
Ziviles Ausweichen · Band 1
Die Entscheidung: Das Denkgerüst der Krisenvorsorge
Warum Menschen in Gefahr oft zu lange bleiben, auch die Geübten und gut Ausgerüsteten, und welcher Satz dann gilt.
Feuer machen kannst du. Jetzt ist es dunkel, es regnet seit Stunden, du hast kaum geschlafen, und deine Hände zittern. Das Feuer muss trotzdem brennen. Für diesen Moment bilde ich aus.
Survival heißt: eine Lage überstehen, in der Hilfe fehlt, bis Hilfe dich erreicht oder du sie erreichst. Dafür brauchst du zwei Dinge, und keines reicht allein.
Die Handgriffe: gesund bleiben und Verletzungen versorgen, dich mit Kleidung und Unterkunft schützen, Feuer machen, Wasser finden und aufbereiten, dich orientieren, Hilfe herbeirufen. Und den Kopf, der diese Handgriffe abruft, wenn die Lage kippt.
Wer nur die Handgriffe trainiert, hat Technik ohne Zugriff. Wer nur den Kopf trainiert, hat Haltung ohne Können. Survival ist beides, und genau so trainiere ich es: zusammen, an derselben Übung, vom ersten Tag an.
Das Handwerk kommt aus 25 Jahren eigener Praxis draußen, lange vor dem ersten Krisenland. Was unter Druck zählt, habe ich in 15 Jahren als Krisenfotojournalist gesehen: in 22 Ländern, in über 30 humanitären Einsätzen, unter anderem für Ärzte ohne Grenzen.
Ich habe nicht simuliert, wie Menschen unter Druck handeln. Ich habe es dokumentiert.
Für wen das ist: für alle, die irgendwo hinkommen, wo Hilfe weit weg ist, auf Reisen, auf Expeditionen, im Einsatz. Und für alle, die wissen wollen, was sie können, wenn es darauf ankommt.
Den Rucksack füllst du selbst. Den Kopf trainieren wir gemeinsam.
Ein Handgriff, der in Ruhe sitzt, wird unter Druck ungenau. Puls und Atmung gehen hoch, die Hände werden unruhig, die Feinmotorik lässt nach. Das ist kein Versagen, das ist Biologie. Genau dort setzt mein Trainingsmodell an.
Drei Prinzipien tragen jeden Kurs. Alle drei gehören zu den am besten erforschten der Trainingswissenschaft.
Gestufter Druck.
Jeden Handgriff lernst du zuerst in Ruhe. Dann kommt Druck dazu, kontrolliert und in Stufen: Zeit, Kälte, Nässe, Dunkelheit, Müdigkeit. Wer so übt, verliert unter echtem Druck weniger von seinem Können.
Die Nachbesprechung.
Nach jeder fordernden Übung wird ausgewertet, was geschah und warum, direkt danach und ein zweites Mal später. Besprochen wird die Übung, nicht deine Lebensgeschichte. Das verbessert Leistung messbar.
Wenn-dann-Pläne.
Du legst vorher fest, was du tust, wenn etwas schiefgeht. Wer das tut, setzt es unter Druck zuverlässiger um.
Nichts davon ist ausgedacht. Die Prinzipien kommen aus der Forschung.
Aufbau und Ablauf orientieren sich an den Survival-Handbüchern von US Army und US Air Force (ATP 3-50.21, AFH 10-644), übersetzt für Zivilisten. Und dahinter stehen 25 Jahre draußen und 15 Jahre in Krisengebieten.
Darüber liegt das Modell: Fünf Dimensionen ordnen, was der Kopf am Handgriff lernt. Jede Übung ist einem benannten Modell aus Psychologie und Trainingsforschung zugeordnet und gestuft vom Tageskurs bis zur Ausbildung.
Das Training hört nicht am letzten Kurstag auf. Du führst ein Feldtagebuch, arbeitest mit Karten zu den Grundübungen und deinen Wenn-dann-Plänen und bekommst danach Begleittexte und Übungen per E-Mail, über Monate.
Dazu gehört die Arbeit an dem, was dich trägt: deine Werte, deine Haltung, dein Warum. Immer am Handgriff, nie als Seminar.
Die Bausteine stützen sich auf Forschung. Das Ganze, so wie ich es lehre und in Stufen aufbaue, hat niemand in einer Studie geprüft. Das sage ich offen, weil zu professioneller Arbeit gehört, die eigenen Grenzen zu kennen.
Ich trainiere den Kopf am Handgriff, nicht daneben.
Vier Dimensionen beschreiben, was der Kopf am Handgriff lernt. Die fünfte, Handeln, sind die Handgriffe selbst, unter Druck. Zusammen ergeben sie Survival.
Stabilität
Was passiert in meinem Körper?
Die erste Aufgabe unter Zeitvorgabe: Puls und Atmung gehen hoch, die Hände werden unruhig. Du lernst, was Druck mit deinem Körper macht, und übst, handlungsfähig zu bleiben. Ein Körper, der trägt, und ein Kopf, der nicht einfriert.
Klarheit
Was passiert um mich herum?
Bevor du baust, liest du die Lage: Wind, Wasser, Wetter, Zeit. Kommt der Regen trotzdem, lenkst du deine Kraft auf das, was du noch ändern kannst. Und du entscheidest, auch wenn die Hälfte der Information fehlt.
Charakter
Wer bin ich, wenn es darauf ankommt?
Nach einer kurzen Nacht bei Kälte muss ein Handgriff noch getan werden. Was du dann tust, zeigt deine Werte und deine Haltung, wenn Regeln nicht mehr greifen. Danach besprechen wir, was du getan hast und warum. Ein Urteil über dich als Person gehört nicht dazu.
Tiefe
Warum halte ich durch?
Die Verpflegung ist knapp, du bist allein draußen, und der Handgriff muss trotzdem getan werden. Daraus entsteht die Frage, wofür du weitermachst. Die Survival-Handbücher nennen das Überlebenswillen: Die Fertigkeiten sind wichtig, der Wille zu überleben ist unerlässlich. Deine Antwort findest du nicht im Seminarraum, sondern draußen, und danach besprechen wir sie.
Handeln
Was tue ich, wenn es zählt?
Die Handgriffe selbst, abgerufen unter Druck: Gesundheit, Schutz, Feuer, Wasser, Orientierung, Signal. Dazu Wenn-dann-Pläne. Im Szenario ist alles zugleich gefordert, und die anderen vier Dimensionen tragen es.
Die Handgriffe stehen in jedem Kurs im Mittelpunkt. Die Dimensionen trainieren, dass du sie unter Druck abrufen kannst.
Manche Krisen verlangen, dass man bleibt, und manche, dass man geht. Trifft eine Gefahr deinen Ort und lässt dir noch Zeit, heißt die Frage: Bleibst du oder gehst du, und wann? Darum dreht sich mein zweites Fach, Ziviles Ausweichen.
Es fragt vorher, solange noch Zeit ist. Steckst du schon in einer Lage, gehört die Entscheidung, am Platz zu bleiben oder weiterzuziehen, zum Survival Training.
Gemeint sind Hochwasser, ein Brand, ein großflächiger Ausfall der Versorgung oder Kampfhandlungen in deiner Nähe. Für jede dieser Lagen gelten drei feste Linien: nicht angreifen, nicht strafen, nicht zurückschlagen, wo Weggehen möglich ist. Anweisungen der Behörden und Rettungskräfte gehen vor.
Das Fach reicht von der Vorbereitung bis zur Rückkehr: vorbereiten, entscheiden, ausweichen, ankommen, zurückkehren. Die Kurzform: früh sehen, rechtzeitig gehen.
Survival Training und Ziviles Ausweichen beantworten zwei Fragen. Wie halte ich durch? Und: Bleibe ich oder gehe ich, und wann?
Dauert das Gehen länger, brauchst du das Handwerk wieder.
Ich lerne von zwei Soldaten der Bundeswehr und übersetze ihr Wissen für zivile Teilnehmer. Ich bin kein Soldat. Übernommen habe ich die Fragen, was ein Weg kostet und wann du losgehst. Nicht den Kampf.
„Kalt entscheiden, damit im heißen Moment weniger zu entscheiden bleibt.“
Weil das Fach größer ist als ein Kurs, schreibe ich es als Buchreihe auf. Band 1, „Die Entscheidung“, ist erschienen und handelt davon, ob und wann du gehst. Teile des Fachs übst du in meinen mehrtägigen Kursen, die meisten in der Ausbildung.

Ziviles Ausweichen · Band 1
Warum Menschen in Gefahr oft zu lange bleiben, auch die Geübten und gut Ausgerüsteten, und welcher Satz dann gilt.
Drei Dinge greifen bei mir ineinander.
Erstens, die Erfahrung: 25 Jahre Survival-Praxis, davon Jahre als Outdoor-Guide in Schweden und sechs Monate bei den Waiãpi im Amazonas. Dazu 15 Jahre als Krisenfotojournalist in 22 Ländern, ausgezeichnet mit dem IPA Award 2017. Das Handwerk kommt von draußen, der Blick für den Druck aus den Krisen. Nicht simuliert, sondern dokumentiert.
Zweitens, das Trainingsmodell: Die Innere Ausrüstung trainiert Handwerk und Kopf an derselben Übung, nach erforschten Prinzipien und orientiert an militärischer Survival-Doktrin, gestuft vom ersten Tag bis zur Zwölf-Monats-Ausbildung.
Drittens, das zweite Fach: Ziviles Ausweichen. Die Frage, ob du bleibst oder gehst, zivil, legal und mit drei festen Linien.
Wie halte ich durch? Bleibe ich oder gehe ich, und wann? Zwei Fragen, zwei Fächer.
Survival ist beides. Deshalb trainiere ich in jedem Kurs beides: die Äußere Schule, die Handgriffe, und die Innere Schule, die fünf Dimensionen. Nicht nacheinander, sondern an derselben Übung, draußen in einem Wald in Brandenburg.
Die Handgriffe:
Was zuerst kommt, entscheidet die Lage. Die Gesundheit immer.
Die fünf Dimensionen:
Beide Schulen werden an derselben Übung trainiert. Von Kurs zu Kurs ändert sich, wie weit der Druck geht.
Trainiert wird das ganze Jahr, auch im Winter. Kälte ist kein Hindernis, sondern einer der Druckfaktoren, mit denen ich arbeite, dosiert und in Stufen.
Druck ja, Leichtsinn nein. Der Druck steigt kontrolliert, und aussteigen kannst du jederzeit, ohne Begründung.
Abbrechen kann auch ich: Bei Zeichen von Unterkühlung, Erschöpfung oder Verletzung beende ich eine Übung, bevor jemand zu weit geht.
Die Gruppen sind klein: höchstens 15 Teilnehmende im Tageskurs und am Wochenende, höchstens 12 im Intensivkurs und in der Ausbildung, und jeden Kurs leite ich selbst. Allein draußen bist du nur in diesen beiden Kursen, mit Funk, festen Meldezeiten, Kontrollgängen und einem festen, schriftlichen Ablauf, falls eine Meldung ausbleibt. Vorher spreche ich mit jedem Teilnehmenden persönlich.
Vorkenntnisse brauchst du für keinen der vier Kurse. Was du dafür mitbringen solltest, steht bei den Voraussetzungen fürs Survival Training.
Vier Kurse, vom Tag bis zum Jahr. Termine, Preise und alle Einzelheiten stehen auf der Seite Survival Training.
Nicht sicher, welches Format? Im kostenlosen Online-Infoabend findest du heraus, was zu dir passt — Mi, 20.01., 18 Uhr, kein Verkauf. Zum Infoabend anmelden
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In nur einem Tageskurs bei Maurice Ressel habe ich gelernt, meine Überlebenschancen in der Natur realistisch einzuschätzen – eine echte Augenöffner-Erfahrung! Die Gefahren der Wildnis sollte man nicht unterschätzen. Maurice hat uns kompetent und mit Leidenschaft unterrichtet. Ich empfehle jedem, mehrere Kurse zu besuchen. Für mich die Nummer eins unter den Survival-Trainern in Deutschland!
Maurice bietet mehr als nur Unterricht; es ist eine ultragute Schule mit einem starken, kompetenten Ansatz, das unvergessliche Erlebnisse schafft. Die Dynamik in unserer Gruppe war fantastisch, und die gemeinsam erlebten Abenteuer werden uns ewig verbinden. Ein riesiges Dankeschön für dieses einzigartige Wochenende!
Lebendig! So habe ich mich am Abend nach dem Survival-Tag gefühlt. Die ganze Zeit herrschte eine sympathische Atmosphäre, die Maurice mit seiner Art, seiner Wissen-Vermittlung und seinen gelebten Erfahrungen ausstrahlt. Danke, denn du hast mich zum Staunen und Nachdenken gebracht. Es war ein großartiger Tag und ich komme wieder.
Sensationelles Training. Maurice brennt mit voller Leidenschaft für die Themen und steckt damit an. Die Gruppe hat sehr schnell zusammengefunden und wir haben alle gemeinsam agiert. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Trainings. Vielen Dank an Maurice!
Eine großartige Erfahrung, geprägt von Maurice’ genialem Training. Sein Wissensschatz zu Themen wie Feuer, Wasser, Survival-Nahrung und Unterschlupfbau ist beeindruckend. Das Camp bietet den perfekten Rahmen für Einsteiger und Erfahrene gleichermaßen. Ein herzliches Dankeschön für ein unvergessliches Wochenende mitten in der Natur.
Ein unvergessliches Erlebnis, das mich nachhaltig geprägt hat. Das Training zeichnet sich durch eine vertrauensvolle, fast familiäre Atmosphäre aus. Hier lernt man nicht nur das Überleben in der Wildnis, sondern entdeckt auch viel über sich selbst. Ein großes Dankeschön an Maurice – bis zum nächsten Mal!
Alle Stimmen stammen von Teilnehmenden meiner Kurse und wurden mir persönlich übermittelt.
Das Trainingsmodell, nach dem ich Survival Training lehre: Handwerk und Kopf, an derselben Übung trainiert, zuerst in Ruhe, dann Schritt für Schritt unter Druck. Es baut auf drei gut erforschten Prinzipien auf: gestufter Druck, Nachbesprechung und Wenn-dann-Pläne.
Jede Übung ist einem benannten Modell aus Psychologie und Trainingsforschung zugeordnet; Aufbau und Ablauf orientieren sich an den Survival-Handbüchern von US Army und US Air Force. Das Ganze, so wie ich es lehre, hat niemand in einer Studie geprüft; das sage ich offen.
Nein. Ich bin kein Soldat, und bei mir gibt es keine Waffen, keinen Kampf und keinen Drill.
Was ich übernehme, ist das Ausbildungshandwerk, mit dem Armeen seit Jahrzehnten Menschen auf Lagen ohne Hilfe vorbereiten: erst in Ruhe lernen, dann in Stufen unter Druck üben, danach nachbesprechen. Dieses Handwerk übersetze ich für Zivilisten. Der Rest kommt aus 25 Jahren Praxis draußen und 15 Jahren in Krisengebieten.
Mein zweites Fach, neben dem Survival Training. Es geht um den Fall, dass eine Gefahr deinen Ort trifft und dir noch Zeit lässt: Bleibst du oder gehst du, und wann? Die Frage stellt sich vorher, solange noch Zeit ist; steckst du schon in einer Lage, gehört die Entscheidung, am Platz zu bleiben oder weiterzuziehen, zum Survival Training.
Es gelten drei feste Linien: nicht angreifen, nicht strafen, nicht zurückschlagen, wo Weggehen möglich ist. Anweisungen der Behörden und Rettungskräfte gehen vor.
Ein eigenes Kursformat gibt es nicht; Teile davon übst du in den mehrtägigen Kursen, die meisten in der Ausbildung. Band 1 der Buchreihe, „Die Entscheidung“, ist erschienen.
Auf der Seite Survival Training. Dort stehen alle vier Kurse mit Terminen und Preisen, die Voraussetzungen, das Sicherheitskonzept und die Fragen zu Ausrüstung, Winter, Bildungszeit und Kosten.
Ausrüstung kannst du kaufen.
Die Innere Ausrüstung nicht.
Die Frage ist: Hast du sie trainiert?
Kostenlos · unverbindlich
Erst kennenlernen, dann entscheiden
Du lernst mich kennen, stellst deine Fragen live und findest heraus, ob mein Training zu dir passt. Der Abend ist kostenlos, verkauft wird nichts, und deine Kamera kann aus bleiben.
Nächster Infoabend: Mittwoch, 20. Januar 2027, 18 Uhr
Zum Infoabend anmeldenOder direkt ins Kursprogramm: Survival Training bei Maurice Ressel. Fragen? Schreib mir: info@wildnisschule-lupus.de
Im Newsletter trainierst du beides. Donnerstag für Donnerstag eine Übung: Handgriff, Mechanismus, Anwendung. Plus 13-Tage-Starter-Kit zum Einstieg.
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