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Der Wolf als Überlebenskünstler

Der Wolf war vor der Ausbreitung des Menschen das am weitesten verbreitete Landsäugetier der Erde. Er ist für unsere Schule Sinnbild eines intelligenten und sozialen Jägers, der weltweit eine Vielzahl von Lebensräumen bewohnen kann. Diese hohe Anpassungsfähigkeit lässt ihn in der arktischen Tundra ebenso leben wie in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens.

Er ist schnell, stark, ausdauernd, wehrhaft, sozial und hat eine enorme Auffassungsgabe. Wenn wir uns mit einem Tier im Wald unterhalten könnten, dann wohl mit einem Wolf. All diese Eigenschaften machen ihn zu einem erstaunlichen Überlebenskünstler und einem würdevollen Symbol für die Verbundenheit unserer Schule mit der Natur.

Das Werkzeug

Mit viel Wissen und Geschick kann mit einem guten Schneidewerkzeug alles Wichtige aus der Natur hergestellt werden. Es ist für uns neben dem Wolf das Sinnbild für ein erfolgreiches Leben und Überleben in der Natur.

Die Emotion

Wut und Aggression sind in unserer Gesellschaft meinst negativ besetzt. Doch sie sind für uns nichts weiter als unbändige Energien. Wenn sie in Schaffenskraft umgewandelt und einem ethischen Kodex untergeordnet werden, kann daraus etwas Neues und Wunderbares entstehen. Ohne diese Energien gäbe es auch das unabhängige Kollektiv Wildnisschule nicht.

Ein Grauwolf steht alleine in einer schneebedeckten Landschaft. Er hat sie Ohren aufgerichtet und den Blick aufmerksam nach vorne gerichtet. Der Grauwolf ist das Totem und Schutztier der Wildnisschule Lupus.

Die Verbindung

Die Verbindung zur Tierwelt entspringt der tiefen Abhängigkeit des Menschen von den Lebenswesen als Nahrungsquelle. Dieses eng verflochtene Netzwerk aus Tier, Mensch und Pflanzenwelt stammt aus einer Zeit, bevor die Menschen sesshaft wurden und als Jäger und Sammler in kleinen Gruppen zusammenlebten.  Die Höhlenmalereien aus dieser Zeit zeigen uns mit eindrucksvollen Szenen die Leistung der Menschen, die vor 40.000 Jahren Jagd auf Großsäuger machten.

Alle Aussagen zur Bedeutung dieser Malereien sind spekulativ, doch die Darstellung des tanzenden Schamanen in der „Drei-Brüder-Höhle“ in Südfrankreich lässt wie keine andere die Vermutung zu, dass die Menschen an ein Leben nach dem Tot glaubten. Sie baten die Tiere um Vergebung, dass sie sterben mussten, damit die Menschen leben konnten. Dies sind Gesten des Respektes und Anzeichen für eine Naturreligion. Diese Abhängigkeit schafft Respekt und Dankbarkeit, Überfluss und Sicherheit wirken dem entgegen.

Die Malereien des „Germanischer Tierstil“ aus dem Frühmittelalter lassen ebenfalls auf eine Art Schutzfunktion und Übertragung der Kraft des dargestellten Tieres auf den Menschen schließen. Diese Art von Kraftzeichen finden wir in fast allen noch heute existierenden Naturvölkern wieder, wovon das Totem der nordamerikanischen Indigenen wohl das bekannteste Beispiel ist.

Wir führen diesen uralten Gedanken aus eigener Kraft ohne Anlehnung an eine damalige Tradition weiter fort.  So ist der Wolf mit all´ seinen faszinierenden und respekteinflößenden Eigenschaften ein Vorbild für uns.

Quellenangabe Tierfotos: