Trainings beliebt, um dein Bewusstsein für Hören, Fühlen und Riechen zu verbessern. Lass dich in unseren Survival-Trainings überraschen, was für Sinnesübungen auf dich warten!

Entdecke hier deine Sinne

Tasten: das aktive Erfühlen der Eigenschaften eines Objekts, wie Größe, die Konturen, Oberflächentextur, Gewicht usw.
Beispiel: Dein Tastsinn wird durch Millionen von Rezeptoren in der Haut möglich. Dein Tastsinn kommt im Survival-Training zum Einsatz, wenn dein Sehsinn wegen Dunkelheit oder Blindheit ausgeschaltet ist. So wirst du deine Umgebung ertasten, beurteilen und bei Kontakt schnell reagieren können.

Sehen: die Verarbeitung der optischen Reize durch deine Augen.
Beispiel: Dies ist unser Primärsinn. Lediglich Adler und andere Raubvögel sehen schärfer als wir. Nach einem Survival-Training entfaltet der Sehsinn durch ein weitwinkliges peripheres Sehen, mit einem Sehfeld von nahezu 180 Grad, seine volle Effektivität. Im Außenbereich werden eher Bewegungen von Tieren bei der Jagd und im Innenbereich eher Farben und Kontraste von zum Beispiel Spuren und Pflanzen wahrgenommen.

Hören: das Wahrnehmen von Schall durch deine Ohren.
Beispiel: Bei einem normalen Gehörsinn kannst du ca. 400.000 Töne wahrnehmen. Forschungen haben ergeben, dass sich das Hörzentrum bei Blindheit mit einer feineren Frequenzabstimmung anpasst. Wenn der Sehsinn im Survival-Training ausgeschaltet wird, ist dies dein wichtigerer Sinn. Dein gut geschulter Hörsinn wird dich bei der Orientierung im Raum und der Abschätzung von Distanzen unterstützen können.

Riechen: deine Sinneswahrnehmung der eingeatmeten Duftstoffe durch deine Nase.
Beispiel: Der Geruchssinn ist für dich insbesondere bei der Auswahl von Notnahrung im Survival-Training wesentlich. Aber du triffst zahlreiche Entscheidungen mit der Nase, denn das Riechen ist eng mit deinen Gefühlen gekoppelt. Gut ausgeprägt, kann er auch als eine Entscheidungshilfe für soziale Fragen oder die Marschrichtung dienen.

Schmecken: die Empfindung von Geschmack, welche durch Reizung der Geschmacksknospen hervorgerufen wird. Schmecken und Riechen sind eng miteinander verbunden.
Beispiel: Spielt eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung von Wasser und Nahrungsqualität und bewahrt uns vor Lebensmittelvergiftungen und Krankheiten.

Gleichgewichtssinn: dient zur Feststellung der Körperlage im Raum.
Beispiel: Das im Ohr befindliche Gleichgewichtsorgan ist wie eine Wasserwaage. So weiß dein Körper, wo oben und unten ist und in welcher relativen Position dazu du dich befindest. Es ermöglicht dir in Kombination mit deinem Sehsinn, dem Tastsinn und deiner Tiefenwahrnehmung dich zu orientieren und selbst bei komplexen Bewegungen (Klettern, Flucht vor gefährlichen Tieren) das Gleichgewicht halten zu können.

Temperatursinn: deine Fähigkeit, Unterschiede bzw. Änderungen der Umgebungstemperatur wahrzunehmen.
Beispiel: Ohne den Temperatursinn würdest du in der Natur entweder bei Temperaturen um null einen Kältetod oder bei Temperaturen über 45 einen Hitzetod erleiden. Doch auch in unseren Breitengraden kannst du im Winter, Sommer, Frühling oder Herbst an Unterkühlung und Überhitzung leiden und gefährlich an Energie verlieren.

Körperempfindung: deine bewusste Wahrnehmung von Körperempfindungen wie Berührung und Schmerz.
Beispiel: Hierdurch vermeidest du schädliche Bewegungen oder entscheidest nach einer Verletzung über Schweregrad und Behandlungsmethode. Der Schmerz kann durch einen hohen Grad an Willenskraft und Motivation für eine lebenswichtige Handlung sorgen.

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Was: das komplette Survival-Kurs- & Ausbildungsangebot
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Wie: das einzigartige Holistic-Survival-Training
Warum: die Wurzeln unseres Survival-Trainings
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Die Grafik zeigt die sechs Notwendigkeiten im Survival. All unsere Survival-Trainings zielen darauf ab, dir das Wissen an die Hand zu geben, diese Notwendigkeiten in der Wildnis zu stillen.

Werde zur Problemlöser*in

Die sechs Notwendigkeiten sind dein Fundament für das Leben in der Natur. Fehlt dir eines dieser lebenswichtigen Elemente, kann das lebensbedrohlich sein. Alle vermittelten Fertigkeiten und jedes Wissen in deinem Survival-Training zielt darauf ab, Probleme zu lösen, die im direkten Zusammenhang mit diesen Notwendigkeiten stehen.

Es ist leicht zu erkennen, wie körperlich fit wir sind, aber schwer zu wissen, wie geistig fit. Der Wille zum Leben bedeutet, niemals nachzugeben, unabhängig von der Situation. Es ist beruhigend zu wissen, dass es auf dieser Erde nichts gibt, mit dem wir nicht umgehen können, es keinen Ort gibt, an dem wir nicht überleben können. Solange wir den grundlegenden Überlebensprinzipien folgen, uns gut vorbereiten, werden wir überleben. – John Lofty Wisemann 

Du bist als Problemlöser*in jeder Zeit körperlich und psychisch leistungsfähig, behältst die Orientierung und weißt genau, wie du handeln musst, um dein Ziel zu erreichen! Survival hat ein riesiges Repertoire an Skills zur Verfügung, um all die Herausforderungen auf der Suche nach Wasser, Wärme, Orientierung, Schutz und Nahrung in der Natur zu lösen.

Wir als Survivalschule haben das Ziel, dich aus deiner Komfortzone zu holen und dir einen Überblick zu geben, welche Fertigkeiten wichtig sind. Nachfolgend beschreiben wir die Survival-Skills, die du bei uns in der Schule praktisch lernen wirst.

Deine wichtigsten Survival-Skills:

  • Widerstandsfähigkeit (psychisch): Survival-Psychologie, Stressbewältigungsmethoden, Awareness, mentales Training, deine Reaktionsmuster in Notsituationen, Aufmerksamkeitsschule
  • Leistungsfähigkeit (körperlich): Retten und Bergen, Grundlagen der Ersten Hilfe, Anwendung von Heilpflanzen, sichere Zubereitung von Nahrungsmitteln, Fitness
  • Wissensgrundlagen: Materialkunde (Naturmaterialien), Ausrüstungskunde, Notsignale & Notkommunikation, Verhalten in Notsituationen, Wildnis-Prioritäten, ökologische Zusammenhänge, Wetterkunde, rechtliche Grundlagen
  • Wärmeerhalt: Notunterkünfte und Biwak, Knotenkunde, Flechten & Nähen, Feuerkunde
    Wasser & Nahrung: Angel- & Jagdtechniken, pflanzliche und tierische Notnahrung, Pilzkunde, Wasseraufbereitung, Wassergewinnung
  • Orientierung: Astronomie, Karte & Kompass-Navigation, GPS-Navigation, Grob- und Feinorientierung, Navigation ohne Hilfsmittel, Messen & Schätzen von Distanzen, Suchmuster

Frisch gefangener Fisch auf einer Survival-Expedition in Schweden.

Deine Survival-Skills für die Wildnis

Wann und wie wende ich das Wissen an? In welcher Situation ist es hilfreich Distanzen zu schätzen? Wofür brauche ich mentales Training und einen fitten Körper? Um dir einen kleinen Überblick zu verschaffen, warum du all diese Fertigkeiten bei uns lernst, bekommst du nachfolgend einen Überblick anhand von praktischen Beispielen. Los geht´s!

Klicke hier und erfahre mehr über:

Mit dem Kompass geben die Teilnehmer unsere Survival-Trainings ein Notsignal ab.

Nach einer Weile, die du durch den Wald gegangen bist, bleibst du wie angewurzelt stehen und denkst: Nicht wirklich, oder? Du drehst dich um, blickst wieder nach vorne… und denkst mit einem flauen Gefühl im Magen: Scheiße, ich habe mich verlaufen – und das beim Pilze sammeln. Du kannst dein Camp nicht mehr finden, obwohl du nicht weit gelaufen bist. Wenigstens hast du deinen Tagesrucksack mitgenommen.

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Wissen ist Macht und vernichtet in einer Notzeit deine Angst! So ist es kein Zufall, dass du die richtigen Entscheidungen in der richtigen Reihenfolge triffst. Es ist das Ergebnis eines guten Survival-Trainings, gepaart mit deinem richtigen Verhalten in Notsituationen.
Die Aussage ist klar: Du bist selten einer Situation hilflos ausgeliefert. Du kannst im Vorhinein planen und dir handwerkliche Fähigkeiten aneignen, um dir das Leben und Überleben in der Wildnis zu ermöglichen.

 Ich habe gelernt, dass man der Natur nicht trotzen kann, sondern dass man sich ihr anpassen muss und nicht umgekehrt. Die Natur wird sich nicht ändern; es ist der Mensch, der sich ändern muss, wenn er unter Bedingungen leben soll, unter denen die Natur dominiert. – Knut Haukelid Ski

So handelst du in einer Notsituation nach einem guten Survival-Training

Mit deinem Survival-Messer schlägst du eine Kerbe in den Baum, an dem Punkt, wo du die Orientierung verloren hast (Notsignale & Notkommunikation). Du erinnerst dich an die S.T.O.P Methode (Sit, Think, Observ, Plan), setzt dich hin und überlegst dir das weitere Vorgehen. Du bist schnell wieder auf den Füßen, denn du siehst am Horizont Ambosswolken emporsteigen. Das weist auf ein Gewitter hin (Wetterkunde). Du schätzt die Temperatur auf 8 Grad. Wenn du jetzt nass wirst und der Wind auffrischt, kann dies schnell eine Auskühlung bedeuten. Jetzt ist es Zeit, sich zu beeilen und das nächste Dorf zu erreichen (Verhalten in Notsituationen). Du orientierst dich nach der Sonne, läufst so geradeaus und folgst der Landschaft bergab. In der Ferne sieht du Gräser, die auf Feuchtigkeit hinweisen, und findest schnell in dieser Richtung einen kleinen Bach (ökologische Zusammenhänge). Aus deinem Survival-Kit holst du ein Kondom als Wasserbehälter und Entkeimungstabletten für die Wasseraufbereitung (Ausrüstungskunde). Das Essen lässt du in deinem Rucksack, denn das hat jetzt keinen Vorrang – wichtiger ist es, Schutz zu finden (Wildnis-Prioritäten). Nach einer kleinen Pause läufst du flussabwärts, bis du an eine kleine Siedlung gelangst.

Diese Fähigkeiten bekommst du in deinem Survival-Training von uns vermittelt:

  • Materialkunde (Naturmaterialien): Auswahl, Beschaffung und Anwendungsbereiche der verschiedenen Materialien für den Bau von Werkzeug, Behelfen, Unterschlupf und Verwendung als Zundermaterial.
  • Ausrüstungskunde: Grundlagen der Ausrüstungskunde, Auswahl der eigenen Ausrüstung für die jeweiligen klimatischen Verhältnisse, Auswahl eines Survival-Messers, Zusammenstellung eines Survival-Kit, Spezialausrüstung
  • Notsignale & Notkommunikation: Anwendung von Signalspiegel, Kommunikation mit Rettungsmannschaften, internationale Boden-Luft Notsignale, Morsezeichen und Lichtsignale
  • Verhalten in Notsituationen: Verhalten bei Sturm, Gewitter, Angriff durch wehrhafte Tiere, nach Unfällen und anderen Extremsituationen
  • Wildnis-Prioritäten: Situationsanalyse, Rettungsmaßnahmen, Priorisierung von Maßnahmen
  • ökologische Zusammenhänge: Bioindikatoren (Wasser, pflanzliche und tierische Nahrung), nachhaltiges Handeln
  • Wetterkunde: allgemeine Meteorologie, Wettervorhersage durch Wolkenbilder und andere Indikatoren, z.B. Luftdruck (Wind); Verhalten der Tiere.
  • Rechtliche Grundlagen: nationale und internationale Gesetze (Naturnutzung, Waffen, Jagd, Notsituationen)

Empfohlenes Survival-Training:

Feathersticks sind perfekt, um dem Teilnehmer unserer Survivaltrainings das entfachen eine Feuer ohne Hilfsmittel zu zeigen.

Du lässt die Jacke zuhause, weil es so extrem heiß ist. Doch das Wetter schwingt bei deiner Wanderung in den Bergen um und du wirst von Regen und Wind erwischt. Die nächste Zeit ist der Horror, denn die Kombination aus Wind und Nässe wird deinen Körper in Minuten auskühlen. Was folgt sind Zitterkrämpfe.

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Dies wird Windchill-Effekt genannt. Er beschreibt den Unterschied zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit. So fällt die gefühlte Temperatur bei mäßigem Wind und Regen um 10 Grad. Es sind schon Menschen 15 Grad Außentemperatur mit der gefährlichen Kombination aus Regen und Wind an Unterkühlung gestorben. Im Alpinen beispielsweise sind Wetterumschwünge häufig – wenn dann keine Windjacke, Biwak und ein kleines Survival-Kit im Rucksack sind, ist man in einer waschechten Survival-Situation.

 Ich sehe nicht ein, wie jemand eine Leidenschaft für die Natur haben könnte, ohne eine Toleranz gegenüber Kälte entwickelt zu haben. – Tom Brown Jr.

So Handelst du in einer Notsituation nach einem guten Survival-Training

Im Wind presst sich dein nasses T-Shirt an die Haut und du schnappst nach Luft. Jetzt heißt es – schnell raus aus dem Wind, der Regen ist ersteinmal egal. Als du in der Felskante vor dem Wind Schutz findest, ist einige Zeit vergangen. Der Regen war so dicht, dass du ebenfalls deine Orientierung in diesem unbekannten Gebiet verloren hast. Du merkst, dass dein Köper anfängt sich durch zittern selbst aufzuwärmen. Du wirst heute garantiert nicht mehr zurückkommen. Mit einer Rettungsdecke aus deinem Survival-Kit und einigen Schnüren spannst du einen Unterschlupf (Notunterkünfte & Knotenkunde). Als der Wind nachlässt, regnet es leider noch, doch du handelst – jetzt heißt es bewegen, bewegen, bewegen.

Du sammelst Moos für die Isolierung und Feuer-Holz von den Moor-Birken die hier auf 1.600 Metern noch wachsen. Mit deinem Survival-Messer baust du aus deinem Schnürsenkel und dem feuchten Holz einen Bow-Drill. Als Zunder dient dir Watte, welche du aus deinem Survival-Kit holst. Beide Schnürsenkel reißen dir bei deinen Versuchen. Du schneidest Streifen aus deinem T-Shirt und flechtest sie zu einer stabilen Schnur (Flechten). Nach ca 4 Stunden brennt das erste Lagerfeuer (Feuerkunde). Eine zweite Rettungsdecke stopfst du mit Moss aus und benutzt sie als Schlafsack. Nach der Nacht fast ohne Schlaf, schaffst du es wieder auf einen Weg zu kommen. Du folgst ihn bergab, bis du in der Ferne die ersten Häuser siehst.

Diese Fähigkeiten bekommst du in deinem Survival-Training von uns vermittelt:

  • Notunterkünfte und Biwak: Bau von Notunterkünften aus Naturmaterialien, Planen und Rettungsdecken, Biwak Ausrüstung für das Survival-Kit, Wahl eines effektiven und sicheren Schlafplatzes
  • Knotenkunde: Auswahl des richtigen Seilwerks, Herstellung von Kletter-, Klemm- und Rettungsknoten
  • Flechten & Nähen: Seilherstellung aus Naturmaterialien, reparieren von Kleidung
  • Feuerkunde: Zunderkunde, Feuer schlagen mit dem Feuerstein oder Feuerstahl, Feuer durch Reibung mit dem Hand-Drill oder Bow-Drill

Empfohlenes Survival-Training:

Eine eiweißreiche Larve liegt als Survival-Notnahrung auf einer Messerspitze.

Du hast bei einer Tour im Sommer bei der letzten Gelegenheit vergessen, dein Wasser wieder aufzufüllen. Während der Wanderung, rationierst du zu allem Übel das wenige Wasser falsch. Du bist gezwungen die Nacht und den nächsten Tag bis mittags ohne Wasser auskommen, bevor du die nächste Wasserquelle erreichst. An die Kopfschmerzen und Müdigkeit wird du dich noch lange erinnern!

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Die sogenannte Dreierregel besagt, dass du drei Minuten ohne Luft, drei Tage ohne Wasser und drei Wochen ohne Nahrung auskommen kannst. In einer Extremsituation wirst du einen enorm hohen Energieverbrauch haben. Deswegen steht diese Regel auf wackeligen Beinen und hängt von der körperlichen Verfassung, der Intensität der Anstrengung sowie der vorherrschenden Witterung ab. Die maximale Zeit ohne Wasser liegt, je nach Umständen, zwischen einigen Stunden und ca 10 Tagen – ohne Nahrung kann es sogar bis zu 2 Monaten (keine Survival-Situation) ausgehalten werden. Wasser ist also wichtiger als Nahrung! Um jedoch eine normale Ernährung zu gewährleisten, ist es wichtig pflanzliche und tierische Notnahrung zu sich zu nehmen.

„Wenn wir kein Feuer haben, können wir fast keine tierische Notnahrung zu uns nehmen. Dann müssen wir auf Pflanzenteile zurückgreifen, die nicht gegart werden müssen“ – Maurice Ressel

So Handelst du in einer Notsituation nach einem guten Survival-Training

Du siehst in der Ferne sich überlappende Felsen mit tiefen Tälern. Dort muss es Wasser geben! Auf deiner Wanderung dorthin siehst du zwar viele Pilze, bist dir aber unsicher sie zu essen – in einer solchen Situation siehst du davon ab, das Risiko einer Verwechslung ist zu hoch (Pilzkunde).
Nach zwei Stunden Marsch durch das immer tiefer werdende Tal lichtet sich der Wald und du stehst an einem kleinen Fluss. Du schaust nach Indikatoren für eine Verschmutzung. Die Vegetation mit ihren Farnen und dem Schilf sieht erst einmal gut aus. Du schaust nach anderen Bioindikatoren für verunreinigtes Wasser, wie Krebsen, Egeln und Mücken – findest aber nichts. Etwas entfernt, in der Nähe des Ufers, entzündest du ein Lagerfeuer und kochst das Wasser ab (Wasseraufbereitung). Währenddessen baust du aus Weidenstöckern und deiner Angelausrüstung aus dem Survival-Kit zwei Stippruten und stellst sie am Ufer auf. Als Köder benutzt du Insekten aus der unmittelbaren Umgebung (Angeltechnik).
Am Abend schnitzt du mit deinem Outdoor-Messer fünf Totschlagfallen (Deadfalls) und legst sie in der Nähe deines Lagers der Reihe nach auf (Trap-Line). Als Köder benutzt du kleine Stücke vom gefangenen Fisch (Jagdtechnik). Am Abend gehst du die Trap-Line ab und kannst dir drei Mäuse über dem Feuer kräftig durchgaren.

Diese Fähigkeiten bekommst du in deinem Survival-Training von uns vermittelt:

  • Angel- & Jagdtechniken: Wildtierkunde, rechtliche Grundlagen, Wildbret Verwertung (Ausnehmen, Beurteilen des gesundheitlichen Zustands des Wildes), sichere Zubereitung
  • pflanzliche und tierische Notnahrung: Identifizierung und Zubereitung von Wildpflanzen, sammeln, fangen und zubereiten von Muscheln, Schnecken, Krustentieren, Amphibien, Reptilien und Insekten
  • Pilzkunde: sammeln von Speisepilzen, erkennen von giftigen Doppelgängern, Grundlagen der Pilzkunde
  • Wasseraufbereitung: Wassergewinnung, sensorische Beurteilung der Wasserqualität (Geruch, Sicht, Geschmack), Entkeimungsmaßnahmen wie Abkochen & Wasserfilter-Techniken, Vorfilter-Techniken, Maßnahmen bei chemischer Verunreinigung, konservieren und transportieren von Wasser.

Empfohlenes Survival-Training:

In unsere Outdoor-Survival-Training lernen die Teilnehmer gerade die Navigation mit Karte und Kompass.

Du bist in einem Gespräch vollkommen vertieft, als 30 Minuten wie im Fluge vergangen sind. Ihr bleibt beide stehen und stellt gemeinsam fest – wir haben uns verdammt nochmal verlaufen! Obwohl du die Karte um den Hals und den Kompass in der Tasche hast, habt ihr jetzt ein richtiges Problem, denn eure Handyakkus und Batterien vom GPS Gerät sind natürlich leer.

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Es sind die banalen Dinge und Eventualitäten, die in der Reiseplanung nicht mit einkalkuliert wurden, die einem zum Verhängnis werden. Es sind Leute nach dem Pinkeln nie wieder zurückgekommen, obwohl sie nur kurz um die Ecke gegangen sind. Denn 100 Meter vom Lagerplatz weg, in einem dichten Wald, reichen aus, um komplett die Orientierung zu verlieren. Menschen benötigen zur Orientierung markante Punkte in der Landschaft. Sind diese jedoch nicht vorhanden, scheint es unmöglich sich zu orientieren. Dein größtes Problem ohne Navigationsmittel wird es sein, den Kurs zu halten und nicht im Kreis zu laufen.

„Unsere Vorfahren konnten erhebliche Entfernungen ohne Hilfsmittel zurücklegen. Die Archäologie schätzt, dass der Mensch anfing vor 500.000 Jahren seine gewohnten Gebiete für die Jagd zu verlassen“ – Maurice Ressel

So Handelst du in einer Notsituation nach einem guten Survival-Training

Mit dem Kompass „nordest“ du die Karten ein und synchronisierst sie mit der Umgebung. Doch deine Position kannst du aus Mangel an markanten Punkten nicht definieren. Mit dem Kompass kannst du jedoch gewährleisten geradeaus zu laufen (Karte- & Kompass-Navigation). Nach einem kurzen Marsch legt ihr euch hin und schlaft ein. Das Rufen deines Begleiters weckt dich.
Er hat sich vom Lager entfernt und verlaufen. Als du seiner Stimme 150 Meter in den Wald folgst, findest du ihn. Doch den Weg zurück zu eurem Lager findet ihr auch mit einer geschickten Suche nicht mehr (Suchmuster). Ihr geht auf eine Anhöhe und verschafft euch einen Überblick (Groborientierung). Du definierst den tiefsten Punkt der Landschaft – denn dort muss Wasser sein – vielleicht sogar ein Fluss. Zwischen euch und dem angepeilten Punkt liegen ca 6 Stunden Marsch durch einen dichten Wald (Messen & Schätzen von Distanzen).

Jetzt heißt es geradeaus laufen, ohne Landmarken zur Orientierung. Die Sonne scheint leicht durch die Wolken, so kannst du die Richtung in etwa halten (Navigation ohne Hilfsmittel). Doch auch nach Einbruch der Dunkelheit erreicht ihr keinen Fluss. Mit Hilfe des Mondes kannst du ebenfalls die Richtung halten und gelangst mitten in der Nacht auf einen Weg (Astronomie).

Diese Fähigkeiten bekommst du in deinem Survival-Training von uns vermittelt:

  • Astronomie: Zur Groborientierung, nützliche Himmelskörper wie den Nordstern und das Kreuz des Südens kennen und praktisch anwenden, Marschrichtung definieren und halten.
  • Karte- & Kompass-Navigation: Standortbestimmung, topografische Karten lesen, UTM und andere Koordinatensysteme verstehen, Kompassarten, Deklinationsausgleich
  • GPS-Navigation: Funktion und Auswahl der Geräte, Planen der Route vor der Tour, Auswahl der richtigen Karten, Energiemanagement
  • Navigation ohne Hilfsmittel: Orientierung an Himmelskörpern (Sonne & Mond), Uhr als Notfallkompass, arbeiten mit Leitlinien und Auffanglinien, Marschrichtung durch Anpeilung von Landschaftsteilen halten
  • Messen & Schätzen von Distanzen: Theorie und Praxis der Feldmessung, Daumenpeilung, der Daumensprung, die Napoleon-Methode
  • Suchmuster: effektive Suchmethoden um das eigene Lager oder Personen zu finden

Empfohlenes Survival-Training:

Körperliche Fitness und Sporttraining gehört zu unserem Survival-Programm. Hier trainieren die Teilnehmer gerade den Bärengang.

Du denkst, wenn ich noch einen Schritt gehe, dann fall ich tot um. Deine Füße schmerzen und bei dem Gedanken gleich noch nach dem langen Marsch kochen zu müssen, wird dir schwindelig. Das sind alles Anzeichen dafür, dass du heute bei deinem Gewaltmarsch über deine Grenze gegangen bist! Wenn jetzt etwas passiert und du über 1-2 Tage ab diesem Punkt keinen Schlaf mehr bekommst, du leistungsfähig sein musst, hast du ein extremes Problem.

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Körperliche Leistungsfähigkeit ist vielschichtig. Sie hängt nicht nur von deiner Kraft ab, sondern vom Zusammenspiel zwischen Ausdauer, dem Ernährungszustand und der aktuellen und allgemeinen Gesundheit. Dein Körper ist, neben deiner psychischen Verfassung, deine wichtigste Ressource in der Natur! Durch ein professionelles Survival-Training geben wir dir das Wissen an die Hand, deinen Körper fit zu halten, ihn mit tierischer und pflanzlicher Notnahrung zu versorgen und mit Erster-Hilfe und medizinischem Basiswissen handlungsfähig zu bleiben!

Ein intensives Ganzkörper-Krafttraining über 45 Minuten, an zwei Tagen der Woche, erfüllt bereits die Mindestempfehlung (Bundesministerium für Gesundheit) und kann von dir durch weitere Aktivitäten, wie z.B. Joggen, Walken und Wandern erweitert werden. – Amadeus Ressel

So Handelst du in einer Notsituation nach einem guten Survival-Training

Dein Wegbegleiter ist etwa vier Meter den Abhang heruntergerutscht. Du musst nicht lange nachdenken, denn du bist solch eine Station in deinem Mentalen-Training mehrmals durchgegangen. So kletterst du gekonnt zu ihm hinab. Bevor du den Verletzten nur einen Zentimeter bewegst, fragst du ihn nach seinem Zustand – vielleicht ist seine Halswirbelsäule verletzt! Sein Bein scheint zu schmerzen, alles andere ist ok. Du verlierst keine Zeit und wickelst deinen Freund in eine Rettungsdecke (Erste-Hilfe). Die Rettungsmannschaft informiert dich bei deinem Notruf, dass ihr erst in etwa anderthalb Tagen mit einer Rettung rechnen könnt. Mit Stöcken baust du ihm eine Schiene und polsterst diese mit der zweiten Rettungsdecke, die du mit Laub ausfüllst. Im Gams-Griff über die Schulter geworfen, trägst du den Verletzten den steilen Hang sicher hinauf zum Weg (Retten, Bergen & Fitness). Nachdem du ihm eine Bodenisolation und mit euren Jacken eine Unterkunft gebaut hast, machst du dich auf die Suchen nach essbaren Pflanzen und Weidenblättern gegen seine Kopfschmerzen (Notnahrung & Heilpflanzen). Du hast genügend Ausdauer, dich ohne Schlaf bis zur Rettung um deinen Freund zu kümmern!

Diese Fähigkeiten bekommst du in deinem Survival-Training von uns vermittelt:

  • Retten und Bergen: Bau von Bergungshilfen und verschiedenen Bergungstechniken.
  • Grundlagen der Ersten-Hilfe: Maßnahmen als Ersthelfer, Blutungen stoppen, Wiederbelebungsmaßnahmen. Eine Person bis zur Rettung stabilisieren.
  • Anwendung von Heilpflanzen: die Bestimmung, Wirkungen und Nebenwirkungen von Heilpflanzen. Verwendung bei spezifischen Symptomen und Krankheitsbildern.
  • Sichere Zubereitung von Nahrungsmitteln: Methoden zur Abtötung von Krankheitserregern wie Viren, Bakterien und Ektoparasiten, um Erkrankungen zu verhindern
  • Fitness: Wissen um die Erstellung des richtigen Trainingsplans für mehr Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft, sowie die richtige Ernährung

Empfohlenes Survival-Training: 

Zwei Teilnehmer unseres Survival-Trainings verbessern mit Resilienz und Wahrnehmungsübungen ihre Sinne und Psyche.

Dieses Schockgefühl, wenn dich eine Situation unerwartet trifft – als ob dir jemand in den Magen schlägt! Du bleibst angewurzelt stehen und musst ersteinmal wieder anfangen zu atmen. Das ist genau der Moment, indem du in der Natur blitzschnell wieder reaktionsfähig sein solltest.

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Ob du im ersten Moment, oder in der Zeit danach, mit einem unvorhergesehenen Ereignis umgehen kannst, häng von deiner psychischen Belastungsfähigkeit ab. Doch die gute Nachricht ist, deine psychische Widerstandsfähigkeit, Willenskraft und Motivation lassen sich gezielt trainieren. So kannst du für den Ernstfall handlungsfähig bleiben und hast die passenden Überlebensstrategien parat.

„Die meisten sterben nicht, weil sie keine Chance gehabt hätte, sondern weil sie in der Zeit bevor sie gerettet wurden, in Panik die falschen Entscheidungen getroffen haben.“ – Maurice Ressel

So Handelst du in einer Notsituation nach einem guten Survival-Training

Du gehst gekonnt nach der S.T.O.P Methode (Sit, Think, Observ, Plan) vor. Durch dein Survival-Training kennst du deine Reaktionsmuster in Notsituationen und bleibst bewusst stehen (Awareness). Nach dem ersten Schock regulierst du dich wieder herunter durch gezielte Atemübungen (Stressbewältigungsmethoden). Der Puls senkt sich, und du reflektierst, was dich stresst – wie gefährlich ist die Situation – was ist real, was nur Annahme? Nachdem du einen klaren Kopf bekommen hast, schaust du nach den Faktoren, die dich weiter in die missliche Lage bringen und welche dich jetzt retten (Aufmerksamkeitsschule). Welche kannst du davon ausschalten und welche nicht? So gehst du über zur Planung deiner Überlebensstrategie. Welche Handlungen haben den größten Nutzen und sind energetisch machbar? Da du vor deiner Reise die möglichen Notszenarien und entsprechende Optionen im Kopf durchgangen bist, kommst du schnell auf die richtigen Lösungen und kannst dich aus der Notsituation herauskämpfen (Mentales-Training).

Diese Fähigkeiten bekommst du in deinem Survival-Training von uns vermittelt:

  • Survival-Psychologie: Dies ist Oberbegriff für all deine geistigen Kompetenzen, in einer Notsituation handlungsfähig zu bleiben
  • Stressbewältigungsmethoden: Deine Methoden, mit denen du in einer Stresssituation wieder handlungsfähig wirst.
  • Awareness: dein klares „Gewahrsein“ über die aktuelle Lage. Dadurch kannst du die richtigen Überlebensstrategien entwickeln.
  • Mentales-Training: Gedanklich spielst du Situationen durch, die in der Zukunft eintreten könnten. So kannst du Handlungsabläufe verinnerlichen und in einer Notation „abspulen“.
  • Reaktionsmuster in Notsituationen: Durch künstliche Stresssituationen erfährst du deine Reaktionsmuster. So kannst du Methoden entwickeln, um sie zu durchbrechen.
  • Aufmerksamkeitsschule: Durch ein starkes Selbstbewusstsein nimmst du deine Umwelt sowie deine inneren Prozesse, deine Gedanken und Gefühle, bewusst wahr und kannst sie bewusst kontrollieren.

Empfohlenes Survival-Training:

Die Köpfe hinter deinem Survival-Training

Survival-Experte Maurice Ressel mit einem indigenen Jäger im brasilianischen Regenwald. Sie betrachten gerade Bienenwaben zu Ködergewinnung.

Maurice Ressel

Der Wegbereiter und Globetrotter: Mein Ziel ist es, das Erlernen aller Disziplinen des Survivals in dieser Schule zu ermöglichen.

Meine Meinung: Das Survival-Training und die Jagd sind für mich kein Hobby, sondern eine Lebensphilosophie. Es erfüllt mich, mit wenig Ausrüstung, viel Wissen und Kraft in der Natur zu sein. Ich fühle mich dann wieder als Mensch! Ich bin überzeugt, dass dieses uralte Wissen ein gesundes und vitales Leben fördert.

Maurice ist Gründer der Survival- & Wildnisschule Lupus und Leiter für die Gestaltung des Survival-Training- & Weiterbildungsangebotes. Maurice konnte durch seinen Aufenthalt im Amazonas eine eigene Beziehung mit den Einwohnern knüpfen und indigenes Survivalwissen nach Europa bringen. Als Krisen- & Kriegsfotograf bereiste er die ganze Welt und überstand viele Extremsituationen. Sein Leben ist und war sein Studium. All dieses Wissen lässt er in die Schule mit einfließen.

Details zu Maurice:

  • Gründer der Survival- & Wildnisschule-Lupus
  • Bereiste in zehn Jahren 22 Länder als Kriegs- und Krisenfotograf
  • 12 Jahre Erfahrung als Wildnis-Guide in Skandinavien
  • Expeditionen: Brasilien (Amazonas), Philippinen und Lappland
  • Leiter der Jagdausbildung
  • graduierter Wildnispädagoge

Qualifikation & Zertifikate:

Der Survival-Psychologie Trainer und Wildnispädagoge Tobias Lehmann läuft durch einen Wald mit Nadelbäumen.

Tobias Lehmann

Unser Wildnis-Wanderer und Mental-Adept: Mein Ziel ist es, mit dir meine Erkenntnisse zu teilen, die ich auf meinem inneren Weg gemacht habe.

Meine Meinung: Im Survival sehe ich einen Weg der Selbsterkenntnis und der Demut vor den Naturräumen. In der Natur kann ich mich dem Alltag entziehen, meine Routine verlassen und meine Sinne reaktivieren, um zurückzukehren zu unseren Wurzeln, um ganz allein oder in Gruppen den Bedingungen und Bedürfnissen eines Menschen ins Antlitz zu blicken. Alles in der Natur ist geworden; hier finden wir keine ewigen Tatsachen, keine absoluten Wahrheiten – alles wandelt sich im Strom des Lebens und im Augenblick des Moments.

Tobias ist unser Spezialist für Survival-Psychologie und Sinnesschulung. Sein Blick geht stets nach innen und beschäftigt sich mit der Bewusstseinsschule und der Bildung eines optimistischen und belastbaren Geistes. Er ist Gestalter des berühmten Kursformats Survival-Mentalität der Wildnisschule-Lupus und ist federführend für Gestaltung des Leitbildes unserer Schule.

Details zu Tobias:

  • Leiter und Gründer des Jera Outdoor Projektes
  • Wildnispädagoge und Standortleiter der Wildnisschule-Lupus in Dresden
  • erfahrener Coach und Mentor im Bereich der Identitäts- und Persönlichkeitsarbeit
  • Fachberater für sozialraumorientierte Trauma-Arbeit und Psychotraumatologie
  • Fachkraft für Trauma und Gewaltpädagogik
  • Sozialpädagoge mit dem Schwerpunkt Jugenderziehung
  • Passionierter Wildnis-Wanderer und begeistert für Archaik Survival-Training

Survival-Trainer Marcel Klemm zeigt den Teilnehmer des Survival-Training wie sie mit dem Survival-Kit umgehen.

Marcel Klemm

Unser Full-Survival-Trainer und Fährtenleser: Mein Ziel ist es, dich aus der Komfortzone zu holen und zur absoluten Survival-Expert*in zu machen!

Meine Meinung: Survival-Training ist meine Leidenschaft. Es macht mir einfach Spaß! Egal ob ich es als Lehrer vermittle oder selber trainiere. Survival ist für mich die einfachste, primitivste und reinste Form die Komfortzone zu verlassen und eine neue Naturverbindung aufzubauen.

Marcel ist Wildnispädagoge und Spurenleser mit Passion. Marcel blickt auf eine langjährige Erfahrung als Mentor und Survival-Lehrer zurück und absolviert aktuell das knallharte Full-Survival-Training bei Jürgen Gerzabek. Zusammen mit Maurice gestaltet und leitet Marcel unsere einjährige Wildnispädagogik-Ausbildung.

Details zu Marcel:

  • graduierter Wildnispädagoge (4-jährige Ausbildung)
  • Naturführer, begeisterter Fährtenleser (Track & Sign Level 3)
  • seine Leidenschaft: das Feuer mit all seinen Facetten
  • Absolviert aktuell das Full-Survival-Training bei Jürgen Gerzabek

Qualifikation & Zertifikate:

Portraitbild von Outdoor-Bodyweight-Trainer Amadeus Ressel

Amadeus Ressel

Der Bewegungsexperte und Physiotherapeut: Mein Ziel ist es, dich für dein Abenteuer dort draußen fit, widerstandsfähig und ausdauernd zu machen!

Meine Meinung: Leben heißt bewegen – doch leider sehen wir uns in der modernen Gesellschaft mit immer größer werdender Inaktivität und Entfremdung vom eigenen Körper konfrontiert, woraus sich eine Vielzahl an Erkrankungen und Folgeschäden entwickeln, die ich tagtäglich in der Praxis sehe. Menschen aus dieser Inaktivität heraus in angepasste Belastung und Bewegung zu führen und ihnen neue Freude an ihrem Körper zu vermitteln, das ist meine Berufung. Und wo ginge dies schöner und natürlicher, als draußen, im Wald, ohne Geräte, rückbesinnt auf den eigenen Körper und im Einklang mit seiner Umgebung?

Amadeus ist Physiotherapeut und Personal Trainer und beschäftigt sich seit 10 Jahren mit dem menschlichen Bewegungsapparat. Er behandelt und trainiert nicht nur Sportler nach diversen Verletzungen, sondern führt auch rehabilitativ und präventiv gesundheitsbezogenes Training durch. Darüber hinaus arbeitet er als Manualtherapeut mit seinen Händen nah am Patienten und versteht sich auf die Behandlung etwaiger Gelenkfunktionsstörungen. Er ist unser Experte für den körperlichen Teil des Survival-Trainings und hat für uns das Bodyweight-Survival-Training entwickelt.

Details zu Amadeus:

  • Physiotherapeut
  • Manualtherapeut
  • Personal Trainer

Qualifikation & Zertifikate: 

Im Full-Survival-Training zeigt der Mentor Maurice Ressel einem Teilnehmer neben einer Laubhütte den Bau eins Bow-Drills.

Was zeichnet einen guten Mentor aus?

Unser Team von Mentoren und Mentorinnen sind für dich:

  • informierend, denn sie stellen sicher, dass du möglichst viele Informationen an die Hand bekommst, um die besten Entscheidungen dort draußen zu treffen. Sie vermitteln dir Wissen aus einem reichhaltigen Erfahrungsschatz, das so ohne weiteres nicht in einschlägigen Ratgebern zu finden wäre.
  • unterstützend, um dich zu ermutigen, vernünftige und notwendige Risiken einzugehen, um deine Lernziele im Survival-Training zu erreichen.
  • ehrlich, denn sie wissen, dass es nicht sinnvoll ist, dich anzulügen, damit du dich besser fühlst. Das gilt vor allem, wenn es darum geht, dir ein Feedback zu geben. Nur ehrliche Rückmeldungen vermitteln dir einen Eindruck davon, wo deine Stärken liegen und wo es für dich lohnt, an dir zu arbeiten.
  • sich der Grenzen bewusst, denn wer sich darüber im Klaren ist, dass es im Survival-Training nicht darum geht, einen Klon von sich selbst zu erschaffen. Stattdessen ist es essenziell, die eigenen Grenzen zu kennen und dir die Freiräume für die persönliche Entwicklung zu eröffnen.
  • schützend, um ein Umfeld für dich zu schaffen, in dem es möglich ist, alle deine Ideen, Gedanken, Träume, Herausforderungen und Schwächen anzusprechen.

Du denkst vielleicht, dass ein Survival-Training nur für hartgesottene ist und wir nur mit Eiswasser duschen. Das stimmt nur bedingt, denn ein guter Mentor braucht viele Eigenschaften außerhalb der „Hardskills“ um gut zu sein!
Ein erfahrener Mentor ist glaubwürdig, indem er sein Ego im Mentoring hinten anstellt und Wissenslücken oder Schwächen zugibt. Ein Mentor ist verletzlich, denn Mentoring heißt, nicht nur über die eigenen Erfolge zu sprechen, sondern auch über das Scheitern. Und ein Mentor ist unabhängig, denn er fokussiert sich auf die Bedürfnisse seiner Schüler und nicht auf seine eigenen!

 Wir wollen die Menschen in den Wald holen und sie immer ein Stück besser aus unserem Survival-Training nach Hause entlassen, als sie zu uns gekommen sind – Maurice Ressel

Was wäre eine Schule und ein Lernsystem ohne ihr erfahrenes und kompetentes Mentoren Team. Sie sind das Herz und die Seele und vermitteln dir ihre Erfahrung. Eine wesentliche Voraussetzung bei uns zu arbeiten, ist Leidenschaft und Passion! So sind in unserem Survival-Training-Team ausschließlich Outdoor-Begeisterte, die es lieben ihre Skills und Lebenserfahrung mitreißend zu vermitteln.

Kunden über unser Survival-Training

Portraitbild eines Teilnehmers. Positive Teilnehmerbewertung des Survival-Trainings.

Friedrich: „Super begeistert! Maurice ist ein unfassbar authentischer Trainer, der mit Herz und Leidenschaft seine Arbeit durchzieht! Dies bekommt man bei jeder Erklärung und Praxisübung voll zu spüren und macht einfach Lust auf mehr! Ich hatte total Glück mit der Gruppe, mit der ich das alles erleben durfte! Ihr seid super! Freue mich total auf das nächste Abenteuer!!“

Portraitbild einer Teilnehmerin. Positive Teilnehmerbewertung des Survival-Trainings.

Nadia: „Wir waren eine 7-köpfige Ladys-Truppe und es hat uns im richtigen Maße aus unserer Komfortzone rausgeholt. Maurice macht das Training mit Leidenschaft und steht für die Sache ein. Das ist sehr authentisch. Man lernt viel dazu und es macht einfach Spaß, das neu Gelernte direkt auszuprobieren. Vielen Dank und absolut empfehlenswert!“

Portraitbild eines Teilnehmers. Positive Teilnehmerbewertung des Survival-Trainings.

Jörg: „Ich hatte einen sehr interessanten und lehrreichen Tag in der Wildnisschule Lupus. Da ich aus Wulfen komme und der Name des Ortes vom Wolf stammt, hat sich darüber hinaus meine Entscheidung als absolut richtig herausgestellt. Ich empfehle jedem der sich dafür interessiert den Maurice als kompetenten, freundlichen und interessanten Lehrer in dem Bereich. Top.“

Portraitbild eines Teilnehmers. Positive Teilnehmerbewertung des Survival-Trainings.

Heiko: „Ich habe am 3-tägigen Basiskurs teilgenommen und kann nur sagen, dass ich ein super Wochenende hatte. Die Teamer Maurice, Marcel und Tobias vermitteln so viel Wissen und Know-how. Ich kann es nur empfehlen. Ein großes Danke nochmal und macht weiter so.“

Schnellnavigation

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Was: das komplette Survival-Kurs- & Ausbildungsangebot
Wo: unsere Wildnis-Standorte
Wer: deins Wildnis-Team
Wie: das einzigartige Holistic-Survival-Training
Warum: die Wurzeln unseres Survival-Trainings
Für alle weiteren Fragen: FAQ des Survival-Training

Unser Survival Tag Team erklärt Teilnehmern das Anzünden eines Feuers

Für wen ist das Survival-Training

Uns geht es nicht darum dich auf das Ende der Welt vorzubereiten. Wir werden dich mit dem Survival-Training neben der Vorbereitung auf einen Notfall sicher, fit und selbstbewusst für deine Touren, Expeditionen oder beruflichen Herausforderungen machen. So ist das Survival nicht mehr nur Überleben, sondern Freiheit, Charakterschule und eine Lebenseinstellung mit Veränderungspotenzial. Die knallharten Survival-Skills aus deinem Survival-Training sind dabei weltweit universell anwendbar und für maximale Effektivität auf das wesentliche reduziert.

Unser Outdoor-Survival-Training & Ausbildungsprogramm ist geeignet als:

  • professionelle Reisevorbereitung (Hicking, Trekking, Bushcrafting, Kanutouren, Camping Touren Expeditionen oder Wochenendtrips)
  • Vorbereitung auf einen beruflich Auslandseinsatz (medizinisches Personal, Ingenieure, Aufbauhelfer, NGO Mitarbeiter, Foto- und Videojournalisten, Medienteams)
  • Berufliche Fort- & Weiterbildung (für Wildnispädagogen, Erzieher, Lehrer, Erlebnispädagogen und Umweltbildner)
  • persönliche und körperlich Weiterentwicklung, wenn du in deinem Leben etwas Verändern willst

Survival-Training bedeutet Entwicklung

Lerne zu überleben

Die Fähigkeit am Leben zu bleiben, ist die nachhaltigste Fähigkeit, welche du bei uns erlernen wirst. In deinem Alltag, weißt du realistisch gesehen nie, wann eine Situation aus den Fugen gerät. Zugegeben, wenn du täglich nur eine halbe Stunde mit der U-Bahn pendelst und sonst nicht die Stadt verlässt, sind deine Chance gering in Schwierigkeiten zukommen. Anders sieht es aus, wenn du beruflich z.B. als Journalist*in, oder als NGO-Mitarbeiter*in in der Wildnis unterwegs bist. Dann ist ein gutes Survival-Training als Vorbereitung unerlässlich.

 Wenn du die Fähigkeit besitzt gut in der Natur zu LEBEN, dann hast du gleichzeitig alles gelernt, um in der Not ÜBERLEBEN zu können. – Maurice Ressel 

Es gibt unendlich viele Gründe, in der Natur in eine lebensbedrohliche Situation zu kommen. Wenn du dich im unbekannten Gebiet befindest, kannst du dich leicht verlaufen, oder du hast einen Auftrag in den Bergen und die Elemente sind gegen dich. Naturkatastrophen, extremes Wetter und Unfälle treten ohne Vorwarnung auf und können zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen, wenn du nicht vorbereitet bist und falsch reagierst. Wenn du eine Abenteuer*in bist oder dich beruflich in Gefahren begeben musst, dann stelle mit deinem Survival-Training sicher, dass du über das richtige Wissen und die Fähigkeiten verfügst, um dich und die anderen dort heraus zu navigieren.

Erlebe die Natur mit neuem Selbstbewusstsein

Vielleicht gehörst du zu denjenigen, die sich an das Vertraute klammern, weil du Bedenken hast deine Komfortzone zu verlassen. Doch eines ist klar: Wissen verdrängt Angst! Mit einem Survival-Training traust du dich, aufzustehen und unbekannte Gebiete zu erkunden, weil du weißt, wie die Dinge draußen funktionieren. So kannst du rausgehen und die wildesten Landschaften selbstsicher und unabhängig dein Zuhause nennen. Mit deinem handwerklichen Geschick stellst du dir deine Kochstelle und dein Zelt aus Naturmaterialien selber her – weil du es satt hast, dass alle Dinge immer für dich erledigt werden. Hol dir das Leben zurück, steh auf, verlasse die Wanderwege und gehe querfeldein. Und es muss ja nicht immer eine Expedition sein, selbst ein paar Stunden in dieser unglaublichen Welt reichen, um für den Rest der Woche Energie zu tanken.

Lerne die einfachen Dinge zu schätzen

Wenn du mit einem Survival-Training ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur entwickelst, wirst du die kleinen Dinge im Alltag mehr schätzen lernen. Zum Beispiel fühlt es sich nach zweiwöchiger Tour in der Wüste oder im Dschungel absolut genial an, in den Supermarkt zu gehen oder in eine heiße Wanne steigen zu dürfen. Das heißt nicht, dass du jedes Mal, wenn du die Waschmaschine anschaltest, ein Glücksgefühl bekommst, doch du wirst den Dingen eine andere Bedeutung zumessen. Viel Altes wird an Bedeutung verlieren und neue Dinge werden wichtiger. Wenn du dich festgefahren fühlst und einen Ausgleich suchst, hast du in einem guten Survival-Training deine Lösung gefunden!

Der Blick nach Innen

Es ist eine geniale Idee, das Handy komplett zuhause zu lassen, wenn du in die Natur gehst. Endlich kannst du deinen Fokus auf dich und die Umwelt legen! Der Blick nach Innen ist eines der stärksten Werkzeuge, die viele andere Survivalschulen vernachlässigen! Unsere Botschaft an dich ist: unterschätze niemals die Kraft deiner Gedanken. Ein regelmäßiges Survival-Training bedeutet, sich selber kennenzulernen. Erfahre Dinge über dich, die du vorher nicht kanntest. Wie bekomme ich einen klaren Kopf und komme auf geniale Lösungen und Ideen? Wie reagiere ich unter Druck? Was passiert, wenn sich meine Werte und Ansichten auf einmal um 180 Grad drehen? Wenn du aufgrund deiner Survival-Skills überall auf der Welt an dem stillsten Ort deiner inneren Stimme zuhören kannst, kommst du auf die machtvollsten Erkenntnisse mit Veränderungspotenzial. Denn alles, was du brauchst, hast du schon in dir – hol es mit unserem Survival-Training zum Vorschein und trage es in die Welt!

Feder von Pfeilen für eine Survival-Speerschleuder stecken im Boden.

Ein Outdoor-Survival-Training mit vielen Wurzeln

Survival ist ein enorm großer kultureller Schatz und hat eine Geschichte, die so alt ist, wie die Menschheit selbst. Damit du dich sicher und selbstbewusst in der Natur bewegen kannst, haben wir Wissen aller Survival-Arten in unsere Schule einfließen lassen und ein einzigartiges Holistic- Survival-Training entwickelt.

 Dein Wissen und ein Messer sind die wichtigsten Werkzeuge. Im Notfall kannst du alles andere mit handwerklichem Geschick aus der Natur herstellen!“ – Maurice Ressel

Um dir einen Überblick zu verschaffen, was unser gesamtes Programm, mit all seinen Survival-Trainings, Ausbildungen und Experten, an Wissen und Weisheit für dich bereithält, laden wir dich ein, mit uns auf eine Reise zu kommen. In den nächsten Kapiteln erfährst du alles über die Fähigkeiten, die du erlernen kannst, bis hin zur Geschichte des modernen Survival-Training.

Es gibt drei Hauptströmungen, aus denen sich unser Holistic-Survival-Training zusammensetzt:

  • indigenes & Archaic-Survival-Training (Full-Survival)
  • militärisches Survival-Training (Bushcraft, Woodcraft)
  • ziviles Survival-Training (alle heutigen, modernen Schulen, die keinen militärischen oder indigenen Hintergrund haben)

Die Grafik zeigt die historische Wurzel unseres heutigen modernen Holistic-Survival-Training. Das indigene Survival, das zivile Survival und das militärischen Survival.

Entdecke hier den Ursprung unseres heutigen Survival-Training

Wir starten unsere Reise bei den Ursprüngen des Survival der Steinzeit. Weiter zur Weisheit der heutigen Ureinwohner, hindurch zum knallharten militärischen Survival-Training. Bis hin zu unserem ganzheitlichen Ansatz des Holistic-Survival-Training. Dieses beschreiben wir stellvertretend für ein effektives ziviles und modernes Survival-Training, bei dem das ganze Wissen der Vergangenheit und Gegenwart zusammenfließt. Komm mit uns!

Durch Flintknapping hergestellt Pfeilspitzen aus Feuerstein leiben in unserem Kurs auf einem Stück Holz zu Präsentation.

Das archaische Survival-Training

Archaic-Survival, Primitive-Survival oder auch Ancient-Survival-Training, ist das Überleben ohne Ausrüstung. Alle Gegenstände, die du zum Leben in der Natur benötigst, kannst du aus Naturmaterialien selber herstellen. Dafür benötigst du nur dein Wissen. Dieses Basiswissen geben uns die Steinzeittechniken des Full-Survival-Training an die Hand.

Die Anfänge der Erfolgsgeschichte des Menschen stellen für uns den Beginn des heutigen Survival-Training da. Das älteste Werkzeug (grobes Steinwerkzeug) das gefunden wurde, ist mehr als 3,3 Millionen Jahre alt. Das zeigt uns, wie lange der Mensch schon Hilfsmittel zum Überleben benutzte, um sich den entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Nahrungskonkurrenten zu verschaffen.

Für uns ist das Full-Survival-Training die vollendete Kunst des Überlebens. Denn nur weil diese primitiven Überlebenstechniken uralt sind, sind sie alles andere als ineffektiv. Im Gegenteil – denn du brauchst einen eisernen Willen, Durchhaltevermögen und Passion, um diese Techniken zu lernen und in einer Wildnis-Situation anzuwenden.

 Da du alle Fähigkeiten, eine starke Psyche, einen fitten Körper, scharfe Sinne und jede Menge handwerkliches Geschick benötigst, um in der Wildnis ohne Ausrüstung die sechs Notwendigkeiten zu stillen, ist unser Full-Survival-Training die Königsdisziplin unserer Schule. – Maurice Ressel

Nachfolgend beschreiben wir dir die wichtigsten Fähigkeiten unserer Vorfahren, die sie von den anderen Säugetieren unterschieden und sie zu ihrem atemberaubenden Erfolg innerhalb der Tierwelt verholfen hat.

Die Kern-Fähigkeiten unseres minimalistischen Full-Survival-Training:

  • Werkzeug aus Stein
  • Herr über das Feuer
  • Seilherstellung, Netze, Kleidung, Behälter
  • Natürliche Navigation
  • Tarnung
  • Jagen & Spurenlesen

Werkzeug aus Stein

Scharfkantige Steinwerkzeuge gelten, mit rund 3,3 Million Jahren, als das älteste Werkzeug der Menschheit. Der feingearbeitete Faustkeil ist ein birnenförmiges, zwischen 100 und 250 mm großes, beidseitig bearbeitetes Schneid- und Schlagwerkzeug, das meist aus Quarzit (Sandstein), Vulkanit oder Feuerstein und seltener aus Konchen hergestellt wurde. Die Herstellung wird heute im Survival-Training „Flintknapping“ genannt. Bei der Schlagtechnik werden mit einem Schlaggerät aus Stein gezielte Schläge direkt auf das Rohmaterial gebracht und dadurch in der Regel recht breite, dicke Abschläge abgetrennt. Die dadurch entstandenen scharfen Kanten lassen sich wie ein Messer als Survivalwerkzeug benutzen.

Anwendung in unserem Survival-Training: Das Messer als Faustkeil oder aus modernstem Stahl ist das Werkzeug Nummer eins. Im Notfall lassen sich damit nahezu alle anderen Gegenstände die du benötigst aus Naturmaterialien herstellen. Neben dem Grabstock, für die Suche nach Notnahrung, ist der Faustkeil demnach das erste und zentrale Werkzeug das wir in unserem Full-Survival-Training herstellen und nutzen lernen. In der Natur brauchst du das scharfe Schneidwerkzeug, um Tier zu häuten, Holz zu bearbeiten und für die Herstellung von Speerschleudern, Fallen oder Seilen. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

  • Full-Survival-Ausbildung

Herr über das Feuer

Vor ungefähr 700.000 Jahren haben die Menschen das Feuer zum ersten Mal nutzbar gemacht und genährt, nachdem es durch Blitzeinschläge entfacht worden war. Vor ungefähr 32.000 Jahren konnte schon gezielt Feuer erzeugt werden, indem spezielle Steine (z.B. Pyrit und Katzengold) gegeneinander geschlagen und die Funken mit einem Zunderschwamm (Pilz) aufgefangen wurden.
Die Fähigkeit des Menschen, seine Nahrung über dem Feuer zuzubereiten, ist wohl einer der bedeutendsten Entwicklungen der Menschheitsgeschichte. Die Möglichkeit unser Vorfahren das essen zu erhitzen hat vor allem dafür gesorgt hat, dass sie weniger Zeit mit der Nahrungsaufnahme verbringen mussten. Denn die meisten Tiere sind hauptsächlich mitessen und verdauen beschäftigt, weil ihr Körper alle die ganzen Verdauungsarbeit leisten muss. Wir und auch unsere Vorfahren lassen das Feuer die erste Arbeit der Verdauungsprozess machen. Durch das Garen des Fleisches am Feuer werden die Nährstoffe im Essen verfügbarer und viel leichter und schneller aufnehmbar. So wurde für unser Vorfahren mehr Zeit frei für andere wertvolle Aktivitäten. So konnte sich die Kapazität des Gehirns weiter entwickeln.

Der Feuerbohrer oder Bow-Drill, wie wir ihn heute in unserem Survival-Training benutzen, wurde wohl in Mehrgarh, Südasien, zwischen dem 4. und 5. Jahrtausend v. Chr. zum ersten Mal verwendet. Der Bow-Drill ist ein Rotationswerkzeug prähistorischen Ursprungs, das, bis auf die Schnur, vollständig aus Holz gefertigt wird. Es besteht aus einer Spindel (Bohrer), dem Bohrbrett, dem Bogen und dem Handstück. Der ganze Mechanismus wird von einer Person und mit Handkraft bedient. Dabei entsteht durch Reibung Hitze. Der glühende Holzstaub kann, mit passendem Zunder, zur erzeugen einer offenen Flamme genutzt werden.

Anwendung in unserem Survival-Training: Die Fähigkeit der Feuererzeugung mit dem Feuerstahl, dem Feuerstein sowie mit dem Feuerbohren, ist ein klarer Fokus unseres Kurs-Angebotes. Nur wer in jeder erdenklichen Situation, auch mit mangelhaften Materialien ein Feuer entzünden kann, wird in der Natur sauberes Trinkwasser und keimfreies Essen haben und nicht erfrieren. Deswegen trainieren wir das Entfachen eines Feuers mit unterschiedlichen Materialien und Techniken so oft es geht. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Kleidung, Netze und Behälter herstellen

Der Fund von Ötzi, der in einem Gletscher in den österreichischen Alpen gefunden wurde, zeigt uns, wie handwerklich geschickt unsere Vorfahren waren. Ötzi wurde mit genähten Kleidungsstücken aus verschiedenen Ledern gefunden, von denen jede unterschiedliche Eigenschaften und Zwecke für sein Überleben hatten. Zum Beispiel bestanden die Sohlen seiner Schuhe aus dicker Bärenhaut, während die Oberseiten aus weicherem Hirschleder und die Innenseite aus einem Rindengewebe bestanden. Sein Umhang war aus gewebtem Gras, das wahrscheinlich wasserdicht war und ebenfalls als Unterlage oder Decke gedient haben könnte, um vor der Kälte zu schützen.
Wissenschaftler wissen, dass Menschen in der mittleren Altsteinzeit / Mittelsteinzeit auf der Jagd waren und wahrscheinlich Behälter und Tauwerk herstellen konnten. Das zeigt uns, dass sie eine breite Palette von handwerklichen Fähigkeiten besaßen, um sich Kleidung aus Tierhäuten zu nähen.

Anwendung in unserem Survival-Training: Die Fähigkeit zu besitzen Kleidung herzustellen, oder aus Naturfasern Seile zu knüpfen, ist wiederum eine der wichtigsten Survival-Fertigkeiten. Die Herstellung von Kleidung ist oft mit einer erfolgreichen Jagd auf Wildtiere verbunden, oder du hast Glück und findest verendetes Wild. In unserem Full-Survival-Training lernst du, dir aus Naturfasern Seile und Schnüre herzustellen, um damit z.B. einen Bow-Drill zu bauen oder eine Notunterkunft zu stabilisieren.

Natürliche Navigation

Wissenschaftler konnten die Entfernung messen, die unsere Vorfahren von ihrem ursprünglichen Schutzgebiet zurücklegten, indem sie die Quellen des Steins bestimmten, aus dem ihre Werkzeuge hergestellt wurden. Diese Daten zeigen, dass unsere Vorfahren erhebliche Entfernungen zurücklegen konnten, ohne uns heute zur Verfügung stehende Hilfsmittel. Die Archäologie schätzt aufgrund dieser Daten, dass der Mensch räumliches Vorstellungsvermögen bereits vor 500.000 Jahren beherrschte. Die Fähigkeit dieser natürlichen Lang-Distanz-Navigation war nicht nur bei der Jagd im eignen Gebiet von nutzen, sondern auch um weit entfernte Weideflächen von Großwild aufzusuchen und es zu bejagen.

Die nordamerikanischen Indigenen benutzen für ihre Wegpunktmarkierungen Kunstwerke in der Landschaft, Steinhaufen, Stöcker mit Kerben und umgebogene Äste, die in eine geeignete Richtung zeigen, um sich zu navigieren. Die indigenen Aborigines in Australien verwenden eine Kombination aus piktografischen Karten, Geschichten und Kunstwerken, um durch das riesige Outback zu navigieren. Die Karten und die Landschaft wurden mit dem Geschichtenerzählen (den Songlines) zu einem komplexen System verwoben, das der Landschaft nicht nur Bedeutung und Geschichte verlieh, sondern auch die Navigation unterstützte. In der Seefahrt benutzen die Seeleute Mikronesiens Seile und Schnüre und Karten im Stil von Fischernetzen. Sie gaben die relative Entfernung zu verschiedenen Inseln sowie die Richtungen der sichersten Annäherung an jede Insel an, die durch eine Muschel dargestellt wird.

Anwendung in unserem Survival-Training: Während Naturvölker ein ausgezeichnetes und klar entwickeltes Gespür für räumliche Wahrnehmung und mentale Kartenherstellung haben, sind wir modernen Menschen immer noch auf Navigationshilfen angewiesen, wenn wir in der Wildnis oder in unbekanntem Gelände unterwegs sind. In unserem Survival-Training ist Navigation ein wichtiger Punkt und wir vermitteln in der ganzen Breite unseres Survival-Kursangebots die Grundlagen der Orientierung mit und ohne Hilfsmittel. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Tarnung

Visuelle- und Geruchstarnung ist für die Naturvölker eine überlebenswichtige Fertigkeit, damit sie sich unbemerkt ihrer Beute nähern können. Das Verständnis für natürliche Pigmente und Muster helfen ihnen, mit der Natur zu verschmelzen. Das Wissen darüber unentdeckt zu bleiben, ist dabei sowohl Jagd- als auch Kriegshandwerk.

Die Naturvölker benutzen dabei Schlamm, Saft, Öle und mehr, um sich der Umgebung anzupassen und Muster zu durchbrechen. In kälteren Zonen werden und wurden Hüte und andere Materialien der Beute verwendet, um sich zu tarnen.

Anwendung in unserem Survival-Training: Für unser Survival-Training ist diese Fähigkeit der geruchlichen und visuellen Tarnung eine Spezialfertigkeit und wird hauptsächlich zur Jagd auf größere Säugetiere mit z.B. Speerschleuder und Bogen verwendet, oder wenn es darauf ankommt, an Beute mit Schleichtechniken nahe genug heranzukommen (Pirschen). Zusammen mit der Fähigkeit der lautlosen Fortbewegung, ist das Jagen die absolute Königsdisziplin in unserem Full-Survival-Training. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Jagen & Spurenlesen

Das Jagdwissen und die Verfolgung von Tieren ist eine der bedeutendsten Fähigkeiten, die sich früh in unserer Geschichte entwickelt haben. Die Kunst des Spurenlesens und Jagens, benötigt eine intellektuelle und kreative Lesitung wie Kommunikation mit anderen und taktischen Herangehensweisen. Für uns ist das Jagen und Spurenlesen der Ursprung aller Wissenschaften. Die ältesten Funde von Speeren (Schöninger Speere) werden auf etwa 300.000 Jahre datiert. Schlingen wurden bereits vor 77.000 Jahren, Pfeil und Bogen vor ca. 60.000 Jahren verwendet.
Die meisten indigenen Jäger und Sammler wachsen heute von Geburt an mit der Jagd auf und werden durch ständiges Survival-Training zu scharfen Beobachtern. Sie nehmen die feinsten Nuancen des Tierverhaltens wahr, die von den meisten Menschen, die nicht auf diese Weise erzogen wurden, völlig übersehen werden. Der Teufel steckt bei der Jagd mit der Falle, dem Speer, Bogen oder Schleuder im Detail. Wenn die Indigenen die subtilen Nuancen, wie die Größe des Tieres, das Geschlecht und das Verhalten, lesen, können sie für eine erfolgreiche Jagd ein vollständigeres Bild Ihrer Umgebung daraus ableiten und eine erforderliche Jagdtaktik anwenden.

Anwendung in unserem Survival-Training: In einer Notsituation wäre es falsch gleich mit der Jagd auf Großsäuger zu starten. Dies kostet zu viel Energie und erfordert ein extrem großes Set an Fähigkeiten, um zum Erflog zu kommen. Trotzdem gehört das Jagen, die sichere Zubereitung und die Konservierung des Fleisches für uns als Survivalschule, mit unserer Jagdausbildung, fest zu unserem Repertoire. Denn wer in Deutschland aktiv das Jagen erlernen will, braucht einen Jagdschein und die Erlaubnis des Jagdausübungsberechtigten (Grundeigentümer oder Pächter). Das aktive Jagen ohne Feuerwaffen mit primitiven Waffen (Bogen, Schleuder, Blasrohr, Speerschleuder) ist für uns in Deutschland grundsätzlich verboten. Wenn du keine Jagdausbildung machen willst, kannst du deine Tarnung und Schleichtechnik soweit verfeinert, dass du dich bei günstigem Wind selbst an Rehe anschleichen kannst – ohne ihnen zu schaden. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Zusatzinfos 

Um dir die Power des minimalistischen Survival-Trainings in der Praxis zu zeigen, haben wir für dich die besten Videos und informationsreichsten Bücher und Handbücher im PDF-Format herausgesucht und dir hier zur Verfügung gestellt. Lass dich inspirieren!

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Solo Survival: Wie man 1 Woche lang alleine in der Wildnis überlebt
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Primitive Technology - archaisches Survival-Training
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300 Tage alleine - archaisches Survival-Training
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Unser Survival-Trainer bei der Bogenjagd im Schnee.

Das Indigene Survival-Training

Das geistige Fundament unserer Schule ist das alte Survivalwissen unserer Vorfahren und anderer Naturvölker. Im brasilianischen Urwald konnte ich über ein halbes Jahr mit den Tieflandindianern, den Wayapi, Leben und jagen. In dieser Zeit konnte ich vieles über Ihr Wissen und Verhalten lernen.
Die Fragestellung für ein Problem lautet bei ihnen und vielen anderen Naturvölkern – was kann ich in der Natur finden, wie kann ich mich ändern oder was kann die Gemeinschaft tun, um eine Lösung zu finden? Das Survival-Training der Naturvölker unterscheidet sich somit wesentlichen von einem militärischen Training. Denn das Survival-Training der Indigenen hat seinen Fokus mehr nach innen statt nach außen. Es zeigt uns den Weg zu uns selbst, zur Gemeinschaft und zum nachhaltigen Handeln.

Die Fähigkeiten der Ureinwohner sind im Grunde keine „Überlebensfähigkeiten“ wie wir sie betrachten, sondern ist die Realität des Alltages. Sie haben vielmehr eine Möglichkeit, die Welt zu betrachten und die Eigenschaften ihrer Umgebung zu lernen, die wir oft nicht haben.“ – Maurice Ressel 

Wir können so viel von ihrem Leben und Ihrem Weg in der Natur übernehmen. Denn Ihre Lernreise beginnt schon mit ihren ersten Schritten und zieht sich durch alle Altersstufen hindurch. Sie lernen nicht durch Bücher oder Videos, sondern im unmittelbaren Kontakt mit der Natur. So können sie das Wetter, das Verhalten der Tiere und das Aufblühen und Vergehen der Pflanzen im Verlauf der Jahreszeiten in sich aufsaugen! Ihr Survival-Training ist die Summe an Erfahrungen in der Natur.
Es ist wichtig zu Verstehen, dass du Zeit draußen verbringen musst, um gut im Survival-Training zu werden. Gehe vor die Tür, verlasse die Wege und lerne, indem du beobachtest. Der indigene Weg ist ein Blick nach innen und immer eine Selbsterfahrung (mehr zur Geschichte des Survival-Training erfährst du in diesem Kapitel). Nachfolgend beschreiben wir dir die Kernelemente des indigenen Survival-Training, die sich im wesentlichen von dem Survival-Training des Militärs unterscheiden.

Das Survival-Training der Indigenen:

  • Das Handwerk als Kunst
  • gesunder Menschenverstand
  • Beobachten und Anpassen
  • Umgebung lesen lernen
  • Respekt
  • unbemerkt Reisen
  • Gemeinschaft
  • Truthspeaking
  • nachhaltiges Handeln
  • Die Medizin der Natur

Die handwerkliche Kunst

Es gibt ein indigenes Sprichwort, das sag: „Survival macht Kunstwerke.“ Doch was hat Survival mit Kunst zu tun. Es bedeutet, dass viel Zeit, Energie und Sorgfalt in die Arbeit jedes Werkzeuges gesteckt wird, um dessen Wirksamkeit in der Wildnis sicherzustellen. Indem sie viele Übung und Sorgfalt in das investieren, was Sie bauen, wird es zu einem Kunstwerk und erhöht gleichzeitig seinen praktischen Wert. So wird ein Bow-Drill der von dir im Survival-Training hastig gebaut worden ist, nicht die Effektivität habe als jenes Gerät, bei dem du mit Sorgfalt das Material ausgewählt und jeden Arbeitsschritt besondere Aufmerksamkeit geschenkt hast. Auch die vielfältige Angelausrüstung wie filigrane geschnitzte Hacken aus Holz zeigen, wie effektiv gutgemachten Werkzeug aus Naturmaterialien für das Leben in der Natur sein kann.

Anwendung in unserem Survival-Training: Versuche in Zukunft in unserm Survival-Training das Konzept der „Kunst Herstellung“ zu befolgen. So werden deine Gegenstände besser Funktionen und du wirst den Naturmaterialen und dem Leben in der Wildnis mehr Respekt gegenüber bringen. Eine Anleitung für ein effektives Lernen deiner Überlebensfähigkeiten haben wir dir HIER in unserem Trainingsplan für deine Fähigkeiten zusammengestellt. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Der gesunde Menschenverstand

Der menschliche Geist ist in der Lage, großartige Dinge zu tun, und es ist das beste Survival-Tool, das wir haben. Jedes Jahr sterben viele Menschen unnötig in Überlebenssituationen, nur weil sie keinen gesunden Menschenverstand benutzt haben.

Als ich im Amazonas mit dem Ureinwohner lebte sagte mir ein Jäger, dass wir die von außen kommen, heute den Kontakt zum Land (Natur) verloren haben. Wir haben das Wissen verloren wie wir mit der Natur Leben und nicht gegen sie Arbeiten. Wenn wir Angst haben, geraten wir in Panik und verlieren unsere Fähigkeit objektiv zu denken und handeln.

Anwendung in unserem Survival-Training: Um in eine potenziell gefährliche Situation zu überleben, musst du zuerst langsamer werden und nachdenken. Die meisten Situationen können mit Logik und gesundem Menschenverstand gelöst werden. Es gibt ein Sprichwort, das sagt: „Wissen negiert Angst“. In diesem Zusammenhang heißt es für uns, raus zu gehen, um unsere Natur und die Umgebung kennen zu lernen. Um genau zu wissen, wo Nahrung und Wasser ist. So kannst du in unserem, oder später in deinem eigenen Survival-Training wieder Kontakt zu deinem eigenen „Land“ herstellen. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Anpassungsfähigkeit

Anpassungsfähigkeit ist für jede indigene Kultur auf der Welt einer der Schlüssel zum Überleben. Es kann nicht jede Situation vorhergesagt oder kontrolliert werden, aber die Naturvölker haben die Fähigkeit, sich anzupassen und schwierige Ereignisse zu überwinden. Ein großer Teil der Anpassungsfähigkeit besteht darin, in einem ständigen Survival-Training alles zu lernen, was nötig ist, um die Bedürfnisse nach Nahrung, Wasser, Medizin und Schutz zu gewährleisten. Es gibt dazu ein passendes Sprichwort: „Niemand weiß alles, aber jeder weiß etwas.“ Mit anderen Worten – die Ureinwohner lernen, indem sie ihre Augen und Ohren offen und ihren Mund geschlossen halten.

Anwendung in unserem Survival-Training: Für dein Survival-Training bedeutet es, dass du in einem Gespräch, dem du aufmerksam lauscht, wichtige Informationen bekommen kannst, die dir irgendwann in einer Überlebenssituation helfen. Unter vielen indigenen Kulturen gilt es als respektlos, aus der Reihe zu sprechen oder zu reden, während jemand anderes spricht. Die Fähigkeit zuzuhören und Ergebnisse aus den Worten anderer zu ziehen, ist eine große und machtvolle Fähigkeit. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Beobachten

Eines der Hauptprobleme, mit denen wir in der Natur konfrontiert sind, ist, dass wir nicht mehr genau wissen, wie wir all die Zeichen, die wir wahrnehmen, deuten sollen. Stell dir vor, dass du heute Abend in den Himmel schaust und mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen könntest, was die nächsten Tage für eine Wetterlage zu erwarten ist. Oder – du würdest genau die Verhaltensweisen der Tiere kennen, sodass du bei den kleinsten Veränderungen in ihrem Verhalten auf die Ursachen aufmerksam wirst. Das könnten Wetterveränderungen, Raubtiere oder subtile Ereignisse sein, die überlebenswichtig für die Tiere und im Umkehrschluss auch für dich sein könnten. All dieses Wissen eignen sich die Naturvölker durch ihr ständiges Survival-Training an. Doch auch mit ihrem enormen Erfahrungsschatz wird es nicht leicht sein, das Wetter zuverlässig vorherzusagen. Doch es gibt unbestreitbare Zeichen in der Natur, die signalisieren, was kommen wird.

Anwendung in unserem Survival-Training: Diese Zeichen der Natur, ihre Sprache, verinnerlichen wir mit dir in unserem Survival-Training. Der Weg dorthin kann nicht einfacher sein – dafür musst du keine Bücher lesen, sondern nur rausgehen und beobachten! Uns ist klar, dass in unserer Kulturlandschaft die Beobachtung großer Zusammenhänge im Öko-System schwer ist. Doch auch das Verhalten der kleinen und großen Säugetiere, sowie das Leben der Insekten und Vögel ist eine riesige Welt, um Muster in der Natur erkennen und interpretieren zu können. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Respekt

Unter den Ureinwohnern ist das Leben eine spirituelle Angelegenheit und Respekt ist der Schlüssel zum Überleben. Respekt für sich selbst und andere; Respekt vor den Tieren, Fischen und Pflanzen, die uns mit Nahrung versorgen, und Respekt vor der Erde. Das ganze Survival-Training mit all den Werkzeugen, dem Wissen um Feuer und Jagd ist nutzlos und wird zum belanglosen Sport, ohne den Respekt.

 Wir unterscheiden uns im Wesentlichen von unseren Vorfahren nicht durch die moderne Technik, sondern in der Art und Weise, wie wir unsere Kinder erziehen und wie wir über die Dinge denken.“Maurice Ressel

Viele Naturvölker glauben, dass alle Lebewesen spirituell verbunden sind. Sie senden eine Danksagung an die Tiere und Fische, bevor sie hinausgehen, um sie zu jagen. Um Ihr Leben zu erhalten, müssen sie ein anderes Leben beenden. Deswegen erweisen sie ihnen Respekt! Sie sagen damit aus, dass ein Leben nicht selbstverständlich ist.

Anwendung in unserem Survival-Training: Diese Idee des Respekts vor der Natur ist nicht mehr in unserer Kultur verankert und somit bei vielen verloren gegangen. Du kannst deinen eigenen Respekt jedoch wieder aktivieren, mit eigenen kleinen Ritualen oder simplen Gedanken. Es geht dabei nicht darum gleich den großen spirituellen Zauber heraus zu holen, denn Respekt bedeutet einfach nur langsamer und bewusster zu werden. So wirst du dich sicherer in der Natur bewegen und Dinge entdecken, die du vorher nicht wahrgenommen hast. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Lautlosigkeit

Eine der schwierigsten, aber effektivsten Disziplinen für das Leben in der Natur, ist die Fertigkeit, sich so leise wie möglich fortzubewegen. Du magst dich fragen, warum das Schleichen so bedeutsam ist. Stell dir einmal vor, du hast nur eine Speerschleuder oder einen kleinen Bogen – beide sind nur auf ca 30 Meter tödlich. Du hast dich seit Tagen auf die Suchen nach Beute gemacht und sie endlich gefunden. Nun liegt es an dir, ob du es schaffst, dich unbemerkt anzunähern und einen gezielten Schuss anzutragen.

Indigene Kulturen auf der ganzen Welt haben in ihrem Survival-Training gelernt, leise zu gehen und ihre Bewegungsgeräusche zu minimieren. Aber wo liegt das Geheimnis? Es gibt gleich zwei. Die Methode besteht darin, nur dünnes Schuhwerk zu verwenden, damit jede Form und jedes Merkmal des Bodens wahrgenommen und interpretiert werden kann. Das hilft, den Boden fühlen und Schritte zu vermeiden, die Rascheln oder Knacken verursachen, wenn das Gewicht für einen Schritt nach vorne verlagert wird. Des Weiteren gibt es spezielle Schleichmethoden. Sie werden von den nordamerikanischen Indigenen als „Fox Walk“ (Fuchsgang) bezeichnet. Diese Methode trägt maßgeblich dazu bei, den Lärm mithilfe einer bestimmten Bewegungsform zu reduzieren. Der Nutzen dieser Technik besteht in deinem Survival-Training darin, dass du dich deiner Beute nähern oder einfach nur besser die Tierwelt beobachten kannst.

Anwendung in unserem Survival-Training: Du kannst den Fuchsgang in dein Survival-Training einbauen und bei uns in der Wildnispädagogik-Ausbildung lernen. Eine erste Anleitung für das lautlose Bewegen findest du auch HIER in unserem Trainingsplan für mehr Sinnesschärfe. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Gemeinschaft

In der Natur zu Leben ist eine Sache von Gemeinschaft. Ohne eine Gruppe, in der jeder seine Aufgabe kennt und zum Gemeinwohl beiträgt, wären wir nicht dort, wo wir heute sind. Dabei ist die Abhängigkeit untereinander dafür verantwortlich, dass ein tiefer Respekt untereinander herrscht.

Nichts wird dir mehr helfen zu überleben, als eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich um ihre Mitglieder kümmert. In dieser Community finden sich unterschiedliche Fähigkeiten, Zugang zu unterschiedlichen Ressourcen und eine Verbesserung der Moral. Die maximale Anzahl einer Gruppe, in der es dem Einzelnen möglich ist, eine emotionale Bindung zu jedem anderen aufrecht zu erhalten, liegt etwa bei 25 Personen. In unserer Gesellschaft wird eine Gemeinschaft nicht mehr benötigt, da wir zu viele geworden sind. Unsere Bedürfnisse nach Nahrung, Wasser, oder Kleidern, werden von Dienstleistern anonym befriedigt. Eine direkte Abhängigkeit untereinander existiert somit nur noch selten.

Anwendung in unserem Survival-Training: Die Auflösung der Abhängigkeit untereinander bedeutet nicht, dass wir kollektiv unsere sozialen Fähigkeiten, Teamfähigkeit und respektvolle Kommunikation verlässigen sollten. Mit unserer Wildnispädagogik-Ausbildung legen wir wieder einen Fokus auf das Leben in der Gemeinschaft. Für dein Survival-Training ist es genial eine Gruppe zu finden, mit der du effektiver und schneller lernen wirst. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Truthspeaking

Truthspeaking wird auch die Sprache des Herzens genannt. Sie ist eine Kommunikationsform der nordamerikanischen Indigenen. Im Vordergrund steht nicht, andere Menschen zu einem bestimmten Handeln zu bewegen, sondern eine wertschätzende Beziehung zu entwickeln, die mehr Kooperation und gemeinsame Kreativität im Zusammenleben ermöglicht. Diese Umgangsform ist eine fast vergessene Kunst, konfliktfrei und voller Vertrauen und Nähe Probleme zu lösen. Der Frieden eines Stammes und einer ganzen Region hing früher wie heute davon ab, wie wir miteinander kommunizieren.

Anwendung in unserem Survival-Training: Der Begriff Truthspeaking hat Einzug in die Therapie, Politik und die Wirtschaft erhalten und wird hier als „gewaltfreie Kommunikation“ bezeichnet. Für dein Survival-Training ist es essenziell deine sozialen Fähigkeiten zu trainieren, denn was ist dein Leben ohne Gemeinschaft und ohne Unterstützung durch andere – gerade, wenn es darauf ankommt? In unserer Wildnispädagogik-Ausbildung beispielsweise, haben wir das Ritual des Redekreises, in dem jeder seinen Platz findet und seine Gedanken frei äußern kann, ohne Angst haben zu müssen unterbrochen zu werden. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Nachhaltigkeit handeln

Sich an die Begebenheiten der Natur anzupassen bedeutet, mit den verfügbaren Materialien einfallsreich und nachhaltig umzugehen. Wenn die einheimischen Jäger losziehen, reisen sie leicht und tragen nur die Dinge, die sie auf ihrer Reise nicht selber herstellen können. Alles andere machen sie entweder aus dem Material, das sie auf ihrem Weg finden, oder sie verzichten darauf. Im Amazonas haben zum Beispiel die Wayapi Indianer aus Palmblättern einen Rucksack hergestellt, um dann ihre Beute in die Dörfer zurück zu transportieren.

Behandele einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.“ – indigene Weisheit

Diese Lektion kann leicht auf unsere heutige Welt angewendet werden. Die moderne Gesellschaft ist eine Wegwerfgesellschaft. Viele der Dinge, die wir entsorgen, können noch verwendet werden. Wir nehmen fälschlicherweise an, dass die Ressourcen endlos sind. Doch wenn Material in der Wildnis nicht endlos ist, kann die Möglichkeit, verfügbares Material in einer Notsituation wieder zu verwenden, den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Anwendung in unserem Survival-Training: Wenn du in deinem Survival-Training mit Respekt und Verständnis für deine Umgebung agierst, kannst du alle Ressourcen finden, die du benötigst. Welche Pflanzen liefern das Material für ein Tauwerk? Welche Pflanzen sind essbar, giftig oder haben eine heilende Wirkung? Die Wildnis bietet eine Fülle von Ressourcen, wenn du weißt, wo du sie suchen musst. Und wenn du sie gefunden hast, wirst du sie nicht komplett abernten, sondern einige Pflanzen stehenlassen. So kannst du sie im nächsten Jahr wieder an dieser Stelle ernten. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Heilkräuter

Alle Ureinwohner kennen die Grundlagen der Ersten-Hilfe und können leichte Verletzungen und Krankheiten mit der Hilfe von Pflanzen behandeln. Kräuter, sowohl frisch als auch getrocknet, werden so zur Behandlung von allergischen Reaktionen, leichten Verbrennungen, Übelkeit, Schmerz oder bei leichten Verletzungen angewendet.

Dieser Vorrat an Kräutern kann mit einem modernen Medizinschrank verglichen werden. Zur richtigen Jahreszeit werden die entsprechenden Kräuter, Wurzeln, Blätter und Rinden gesammelt. Einginge Heilpflanzen werden nur dann gesammelt, wenn sie gebraucht werden. Einige Pflanzen wirken nur im frischen Zustand, daher wäre ein frühes Sammeln eine Verschwendung.

Anwendung in unserem Survival-Training: Das Wissen um die Heilwirkung der Pflanzen ist für unser Survival-Training und in einer Ausnahmesituation von enormer Bedeutung. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die Wirkung der Heilkräuter Grenzen hat und wann auf moderne Medikation und Behandlungstechniken zurückgegriffen werden muss. In unserem Survival-Training Pflanzenkunde & Notnahrung bekommst du all dieses Wissen an die Hand. Empfohlenes Survival-Training für dieses Wissen:

Zusatzinfos 

Um dir einen tieferen Einblick in das Denken und das Survival-Training der Indigenen zu verschaffen, haben wir dir hier einige wertvolle PDF-Dateien herausgesucht und zum Download bereitgestellt:

Ein historisches Schwarz-Weiß-Bild der berühmten Alamoscouts. Dies waren die Anfänge des modernen Survival-Trainings nach dem zweiten Weltkrieg

Das militärische Survival-Training

In unserer Survivalschule werden alle wichtigen Elemente des Survival in unser Training mit einbezogen. Für uns gehören somit auch die Elemente des militärischen Survival-Trainings in unser Programm, die wichtig für das Leben draußen in der Natur sind. Wir stellen fest, dass die meisten Ausrüstungsgegenstände, welche wir heute in unserem Survival-Kit verwenden und als Outdoor-Kleidung am Körper tragen, de facto vom Militär entwickelt und benutzt worden sind.

 Mit Survival-Training, Ausrüstung und dem Willen zum Überleben kannst du jedes Hindernis überwinden, mit dem du konfrontiert wirst. Du wirst dann überleben! Verstehe die emotionalen Zustände, die mit dem Überleben verbunden sind. „Sich selbst kennen“ ist in einer Überlebenssituation extrem wichtig. Es hängt direkt davon ab, wie gut du mit ernsthaften Belastungen, Angstzuständen, Schmerzen, Verletzungen und Krankheiten Kälte, Hitze, Durst, Hunger, Müdigkeit, Schlafentzug, Langeweile, Einsamkeit und Isolation umgehen kannst. – Ranger-Handbook

Die größte Überschneidung zu unseren Trainingsinhalten, gibt es beim Outdoor-Survival-Training (siehe Beschreibung: SERE Survival-Training) und demnach bei der Verwendung moderner Survival-Ausrüstung. Das Ausweichen von Feinden, Überstehen von Folter und Verhören, oder das Erlernen und Anwenden aktiver Kampftechniken in Kombination mit Schusswaffen sind ausdrücklich nicht Teil unseres Ausbildungsprogrammes!

Als ideales Beispiel für ein militärisches Training haben wir uns nachfolgend die Mühe gemacht und das Original Trainingsprogramm des SERE Survival-Training (Evasion, Resistance and Escape) für dich übersetzt.

Die Kerninhalte der militärischen Survival-Training:

  • Unterschiede zum zivilen Survival-Training
  • das Combat Survival-Training
  • das Wildnis Survival-Training
  • das Evasion, Resistance, and Escape Survival-Training
  • das Extremklima & Extremsituation Survival-Training

Das SERE-Survival-Trainingsprogramm hat sich von einem primären Fokus auf „Outdoor-Survival-Training“ zunehmend auf die Bereiche „Evasion (Ausweichen), Resistance (Widerstand) und (Escape) Flucht“ in feindlichem Gebiet konzentriert. Das militärische Survival-Training unterscheidet sich von typischen zivilen Programmen in mehreren Bereichen:

  1. Die erwartete militärische Überlebenssituation beginnt fast immer mit dem Verlassen eines Fahrzeugs – eines Flugzeugs oder Schiffs. Das Szenario beginnt mit Ausstiegsstrategien, -praktiken und -mitteln (taktischer Ausstieg, Fallschirmspringen, Unterwasserflucht usw.).
  2. Das militärische Survival-Training konzentriert sich stärker auf spezielle militärische Überlebensausrüstung und nutzt Survival-Kits, Signalgebung, Rettungstechniken und Rettungsmethoden.
  3. Soldaten sind aufgrund des offensichtlichen Risikos ihrer Aktivitäten (sowie ihrer Ausbildung und Ausrüstung) fast immer besser auf Überlebenssituationen vorbereitet. Umgekehrt sind Militärangehörige einer größeren Vielfalt wahrscheinlicher Szenarien ausgesetzt, da jede Mission sie einer Vielzahl von Risiken, Umgebungen und Verletzungen aussetzen kann.
  4. In fast allen militärischen Überlebenssituationen weiß jemand, wenn die Soldaten vermisst werden und sucht sie mit fortschrittlicher Ausrüstung und fest definierten Strategien (Rettungsmission, Suchmuster).
  5. Das militärische Überleben beinhaltet oft die gewaltvolle Auseinandersetzung mit einem Feind.

Zu den grundlegenden Überlebensfähigkeiten die im SERE-Survival-Training vermittelt werden, gehören allgemeine Survival-Skills im Freien / in der Wildnis wie Feuererzeugung, Bau einer Notunterkunft, Erste Hilfe, Wasserbeschaffung und -aufbereitung, Lebensmittelbeschaffung (Fallen, Schlingen und pflanzliche Notnahrung), improvisierte Ausrüstung und Selbstverteidigung (natürliche Gefahren, zb Raubtiere oder Schlangen) und Navigation (Karte und Kompass). Weiterführendes Survival-Training konzentriert sich auf mentale Elemente, den Überlebenswillen, Einstellung und „Survival-Mindset“ (Situationsbewusstsein, Bewertung, Priorisierung). Militärische Survivalschulen vermitteln Fähigkeiten wie Fallschirmlandungen, grundlegende und spezialisierte Signalgebung, Leitung eines Hubschraubers vom Boden, Einsatz von Rettungsgeräten, Reisen in schwierigem Gelände und Interaktion mit indigenen Völkern.

Anwendung in unserem Survival-Training: Du bekommst in vielen unserer Kursangeboten das Wissen für die Auswahl einer funktionellen Grundausstattung für deine Outdoor-Touren und Survival-Trips. Wie oben erwähnt sind viele Ausrüstungsgegenstände vom Militär entwickelt worden, wie Marschkompass, Outdoor-Messer, Stirnlampe, Shelter (Unterkunft) Alternativen wie Trap, Biwaksack, wetterfeste Kleidung, haltbare Nahrung zur Krisenvorsorge und für Expeditionen. Unsere Survival-Experten sind mit jedem ihrer Ausrüstungsgegenstände über Jahre vertraut und können dir wertvolle Tipps und Tricks zur Auswahl, Anwendung und Reparatur geben.

Der Trainingsinhalt des militärischen-Survival-Training

Achtung: Nachfolgend bekommst du einen Einblick in die originalen Trainingsinhalte des legendären SERE Survival-Training (Evasion, Resistance, and Escape) der US-Armee. Die folgenden Trainingsinhalte des Survival-Trainings des US-amerikanischen Militär sind weder Teil unseres Programms, noch stellen sie Teile unser Meinung da. Sie dienen lediglich für einen Einblick in ein rein militärisches Survival-Training.

Combat Survival-Training

Jedes Militär hat eine Verpflichtung gegenüber der Zivilbevölkerung dafür zu sorgen, dass seine Soldaten mit der Gewissheit über Erfolg und Überleben in den Kampf ziehen. Dies ist eine Verpflichtung, die nur ein rigoroses und realistisches Survival-Training erfüllen kann. In diesem Survival-Training geht es hauptsächlich um das Überleben eines einzelnen Soldaten und nicht um den Fokus auf das Ausschalten des Feindes. „Überleben“ als eigenständiger Bestandteil des modernen militärischen Survival-Training tritt größtenteils in speziellen Wildnis-Operationen (Regenwälder, Wüste, alpine Regionen) auf. Es wurden für das Trainingsprogramm bestimmte Fähigkeiten definiert, welche die Überlebenschancen jedes Soldaten verbessern (unabhängig davon, ob er sich in einer aktiven Kampfhandlung oder in der Wildnis befindet):

  1. Verwendung der Waffen in einer richtigen und effektiven Art und Weise
  2. sichere und effiziente Bewegungsarten durch verschiedene Gebiete
  3. sicheres Navigieren von Punkt zu Punkt (Bodennavigation)
  4. spezielle Kommunikationsformen (Morsezeichen, Geheimcodes)
  5. Erste Hilfe leisten (bewerten, stabilisieren und transportieren)
  6. das richtige erkennen von und reagieren auf Gefahren
  7. wählen und nutzen von offensiven und defensiven Geländepositionen
  8. das sicherstellen von persönlicher Gesundheit und Einsatzbereitschaft
  9. ausweichen, Widerstand leisten und entkommen
  10. Kenntnis und Einsatz von Notfallmaßnahmen, Überlebensausrüstung und Rettungssystemen

Wildnis Survival-Training

Alle US-Militärzweige sind sich den erhöhten Risiken für Spezialeinheiten und Besatzungspersonal bewusst. Sie können jederzeit von der Einheit getrennt oder nach einem Absturz in feindlichem Gebiet oder in der Wildnis auf sich allein gestellt sein. Über die grundlegenden Kampffertigkeiten und ihre Spezialfähigkeiten hinaus, sollten diese Soldaten über praktische Kenntnisse der Überlebensfähigkeiten verfügen, um am Leben zu bleiben und ihre Rettung im Ernstfall zu erleichtern. Daher absolvieren alle Angehörigen von Spezialkräften und Besatzungspersonal mit erhöhtem Risiko ein spezielles Wildnis-Survival-Training mit folgenden Inhalten:

  1. spezielle Ausrüstung und Verfahren zur Verbesserung der Überlebensfähigkeit (Schleudersitze, Fallschirme, Kommunikations- und Navigationsgeräte, Rettungsgeräte und -verfahren usw.)
  2. Vorbereitung auf das Überleben
  3. Situationsbewusstsein und Bewertung der eigenen psychischen Verfassung
  4. Umwelt verstehen: Gefahren und Chancen
  5. Priorisierung der Bedürfnisse und Planung von Maßnahmen für den persönlichen Schutz, Überleben und Genesung (Überlebensentscheidungen)
  6. Wenn ein Feind beteiligt ist – Ausweichen (Tarnung, Reisetechniken usw.).
  7. Schutz
  8. Feuer
  9. Wasser
  10. Rettungssignale und taktische Kommunikation (Radios, Spiegel, Feuer, Rauch, Fackeln, Markierungen)
  11. Rettungs- und Bergungstechniken
  12. Navigation (mit und ohne Hilfsmittel)
  13. Improvisation – eine wesentliche Überlebensfähigkeit
  14. Lebensmittelbeschaffung und -zubereitung

Evasion, Resistance, and Escape Survival-Training

Einige Ausweichtechniken aus dem SERE-Survival-Training sind bekannt, doch möchte das Militär verhindern, dass die speziellen Techniken an die Öffentlichkeit gelangen. Das könnte dem Feind in die Karten spielen, um Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Es reicht zu sagen, dass viel Zeit und Geld aufgewendet wird, um sich mit einer umfassenden Taktik (Routen, Praktiken, Abholpunkte, Täuschungsmethoden, Waffen usw.) der Einwirkung des Feindes zu entziehen. Einige Elemente des Trainings für das Überstehen einer Geiselnahme sind streng geheim. Dies gilt insbesondere für „Widerstands Survival-Training“, bei dem man diejenigen, die gefangen genommen werden könnten, auf Not, Stress, Missbrauch, Folter, Verhör, Indoktrination und Ausbeutung vorbereitet.

Die Grundlage für das „Aushalten und die Bereitschaft einer Gefangennahme“ liegen bei den Soldaten in dem Bewusstsein der eigenen Pflichten und Rechte. Für alle amerikanische Soldaten ist der „Code der United States Fighting Force“ die Grundlage für das Aushalten von körperlicher und physischer Gewalteinwirkung durch den Feind.

Der „Code der United States Fighting Force“:

  1. Ich bin Amerikaner und kämpfe in den Streitkräften, die mein Land und unsere Lebensweise schützen. Ich bin bereit mein Leben für ihre Verteidigung zu geben.
  2. Ich werde niemals aus freien Stücken aufgeben. Wenn ich das Kommando habe, werde ich die Mitglieder meines Kommandos niemals aufgeben, solange sie noch die Mittel haben sich zu widersetzen.
  3. Wenn ich gefangen genommen werde, werde ich weiterhin mit allen verfügbaren Mitteln Widerstand leisten. Ich werde alle Anstrengungen unternehmen, um zu entkommen und anderen bei der Flucht zu helfen. Ich werde weder Bewährung noch besondere Gefälligkeiten des Feindes akzeptieren.
  4. Wenn ich Kriegsgefangener bin, werde ich meinen Mitgefangenen treu bleiben. Ich werde keine Informationen preisgeben oder an Handlungen teilnehmen, die für meine Kameraden schädlich sein könnten. Wenn ich Dienstältester bin, werde ich das Kommando übernehmen. Wenn nicht, werde ich den Anweisungen der höherrangigen Personen gehorchen und sie in jeder Hinsicht unterstützen.
  5. Wenn ich gefragt werde, ob ich Kriegsgefangener werden will, muss ich Name, Rang, Dienstnummer und Geburtsdatum angeben. Ich werde es vermeiden weitere Fragen zu beantworten. Ich werde keine mündlichen oder schriftlichen Erklärungen abgeben, die meinem Land und seinen Verbündeten untreu sind oder deren Sache schädigen.
  6. Ich werde nie vergessen, dass ich Amerikaner bin, für die Freiheit kämpfe, für mein Handeln verantwortlich bin und mich den Prinzipien widme, die mein Land frei gemacht haben. Ich werde auf meinen Gott und auf die Vereinigten Staaten von Amerika vertrauen.

Die Inhalte des Survival-Trainings, wie man im Falle einer Gefangennahme überlebt und einem Feind widersteht, basieren im Allgemeinen auf früheren Erfahrungen von Gefangenen und Kriegsgefangenen. Es ist extrem wichtig zu wissen, wer die eigenen Entführer sind und was sie von dir erwarten werden, um ein Survival-Training so effektiv wie möglich zu gestalten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Behandlung der Soldaten verschlechtert. Heutzutage kann kein Soldat mehr eine Behandlung nach der Genfer Konventionen erwarten. Den amerikanischen Soldaten werden immer noch die Standards des Völkerrechts für die humanitäre Behandlung im Krieg in ihrer Ausbildung beigebracht, aber es ist weitaus weniger wahrscheinlich, dass sie diesen Schutz genießen, wenn sie selber gefangen genommen werden. Details über den Inhalt des SERE-Survival-Training werden nicht angeboten, aber einige bekannte Widerstandsmethoden liefern Hinweise auf die Art der Techniken:

  1. Verwendung eines Tap-Codes (Serie an Klopfzeichen zur geheimen Kommunikation zwischen Gefangenen)
  2. Als der Befehlshaber der US-Marine, Jeremiah Denton, gezwungen war, während seiner Gefangenschaft im Vietnam-Krieg auf einer Pressekonferenz im Fernsehen zu erscheinen, blinzelte er wiederholt das Wort „T-O-R-T-U-R-E“ mit Morsecode.
  3. Der „Verhaltenskodex“ der Gefangenen im Hỏa Lò-Gefängnis „Hanoi Hilton“: „Nehme körperliche Folter auf dich, bis du kurz davorstehst deine Fähigkeit zu verlieren, rational zu sein. An diesem Punkt lügst du, tust oder sagst was notwendig ist, um zu überleben. Aber bevor es soweit kommt, musst du erst gefoltert werden!“
  4. Ein Kriegsgefangener, der den Namen von Comic-Helden angab, als seine Entführer den Namen seiner Mitpiloten verlangten.
  5. Viele Informationen kann man dem Buch: The Great Escape entnehmen.

Das Unterrichten der „Widerstandstechniken“ erfolgt normalerweise in einer Simulation, in der Ausbilder als feindliche Entführer fungieren und die Schüler so realistisch wie möglich wie Gefangene in Isolation behandelt werden. In Rollenspielen werden die Soldaten so harten Bedingungen, Haft, Stress, Scheinverhören und Foltersimulationen ausgesetzt.

Während es praktisch unmöglich ist, die harte Realität feindlicher Gefangenschaft zu simulieren, hat sich ein solches Survival-Training sehr wohl als effektiv erwiesen. Diese Simulation hilft den Soldaten, die in Gefangenschaft geraten, denn sie wissen danach, was sie unter solchen Bedingungen von ihrer Gefangenschaft und sich selbst erwarten können.

Ausbildungsstufen des Verhaltenskodex

Nach der aktuellen öffentlichen Politik des Verteidigungsministeriums besteht die Schulung zum SERE-Verhaltenskodex (auch als „Widerstands-Training“ bezeichnet) aus drei Ebenen:

  • Stufe A: Basis Survival-Training. Dies sind die Verhaltenskodex-Klassen (die heute allgemein online einzusehen sind), die für alle Militärangehörigen bindend sind.
  • Stufe B: Für diejenigen, die vor der hinteren Grenze der Division und bis zur vorderen Linie der eigenen Truppen operieren oder operieren sollen. Normalerweise beschränkt auf Besatzungsmitglieder der Armee, des Marine Corps, der Marine und der Luftwaffe. Stufe B konzentriert sich auf Überleben und Ausweichen, mit Widerstand.
  • Stufe C: Für Truppen mit einem hohen Risiko gefangen genommen zu werden, deren Position, Rang oder Dienstalter sie für überdurchschnittliche Folter- und Verhör-Methoden eines Entführers anfällig machen. Das Training der Stufe C konzentriert sich auf den Widerstand gegen Folter und Befragung, das Überleben während der Isolation und Gefangenschaft sowie die Flucht vor dem Feind.

Das „Escape Survival-Training“ enthält ähnliche Elemente wie die das „Evasion and Resistance Training“. Ein Großteil dieser Schulung hat mit Beobachtung, Planung, Vorbereitung und Eventualitäten zu tun und stammt aus historischen Erfahrungen.

Extremklima & Extremsituation Survival-Training

Überleben im Wasser (Ozean, Fluss, Küste): Militärpersonal befindet sich häufiger in einer Überlebenssituation im Wasser. Wie man im Wasser überlebt, wird im Navy Recruit Survival-Training, im Navy SUBSCOL Submarine Escape Survival-Training, im Air Force Water Survival-Training und in einem separaten PME-Survival-Training (SoF Special Forces Professional Military Education) unterrichtet. In solchen Ausbildungen werden Themen und Übungen vorgestellt wie:

  1. Unterwasserflucht von einem Vehikel
  2. Fallschirmlandung im Wasser
  3. spezielle Schwimmtechniken (unter einem Fallschirm hervorschwimmen)
  4. Umgang mit „Wildwasser“
  5. Einsteigen und Aussteigen aus einem Rettungsfloß
  6. Leben und Navigieren auf einem Rettungsfloß
  7. Verwendung von aquatischer Überlebensausrüstung
  8. Gefahren der aquatischen Umwelt
  9. Erste Hilfe in Gewässern (Seekrankheit, Immersionsverletzungen, Verletzungen von Tierangriffen)
  10. Beschaffung und Zubereitung von Nahrungsmitteln und Trinkwasser
  11. Maßnahmen gegen das Ertrinken, Schwimmtechniken
  12. Besondere psychologische Bedenken
  13. Ozeanökologie

Überleben in der Arktis (Meereis, Tundra): Luftwaffenbesatzungen fliegen oft über Polarrouten in arktischen Regionen. Moderne Überlebenssituationen in der Arktis sind zwar selten, das arktische Survival-Training lässt sich jedoch hervorragend auf Überlebenssituationen im Winter übertragen.

Alle US-Militärzweige verfügen über eine Art Survival-Training für Kälte, Winter und Berge, das aus hart erlernten Lektionen während des Koreakrieges stammt. Die Trainingsinhalte für polar Regionen bieten mehrere einzigartige Inhaltsbereiche:

  1. Kälteschäden: Erfrierungen, Unterkühlung, Frostbeulen
  2. Schnee / Eis / Kälte Probleme: Schneeblindheit, Lawinen / Eiszapfen-Fall, Eisberge, Windkälte
  3. Körperwärme regulieren
  4. Warum ein Iglu oder eine Schneehöhle weitaus besser ist, als ein Zelt
  5. Not-Signalgebung
  6. Kalorien sparen, Kalorien verbrennen und Kalorien finden
  7. Reisen
  8. Wasser
  9. Feuchtigkeitsgefahren / Trocken halten

Überleben in der Wüste: Während das Survival-Training in der Wüste seit ihrer Gründung Teil des Trainings des US-Militärs war, ging der Schwerpunkt 1990 mit der Operation Desert Shield – Gulf War (1990) noch verstärkt in diese Richtung. Das Survival-Training in der Wüste dürfte auf absehbare Zeit ein wichtiger Schwerpunkt bleiben. Während es ein häufiger Fehler ist, Wüsten nur als heiß zu betrachten, ist ein Großteil der Arktis (und Antarktis) ebenfalls eine Wüste (Polarwüste). Unter der Definition des Wüstenklimas (ein Klima, in dem die Verdunstung über dem Niederschlag liegt) werden einige Wüsten als „Wüsten mit kaltem Wetter“ betrachtet (wie die Wüste Gobi). Denn das verbindende Merkmal aller Wüsten ist der Wassermangel. Der Fokus des Survival-Trainings in der Wüste:

  1. Wasserrationierung: Wenn es heiß ist, vermeide zu schwitzen; wenn es kalt ist, vermeide durch die Atmung zu dehydrieren.
  2. Dehydration verstehen
  3. Wasserquellen in ariden (trocken, dürren) Regionen
  4. Heiße Wüste – Schutz bei Tag, Bewegung / Handeln bei Nacht
  5. Kalte Wüste – Atemfeuchtigkeit einfangen
  6. Wüstenunterstände (über oder unter der Oberfläche)
  7. Wüstenkleidung
  8. Wüstengefahren und Behandlungen
  9. Wüstensignalisierung
  10. Wüstenreise

Überleben im Dschungel / in den Tropen: Aufgrund der vielfältigen Ressourcen ist es relativ einfach, im Dschungel am Leben zu bleiben, aber es kann schwierig sein, eine relativ bequeme Zeit dabei zu haben. Es gibt gute Gründe, warum Soldaten die JWS (Jungle Warfare School) in Panama als „Grüne Hölle“ bezeichnen:

  1. Die Dschungelumgebung: Bedingungen (feucht) und Hitzeindex
  2. Dschungelgefahren
  3. Dschungelkrankheiten: Grabenfuß (Kälte-Nässe-Schäden an Händen oder Füßen), Insektenstiche, schlechtes Essen, schlechtes Wasser, Parasiten, Schlangenbisse
  4. Nahrung
  5. Wasseraufbereitung
  6. Dschungelunterstand
  7. Taktisches Schießen
  8. Signalisierung und Rettung
  9. Dschungel Improvisationstechniken

Überleben von Isolation: Isolation ist nicht nur allein sein, sondern auch das fern sein vom Vertrauten und Tröstenden. Das Überleben in der Isolation ist seit langem Teil vom SERE-Survival-Training im Bereich „Widerstand“ und wurde in jüngerer Zeit erst in der Öffentlichkeit anerkannt und gewürdigt. Die psychologischen Auswirkungen, wenn die Soldaten sich plötzlich alleine und verloren fühlen, können schwächend, ernsthaft deprimierend und sogar lebensbedrohlich sein, z.B. durch Panikreaktionen. Das Survival-Training deckt alle möglichen Szenarien in der Gefangenschaft ab, einschließlich Entführung und Gefangenschaft ohne Kameraden. Das Isolations- Survival-Training konzentriert sich auf die Förderung der psychologischen Widerstandsfähigkeit.

  1. Panik verstehen und vermeiden
  2. psychische Widerstandsfähig bleiben
  3. Fokussieren, Beobachten, Planen und Vorstellen („FOPE“)
  4. Stress Bewältigungsreaktion, „Kampf oder Flucht“, Stresszyklus und Dinge, die dir helfen, ruhig zu bleiben.
  5. Die Psychologie der Gefangenschaft

Zusatzinfos

Es gibt eine Fülle von militärischen Trainingsvideos, die einen detaillierten Aufschluss über die Methoden und Inhalt der Survival-Trainings geben. Das Militär benutzt viel indigenes Survivalwissen und somit kannst du dir von den Videos viele Infos und Techniken für dein Survival-Training abgucken.

SAS Survival-Training

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SAS - Survival-Training – The Sabre Squadron Scenario
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SAS Survival-Training Escape & Evasion - Folge 1
SAS Survival-Training Escape & Evasion - Folge 1
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SAS Survival-Training Escape & Evasion - Folge 2
SAS Survival-Training Escape & Evasion - Folge 2
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USAF Arctic Survival-Training School
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USAF Arctic Survival-Training School
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Survival-Training der US-Luftstreitkräfte

Survival-Fakten

Der berühmte Spurenleser Tom Brown fand im Auftrag der Polizei einen offenbar verhungerten Mann in der Wildnis. Der hatte sich in seiner Not einen Pfeil und Bogen gebaut, um damit Tiere zu jagen. Das tragische an diesen Fund war, dass Tom Brown ihn von vielen essbaren Pflanzen umgeben fand.

Diese kleine Anekdote zeigt, wie fatal es ist die falschen Entscheidungen in einer lebensbedrohlichen Situation zu treffen.
Würdest du richtig reagieren? Denn laut Sarita Robinson und Nikola Bridges von der British Psychological Society ergreifen die meisten Menschen, die einer Bedrohung ausgesetzt sind, häufig keine oder die falschen Maßnahmen. Das hat zum einen mit mangelndem Training und Wissen, aber auch mit Verneinung der Gefahr oder Angst zu tun.

Laut den Psychologinnen werden in einer Notsituation im Körper Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Diese beiden Hormone wirken sich negativ auf kognitive Prozesse aus, auf das Gedächtnis oder die allgemeine Aufmerksamkeit. Die Verringerung der Leistung des Arbeitsgedächtnisses hat gravierende Folgen in einer Notsituation. So können ergriffene Maßnahmen unwirksam und in einigen Fällen sogar tödlich sein.
Laut den Psychologinnen verringert ein hochwertiges Survival-Training die Belastung des Arbeitsgedächtnisses und somit die negativen Auswirkungen der Hormonausschüttung in einer Stresssituation. So hast du zusätzliche „Denkressourcen“ frei und kannst die richtigen Entscheidungen treffen und das Leben anderer oder dein eigenes Retten. Kurz gesagt: Ein Survival-Training nimmt dir den Stress, da du genau weißt, wie du handeln musst!

Hier kommst du zu dem Original-Artikel als PDF oder Audiodatei:

Erfahre hier, wie Survival Situationen entstehen können:

  • Orientierungsverlust in einem unbekannten Gebiet
  • Nach einer Seenotlage
  • Nach einer Naturkatastrophe (Erdbeben, Orkane, Tornados – auch Wirbelstürme, Überschwemmung durch Hochwasser oder Sturmflut, Tsunami, Waldbrand, Lawine, Wintersturm oder Ausbruch eines Vulkans).
    • Unglücke im urbanen Gebiet (besonders in der Großstadt) und bei technischen Katastrophen wie Großschadenslagen, Brand, Chemieunfall, Reaktorunfall, Flugzeugabsturz, Eisenbahnunglück, Autounfall
    • Weitere Szenarien:
      • wirtschaftliche Krisen: Mangel oder Versorgungsausfall von Strom, Treibstoff, Nahrung oder Trinkwasser und die Folgen
      • zivilisatorische Krisen: Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung und Unruhen, Krieg, Seuchen, Aufstände, Bürgerkrieg
  • Bei Wetterextremen:
    • in trocken-heißen Klimazonen
    • Hitzeschäden
    • speziell in trocken-kalten Klimazonen – ebenso auf hoher See
      • Erfrierung / Unterkühlung
    • im Gebirge
      • Bergsturz oder Erdrutsch, Steinschlag und Gefahr durch Murgang
      • Lawinengefahr
      • Schneeblindheit
    • Allgemein
      • Wassermangel und Dehydration
      • Nahrungsknappheit
      • Verlust der Orientierung
      • Gefahren durch wehrhaftes Wild – hier in Deutschland besonders durch Wildschweine. In Afrika die Big Five, Schlangen und Schlangenbisse.

Höhlenmalerei von einer Survival-Jagdszene.

Survival als Brennpunkt unserer Geschichte

Die Fähigkeiten der Ureinwohner sind im Grunde keinen Überlebensfähigkeiten, wie wir sie in unserem Survival-Training betrachten, sondern diese Fähigkeiten waren die Realität des Alltags. So lebten unsere Vorfahren nicht in einem ständigen „Survival-Film“. Sie hatten benachbarte Stämme und soziale Verbindungen zu anderen Gruppen, auf die sie sich verlassen konnten, wenn sie Hilfe brauchten. Wir unterscheiden uns im Wesentlichen von unseren Vorfahren nicht durch unsere Technik, sondern in der Art und Weise, wie wir unsere Kinder erziehen und wie wir über die Dinge des Lebens denken.

Ich kann verstehen, wenn uns die Survival-Fähigkeit mikronesischer Seeleute oder Buschmänner, mit scheinbar geringem Aufwand durch herausfordernde Situationen zu navigieren, als eine Art übersinnliche Fähigkeit erscheint, die uns in der modernen Welt fehlt, aber es gibt es keine magischen Ureinwohner. Sie haben oder hatten vielmehr eine Möglichkeit, die Welt zu betrachten und die Eigenschaften ihrer Umgebung in sich auf zu sagen, die wir heute oft nicht mehr haben.

Wie Louis Leibenberg in seinem Buch The Art of Tracking feststellt, lernen bereits die Kalahari-Kinder, wie man Insekten und Eidechsen aufspürt, und lesen förmlich ihr Verhalten, um sie mit kleinen Bögen zu jagen. Genau dieses Verhalten habe ich bei den Kindern der Wayapi im brasilianischen Amazonas miterlebt. Diese Art des Survival-Trainings ist von unschätzbarem Wert, da es die Kinder mental darauf vorbereitet, die Nuancen des Tierverhaltens und die Zeichen, die sie hinterlassen, zu identifizieren. Genauso wie die Wayapi, werden andere Indigene, die in schwierigen Umgebungen leben, auf subtile Veränderungen im Gelände, Klima, oder den Wasserstand der Flüsse sensibel reagieren. Diese feinen Nuancen geben ihnen kontinuierlich Informationen darüber, wann sie Jagen gehen, oder einen Ort verlassen sollten.

 Bushcraft, Survival, Outdoor-Training, wie sie es auch nennen mögen, ist meines Erachtens die wichtigste gemeinsame Sprache, die wir Menschen alle teilen. Viel stärker als kulturelle Unterschiede durch Religion, gesprochene Sprache, Schrift und gesellschaftliche Normen, ist uns allen der unbedingte, und im Gegensatz zu den Tieren durch das abstrakte Wissen über den Tod bewusste, Drang zum Überleben in die Wiege gelegt. – Johannes Vogel 

Ein weiteres wichtiges Element der indigenen Kultur, dass dem modernen Menschen weitestgehend fehlt, ist die Gewohnheit, Gruppengeschichten zu erzählen, in denen sie Erfahrungen und Geschichten über Dinge teilen, die sie am Tag in der Natur beobachtet haben. Geschichten waren eine Möglichkeit für kleine Gruppen, neues Wissen und Beobachtungen so auszutauschen, dass diese in das Kollektivbewusstsein der Gruppe gelangten und somit Entscheidungen, Ideen und Fortschritt förderten. Mit unserem Internet und den sozialen Medien haben wir es heute viel einfacher unsere Geschichten zu teilen.

Diese wesentlichen Survival-Methoden der nordamerikanischen Indigenen, Gemeinschaft, Respekt, Lernen durch machen, Sinnesschulung und Selbsterfahrung, finden sich heute in unserer Wildnispädagogik-Ausbildung wieder.

Grafik zur Verdeutlichung der verschiedenen Entwicklungsstufen des Survival-Trainings.

Die Geschichte des Survival-Training

Das Dickinsonia-Fossil ist der älteste Fund eins versteinerten Lebewesens. Die Geschichte des Survival ist so alt wie die das Leben auf dieser Welt.

In einer größtmöglichen Betrachtung ist mit „Survival“ die Summe aller Fähigkeiten und Strategien gemeint, die ein Lebewesen benötigt, um zu leben. Survival bedeutet demnach eine aktive (Über)Lebensfähigkeit! Jedes Lebewesen, sei es noch so klein, hat somit seine eigenen Survival-Skills, sonst wäre es nicht erfolgreich.

Jedes Lebewesen, braucht eine (Bio)Technologie und Strategie, um sich gegen die anderen Lebewesen und die unbelebte Umwelt zu behaupten. Die Geschichte des Survival ist somit die Geschichte der Evolution. Eine Geschichte, die Charles Darwin mit seiner Evolutionstheorie und dem Begriff „Survival of the Fittest“ nicht besser hätte treffen können. Die Survival-Fähigkeiten, -Fertigkeiten und -Strategien sind ebenfalls die Urform aller Wissenschaften. Jedes Werkzeug wurde ursprünglich dazu entwickelt, ein Problem zu lösen, das sonst ein langes Leben verhindert hätte. Erst waren Technologien lebenswichtig, dann lebensverlängernd, dann bequem und heute sind wir schon mit Smartphone und Co. bei nervig und destruktiv angelangt.

Doch wo ist das Problem? Ein Leben, in dem all meine Bedürfnisse gestillt sind, mir das Essen zubereitet wird, das Wasser mir zufließt und der Arzt sofort zur Stelle ist – kann doch nicht besser sein? Uns als Survivalschule stellt sich die Frage: Was ist, wenn das diese Infrastruktur ins Wanken gerät? Dann fehlen vielen die Fertigkeiten das Essen zu jagen, das Wasser zu sichern und sich medizinisch zu versorgen.

Der natürliche Drang nach Optimierung

Wir brauchen, um die Geschichte des modernen Survival-Training weiter zu erzählen, ein Ereignis, einen Punkt an dem die Überlebensfähigkeit des Individuums verlorengegangen ist und uns zu dem Menschen gemacht hat, der heute als „Daten-Fütterer“ an seinem PC sitzt. Die neolithische Revolution war höchstwahrscheinlich genau dieser Punkt. Der Mensch wurde sesshaft und gab das Leben als Jäger und Sammler auf. Das Leben in einer absoluten Abhängigkeit gegenüber der Natur wurde unterbrochen. Jede neue Technologie tauschte der Mensch gegen ein Stück seiner Überlebensfähigkeiten ein. Ich brauche kein Feuer mehr machen, das erledigt der Herd, ich brauche keine Ausdauer, das macht das Pferd, ich brauche nicht mehr jagen gehen, das hole ich mir vom Feld oder Supermarkt und so weiter.

Diese Selbstoptimierung ist im endlos erscheinenden Zeitraffer der Evolution bei jedem Lebewesen zu beobachten. Doch mit der unglaublichen Erfolgsgeschichte des Menschen werden die Abstände neuer Entwicklungsstufen immer kürzer. Der Faustkeil wurde 1,75 Millionen Jahre genutzt, bis die Kupferaxt kam. Von der Dampfmaschine bis zur Künstlichen Intelligenz waren es gerade einmal ca. 230 Jahre.

Diese technologische Entwicklung hin zur Unabhängigkeit gegenüber der Natur ist zu zutiefst logisch. Ich durfte über mehrere Monate bei den Ureinwohnern im brasilianischen Urwald leben und konnte hautnah erfahren, wie anstrengend und bedrohlich das Leben sein kann. Wenn man nicht mehr am Anfang der Nahrungskette steht und der Natur um ein vielfaches ausgelieferter ist, als es in unserer überregulierten, westlichen Welt der Fall ist, wünscht man sich die Technologien wieder herbei. Der Wusch nach Unabhängigkeit gegenüber der Natur hat uns an den Punkt gebracht, an dem wir nun sind. Doch wir sind mittlerweile etwas über das Ziel hinausgeschossen.

Wir haben uns längst von den Zwängen der Natur befreit – nun können wir entspannt wieder einen Schritt hin zur Natur wagen. Wieder auf Sie zu gehen und den Kampf mit Ihr ruhen lassen, denn den haben wir schon lange für uns entschieden. Mit unserem Holistic-Survival-Training holen wir uns die Wildnis-Überlebensfähigkeit wieder und streben ein nachhaltiges Zusammenleben mit der Natur an.

Illustration aus dem Survival-Training Handbuch - Prairie Traveler: A Hand-Book for Overland Exploration. Hier tragen zwei Personen auf einer importierten Trage einen verletzen in ihr Basiscamp

Die Entstehung des modernen Survival-Training

Es gab in der Geschichte schon mehrmals einen Punkt, an dem sich Menschen wieder ein Stück ihrer Wildnis-Überlebensfähigkeit zurückholten. Mit modernen Navigationsmethoden, Kanonen oder Musketen machte sich Europa auf in die Welt, um sie zu unterwerfen. Im Zuge der Kolonialisierung merkten die Engländer, dass sie der indigenen Bevölkerung in Australien unterlegen waren. Sie hatten verlernt, in der Wildnis zu operieren. Das war die Geburtsstunde des Bushcraft. Das indigene Wissen wurde von den Stämmen der Ureinwohner in Australien gesammelt, um militärisch erfolgreich zu sein.

Beflügelt von den Heldengeschichten der zurückkehrenden Kolonialmächte entwickelte sich ein neues Verlangen der Zivilbevölkerung hin in Richtung Abenteuer und Flucht aus dem Alltag – eine Bewegung hin zu einer guten Zeit in der Natur. Daniel Defoe´s „Robinson Crusoe“ (1719) ist eines der meistgelesenen Bücher und beflügelte die Bedürfnisse nach Abenteuer und Natur.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten „Feld Handbücher für das Leben und Überleben in der Natur“. Der Brite Frances Galton schreibt 1855 mit „The Art of Travel“ das erste Buch dieser Art. Ein Jahr später veröffentlichte der US-Soldat Captain Randolph Barnes Marcy seinen Bestseller „The Prairie Traveller“. Diese Bücher wurden, wie die heutigen Bücher (SAS-Survival-Handbuch), damals schon von Militärangehörigen und der zivilen Bevölkerung gleichermaßen gelesen und angewendet. Durch die zivile Anwendung des indigenen Wissens, wurde das pädagogische Potenzial darin erkannt. Die Pfadfinder verwenden heute noch existierende, pädagogische Konzepte aus der amerikanischen „Woodcraft & Scoutcraft“ (siehe unten), die zur Förderung von Kindern und Jugendlichen entstanden.

historischen Foto mit drei nordamerikanischen Indigenen auf Pferden in einer weitern Landschaft.

Das Wissen der nordamerikanischen Indigenen

Lange bevor die Begriffe Bushcraft und Survival auftauchten, mussten alle Ureinwohner in ihren klimatischen Verhältnissen zurechtzukommen und hatten ihr eigenes Survival-Wissen über Jahrtausende aufgebaut. Als in England die ersten Schiffe aus Australien mit ihren Geschichten und dem neuen Wissen des „Bushcraft“ zurückkamen, eigneten sich im 18. und 19. Jahrhundert die europäischen Pionieren in Nordamerika das Wissen der Indigenen an. Das sogenannte Scoutcraft war hauptsächlich für die Holzarbeiter essenziell, um an den wachsenden Grenzen der Neuen Welt zu überleben und durch unbekannte Wildnis und schwieriges Gelände zu reisen.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde Scoutcraft von Teilen der amerikanischen Streitkräfte übernommen, da sich die Art und Weise, wie Kriege und Schlachten geführt wurden, änderte. Die Aufgabe der sogenannten Scouts war es, als Aufklärungseinheiten hinter den feindlichen Linien unbemerkt zu operieren. So konnten Informationen durch Schleichen, Tarnen und Guerilla-Taktiken über den Feind und das Gebiet gesammelt werden. Einer der berühmtesten Militärangehörigen aus dieser Zeit ist Robert Baden-Powell. Er erkannte die pädagogische Wirkung des Scouting und begann seine Ideen für ein Programm zur Ausbildung junger Männer zu entwickeln, das heute unter dem Namen „Pfadfinder“ bekannt ist. Dieses Scout Programm sollte die Eigenständigkeit und das Pflichtbewusstsein der Jugendlichen fördern.

Das historische Schwarz-Weiß Bild zeigt US Fallschirmtruppen bei der Instruktion vor einem Angriff.

Die Geburt des Survival-Training

Survival-Training ist ein militärischer Begriff, der nach dem Zweiten Weltkrieg entstand. Der Punkt an dem das Militär ihr Soldaten bessern und mit neuen Techniken ausbilden musste, unterscheidet sich von der Entstehung des Bushcraft in der Kolonialzeit diesmal erheblich. Hier ging es dem Militär um die Rettung von Menschenleben als nur um den reinen militärischen Erfolg.

Während des gesamten 20. Jahrhunderts waren die Survival-Skills, also in abgelegenen Gebieten mit wenigen Mitteln zu überleben, ein extrem wichtiges Wissen, nicht nur für das britische und amerikanische Militär. Durch neue Waffen, wie dem Maschinengewehr, Flugzeugen und der Artillerie, wurden militärische Aufklärungsaktionen der Scouts fast überflüssig. Heute werden diese Techniken fast nur von Spezialeinheiten und Scharfschützen benötigt.

Nachdem die neuen Luftfahrttechnologien es ermöglichten, ohne Zwischenlandung fast jeden Punkt auf der Welt zu erreichen, standen die amerikanischen und englischen Piloten vor dem Problem, an jedem Punkt der Erde abstürzen zu können. Ziel der Survivaltechniken war es, den Verunglückten zu befähigen,  Grundbedürfnisse zur Erhaltung des Lebens mit dem zur Verfügung stehenden Material zu befriedigen (Wildnis-Survival-Training). Desweiteren war es essenziell Techniken zu erlernen, um auf feindlichem Territorium dem Feind auszuweichen und sich dann zu den eigenen militärischen Einheiten durchzuschlagen (SERE-Survival-Training). Heute wird das damals entwickelte Survival-Training weltweit vom Militär, von Astronauten, Rettungskräften und in der zivilen Luftfahrt genutzt.

Downloade hier die ersten Feld Handbücher für das Leben und Überleben in der Natur. Hier bekommst du einen einzigartigen Einblick in die geburtsstunden des zivilen Survival-Training und der Expeditionsvorbereitung.

Download der Handbücher und Romane:

historischen Gruppenbild mit einem Piloten aus dem legendären Escape and Evasion Survival-Training und hochrangen Offiziere im zweiten Weltkrieg.

Detailinfos zur Entstehung des SERE-Trainings

Das heutige zivile und militärische Survival-Training ist untrennbar mit der Entstehungsgeschichte des SERE-Trainings (Survival, Evasion, Resistance and Escape) verbunden. Dieses militärische Survival-Training entstand im Zweiten Weltkrieg durch die Zusammenarbeit des britischen MI9 (Directorate of Military Intelligence (DMI)) und dem amerikanischen MIS-X. SERE ist heute ein Survival-Trainingsprogramm, das US-Militärpersonal, Zivilisten des US-Verteidigungsministeriums und private Militärunternehmer (Söldner) darauf vorbereitet, in verschiedenen Szenarien zu überleben. Der Lehrplan des Survival-Trainings umfasst Überlebensfähigkeiten, Ausweichen vor der Gefangennahme, Anwendung des militärischen Verhaltenskodex (siehe weiter unten) sowie Methoden und Techniken zur Flucht aus der Gefangenschaft.

Die Ursprünge des heutigen SERE Survival-Training liegen in der Führung der britischen Organisation MI9 Evasion and Escape („E & E“), die zu Beginn des Zweiten Weltkriegs gegründet wurde. Unter der Führung von Norman Crockatt, einem Veteranen des Ersten Weltkriegs, wurde MI9 ins Leben gerufen, um Flugbesatzungen und Spezialeinheiten darin zu schulen, feindlichen Truppen auszuweichen und lebend wieder zurückzukehren, nach Rettungsaktionen, erzwungenen Landungen oder nachdem sie hinter den feindlichen Linien abgeschnitten worden waren. In London wurde eine Schule eingerichtet und Offiziere und Ausbilder des MI9 begannen, betriebsbereite Luftwaffenstützpunkte zu besuchen, um Flugbesatzungen vor Ort mit einem Survival-Training zu schulen. Das MI9 entwickelte eine Vielzahl von Ausweich- und Fluchtausrüstung: Ausrüstung, die ein sofortiges Entkommen nach dem Aussteigen ermöglichten und verdeckte Gegenstände zur Unterstützung der Flucht bei Gefangennahme, die in Uniformen und persönlichen Gegenständen versteckt waren (Kompasse, Seiden- und Gewebekarten usw.).

Als die Vereinigten Staaten 1941 in den Krieg eintraten, reisten Mitarbeiter des MI9 nach Washington DC, um ihr inzwischen ausgereiftes Evasion and Escape Survival-Training, Geräte und nachgewiesene Ergebnisse mit den United States Army Air Forces („USAAF“) zu besprechen. Infolgedessen starteten die Vereinigten Staaten ihre eigene Evasion and Escape-Organisation, bekannt als MIS-X, mit Sitz in Fort Hunt, Virginia.

Es gab mehrere inoffizielle private Clubs, die während des Zweiten Weltkriegs von britischen und amerikanischen Piloten gegründet wurden, die es geschafft hatten, den Deutschen während des Krieges zu entkommen, ihnen auszuweichen und zu sich zu den eigenen Linien zurück zu kämpfen. Einer davon war der „Late Arrivals Club“. Dieser streng nichtmilitärische Verein hatte einen „Flying Boot“ ( einen fliegenden Stiefel) als Erkennungssymbol, der unter dem linken Kragen der Uniform getragen wurde.

USAAF-General Curtis LeMay erkannte, dass es billiger und effektiver war, Besatzungen in Überlebens-, Ausweich-, Widerstands- und Fluchttechniken auszubilden, als sie in der Arktis (oder im Ozean) zu verlieren, oder in feindliche Hände geraten zu lassen. So unterstützte er die Einrichtung eines SERE Survival-Trainings an mehreren Stützpunkten, an dem die 336. Bombardierungsgruppe untergebracht war, einschließlich eines kleinen Survival-Trainings für das Überleben bei kaltem Wetter an der RCAF-Station Namao in Edmonton, Alberta, wo amerikanische, britische und kanadische B29-Besatzungen ein grundlegendes Survival-Training erhielten. 1945 wurde in Fort Carson, Colorado, unter der 3904. Ausbildungsstaffel ein konsolidiertes Survival-Trainings-Zentrum eingerichtet und 1947 wurde auf der Marks Air Force Base in Nome, Alaska, die Arctic Indoctrination Survival School eröffnet.

Während des Zweiten Weltkriegs entdeckte die US-Marine, dass 75% ihrer Piloten, die abgeschossen wurde oder abgestürzt waren, lebend herunterkamen, aber kaum 5% von ihnen überlebten, weil sie weder schwimmen noch Nahrung im Wasser oder auf abgelegenen Inseln finden konnten. Da die Fähigkeit zum Schwimmen eine wesentliche Überlebensfähigkeit für Marinepiloten war, wurde ein Survival-Trainingsprogramm entwickelt, in dem dies zum Fokus gemacht wurde (Kadetten müssen eine Meile schwimmen und 50 Fuß unter Wasser tauchen, um Kugeln und der Saugkraft von sinkenden Flugzeugen zu entkommen). Bald wurde das Survival-Training erweitert und den Piloten wurde gezeigt, wie sie aus ihren Flugzeugen unter Wasser entfliehen konnten.

Während des Koreakrieges (1950–1953) verlegte die Luftwaffe ihre Survivalschule als 3635th Combat Crew Training Wing nach Stead AFB, Reno Stead Airport. 1952 ernannte das US-Verteidigungsministerium die United States Air Force zum Executive Agent für das gemeinsame SERE Survival-Training.

Der Koreakrieg zeigte, dass traditionelle Vorstellungen über Gefangennahmen während des Krieges nicht mehr gültig waren – die Nordkoreaner ignorierten die Genfer Konventionen zur Behandlung von Kriegsgefangenen und zeigten, dass amerikanische Soldaten nicht auf das vorbereitet waren, was ihnen während der Gefangenschaft widerfuhr. Dies galt insbesondere für amerikanische Flieger, die aufgrund ihrer verhassten Bombardierungen und ihres Prestiges unter Soldaten die Hauptlast der Misshandlung trugen. Die Nordkoreaner waren interessiert am Propagandawert amerikanischer Gefangener und an neuen Methoden, um Geständnisse zu erpressen und Informationen zu sammeln, die sich für den Krieg als äußerst erfolgreich erwiesen.

Eine Veränderung im Fokus des Survival-Training

Kurz nach dem Ende des Koreakrieges, leitete das Verteidigungsministerium den Verteidigungsbeirat für Kriegsgefangene ein, um Probleme und mögliche Lösungen im Zusammenhang mit dem Kriegsgefangenen-Fiasko im Koreakrieg zu untersuchen und darüber zu berichten. Die Charta des Komitees bestand darin, einen geeigneten Ansatz zu finden, um die amerikanischen Streitkräfte auf den Umgang mit der Gefangenschaft vorzubereiten.

Die wichtigste Empfehlung des Komitees war die Umsetzung eines militärischen „Verhaltenskodex“, der traditionelle amerikanische Werte als moralische Verpflichtungen von Soldaten während des Kampfes und der Gefangenschaft verkörperte. Diesem Kodex lag die Überzeugung zugrunde, dass Gefangenschaft als Erweiterung des Schlachtfeldes zu betrachten ist – ein Ort, an dem von Soldaten erwartet wurde, dass sie den Tod als mögliche Pflicht akzeptieren. Präsident Eisenhower erließ daraufhin die Exekutivverordnung 10631, in der es heißt: „Von jedem Angehörigen der Streitkräfte der Vereinigten Staaten wird erwartet, dass er, im Kampf oder in Gefangenschaft, den im Verhaltenskodex festgelegten Standards folgt.“ Das US-Militär begann daraufhin mit der Ausbildung und Umsetzung dieser Richtlinie.

Obwohl akzeptiert wurde, dass der Verhaltenskodex allen US-Soldaten zum frühesten Zeitpunkt ihrer militärischen Ausbildung beigebracht wird, wusste die Luftwaffe, dass Wissen und Survival-Training benötigt sein würden. An der USAF „Survival School“ wurden die Konzepte von Evasion, Resistance, und Escape erweitert und neue Lehrpläne als „Code of Conduct Training“ entwickelt. Diese Lehrpläne sind die Grundlage für das moderne SERE-Survival-Training im gesamten US-Militär geblieben. Die Marine erkannte ebenfalls die Notwendigkeit eines neuen und anderen Survival-Training.

In den späten 1950er Jahren wurde ein formelles SERE-Survival-Training an der Marineflugstation „Detachment SERE“ in Naval Air Station Brunswick in Maine mit einem 12-tägigen Verhaltenskodex-Kurs abgehalten. Dieses Training sollte Marinepiloten und Flugpersonal die Fähigkeiten lehren, in einer Notsituation zu überleben und einer möglichen Gefangennahme zu entgehen. Der Fokus lag ebenfalls darauf in einer Gefangenschaft die Befragung und Folter zu überstehen und eine Flucht zu planen und durchzuführen.

Später wurde das Survival-Training abermals erweitert, so dass andere Truppen der Marine, des Marine Corps und der Navy Combat Medics teilnehmen konnten. Anschließend wurde eine zweite Schule auf der Nordinsel der Naval Air Station eröffnet. Das Marine Corps eröffnete 1951 sein „Pickel Meadow Camp“ in dem Marines im Outdoor-Survival und später im Mountain Warfare Training Center in Bridgeport, Kalifornien, das „Level A“ – SERE-Survival-Training absolvierten.

„Outdoor-Survival-Training“ für Soldaten hat uralte Ursprünge, da das Überleben ein offensichtliches Ziel des Kampfes ist. Das Survival-Training unterschied sich nicht vom „Kampftraining“, bis die Marine die Notwendigkeit erkannte, den Seeleuten das Schwimmen beizubringen. Ein solches Survival-Training hatte nichts mit Kampf zu tun und sollte ausschließlich den Seeleuten helfen, zu überleben. In ähnlicher Weise war und ist das Survival-Training zur Brandbekämpfung seit langem ein Schwerpunkt der Marine. Das Wasser Survival-Training ist hingegen seit dem Zweiten Weltkrieg ein fester Bestandteil der Grundausbildung der Marine.

1953 gründete die Armee das „Jungle Operations Training Center“ in Fort Sherman in Panama. Das Survival-Training dort wurde in den 1960er Jahren verstärkt, um die Nachfrage nach Soldaten mit Dschungel Outdoor-Survival-Training in Vietnam zu befriedigen. 1958 eröffnete das Marine Corps das Camp Gonsalves im Norden von Okinawa, Japan, wo Soldaten Dschungelkriegs- und Survival-Training angeboten wurde. Im Verlauf des Vietnamkrieges eröffnete die Luftwaffe auch eine „Jungle Survival School“ auf der Clark Air Base auf den Philippinen.

Als Stead AFB 1966 geschlossen wurde, wurde die Survivalschule der USAF auf die Fairchild Air Force Base im US-Bundesstaat Washington verlegt. Die Luftwaffe hatte andere Survivalschulen, darunter die „Tropical Survival School“ auf der Howard Air Force Base in der Panamakanal-Zone, die „Arctic Survival School“ auf der Eielson Air Force Base in Alaska und die „Water Survival School“ auf der Homestead Air Force Base, Florida, die unter separaten Kommandos operierten. Im April 1971 wurden diese Schulen unter demselben Kommando zusammengefasst und gemeinsam organisiert, um Survival-Trainings in Clark, Fairchild und Homestead durchzuführen.

Nach Vorwürfen und Berichten über Missbräuche während des Navy SERE-Survival-Trainings, richtete das Verteidigungsministerium 1976 ein Komitee ein, um die Notwendigkeit von Änderungen im Verhaltenskodex-Training zu prüfen. Nach Anhörung von Experten und ehemaligen Kriegsgefangenen empfahlen sie die Standardisierung des SERE-Survival-Training in allen Zweigen des Militärs sowie die Ausweitung des SERE auf „Lehren aus früheren Erfahrungen mit US-Kriegsgefangenen“. Die Absicht dahinter war, das Survival-Training realistischer und effektiver zu gestalten.

Ende 1984 gab es die letzte große Veränderung im Programm des SERE-Survival-Training. Das Pentagon brachte die DoD-Richtlinie 1300.7 heraus, in der das SERE-Survival-Training in drei Stufen unterteilt wurde. Der „Widerstandsanteil“ wurde hier auf „Stufe C“ aufgenommen. Diese Stufe wurde für Soldaten festgelegt, deren „Einsatz ein hohes Risiko der Gefangennahme birgt und deren Position, Rang oder Dienstalter sie für überdurchschnittliche Ausbeutungsbemühungen eines Entführers anfällig machen“.

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Was: das komplette Survival-Kurs- & Ausbildungsangebot
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Wer: deins Wildnis-Team
Wie: das einzigartige Holistic-Survival-Training
Warum: die Wurzeln unseres Survival-Trainings
Für alle weiteren Fragen: FAQ des Survival-Training

Teilnehmer der Ausbildung und Weiterbildung lernen mit dem Bow-Drill umzugehen.

Unser Survival-Training heute!

Vielleicht findest du es befremdlich, dass einige Elemente unseres Survival-Training aus dem Militär stammen. Es war eine lange Entwicklung hin vom indigenen Wissen bis hin zu einer ganzheitlichen Lebenseinstellung, dass unser Survival-Training für uns heute bedeutet.

Obwohl das Wildniswissen einen Umweg von den Indigenen durch das Militär zu uns gefunden hat, setzen wir nicht die militärische Tradition des Survival-Training fort, sondern sehen in unserer Schule ein Forum für die Wiedererlangung unserer Überlebensfähigkeit in der Natur, die wir aufgrund des technologischen Fortschrittes über Bord geworfen haben.

So unterscheidet sich unser Holistic-Survival-Training vom Militärischen im Wesentlichen nicht in dem „Wie“ sondern im „Warum“. So will das Militär raus aus der Situation wir wollen rein in die Natur!

Darstellung der Komfortzone, Angstzone und Lernzone in unserem Survival-Training.

Verlasse deine Komfortzone

„Was, das war erst gestern? – Ich dachte das ist schon 2-3 Tage länger her!“ Diesen Satz hören wir oft von unseren Teilnehmer*innen. Er zeigt, dass die Kombination aus Natur, dem Verlassen der eigenen Komfortzone, Begeisterung und Lernerfolg, die Zeit stillstehen lässt. Und wir garantieren dir – diese Erfahrung wirst du bei uns im Survival-Training machen!
Diese Erfahrungen mit Veränderungspotenzial, kannst du nur außerhalb deiner gewohnten Umgebung, deiner Komfortzone machen. Denn deine Komfortzone ist das Bekannte, das Alte und schon dagewesene, sie ist das Gegenteil von Veränderung. Das magische und die Veränderung beginnen außerhalb – dort draußen im Wald.

 Ich habe eigentlich keine besondere Begabung. Ich bin nur leidenschaftlich neugierig. – Albert Einstein

Bei uns wird die Wildnis zum Klassenzimmer und der Treibstoff ist deine Begeisterung. So wird das Lernen zum Flow, wie du es aus deiner Kindheit kennst. Und genau mit diesem spielerischen Flow arbeiten wir in unserem didaktischen System!

Darum ist das Lernen bei uns so effektiv 

Du erlangst in deinem Survival-Training das Wissen mit rasanter Geschwindigkeit, weil du:

  • mit all deinen Sinnen lernst
  • deine Komfortzone verlässt und Grenzen neu steckst
  • von unseren Experten mitgerissen und begeistert wirst
  • das Wissen und handwerkliches Geschick nach dem Motto „learning by doing” von der Hand in den Kopf kommt
  • in jedem Survival-Training pfiffige Tipps und Eselsbrücken an die Hand bekommst, die sofort im Gedächtnis hängen bleiben
  • selbstständig lernen, ausprobieren und mit Materialien und Ausrüstung experimentieren kannst
  • selber Lösungen erarbeitest und dich dafür mit dem körpereigenen Opiat – Endorphine – belohnst
  • alle Survival-Skills vielfältig und praxisnah von Experten vermittelt bekommst
  • mit ausgewählten Lernmethoden arbeitest, die genau zu dir und dem Survival-Training passen
  • lernst, Dinge in Achtsamkeit auszuführen – so lernst du schneller und effektiver
  • nach jedem Survival-Training erfolgreich eine Prüfung absolvierst und du dein Wissen auf die Probe stellen kannst
  • in einer Abschlussrunde das eigene Handeln reflektieren und verinnerlichen wirst

Lernen mit Begeisterung & Neugierde

Mit einer Begeisterung, wie du sie aus deiner Kindheit kennst, wirst du alles aufsaugen, was du bei unserem Survival-Training lernst. Denn in unserer Wildnisschule funktioniert Lernen nur mit dem ganzen Körper, durch Emotion und Begeisterung. Laut Gerhard Hüther (einem deutschen Neurobiologen, der sich intensiv mit den verschiedenen Mechanismen des Lernens beschäftigt) werden die wesentlichen Lernerfahrungen ganzkörperlich aufgenommen. Jede Erfahrung ist dabei mit Gefühlen verknüpft. Wir können nur dann etwas verinnerlichen, wenn die emotionalen Zentren im Gehirn aktiviert werden. Diese Zentren schütten die notwendigen Botenstoffe aus, aufgrund derer Gelerntes im Gehirn verankert werden kann.
Das heißt, es muss in jeder Lernsituation, wenn sie erfolgreich sein soll, eine emotionale Aktivierung stattfinden. Die schönste Aktivierung, die wir kennen, heißt »Begeisterung«.

Survival-Training mit allen Sinnen

Deine Begeisterung ist die Basis für ein nachhaltiges Lernen mit Spaß und Erholung. Doch genauso wichtig ist, dass wir dafür sorgen, dass du die Inhalte in unserem Survival-Training mit all deinen Sinnen wahrnehmen kannst. Denn die Wissenschaft ist sich sicher – je abwechslungsreicher der Lernstoff präsentiert wird, desto einfacher kannst du ihn dir aneignen. Man geht heute von folgender Statistik aus:

  • Hören erreicht 20%
  • Sehen erreicht 30%
  • Sehen und Hören 50%
  • Sehen, Hören und Diskutieren 70%
  • Sehen, Hören, Diskutieren und eigenes Ausführen 90%

Das Fördern und Einbeziehen aller Fähigkeiten & Fertigkeiten

Der Kern unserer Schule ist die Vermittlung von Survival-Wissen und die Förderung von Charakter und Gemeinschaft. Um hierfür ein professionelles Schulungskonzept zu gestalten, haben wir uns die Mühe gemacht und uns einen Überblick über alle fachlichen, methodischen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten verschafft, die du für ein Leben oder Überleben in der Natur und für ein funktionierendes miteinander benötigst, um daraufhin die richtigen Übungen, Erfahrung und Methoden zu definieren. All dieses Wissen nehmen wir als Grundlage für die Gestaltung unserer Kursinhalte.
Verschaffe dir selbst einen Überblick über all die Qualitäten und Fähigkeiten, die dich in der Summe zu der Person machen, die du bist!

Survival-Training mit den richtigen Methoden

Methoden sind der Werkzeugkoffer unserer erfahrenen Mentoren, dir die Welt des Survival-Training näher zu bringen. Nur so erweiterst du deinen Tellerrand und kannst in eine neue Welt blicken. Denn du siehst nur das, was du weißt!
Für die Auswahl unserer Survival-Training-Methoden wissen wir, dass lernen ein aktiver Vorgang ist, der von uns lediglich unterstützt werden kann. Die Methoden und Lernmaterialien wählen wir passend zu den jeweiligen Inhalten des Survival-Trainings aus und wecken so immer eine unbändige Motivation bei dir. Erfahren und Verinnerlichen geschehen in unseren actiongeladenen Kurs- und Ausbildungsformaten spielerisch und natürlich – fast wie von selbst!

Hier ein paar Einblicke in unseren Survival-Training-Methoden-Koffer:

  • Überlebenstechniken: von der Hand in den Kopf, durch handwerkliches und künstlerisch-kreatives Tun und damit verbundener Vermittlung der Survival-Skills
  • Naturkunde: Zusammenhänge verstehen durch naturkundliche Wissensvermittlung (Ökosystem Wald, Flora und Fauna).
  • Wandern: Erkundungen und Wanderungen als Selbstschulung und Gruppenarbeit
  • Sinnesschulung: zentrales Erfahrungselement unseres Survival-Trainings
  • Innere Karte: Zeichnen einer inneren Karte, zum erlernen der natürlichen Wildnis-Orientierung
  • Notizbuch: Das Führen eines Tagebuches ist bei unserem Survival-Training obligatorisch
  • Imagination: durch Mentales-Training das richtige Verhalten in Notsituationen in Gedanken durchspielen, um im Fall richtig reagieren zu können
  • Sitzplatz: als Aufmerksamkeitsschule, um die Naturphänomene erfahrbar zu machen und Geduld zu schulen
  • Koordination und Fitness-Übungen: Bewegungskompetenz und Fitness fördern
  • Teamwork: gemeinschaftliches und konkurrenzbasiertes lernen
  • Wettbewerb: durch Interaktionen lernen, um Persönlichkeit und Gemeinschaft zu stärken
  • Storytelling: die Reflexion von Erlerntem und Erlebtem in der Gruppe für einen kollektiven Lernprozess
  • Rollenspiele: Notsituationen oder Konflikte werden nachempfunden oder vorausschauend bearbeitet
  • Grenzerfahrung: das Leben in der Natur mit wenig Ausrüstung
  • Atemtechniken: als zentrales Element zur Überwindung von Schock und körperlichem Stress
  • Notnahrung: Nahrungs- und Heilmittel aus der Natur
  • Coyote-Teaching: durch Fragen, Geschichten und Rätsel die Neugier aufrecht halten

Teilnehmer unseres extrem Survival-Trainings laufen auf einen Hubschrauber in Schweden zu. Im Hintergrund sind Berge zu erkennen.

Welche Vorrausetzungen benötige ich für das Survival-Training?

Grundsätzlich solltest du für unser Survival-Training bereit sein deine Komfortzone zu verlassen, Lust auf Natur, Wind und Wetter haben und vor Kälte und Hitze nicht zurückschrecken.
Wie du siehst, haben wir zahlreiche Survival-Training und Ausbildungsangebote. Mit dem Survival-Trainingsindex (siehe hier) versuchen wir dir die Entscheidung für den richtigen Kurs zu erleichtern. Der Index gibt dir in der rechten Spalte mit der Intensität einen Anhaltspunkt, wie physisch und/oder psychisch herausfordernd ein Survival-Training für dich sein kann.

„Langeweile ist nur für Menschen, die entweder sich selbst oder die Wunder des Lebens nicht kennen“ – Tom Brown Jr.

Wenn du dir unsicher bist, dann liefern dir die Detailbeschreibungen der jeweiligen Survival-Trainings mehr Informationen. Wenn dann noch Fragen offen sind, stehen wir dir für eine ausführliche Beratung jederzeit zur Verfügung.

Eine Detailaufnahme meins Survival-Kits im Amazonas Regenwald in Brasilien.

Welches Equipment benötige ich für das Survival-Training

An Ausrüstung benötigst du für die Zeit bei uns für die Übernachtung und dem Schutz vor der Witterung eine Basis-Ausrüstung. Nach der Buchung der einzelnen Survival-Trainings bekommst du von uns eine Ausführliche Kursvorbereitung als PDF mit noch mehr Details und Tipps zur Ausrüstung.

Die Basis-Ausrüstung für die teilnehme an unseren Angeboten:

  • Schlaf-Setup: Zelt, Isomatte, Schlafsack
  • Essbesteck: Schüssel, Tasse, Trinkflasche, Besteck
  • Outdoor-Kleidung: Hose, Jacke, Wanderschuhe, Hut, Mütze
  • Zubehör: Sitzkissen, Schnitzmesser, Kopflampe, Schreibzeug

Außerhalb der Standard-Ausrüstung kannst du gerne schon vor einem Survival-Training oder einer Ausbildung bei uns dein persönliches Survival-Kit zusammen stellen. So hast du die Gelegenheit, in der Zeit bei uns alle Gegenstände in den passenden Situationen auszuprobieren und Fragen an unsere Experten zu stellen. Weiter unten findest du die gesamte Survival-Packliste mit weiteren wichtigen Infos und Beschreibungen als PDF zum Downloaden. Weitere sehr interessante Artikel zur Ausrüstung findest du HIER in unserem Survival-Wiki.

Inhalt des Basis Survival-Kit für dein Training

  1. Werkzeuge
    • Multitool
    • feststehendes kleines Survival-Messer
  2. Beleuchtung
    • Kopflampe
    • Ersatzbatterien
    • kleine Kerze x 2
  3. Wasserreinigungstabletten
  4. Bänder und Seilwerk
    • Panzerband
    • 30 Meter Paracord
    • 100 Meter Monofilament-Angelschnur (0,35 mm)
  5. Feuer-Kit
    • Feuerstein oder Magnesium-Feuerstarter
    • Feuerzeug x 2
    • Notzunder
    • Lupe mit hoher Vergrößerungszahl
  6. Metalltopf oder Tassen
  7. Große wasserdichte Plane als Isolationsschicht
  8. Notfallponcho
  9. Sicherheitsnadeln
  10. Nicht verderbliche Lebensmittelrationen (NRG-5)
  11. Schutzplane mit Ösen (Tarp) Mindestgröße 3x3m
  12. Grundlegende Erste-Hilfe- / medizinische Ausrüstung
    • Pflaster in verschiedenen Größen
    • Gaze (Mullbinden)
    • elastische Bandage
    • Verbandpäckchen, groß x 2
    • Aspirin
    • Antihistaminika (Antiallergikum)
    • Antiseptische Tücher (Alkohol)
    • dreifache antibiotische Salbe
    • Pinzette
    • Rettungsdecke x 2
  13. Signalmittel & Navigation
    • Marschkompass mit Spiegel
    • Signalpfeife
  14. Regenjacke

Hier findest du die gesamte Survival-Packliste mit weiteren wichtigen Infos und Beschreibung als PDF zum Downloaden. Weiter sehr interessante Artikel zur Aufrüstung findest du in unsere HIER in unserem Survival-Wiki.

Ein Tarp mit Schlafsack und Isomatte in unserem Waldgebiet bei einem Survival-Training.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu unserem Survival-Training

Ein Survival-Training macht dich für ein breites Spektrum von Notsituationen in der Natur handlungskompetent, unabhängig von der Art der Outdoor-Aktivität.  Welcher Kurs für dich der richtige zur Vorbereitung ist, hängt maßgeblich davon ab, wie weit du von der Zivilisation entfernt bist und in welcher klimatischen Zone du reisen wirst. Je extremer die Tour ist, desto mehr Wissen und Fertigkeiten wirst du besitzen müssen.

Unser Full-Survival-Training, die Expeditionen und unser Kurs Survival-Psychologie sind darauf ausgelegt, dich für Extremreisen vorzubereiten. Alle anderen Kurse gehen in die Breite und geben dir eine solide Basis für die Zeit in der Natur – egal wie und wo du bist und was du machst. Wenn du hier eine Beratung benötigst, kannst du uns HIER jederzeit dazu kontaktieren.

Unser Ausbildungs- und Kursprogramm ist nicht speziell für Männer oder Frauen ausgelegt. Um dir einen Überblick über die Intensität unserer Survival-Trainings und Ausbildungen zu geben, haben wir für dich den Trainingsindex entwickelt. Hier kannst du einsehen, wie körperlich und geistig herausfordernd es vermutlich für dich wird und welche deiner Fähigkeiten wir in den Kursangeboten fördern. Wenn du vor deiner Buchung unsicher bist oder sonstige Fragen hast, kannst du uns HIER kontaktieren.

Die meisten unserer Kurse erfordern eine normale körperliche Fitness. Für eine erste Beurteilung hilft dir ein Blick auf unseren Trainingsindex. Ausbildungen oder Survival-Trainings mit einer starken Intensität sind körperlich herausfordernd. Wenn du dir bei deiner Anmeldung nicht sicher bist, ob du die Voraussetzungen hierfür erfüllst, kannst du uns jederzeit HIER kontaktieren und mit uns über deine Bedenken sprechen.

Der Survival-Trainingsindex. Eine Grafik für die Entscheidungshilfe bei der Auswahl des richten Kurs- und Ausbildungsangebots unserer Survival- und Wildnisschule.

Bist du Outdoor-Neuling und möchtest erst einmal in die Welt des Survival hineinschnuppern, dann nimm unseren Trainingsindex zur Hand und wähle einen Kurs mit geringer Intensität für dich aus. Besonders der Survival-Tag und das zweitägige Survival-Training mit einer Übernachtung im Wald sind für Anfänger gut geeignet. Wenn du weitere Fragen hast, kannst du uns jederzeit HIER kontaktieren. Wir helfen dir gerne dein passendes Survival-Training zu finden.

Der Survival-Trainingsindex. Eine Grafik für die Entscheidungshilfe bei der Auswahl des richten Kurs- und Ausbildungsangebots unserer Survival- und Wildnisschule.

Direkt mit einem Survival-Training mit starker Intensität (siehe Grafik) zu starten empfehlen wir keinesfalls. Für unser Full-Survival-Training gibt es sogar Zugangsvorrausetzungen. Wenn du dir unsicher bist, ob ein Training für die passend ist, kontaktiere uns bitte HIER.

Der Survival-Trainingsindex. Eine Grafik für die Entscheidungshilfe bei der Auswahl des richten Kurs- und Ausbildungsangebots unserer Survival- und Wildnisschule.

Kinder können in Begleitung ihrer Eltern ab 11 Jahren an unserem Programm teilnehmen. Ausgeschlossen davon ist die Jagdausbildung, die Expeditionen und das Full-Survival-Training. Hier kann, mit der schriftlichen Erlaubnis der Erziehungsberechtigten, ab einem Alter von 16 Jahren teilgenommen werden.

In unseren Kursen ist regulär eine Vollverpflegung inklusive. Ausgenommen ist der Survival-Tag (Selbstverpflegung) und unser Full-Survival-Training 2 (Verpflegung aus der Natur). In mehrtägigen Kursen bieten wir, wenn möglich, Bioprodukte und Wildfleisch (Reh, Damwild, Wildschwein) aus der Region an. Das Wildfleisch haben wir selbst, oder unser Netzwerk an nachhaltigen Jägern erlegt. Weitere Infos zu den jeweiligen Verpflegungsdetails entnehme bitte den Kursbeschreibungen.

In all unseren Survival-Trainings musst du dein eigenes Schlaf-Setup mit einem Schlafsack und einer Isomatte mitbringen. Wir haben auf unseren Kursgeländen den Platz, um für alle Teilnehmer einen sicheren und bequemen Schlafplatz zu garantieren. Hier kannst du dein Zelt, dein Tarp oder die Hängematte aufschlagen.

Beim Kursgelände in Eberswalde gibt es bei Bedarf eine nahegelegene Möglichkeit, auf eine Herberge auszuweichen. Wenn dies dein Wunsch sein sollte, bitten wir dich uns im Vorhinein zu benachrichtigen.

Wenn ein Survival-Training nicht stattfinden kann, dann geben wir dir rechtzeitig Bescheid und stellen dir alternative Termine zur Auswahl bereit. Alle wichtigen Infos zum Rücktritt und dem Ausfall von Veranstaltungen findest du in unseren AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen).

Dann ziehen wir trotzdem los. Schlechtes Wetter hält uns nicht auf voran zu kommen. Ganz im Gegenteil: Wir nutzen das Wetter als Herausforderung und werden dieses mit euch zusammen meistern.

Nein, wir haben unser Survival-Training und Ausbildungsprogramm nicht für die Bedürfnisse von Kindern ausgelegt. Hierfür bieten wir spezielle, für Kinder organisierte Outdoor-Veranstaltungen an. Alle Informationen dazu findest du HIER.

Wir stellen auf unserem Kursgeländen sicher, dass du von herunterstürzendem Totholz und Ästen, bei normaler Wetterlage, nicht gefährdet bist. Bei aufkommenden starken Böen ab 60 km/h werden wir gemeinsam den Wald verlassen. Dies ist selten und wir haben die Möglichkeit, das Programm an die Gegebenheiten anzupassen, sodass der Kurs nicht unter den äußeren Gegebenheiten leiden wird.

Unsere Teamer sind Outdoor Profis und haben jahrelange Erfahrung wo und wie ein sicheres Feuer zu entzünden und zu betreiben ist. Desweiteren sind wir an die Waldgesetze des Landes gebunden, in dem wir unser Survival-Training abhalten. Hier orientieren wir uns immer an der aktuelle Waldbrandstufen. Du kannst dir sicher sein, dass wir dich und den Wald in keine Gefahr bringen werden. Nachfolgend zeigen wir dir relevante Ausschnitte der Gesetzeslage in Brandenburg zum Betreiben eines Feuers. Wir haben die behördlichen Erlaubnisse, auf unseren Standorten ein Feuer zu entzünden.

§ 23 Umgang mit Feuer
(1) Im Wald oder in einem Abstand von weniger als 50 Meter vom Waldrand ist außerhalb einer von den Forstbehörden errichteten oder genehmigten Feuerstelle das Anzünden oder Unterhalten eines Feuers oder der Umgang mit brennenden oder glimmenden Gegenständen sowie das Rauchen verboten. Ausgenommen von den Verboten nach Satz sind.
sind Waldbesitzer oder von ihm befugte Personen,
Personen bei der Durchführung behördlich angeordneter oder genehmigter Arbeiten,
Nutzungsberechtigte auf ihren Grundstücken, sofern der Abstand des Feuers zum Wald mindestens 30 Meter beträgt.
Sie haben ausreichende vorbeugende Brandschutzmaßnahmen zu ergreifen.
(2) Bei Waldbrandwarnstufe III und IV gilt das Verbot gemäß Absatz 1 auch für den in Absatz 1 Nr. 1 bis 3 genannten Personenkreis.

Du benötigst als Basisausrüstung, ein Zelt (oder Tarp/Hängematte) und einen Schlafsack inklusive Isomatte, die beide zu der Witterung passen, die zurzeit des Kurses vorherrscht. Nach deiner Buchung bekommst du von uns ebenfalls ein ausführliches Vorbereitungs-PDF mit allen wichtigen Informationen rund um Ausrüstung, Anfahrt und Ablauf. Die weitere Ausrüstung, Messer, Sägen, Feuerstähle, Kompasse und anderes wichtiges Material für das Erlernen der Survival-Skills, werden von uns gestellt.

Wir stellen in unseren Kursen das Mora-Companion zur Verfügung. Das Companion ist ein feststehendes Bushcraft-Messer, das sich hervorragend zum Schnitzen eignet. Wenn du direkt mit deinem eigenen Messer in unserem Training üben willst, ist das eine gute Idee. Bitte Verzichte hier jedoch auf Klapp- und Taschenmesser. Um dir das riesige Thema Messer etwas näher zu bringen und dir bei der Entscheidung für die Auswahl deines passenden Messers eine Entscheidungshilfe zu geben, habe ich HIER einen Artikel in unserem Survival-Wiki verfasst.

Jedes Survival-Training und unsere Ausbildungen haben jeweils eine eigene Beschreibungsseite, in denen die Inhalte und der Ablauf beschrieben werden. Hier hast du die Möglichkeit, deinen Wunschkurs zu buchen. Bei den meisten Kursangeboten wirst du zu unserem Zahlungsanbieter Digistore24 weitergeleitet, wo du die gesamte Palette an Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung hast. Bei unserer Jagdausbildung und der Wildnispädagogik-Ausbildung hast du die Möglichkeit per Vorkasse oder Lastschriftverfahren zu bezahlen.

Wir bieten dir bei deiner Buchung alle gängigen Zahlungsmethoden wie PayPal, Sofort-Überweisung und Visa an. Bei unseren beiden großen Ausbildungen (Jagd und Wildnispädagogik) kannst du per Lastschrift oder Vorkasse zahlen.

Du hast selbstverständlich die Möglichkeit, für die verschiedenen Outdoor-Kursangebote in unserer Schule einen Gutschein zu erwerben. Benötigst du ausführliche Informationen zu den einzelnen Kursangeboten, bitten wir dich, die detaillierten Beschreibungsseiten zu besuchen. Auf diesen Seiten hast du ebenfalls die Möglichkeit, auf die Buchungsseite der Gutscheine zu gelangen. Alle wichtigen Infos rund um unseren Gutschein findest du HIER.

Es ist möglich, ein Survival-Training als geschlossene Gruppe zu buchen. In einem persönlichen Vorgespräch kannst du euer Survival-Training individuell gestalten, sodass es genau zu eurer Gruppe passt. Für alle weiteren Informationen kannst du uns HIER kontaktieren.

Wir als Schule sind überzeugt, dass wir Vorbilder ausbilden. Die Charakterschule des Survival-Trainings ist enorm und stärkt die Kerneigenschaften von Führungskräften. Die Erlebnisse und neuen Fertigkeiten nimmst du mit in deinen Alltag und das Berufsleben. Nachfolgend zeigen wir dir einige Eigenschaften, die für uns eine gute Führungskraft ausmachen und die im Survival gestärkt werden:

  • fokussiert: Im Survival-Training wirst du lernen, dich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Rutscht du nur einmal ab oder schneidest dich, kann das den Abbruch des Trainings für dich bedeuten.
  • konsequent: Im Survival-Training fördern wir Willensstärke und Resilienz. So kannst du körperliche und psychische Strapazen besser wiederstehen.
  • sorgfältig: Die Survival-Skills, wie Knoten binden oder das Schnitzen von Werkzeug, müssen sorgsam und mit Ruhe ausgeführt werden, nur so können Gegenstände entstehen, denen du in der Wildnis dein Leben anvertraust.
  • wertschätzend: Wenn du am eigenen Körper spürst von den Dingen draußen abhängigen zu sein, dann bekommst du automatische neuen Respekt und eine tiefe Wertschätzung den Dingen gegenüber.
  • authentisch: Du wirst merken, dass deine Zeit in der Natur dich charakterlich verändert, denn ein Survival-Training ist immer eine Selbsterfahrung. Du legst alte Muster und festgefahrene Verhaltensweisen ab, da sie dir hier draußen nichts nützen.
  • systemisch denkend: Survival-Training bedeutet fachübergreifend die Zusammenhänge zu verstehen und „das Wesentliche des Systems betreffend“ zu bedenken. Denn nur so können komplexe Entscheidungen in einer Notsituation getroffen werden.

Unsere Ausbildungen Jagd und Wildnispädagogik sind anerkannte Weiter- und Fortbildungen. Die Ausbildungen haben, je nachdem, welchen Beruf du ausübst, einen großen Mehrwert für die Behauptung auf dem Arbeitsmarkt.

Wenn du im Outdoor-Bereich, als Erlebnis- oder Naturpädagog*in, Jugendarbeiter*in oder im Kindergarten arbeitest, wirst du deinen Methodenkoffer erweitern und einen neuen Zugang zur Natur vermitteln können. Desweiteren ist unsere Ausbildung zur Wildnispädagog*in extrem beliebt, da auf dem Arbeitsmarkt die Nachfrage nach naturverbundenen Menschen mit pädagogischer Kompetenz steigt.

Doch schon ein reguläres Survival-Training gibt dir Selbstbewusstsein, macht dich selbstständiger in der Natur und gibt dir jede Menge neue Fertigkeiten an die Hand. Du schärfst deine Sinne und wirst körperlich fit! Das alles hat eine enorme Wechselwirkung auf deinen Alltag und Beruf.

Du bekommst bei jedem Kurs, Survival-Training und den Ausbildungen eine Teilnahmebescheinigung von uns. Aufgelistet sind die jeweiligen Inhalte, die Kurse und die Anzahl der Unterrichtsstunden.

Unsere Bescheinigungen sind eine wertvolle Ergänzung bei Bewerbungen auf einen neuen Arbeitsplatz oder ein Praktikum.

Wir haben für unsere Survival-Trainings und Ausbildungen Waldgebiete in Eberswalde, Berlin und Dresden. Unser Kursort bei Berlin liegt in der Grünheide (Mark) am Naturschutzgebiet Löcknitztal. Bei Eberswalde haben wir einen schönen Platz mit großer Feuerstelle und Wildfluss. Unser Kursort in Dresden liegt nicht weit entfernt von der Stadt.

Nein! Unser Miteinander ist geprägt vom Respekt gegenüber dem Menschen und der Natur. Teilnehmer*innen, die sich politisch extrem, rassistisch oder frauenfeindlich äußern, werden von unseren Kursen und Ausbildungen ausgeschlossen.

  • Survival-Training: 4 – 20
  • Wildnispädagogik-Ausbildung: 10 – 25
  • Jagdausbildung: 6 – 12
  • Expeditionen: 6 – 12

Wir bieten unser Basis-Survival-Training (2-3 Tage) ebenfalls in den Wintermonaten an. Desweiteren bieten wir unser intensives Schweden Winter Survival-Training an, mit absoluter Schneegarantie – dieses Abenteuer bereitet dich auf Expeditionen in polaren Regionen vor.

Zu dieser Frage existieren zwei ausführliche Artikel von mir. Besuche sie beide und bekomme einen Einblick in die Unterschiede der großen Survival-Strömungen:

In unserem regulären Survival-Training und den Ausbildungen zeigen wir keine Selbstverteidigungstechniken. Wenn du lernen willst, dich flüssig zu bewegen, hart zu kämpfen und körperlich fit zu bleiben, dann komm zu unserem intensiven Selbstverteidigungskurs.

Du kannst nach einem professionellen Survival-Training in unsere Schule, selber deine eigenen Abenteuer starten. Der Wald in Deutschland ist im Allgemeinen für jeden zugänglich. In Brandenburg bedarf es eine Sondergenehmigung des Waldbesitzers, wenn du im Wald mit einem Zelt schlafen willst. Die Gesetze sind Ländersache. Bitte schaue demnach immer in dem Landeswaldgesetz deines Bundeslandes nach.

Autor und Survival-Experte Maurice Ressel

Über den Autor

Maurice Ressel

Hi, ich bin Maurice, der Gründer und Trainer der Survival- & Wildnischule-Lupus. Mein Ziel ist es, Dir handfeste Überlebenstechiken zu vermitteln und dich für die Natur zu begeistern.

Hier erfährst du mehr über mich.

Text aktualisiert am 04.02.2021