Outdoor-Erste-Hilfe

Mit diesem Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs bewahrst du in einem medizinischen Notfall einen kühlen Kopf, triffst als Ersthelfer:in die richtigen Entscheidungen und wirst, wenn es darauf ankommt, Leben retten.

Denn egal ob du in der Freizeit alleine oder professionell in Gruppen outdoor unterwegs bist – die Frage ist nicht ob, sondern wann ein Notfall auftritt. Um Verantwortung für sich und andere übernehmen zu können, ist dieses intensive Erste-Hilfe-Training mit seiner realistischen Unfalldarstellung perfekt geeignet für Wildnis- und Erlebnispädagogen, Natur- und Landschaftsführer, Lehrkräfte und alle Outdoor-Guides. Dabei ist das Wissen universell anwendbar, egal ob du in Deutschland oder international unterwegs sein wirst.

Diese Fortbildung setzt da an, wo ein gewöhnlicher Kurs aufhört:

  • Medizinisches Fachwissen: Lerne die essenziellen Dinge der Reise- und Outdoormedizin wie Sofortmaßnahmen und Wundversorgung, um die Vitalfunktionen einer Person bis zur Rettung aufrecht zu erhalten.
  • Führungskompetenz: Der Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs bereitet dich auf die Führung von Gruppen in Extremsituationen vor.
  • Handlungskompetenz: Unser Motto ist: Erst erleben, dann darüber reden. Ohne langweiligen Frontalunterricht und mit der realistischen Unfalldarstellung bringen wir dich ins Handeln und Lernen.
  • Professioneller Mentor: Unser Trainer Herbert Ringer hat langjährige medizinische und pädagogische Berufserfahrung und bildet Privatpersonen und Behörden für den medizinischen Notfall aus.
  • Krisenintervention: Gewinne die Fähigkeit, Gefahren frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig als Ersthelfer:in physische und medizinische Hilfestellung zu leisten.
  • Krisenmanagement: Erlange das Wissen über die richtige Steuerung und Kontrolle von Ausnahmesituationen im Outdoor-Bereich und im Umgang mit Rettungskräften und Behörden.
  • Anerkannt: Unser Kurs ist von Berufsgenossenschaften und Fachsportverbänden anerkannt. Du erhältst einen offiziellen Nachweis für die Ausbildung in Erster Hilfe.

Eine Frau ist kollabiert und liegt auf dem Boden. Ein Ersthelfer hat das Erste-Hilfe Set herausgeholt und spült die Wunde mit Desinfektion aus und legt die Person in die stabile Seitenlage. Pädagogen, Erzieher, Lehrkräfte und Fachkräfte üben in dem Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs den Notfall um im Arbeitsleben auf einen medizinischen Ernstfall vorbereitet zu sein.

Die vier Säulen deines Outdoor-Erste-Hilfe-Kurses

Warum solltest du und dein Team an diesem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen? Was ist das Besondere an diesem Konzept? Wie für alle unsere Kurse, haben wir auch hier wieder einen Experten für die Kursleitung gewinnen können. Herbert Ringers Konzept des Emergency Leadership Trainer (Rohwedder Leadership Konzepte) kommt aus dem professionellen Bereich für Bergungspersonal und steht auf vier Säulen, um dir das Wissen so zu vermitteln, dass du es im Notfall auch zu 100% parat hast!

Die Grafik zeigt das Erste Hilfe Kreuz oder das Rettungszeichen Kreuz

Anwendbarkeit: Schnelligkeit rettet Leben

Der Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs darf nicht kompliziert, sondern muss einfach abrufbar und anwendbar sein. So bleibst du im Notfall handlungsfähig. Dieser Kurs trägt das Motto: Simplify your life. Stark vereinfacht heißt das: Ist es kalt? Mach es warm! Blutet es? Mach, dass es aufhört! Steht die Atmung? Mach, dass sie wieder läuft! Dieser Erste-Hilfe-Kurs wird von einem hochkarätigen Mentor mit jahrelanger Erfahrung angeleitet. Seine Leistung ist das Reduzieren von komplexen Themen wie der menschlichen Anatomie oder des breiten Spektrums an Rettungsmaßnahmen auf das Wesentliche.

Die Grafik zeigt sechs Hände sie sich in der Mitte treffen. Die Grafik soll Symbol für unsere realistische Unfalldarstellung in der Outdoor Erste-Hilfe sin. Durch die dadurch entstehende Gruppendynamik ist der Kurs ideal für Teambuilding und als Event für Firmen, dessen Mitarbeit verpflichtend sind regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren.

Simulation: Trainiere für den Ernstfall

Wir stellen medizinische Notsituationen realistisch dar, mit geschminkten Statisten und schauspielerischen Elementen. Denn je näher das Training an der Realität ist, desto besser bist du für den Notfall vorbereitet. Dein Körper und dein Geist werden sich wieder an das Training erinnern und nicht mehr so heftig reagieren. Du bist relaxter und weißt, was zu tun ist – denn du hast es schon mal erlebt!

Die Grafik zeigt einen Adler als Symbol für den Überblick im Krisenmanagement. Der Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs ist ideal für die Berufsgruppen wie Pädagogen, Erzieher, Lehrkräfte, Waldpädagogen, Bergführer, Wanderführer und Landschaftsführer.

Ganzheitlich: Prävention mit Überblick

Wir sind ein großer Fan davon, Dinge in ihrer Gesamtheit zu betrachten. Denn es ist besser, dass ein Unfall durch gute Reiseplanung erst gar nicht passiert, oder du durch dein aktives Mitwirken als handlungskompetente Erstehelfer:in dem Rettungsdienst die entschiedenen Informationen durchgibst und so Leben rettest. Deswegen geht dieser Kurs weiter als die normalen Erste-Hilfe-Kurse und behandelt die Grundlagen der Krisenintervention und des Krisenmanagements.

Die Grafik zeigt vier ineinander übergehende Kreise als Symbol für die Wiederholung in unseren Unfalldarstellung. In unserem Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs stellen wir in Rollenspielen die Notfallsituationen nach und könne so die medizinischen Maßnahmen mit den Teilnehmern üben und verfestigen.

Wiederholung: Automatisiere die Abläufe

In einer Notsituation effektiv Erste Hilfe zu leisten ist einfacher, als du denkst. Es kommt darauf an, ob du das Erlernte schnell abrufen und mit einem kühlen Kopf umsetzen kannst. Damit du genau das leisten kannst, wiederholen wir die essenziellen Elemente der Ersten Hilfe in diesem Kurs, damit dir die Abläufe in Fleisch und Blut übergehen! Des Weiteren zeigen wir dir, wie du außerhalb dieses Kurses die erlernten Inhalte weiter vertiefen kannst.

Schnellinfos & Anmeldung

Was: Dieser Erste-Hilfe-Kurs vermittelt eine breite Basis an Handlungskompetenzen und Führungsfähigkeiten für den medizinischen Notfall im Outdoor-Bereich.
Warum: für Privatpersonen oder Menschen, die im beruflichen Kontext mit Gruppen in der Natur arbeiten
Wie: Darstellung von Unfallszenarien (Rollenspiele), Kleingruppenarbeit
Wo: Eberswalde (nahe Berlin)
Wer: Herbert Ringer, staatl. geprüfter Rettungsassistent & Emergency Leadership Trainer
Wann: zwei feste Termine im Jahr & individuelle Terminabsprache möglich
Wieviel: 290 € / Person, inklusive Vollverpflegung

Ein Teilnehmer unseres Erste-Hilfe-Kurses liegt am Boden und hat eine offene Wunde am Arm. Nun müssen die anderen Teilnehmer einen Druckverband anlegen und weiter Erste-Hilfe Maßnahmen trainieren.

Für wen ist der Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs?

Dieses Training vermittelt eine breite Basis an Handlungskompetenzen und Führungsfähigkeiten im Notfall für Privatpersonen oder Menschen, die im beruflichen Kontext mit Gruppen in der Natur arbeiten. Denn trotz aller Planung und Risikominimierung lässt es sich nicht komplett ausschließen, dass sich ein Gruppenteilnehmer oder sogar die Leitungsperson bei einer Freizeit-/ Outdooraktion verletzt. Bei leichten wie auch bei schwerwiegenden Unfällen während einer Aktion gestalten sich die Szenarien und die damit verbundenen Notfallmaßnahmen in der Regel komplexer als bei Unfällen im Alltagsumfeld. Emotional belastende Situationen, wie sie vor allem Unfälle mit sich bringen, benötigen Konzepte des Notfallmanagements und der Krisenintervention für Tourenleiter und Veranstalter.
Somit geht es nicht mehr nur um Erste-Hilfe-Fähigkeiten, sondern um eine Notfallkompetenz im Spannungsfeld von Unfall – Leitung – Gruppe.

Dieser Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs richtet sich an:

  • Pädagogen: Wald- und Wildnispädagogen, Erlebnispädagogen, Erzieher, Lehrkräfte
  • Veranstalter: Übungsleiter, Trainer, Berg- und Wanderführer, Natur- und Landschaftsführer
  • Grüne Berufe / Betriebe: Nationalpark-Ranger, Förster, Berufsjäger
  • Teambuilding: Für Firmen als ein sinnvolles Event, das zusammenschweißt
  • Betrieblicher Ersthelfer: oder aus professionellen Gründen für besonders gefährdete Berufsgruppen wie etwa Forstarbeiter
  • Privatpersonen: Trekker, Jäger, Radfahrer, Paddler, Kletterer, Wintersportler, aber auch Bushcrafter und Survivalisten.

Warum solltest du einen Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs absolvieren?

Eine Gruppe von Lehrkräften und Fachkräften schützen einen Teilnehmer der Erste-Hilfe-Kurse mit einer Rettungsdecke vor der Auskühlung. Mit den Erste-Hilfe-Set versorgt die verletzte Person. Die Hand ist mit Kunstblut geschminkt.

In Deutschland ist das Rettungsnetz gut ausgebaut. In der Regel vergehen nur wenige Minuten, bis professionelle Hilfe eintrifft. Wenn du auf dieser Seite gelandet bist, ist die Chance allerdings hoch, dass du ein Outdoor- und Survival-Enthusiast bist und viel Zeit in der Natur verbringst.

Auch in Deutschland gibt es dünn besiedelte oder schlecht erreichbare Regionen. Normalerweise benötigt der Rettungsdienst durchschnittlich 15 Minuten bis zum Unfallort. Falls du dich in der Natur bewegst, kann es schnell 30 Minuten und länger dauern, bevor Hilfe eintrifft. Eine unglückliche Situation kann schnell zum lebensbedrohlichen Survival-Szenario werden.

In der Wildnis ergeben sich spezielle Bedingungen, Extremsituationen werden wahrscheinlicher. Es sind hochgradig stressbelastete Situationen, welche im Survival- und Outdoorbereich auftreten können. Entscheidungen müssen unter hohem Druck und Unsicherheit getroffen werden. Die Situation kann sich Stunden hinziehen. Nervenstärke und Ruhe sind hier das A und O. Die Koordination und psychologische Betreuung der verletzten Person und der Gruppenmitglieder ist jetzt genauso wichtig wie die medizinischen Maßnahmen. Willkommen in der Outdoor-Erste-Hilfe.

Bewegst du dich alpin, ist es gut möglich, dass der erhoffte Helikopter nicht starten kann. Vielleicht kannst du keinen Notruf absetzen, weil dein Akku leer oder kein Empfang da ist. Womöglich bist du in einer Gruppe unterwegs, was die Situation schnell verkompliziert. Die Frage ist nicht, ob irgendwann ein Notfall auftritt, sondern wann. Wenn es zu einer solchen Situation kommt, ist schnelles und sicheres Handeln notwendig, um Leben zu retten. Ob im Survival oder Natursport – ein Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs bereitet dich auf solche Extremsituationen vor.

Fast jeder hat schon einmal einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert und sollte wissen, was in Notfällen zu tun ist. Aber sind wir mal ehrlich: Wie lange ist der Kurs her? Wie viel davon ist hängen geblieben? Wurde das Gelernte wiederholt – geschweige denn angewandt? Wir wollen in einer Notsituation helfen, aber sind dabei sehr unsicher. Was fehlt, ist nicht das theoretische Wissen, sondern die Handlungskompetenz – das Know-how. Mit diesem Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs bekommst du das Fundament für ein richtiges Notfallmanagement und die medizinischen Skills, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun.

Ein Portrait von Herbert Ringer unseren Outdoor Emergency Leadership Experte. Er ist staatlich geprüfter Rettungsassistent und leitet unseren Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs.

Dein Erste-Hilfe-Experte

Bereits mit 18 Jahren hat Herbert Ringer eine zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten beim Roten Kreuz in Ravensburg absolviert. Hier hat er mehrere Jahre im Notarztwagen, Rettungswagen und Krankentransportwagen gearbeitet, bis es ihn hinaus in die Welt zog. Nach ein paar Jahren des Reisens, während denen er u.a. bei der Pistenrettung im alpinen Skibetrieb gearbeitet hat, entschied er sich für ein Studium der sozialen Arbeit mit dem Ziel, als Erlebnispädagoge in der Natur mit Menschen zu arbeiten.

An der Universität kam er erstmalig mit dem Konzept eines Outdoor-Erste-Hilfe-Kurses für Übungsleiter/Erlebnispädagogen, dem sogenannten Notfallmanagement in Kontakt. D.h. einerseits Outdoor-Erste-Hilfe und andererseits die Steuerung komplexer, hochgradig stressbelasteter Situationen. Die Erste Hilfe bzw. der Rettungsdienst war nie aus seinem Denken verschwunden. Gepaart mit dem Interesse für die Übungsleitung im Outdoorbereich, führte eins zum anderen. Über Kontakte mit anderen Trainern übernahm er 2012 das Konzept des Outdoor Emergency Leadership und lehrt und entwickelt es seitdem weiter.

Was ihn und sein Konzept so besonders macht, ist nicht nur die fachliche Ausbildung und Praxis als Rettungsassistent, sondern die handlungsorientierten Methoden aus der Erlebnispädagogik.

Ausbildung & Referenzen

  • Dipl. Sozialpädagoge/-arbeiter
  • Schwerpunkt: Management & Sozialplanung (HS Ravensburg-Weingarten)
  • Emergency Leadership Trainer (Rohwedder Leadership Konzepte)
  • Staatl. gepr. Rettungsassistent (DRK Landesschule Pfalzgrafenweiler)
  • Fortbildung in systemischer Teamentwicklung (Dr. Arnold Retzer, Heidelberg)
  • Zertifizierter Seilgartentrainer mobil (DAV, ÖAV, VDBS, VÖBS, Outward Bound)
  • Div. Fortbildungen im Bereich Erlebnispädagogik (Outward Bound/ Uni Konstanz)
  • Erlebnispädagogik in der Arbeit mit Menschen mit und ohne Behinderung (roots e.V)

Schwerpunkte

  • Training & Beratung für Risiko-, Notfall- & Krisenmanagement
  • Outdoor Emergency Leadership & Erste Hilfe Outdoor
  • Handlungsorientierte Teamentwicklungen indoor & outdoor
  • Erlebnispädagogische & handlungsorientierte Bildungsangebote für Jugendliche und Erwachsene

Eine Gruppe von Bergführer und Wanderführer bergen gerade einen Verletzten aus einer Felsspalte bei unserem Erste-Hilfe-Kurs.

Zusammenfassung: Das bekommst du im Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs

Du bekommst von unserem Experten Erfahrung, medizinisches Fachwissen, Handlungs- und Entscheidungskompetenz für Notsituationen an die Hand! Erfahre nachfolgend noch einmal kompakt, was du nach zwei Tagen geballter Kompetenz mit nach Hause nimmst.

Du bekommst fundiertes medizinisches Wissen von einem Vollprofi vermittelt. Neben anatomischen Inhalten vermitteln wir dir psychologische Methoden der Seelsorge. Hier bekommst du einen Überblick über die vermittelten Themen:

  • Sofortmaßnahmen im Gelände und Patienten-Check
  • Wundversorgung, Sportverletzungen und Frakturen
  • Thermische Einwirkungen (Hitze/Kälte)
  • Nichttraumatische Notfälle aus dem Outdooralltag (Bauchschmerzen, allergische Reaktionen, Wirbelsäulenverletzungen)
  • Behelfsmäßige Transportmöglichkeiten
  • Schock, Schädelhirntrauma und Herz-Lungen-Wiederbelebung

Zusätzlich erhältst du Tipps rund um das Thema Unfallprävention, also wie plane ich meine Tour und welche Ausrüstung nehme ich mit, um Unfälle schon im Vorhinein entgegen zu wirken?
Die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen werden dir ebenfalls vermittelt. Denn abgesehen von den körperlichen Unterschieden brauchen Kinder und Jugendliche in der Outdoor-Erste-Hilfe besondere psychologische Betreuung.

Am Ende des Kurses bekommst du ein Teilnahmezertifikat. Dieses Zertifikat wird von den Berufsgenossenschaften und Fachsportverbänden anerkannt. Der Erste-Hilfe-Kurs für Übungsleiter, Fachübungsleiter oder Trainer-C ist damit abgedeckt. Ebenso erkennen viele Führerscheinstellen das Zertifikat an. Abgesehen vom Teilnahmezertifikat erhältst du ein Skript. Hier sind alle wichtigen Informationen enthalten. Ebenso gibt es eine kleine Outdoor-Erste-Hilfe Fibel, welche du auf Touren mitnehmen kannst. Im Nachgang teilen wir die Dokumentation des Kurses mit dir. Dazu zählen auch Fotos.

Ein Beispielszenario

Durch die realistische Unfalldarstellung erreichen wir eine hohe Lernkurve, bei der du die Inhalte auch lange nach deinem Kurs wieder abrufen kannst. Kommt dann der Fall der Fälle, verfällst du nicht in Schockstarre, sondern kannst handeln. Damit du einen Eindruck bekommst, was dich in den zahlreichen Unfallszenarien in diesem Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs erwartet, haben wir dir hier ein Szenario exemplarisch beschrieben.

Stell dir vor, du bist mit einer Trekkinggruppe am Berg unterwegs. Es ist Spätsommer und ca. 18:00 Uhr. Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu. Ihr seid gerade auf 1400m Höhe, als du hinter dir Gepolter und einen kurzen Schrei hörst, dann aufgeregtes Durcheinander.

Was ist jetzt zu tun? Für die Rettungskette ist der wichtigste Faktor die Zeit. Je kürzer der Abstand zwischen Unfallhergang und Behandlung ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit für Folgeschäden.

In einer urbanen Umgebung wäre 15 Minuten nach Absetzen des Notrufs der Rettungsdienst da. Hier musst du 30 Minuten und mehr einrechnen.

Ein Notfall tritt immer spontan auf und hat oft etwas Überwältigendes, da du aus deinem „normalen“ Leben gerissen wirst. Plötzlich ist der Schmerz da, schnell ist es unglaublich kalt. Leute wuseln um die verletzte Person herum und glotzen und gestikulieren. Unfallopfer sind in vielen Fällen verwirrt und verängstigt. Um die emotionale Stabilität zu gewährleisten und Panikreaktionen zu verhindern ist die Betreuung essenziell. Du als Ersthelfer musst um jeden Preis die Ruhe bewahren, denn Aufregung und Panik sind ansteckend.

Du checkst, ob du zur verletzten Person kannst, ohne dich selbst zu gefährden. Die Person befindet sich nicht mehr auf dem Pfad, sondern liegt ein paar Meter entfernt. Ober- und unterhalb des Pfades liegt loses Geröll. Nichts davon darf sich jetzt lösen. In der Outdoor-Erste-Hilfe gilt: Deine eigene Sicherheit geht vor! Werde nicht leichtsinnig aus dem Drang heraus zu helfen!

Fragen, die sich dir jetzt stellen sind: Wie komme ich dorthin? Habe ich meine Outdoor-Erste-Hilfe-Materialien überhaupt bei mir? Sind noch weitere Personen dabei?

Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass nicht alle auf einmal in Aktion treten, sondern ein bis zwei Personen die Führung und Verantwortung übernehmen. Diese Leader sollten Erfahrung mit Outdoor-Erste-Hilfe haben.

Die größte Gefahr in Notfällen ist, aus Überforderung und Angst vor Fehlern nichts zu unternehmen. Du entscheidest also, dich vorsichtig zur verunglückten Person zu bewegen. Atmet die Person? Ist sie ansprechbar? Reagiert sie auf mich? Gibt es äußerliche Anzeichen für Verletzungen?

Jetzt beginnst du zu priorisieren. Was behandle ich zuerst? Sollte die Person nicht atmen, musst du zuerst reanimieren. Sollte sie stark bluten, musst du zuerst die Blutung stoppen.

Die Reihenfolge der Hilfeleistungen richtet sich nach der jeweils vorgefundenen Notfallsituation. Nach einem Verkehrsunfall beispielsweise steht das Absichern der Unfallstelle und das Retten aus der Gefahrenzone an erster Stelle.

Atmung und Reaktion sind vorhanden. Sie hat eine Wunde am Kopf, das Blut läuft an ihrer Stirn hinab. Außerdem starke Schmerzen am Handgelenk. Die Person spricht undeutlich, sagt, sie hat sich wohl überschlagen. Wärst du jetzt der/die einzige am Ort, müsstest du erst Atmung bzw. Kreislauf der verletzten Person stabilisieren, bevor du den Notruf absetzt. Du bist aber in einer Gruppe und stellst eine Person ab, den Notruf zu wählen.

Damit die Leitstelle die Rettungsmittel passend zur Situation wählen kann, ist es wichtig, möglichst viele Informationen parat zu haben. Wer auch immer den Notruf absetzt, muss die nötigen Infos parat haben. Dazu zählt:

  • Wer ruft an? Namen und Telefonnummer nennen!
  • Wo ist der Einsatzort?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletze gibt es?
  • Welche Verletzungen?
  • Auf Rückfragen warten!

Wo tut es sonst weh? Es folgt ein Ganzkörpercheck: per Ausschlussverfahren werden Verletzungen der Halswirbelsäule ausgegrenzt.

Ist sie bei klarem Bewusstsein oder verwirrt? Gibt es Taubheitsgefühle? Je unklarer die Verletzung ist, desto mehr Fragen sind nötig, um die Verfassung zu klären. Außerdem wichtig: Wie liegt die Person? Wo liegt die Person? Bevor wir helfen können, muss sie sich außerhalb des Gefahrenbereichs befinden.

Gibt es versteckte Wunden? Gerade im Winter kann es schwierig sein, Verletzungen unter den Kleiderschichten zu entdecken.

Sind starke blutende Verletzungen und ein Kreislaufstillstand ausgeschlossen, ist die oberste Priorität der Wärmeerhalt. Das Unfallopfer muss gut eingepackt werden, mindestens in eine Rettungsdecke. Oftmals bist du selbst derart in Aktion, dass du vergisst, wie kalt es unter Umständen für die Person sein kann.

Die verletzte Person muss konstant überwacht werden, denn du kannst innere und sonstige versteckte Verletzungen nicht ausschließen. Ohnmacht und Kreislaufkollaps können noch lange nach einem Unfall auftreten. Im besten Fall kannst du dafür Mitglieder deiner Gruppe abstellen. Bei extremer Witterung muss ein Schutz improvisiert werden. Außerdem muss der Rettungsweg organisiert werden.

Was kann die verletzte Person bewegen? Kann sie sich ohne große Schmerzen aufsetzen? Du versorgst die Wunde mit einer Kompresse und Bandagen, um die Blutung zu verlangsamen. Außerdem musst du dich um das Handgelenk kümmern. Zur Stabilisierung verwendest du die “Sam Splint Schiene“ aus deinem Outdoor-Erste-Hilfe-Kit.

Die Leitstelle kann nicht genau sagen, wie lange der Rettungsdienst bis zu uns braucht. Sie erklärt uns aber, wie er uns findet. Dazu wird uns die Lage des nächsten Rettungspunkts, womöglich dessen GPS-Koordinaten durchgesagt. Bis dorthin braucht er ca. 60 Minuten.

Ein Unwetter zieht herauf. Sich türmende dunkle Wolken und heraufziehender Wind kündigen ein Gewitter an. Aber in 25 Minuten Entfernung gibt es eine Schutzhütte. Die Frage ist nun: Abtransport oder ausharren?

Die verletzte Person kann sich zwar aufsetzen, aber ist von starkem Schwindel betroffen. Du mobilisierst die Gruppe, um aus Stöcken und einem Biwaksack eine Trage zu bauen. Jetzt kann der Abtransport beginnen.

An der Schutzhütte angekommen, ist die Gruppe bereits durchnässt. Jedoch kann sie jetzt das Unwetter und dessen Gefahren in der Hütte am Rettungspunkt überdauern. Die Person wird konstant überwacht sowie trocken und warm gehalten.

Nach weiteren 15 Minuten kommt der Rettungsdienst. Du berichtest den Sanitätern, was vorgefallen ist und wie behandelt wurde. Dein Job für die Outdoor-Erste-Hilfe ist an dieser Stelle getan.

Eine Grafik die das System des mentalen Trainings erklärt. Diese Methode vermitteln wir in unserem Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs um den Teilnehmer das Training zuhause zu ermöglichen.

Wie geht es nach dem Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs weiter

Wir empfehlen dir, den Erste-Hilfe-Kurs alle 2-3 Jahre wieder aufzufrischen, denn die Outdoor-Erste-Hilfe lebt von der Wiederholung. Der kritische Faktor in Extremsituationen ist immer Zeit. Je schneller du handeln kannst, desto wahrscheinlicher ist ein glimpflicher Ausgang. Dafür müssen die richtigen Maßnahmen allerdings abrufbereit bzw. eingeübt sein.

Damit du weiter üben kannst, geben wir dir die wichtigsten Informationen mit nach Hause. Profis betreiben mentales Training als Simulation. Dabei gehst du ein bestimmtes Szenario gedanklich immer wieder durch. Wie ist die Ausgangssituation? Was ist der Hergang? Wie die Diagnose? Was sind die Handlungsoptionen? Sind die nötigen Materialien vorhanden? Du prüfst, ob du eine solche Situation im Griff haben würdest. In diesem Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs bekommst du die Grundlagen des mentalen Trainings vermittelt.

Die Feuerstell unsere Wildnisschule bei Eberswalde. In unsere Ausbildungen und Kursen habe hier viele Schüler Platz und können sich am Feuer wärmen.

Organisation & Kursort

Wo findet der Kurs statt?

Der Kurs findet auf unserem wunderschönen Wildnisplatz in Eberswalde statt. Eine ausführliche Anfahrtsbeschreibung bekommst du bei der Buchung. Auf dem Platz ist eine große Feuerstelle, wo du dich wärmen kannst und wo wir kochen. Auf dem Gelände kannst du dein Zelt aufschlagen und morgens im Wildfluss baden gehen. Wir haben eine Komposttoilette, Desinfektionsmittel und immer Wasser zum Waschen zur Verfügung.

Zeitlicher Rahmen

Wir beginnen mit dem Kurs am Samstag um 9.00 Uhr. Um entspannt anzukommen und dein Zelt aufzubauen, kannst jedoch schon vor 9.00 Uhr anreisen. Samstag und Sonntag wird es eine Mittagspause geben. Am Sonntag werden wir nach einer Abschlussrunde gemeinsam essen und um ca. 15.00 Uhr den Workshop beenden.

Wie ist die Verpflegung geregelt?

Dieser Erste-Hilfe-Kurs ist inklusive Vollverpflegung mit Frühstück, Mittag- und Abendessen. Alle Speisen sind mit einem hohen Anteil an Bio-Lebensmitteln und zu 100 % vegetarisch. Sie werden von unserem Koch über dem Lagerfeuer für dich zubereitet. Wenn du Fleisch essen willst, kannst du das bei deiner Buchung mit angeben. Falls du Allergien oder besondere Essenswünsche hast, teile uns das bitte bei deiner Buchung mit.

Was muss ich an Ausrüstung mitbringen?

Du benötigst keine besondere Ausrüstung. Normale Outdoor-Kleidung und festes Schuhwerk sind von Vorteil. Bitte bringe ein Zelt, Isomatte, Schlafsack und Essgeschirr für dich mit. Detailinfos zur benötigten Ausrüstung bekommst du ebenfalls als PDF bei deiner Buchung von uns zugesendet.

Es sind noch Fragen offen?

Dann kontaktiere uns gerne unter: info@wildnisschule-lupus.de

Ablauf des Outdoor-Erste-Hilfe-Kurses

Die Inhalte werden dir über zwei volle Tage an einem Wochenende vermittelt. Du lernst im Wechsel von realistischen Unfallszenarien und theoretischen Einheiten.

Tag 1: 09:00 – 22:00 Uhr

Nach der Anreise und Begrüßung steigen wir direkt in das Themengebiet Outdoor-Erste-Hilfe ein. Es geht weiter mit einem Materialcheck: Was musst du im Notfall alles dabeihaben? Nachdem diese Vorarbeit geleistet ist, wird dir die Wundversorgung im Feld beigebracht. Das beinhaltet alle kleineren Blessuren wie Schnitte, Stiche, Schürfwunden, Blasen und Verbrennungen.

Der frühe Nachmittag ist dem Bewegungsapparat gewidmet. Sportverletzungen wie Zerrungen, Überdehnungen und Bänderrisse sind die häufigsten Verletzungen des Bewegungsapparats. Du lernst im Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs auch, Luxationen und Brüche zu versorgen.

Mit fortschreitender Stunde werden die Verletzungen ernster: Schädel-Hirn- & Wirbelsäulenverletzungen musst du unbedingt erkennen können. Sie erfordern besondere Vorsicht bei der Behandlung und Bewegung der Betroffenen. Zum Ende lernst du, den Atem- und Herzkreislauf-Stillstand zu behandeln.

Bevor wir dich in den wohlverdienten Schlaf entlassen, darfst du noch zur mit uns raus zur Nachtübung.

Tag 2: 09:00 – 16:00 Uhr

Du kannst jetzt alles versorgen, was blutet, deformiert oder offenkundig verletzt ist. Also musst du noch thermische Notfälle erkennen und behandeln lernen. Unterkühlung und Überhitzung setzen meist schleichend ein. Im Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs lernst du, frühzeitig zu reagieren und die Schweregrade zu unterscheiden.

Verletzte werden nur in seltenen Fällen von Ersthelfern abtransportiert. Dennoch solltest du eine behelfsmäßige Transportmöglichkeit bauen können.

Zuletzt werden weitere, nichttraumatische Notfälle aus dem Survival- und Outdooralltag behandelt. Von klassischem Bauchweh bis hin zu Infektionen ist hier alles dabei. Damit beenden wir das Training inhaltlich.

Wir beenden den Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs mit einer Reflexion und Feedback. Herzlichen Glückwunsch! Du bist nun Outdoor-Ersthelfer!

Portraitbild unserer Sekretärin der Jagdschule. Sie ist immer für dich da wenn du Fragen zu deiner Jagdausbildung zum Jagdschein hast.

Ansprechpartner für Firmen & Gruppen

Du hast Fragen zum Ablauf oder den Inhalten oder willst einen individuellen Termin für dein Team bei uns erfragen? Dann kannst du jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen und in einem persönlichen Gespräch diese Weiterbildung an die Bedürfnisse deines Teams anpassen.  Wir sollen den Erste-Hilfe-Kurs bei dir stattfinden lassen oder noch einen Tag mit speziellen Inhalten dranhängen? Los gehts!

Buchung & Termine

Du willst fähig sein, bei einem Unfall in der Natur Erste Hilfe zu leisten, bis die Rettung eintritt. Du suchst einen Erste-Hilfe-Kurs ohne langweilen Frontalunterricht mit realistischen Unfalldarstellungen und Adrenalin? Dann freuen uns auf dich!

  • Juni – 12.06. – 13.06.2021
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Zeit: Samstag 9.00 bis Sonntag 16.00
Maximale Teilnehmerzahl: nach Absprache
Verpflegung: Bio Vollverpflegung
Preis: 290,00 € / Person

Das Portrait einer Teilnehmerin bei unserem Lehrgang trainiert den Ernstfall. Eine Reportagebild bei unserm Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs für Pädagogen und Erzieher.

Das kleine Erste-Hilfe-Wiki

Uns ist es wichtig, dass du so gut vorbereitet wie möglich deine Touren und Abenteuer draußen in der Natur startest.  Bevor du zu uns in den Erste-Hilfe-Kurs kommst, haben wir für dich nützliche Informationen zusammengetragen und stellen sie dir hier kostenlos als Service zur Verfügung. So kannst du schon jetzt anfangen, ein Lebensretter:in zu werden.

Eine Pädagogin und ein Erzieher leisten gerade Erste-Hilfe bei einer schweren Schürfwunde im Gesicht. Mit der realistischen Unfalldarstellung erreichen wir ein hohes Lernniveau bei unserem Outdoor Erste-Hilfe-Kurs

Wann musst du Erste Hilfe leisten? Erste Hilfe muss laut § 323c Strafgesetzbuch (StGB) prinzipiell immer und von jedem geleistet werden! Unterlassene Hilfeleistung wird mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet. Eine Ausnahme gilt nur, wenn die Erste Hilfe nicht zumutbar ist, sich die Ersthelfenden also direkt gefährden oder dadurch andere Pflichten verletzen würden. Ist ein direktes Eingreifen nicht möglich, ist immer noch ein Notruf oder das anderweitige Herbeiholen von Unterstützung zumutbar. Strafbar macht sich, wer bei offensichtlicher Notlage einer Person vorsätzlich (bewusst und gewollt) keine Hilfe leistet bzw. keine Hilfe herbeiholt und damit zumindest billigend in Kauf nimmt, dass der Betroffene keine (baldige) medizinische Versorgung erhält.

Wie viele Menschen leisten Erste Hilfe? Laut dem „Statusreport: Erste Hilfe in Deutschland“ (zu finden unter https://www.fernarzt.com/wissen/studien/erste-hilfe-report/) gibt es in Deutschland pro Tag ca. 2500 Erste-Hilfe-Fälle.

Interessant: Laut dem Report würden

  • 48 Prozent der Deutschen im Ernstfall nicht helfen
  • 47 Prozent der Frauen und 32 Prozent der Männer sich nicht trauen, in einer Notsituation eine Reanimation durchzuführen
  • Menschen auf dem Land eher Erste Hilfe leisten als in Städten

Warum ist das so? Zwei Hypothesen sind besonders naheliegend. Zum einen der Zuschauereffekt, welcher auf dem psychologischen Phänomen der Verantwortungsdiffusion beruht. Dieses bedingt, dass die Bereitschaft zur Ersten Hilfe umso stärker abnimmt, desto mehr Augenzeugen es gibt, weil dadurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass jemand Fähigeres vor Ort sein könnte.

Zum anderen die Urban-Overload-Hypothese. Diese geht davon aus, dass wir den Fokus umso mehr auf uns selbst richten, desto dichter unsere Umwelt besiedelt ist, womit ein Eingreifen in einer Notsituation unwahrscheinlicher wird. Stanley Milgram, der Begründer der Hypothese, interpretiert dies als Selbstschutz.

Ein Wildnispädagoge trainiert bei unserm Erste-Hilfe-Kurs die Behandlung einer schweren Stichwunde durch eine spitzen Ast in der Wade.

Unfallfreiheit ist kein Zufall und eine gute Vorbereitung ist die beste Prävention. Starte deswegen eine Tour oder Veranstaltung immer gut vorbereitet! Die meisten Unfälle und Notsituationen im Outdoor- und Survival passieren entweder, weil Menschen sich nicht genügend vorbereiten oder sich selbst und andere überschätzen. Unpassende Ausrüstung ist ebenfalls ein häufiges Problem, welches Outdoor-Erste-Hilfe nötig macht.

Wenn du oder deine Gruppe verunglückt, bedeutet das entweder, du konntest das Risiko nicht richtig einschätzen oder die Vorbereitung war ungenügend. Den Zufall können wir hier getrost auslassen, denn diesen kannst du nicht beeinflussen – nur mit ihm rechnen!

Die Vorbereitung schließt folgende Punkte mit ein:

  • Wie ist die Route? Entfernung und Höhenmeter sind die primären Faktoren, die es zu beachten gilt. Wichtig sind außerdem die Wegbeschaffenheit bzw. der Schwierigkeitsgrad und mögliche Rettungspunkte am Weg. Genügend Pausen sind ebenso einzuplanen. Lieber eine mehr als eine zu wenig. Bist du im Stress, vergisst du schnell ausreichend zu trinken und zu essen. Erschöpfung und mangelnde Konzentration sind die Folge. Unfälle werden wahrscheinlich. Erschöpfungszustände an sich können bereits eine Notsituation darstellen.
  • Klima & Wettervorhersage. Vergiss nicht das Wetter zu checken und stell dich darauf ein. Ist die Vorhersage schlecht, musst du die Veranstaltung unter Umständen absagen, auch wenn es noch so schade darum ist. Dir muss klar sein, dass eine gute Vorhersage keine Garantie für gutes Wetter ist. In manchen Regionen kann das Wetter trotz guter Vorhersage innerhalb kürzester Zeit umschlagen. Sei darauf gefasst.
  • Adäquate Ausrüstung. Wenn die Route bzw. die Aktivität feststeht und der Wettercheck stattgefunden hat, musst du die richtige Ausrüstung wählen. Das bedeutet nicht, dass jeweils das teuerste und neueste Stück dabei sein muss. Es bedeutet, dass sie den Umständen entsprechen muss! Für fast jede Aktivität ist es im Outdoorbereich eine gute Idee, festes, eingelaufenes Schuhwerk und keine Baumwolle zu tragen. Baumwolle ist ein tolles Material, aber ist sie einmal nass, verliert sie ihren Isolationswert völlig und trocknet nur langsam wieder. Allgemein gilt: Trage lieber mehrere dünne Schichten, statt wenige dicke.
  • Outdoor-Erste-Hilfe-Kit. Gehört streng genommen unter den Punkt Ausrüstung. Tritt ein Notfall ein, ist es im Outdoorbereich ohne Erste-Hilfe-Set nahezu unmöglich adäquate Hilfe zu leisten. Habe immer eines dabei!
  • Das Training. Sei ehrlich zu dir selbst und ehrlich zu den Gruppenmitgliedern. Wenn du denkst, dass die Kondition nicht ausreichend ist, sprich es an und entscheide entsprechend! Informiere dich, was für eine Fitness es für die jeweiligen Aktivitäten braucht. Trainiere, wenn nötig! Die meisten Unfälle passieren gegen Ende des Tages, wenn man erschöpft ist und die Konzentration schwindet. Das passiert bei fehlender Kondition umso schneller! Wer sich quält, wird außerdem nicht mit guten Gefühlen auf sein Abenteuer zurückblicken. Abgesehen von körperlichem Training ist fachliches Training, z.B. ein Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs oder Survival Kurs geeignet, dir Sicherheit zu geben.
  • Das richtige Mindset ist für die Outdoor-Erste-Hilfe genauso wichtig wie im Survival allgemein! Die Frage ist nicht, ob ein Notfall auftritt, sondern wann. Sollte es dazu kommen, ist das kein Grund zur Panik. Solche Situationen lassen sich auch bei bester Vorbereitung nicht vollends vermeiden. Was auch immer passiert, du wirst daran wachsen. Ruhe bewahren ist das A und O!
  • Gruppengröße und Gruppendynamik. Je größer die Gruppe, desto langsamer kommst du voran. Das gilt auch für die Outdoor-Erste-Hilfe! Die Geschwindigkeit richtet sich immer nach der langsamsten Person. Genauso steigt das Risiko für eine Verletzung, je mehr Mitglieder in deiner Gruppe sind. Gruppen bauen unbewusst Druck auf, welcher dich und andere risikofreudig werden lässt. Ein gutes Beispiel sind Lawinenopfer, welche im Nachhinein berichten, dass sie „…den Hang…“ alleine auf keinen Fall gefahren wären.
  • Technik gaukelt Sicherheit vor, die es so nicht gibt. Ein Handy bedeutet nicht automatisch Empfang. Eine Mitgliedschaft im Alpengebirgsverein bedeutet nicht, dass du auch ausgeflogen werden kannst. Verlass dich nicht blind darauf! Und denk immer an ausreichend Ladeleistung! Eine kleine Reserve als Power Bank ist nie verkehrt.
  • Achtsamkeit. Zu guter Letzt sei darauf hingewiesen, dass wir in einer Zeit leben, in welcher alles „höher, weiter, schneller“ – im Endeffekt extremer – sein muss. Du willst dir selber oder anderen etwas beweisen. Wenn das Outdoor- oder Survivalabenteuer glückt, ist es tolles Gefühl. Sollte es aber scheitern, kann es schnell lebensbedrohlich werden. Es spricht nichts gegen große Ambitionen, aber lass es langsam angehen und taste dich heran!

Eine Landkarte liegt mit einem Kompass und einem Notizblock auf dem Waldboden. In der Outdoor-Erste-Hilfe ist die Reisevorbereitung die besten Krisenintervention.

Informiere dich hier über typische Outdoor-Erste-Hilfe-Situationen und wie sie zu vermeiden sind.

  • Stürze bzw. Verstauchungen/Prellungen. Umknicken, gerne gefolgt von einem Sturz, ist einer der häufigsten Fälle für die Outdoor-Erste-Hilfe. Deine Knöchel und Handgelenke sind hier besonders gefährdet. Eine Prellung bedeutet eine stumpfe Verletzung von außen. Eine Verstauchung wird zumeist durch eine Bewegung eines Gelenks über die normale Beweglichkeit hinaus verursacht. Abhilfe bieten knöchelhohe Schuhe oder Stiefel mit gutem Profil. Sie ersetzen jedoch keine gut trainierte Muskulatur! Wie oben bereits angemerkt, solltest du auf Pausen achten und nichts über das Knie brechen, um Unaufmerksamkeit vorzubeugen.
    • Symptome: Schmerzen bei Bewegung/Belastung von verstauchten Gelenken. Schwellung, Rötung des Bereichs, später häufig Hämatombildung.
    • Therapie: Gelenke müssen ruhiggestellt, also bandagiert und/oder geschient werden. Prellungen müssen möglichst gekühlt werden.
  • Blasen. So banal es klingt, eine Blase ist auch für die Outdoor-Erste-Hilfe kein Scherz. Bleibt sie unbeachtet und du läufst einfach weiter, kann sich die Stelle entzünden und innerhalb kurzer Zeit zu einer Sepsis werden. Abhilfe bieten sorgfältig eingelaufene Schuhe und Blasenpflaster. Manche schwören darauf, die Füße mit Hirschhorntalg vorzubereiten. Andere wiederum auf „Sock-liner“, also sehr dünne Synthetiksocken, welche man unter die normalen zieht.
    • Therapie: Ist eine Blase erstmal da, kannst du sie mit einer sterilen Spitze aufstechen und vorsichtig ausdrücken. Anschließend die umgebende Fläche reinigen und antiseptische Salbe auftragen. Zuletzt ein haftendes Pflaster oder ein Stück Moleskin aufkleben.
  • Dehydration/Wassermangel. Bei anstrengenden Touren und Tätigkeiten verbraucht der Körper beachtliche Mengen Flüssigkeit. Du verlierst viele Elektrolyte durch starkes Schwitzen. Ist ein echtes Durstgefühl wahrnehmbar, hättest du schon vor einiger Zeit einen Schluck nehmen sollen. Lieber öfter und dafür kleine Schlucke nehmen.
    • Symptome: Schwindel (manchmal Ohnmacht), Erbrechen, Erschöpfung. Hitzekrämpfe in den großen Muskelgruppen; erhöhter Puls und Blutdruck. Blasse, kaltschweißige Haut.
    • Therapie: an einem kühlen, dunklen Ort ausruhen, bis sich die Symptome bessern. Viel trinken. Am besten das Wasser mit Zucker und etwas Salz anreichern. Isotonische Sportgetränke eignen sich besonders gut. Kein Alkohol!
    • Tipp: Bei Temperaturen um die null Grad und darunter, verlierst du über die Atmung bedeutend mehr Wasser als bei höheren Temperaturen. Nur weil du nicht schwitzt, heißt das nicht, dass du kein Wasser verlierst.
  • Hitzschlag/Sonnenstich. Sehr ernstzunehmendes Krankheitsbild! Bist du erst an diesem Punkt angelangt, gibt es keine schnelle Abhilfe.
    • Symptome: verminderte Reaktionsfähigkeit, Desorientierung, Reizbarkeit, Aggression, Halluzinationen, Anfälle, schlechtes Gleichgewicht. Ebenso erhöhter Puls und Blutdruck. Die Haut ist heiß, trocken und rot (unter Umständen auch feucht und blass). Die Körpertemperatur ist stark erhöht (40 Grad und mehr!).
    • Therapie: aggressives Kühlen. Die Person mit Wasser besprühen und Luft zuwedeln. Extremitäten massieren. Zeitnah evakuieren!
  • Unterkühlung/Hypothermie. Bedeutet ein Absinken der Körperkerntemperatur auf ein Level, ab welchem Hirn und Muskeln nicht mehr richtig funktionieren. Man unterscheidet zwischen leichter/moderater und schwerer Unterkühlung. Wir besprechen an dieser Stelle die leichte und moderate Form. Die schwere ist ein absoluter Notfall!
    • Symptome: leichtes bis unkontrollierbares Zittern. Apathie; wirre Gedanken bzw. Verwirrtheit. Langsame, undeutliche Aussprache. Müdigkeit, Reaktionsträgheit. Erhöhte Atemfrequenz/erhöhter Puls.
    • Therapie: Wenn möglich (Wind)Schutz suchen! Mit einer leichten Unterkühlung kommt der Körper zurecht, wenn man die Voraussetzungen schafft. Sind die Symptome leicht und die Person adäquat gekleidet und trocken, genügen ggf. heiße Getränke, eine Mahlzeit und Bewegung. Sind die Symptome deutlich ausgeprägt, reicht das nicht. Dann eine Isomatte oder Vergleichbares zwischen Person und Boden bringen. Person abtrocknen. Nasse/feuchte Kleidung durch trockene ersetzen. Auch Hände, Füße, Kopf und Hals gut isolieren! Person in einen Schlafsack/Decken packen. Windisolierende Schicht nicht vergessen! Wärmflaschen improvisieren! Achtung, diese auch in etwas wickeln, sonst besteht Verbrennungsgefahr. Der Person etwas zu essen und warme, gesüßte Getränke (alkohol- und koffeinfrei) geben.
  • Insektenbisse. In erster Linie lästig, können Insektenbisse zu Krankheitsübertragungen oder Entzündungen durch ständiges Jucken und Kratzen führen. Insektenspray ist ein wichtiger Begleiter, genauso wie lange Kleidung. In besonders stark belasteten Gebieten bietet sich ein Mückenschutznetz an. Auf Zecken solltest du dich – am besten von jemand anderem – morgens und abends kontrollieren lassen. Zeckenzange oder -karte nicht vergessen!
  • Herabfallende Äste/umstürzende Bäume. Spätestens ab Windgeschwindigkeiten von 40Km/h solltest du dich nicht inmitten von Wäldern aufhalten. Die Gefahr durch herabfallendes Holz ist nicht zu unterschätzen. Solltest du lagern, wähle lieber eine freie Fläche. Ist keine vorhanden, stelle sicher, dass keine toten, stehenden Bäume in der Nähe sind. Achte auch auf abgestorbene Äste!
  • Blitzschlag. Der wirksamste Schutz ist die Wettervorhersage! Sollte dennoch unerwartet ein Gewitter aufziehen, verlasse exponierte Orte wie weite, freie Flächen, Gewässer, Bergrücken usw. Auch niedrige Felsüberhänge sind zu meiden. Sollte keine Schutzhütte in der Nähe sein, suche Schutz in Baumgruppen, jedoch nicht direkt am Baum, sondern in einer Entfernung von etwa der Hälfte der Baumhöhe. Ist ein Baum also ca. 20m hoch, ist ein Abstand von 10m einzuhalten, da die umgebende Erde die Elektrizität noch ein ganzes Stück weiterleitet! In einer solchen Situation musst du die Gefahr von herabfallendem Holz und der eines Blitzschlags gegeneinander abwägen. Übrigens: Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen! Tatsächlich schlagen Blitze besonders gerne in Eichen ein.
  • Schnittwunden. Wenn du mit dem Messer arbeitest, musst du die Grundtechniken bzw. Griffe kennen, um Schnittwunden effektiv vorzubeugen. Niemals mit offener Klinge in der Hand gehen! Leute fallen viel zu oft in ihre eigenen Messer! Kleinere bzw. oberflächliche Schnitte kann du ausbluten lassen – wenn möglich unter fließendem Wasser. Das Blut spült etwaigen Schmutz aus der Wunde. Anschließend den Finger mit etwas antiseptischer Salbe verbinden, trockenhalten und ruhigstellen. Bei großen tiefen Schnittwunden muss die Blutung gestoppt/verlangsamt und später professionell versorgt werden.

Jeder Outdoor-Guide und Reiseführer sollte genau wissen wie er Erste-Hilfe leisten kann und was er in seinem Erste-Hilfe-Set mit sich führen musss.

Was du in jedem Fall dabeihaben solltest, ist hier gelistet. Am besten hast du alles in einem kompakten, wasserdichten Beutel. Für wenige Personen genügt ein solches Set. Je nach Aktivität, Länge der Tour und Gruppengröße musst du das Set entsprechend anpassen. Entnimmst du etwas daraus, denke immer daran, es wieder aufzustocken!

  • 4x Selbsthaftende Bandagen
  • 4x Sterile Wundkompressen
  • 4x Sicherheitsnadeln
  • 4x Blasenpflaster
  • 1x Rolle medizinisches Gewebeband
  • 1x Einmal-Notfallbeatmungshilfe
  • 1x Dreieckstuch
  • 1x (kleines) Pflasterset
  • 1x Schere
  • 1x Pinzette
  • 1x Zeckenzange/ Zeckenkarte
  • 2x Einmalhandschuhe
  • 1x Rettungsdecke
  • Antibiotische Salbe
  • Desinfizierende Reinigungstücher
  • Starkes, schnellwirkendes Schmerzmittel
  • Durchfallmittel
  • Kohletabletten
  • bei Bedarf Allergiemittel

Lese auch unsere ausführlichen Artikel über die Zusammenstellung eines kompakten Erste-Hilfe-Sets.

Erste-Hilfe-Set zum Wandern

Ein I-Pad und ein Erste-Hilfe Handbuch liegen auf dem Waldboden. Nach unserem Erste-Hilfe-Kurs ist jeder Teilnehmer selber verantwortlich für seine Weiterbildung. Mit dem kostenlosen Download von nützlichen PDF unterstützen wir sie dabei.

Hier erfährst du, wie du Extremsituationen effektiv vorbeugen kannst und kleinere medizinische Vorfälle behandelst. Für echte Erste Hilfe bei lebensbedrohlichen Situationen ist das Studium von Websites und Handbücher alleine nicht ausreichend! Das Studium der hier zur Verfügung gestellten Handbücher ersetzt in keinem Fall einen Erste-Hilfe-Kurs.

Outdoor-Erste-Hilfe (deutsch)

Outdoor-Erste-Hilfe (englisch)

Allgemeine-Erste-Hilfe (deutsch)

Allgemeine-Erste-Hilfe (englisch)

Erste-Hilfe-Handbücher (militärisch + englisch)

Ein Erste-Hilfe-Kasten steht auf dem Waldboden. Der Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs zeigt den Teilnehmern die richtige Zusammenstellung eines Erste-Hilfe-Kits

FAQ

Unser Kurskonzept des Emergency Leadership Trainer (Rohwedder Leadership Konzepte) stammt aus dem behördlichen Rettungstraining. Es ist dafür ausgelegt, in kurzer Zeit mit hoher Intensität das Wissen für eine Handlungskompetenz in medizinischen Notfällen zu vermitteln. Eine westliche Rolle spielt dabei die Methode der realistischen Unfalldarstellung mit Statisten. Des Weiteren zeigen wir dir mit dem mentalen Simulator-Training, wie du auch nach diesem Erste-Hilfe-Kurs die Vorgänge und Maßnahmen weiter trainieren und verinnerlichen kannst. Natürlich trägst du auch eine Eigenverantwortung, dein Wissen zu erweitern und aufzufrischen. Im Abschnitt „Das kleine Outdoor Erste-Hilfe-Wiki“ findest du nützliche Buchtipps und Handbücher zum Downloaden. Wir empfehlen dir, alle zwei Jahre diesen Kurs zu wiederholen.

Wie lange ein Erste-Hilfe-Kurs gültig ist, hängt davon ab, wofür er gemacht werden muss. Für die Fahrerlaubnis für PKW bspw. ist er lebenslang gültig. In der Regel sind Bescheinigungen über die Ersthelferausbildung nach DGUV-Vorschrift 1 (ehem. BGG/GUV-G 948) zwei Jahre gültig und müssen dann durch eine Erste-Hilfe-Fortbildung /-Training aufgefrischt werden.

Dies gilt für alle Bereiche, in denen ein Erste-Hilfe-Kurs aus beruflichen Gründen notwendig ist, etwa für Erzieher und Lehrer.

Bist du bspw. Ersthelfer in einem Unternehmen, sogenannter betrieblicher Ersthelfer, musst du alle zwei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren.

Das ist sogar der Regelfall, denn wir bekommen viele Anfragen von Kommunen und Firmen, ihre Mitarbeiter für den Erste-Hilfe-Kurs anzumelden. Wenn du gerade z.B. für die Lehrkräfte einer Schule oder für eine Gruppe von Natur- und Landschaftsführern einen Erste-Hilfe-Kurs suchst, dann kannst du mit uns einen auf deine Bedürfnisse maßgeschneiderten Erste-Hilfe-Kurs besprechen. Dabei sind wir flexibel, was die Ortswahl und den Termin anbelangt. Wir freuen uns auf deine Anfrage.

Dieser Kurs zeigt die Erste-Hilfe Maßnahmen bei Stich- und Schussverletzungen und ist damit für Jäger und andere Berufsgruppen geeignet, die mit Schusswaffen arbeiten.

Wenn du den Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs bei uns absolviert hast, dann ist es kein Problem, bei Verlust des Zertifikates eine Zweitschrift bei uns zu beantragen. Die Bearbeitungskosten betragen hierfür einmalig 35 €.

Siehe erste Frage. Für Tätigkeiten, die die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs nötig machen, muss dieser alle zwei Jahre aufgefrischt werden. Dazu gehören auch Erzieher.

Siehe erste Frage. Für Tätigkeiten, die die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs nötig machen, muss dieser alle zwei Jahre aufgefrischt werden. Dazu gehören auch Lehrer.

Siehe erste Frage. Für Tätigkeiten, die die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs nötig machen, muss dieser alle zwei Jahre aufgefrischt werden. Das Gleiche gilt für den Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs.

Viele Führerscheinstellen erkennen das Zertifikat an, was aber nicht pauschal gilt. Im Zweifelsfall bringt ein kurzes Telefonat Klarheit.

Die Regelung zur Bestellung von Ersthelfern ergibt sich aus § 26 der DGUV Vorschrift „Grundsätze der Prävention“.

Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass für die Erste-Hilfe-Leistung Ersthelfer mindestens in folgender Zahl zur Verfügung stehen:
1. Bei 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer,
2. bei mehr als 20 anwesenden Versicherten
a) in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 %,
b) in sonstigen Betrieben 10 %.

Seit dem 01.07.2015 ist der Erste-Hilfe-Kurs ein Leben lang gültig. Willst du bspw. fünf Jahre nach dem Erste-Hilfe-Kurs für den PKW-Führerschein einen Motorradführerschein machen, ist dieser noch gültig. Ehrlicherweise solltest du dich aber selbst fragen, ob die Kenntnisse wirklich noch abrufbereit sind.

Erste-Hilfe-Kurse dürfen von Erste-Hilfe-Ausbildern gegeben werden. Hierfür musst du einen Nachweis über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs erbringen, sowie einen Sanitätslehrgang mit 48 Unterrichtseinheiten absolvieren. Um Outdoor-Erste-Hilfe-Kurse zu geben, sollten die Trainer Berufserfahrung im Rettungsdienst und im pädagogischen Bereich haben. Für Menschen, die im medizinischen Bereich arbeiten, wie z.B. Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter, gelten andere Bestimmungen.

Der Inhalt eines Verbandskastens ist begrenzt haltbar. Beim Kauf sollte die Haltbarkeit noch mindestens 4 Jahre betragen. Das Ablaufdatum ist in der Regel auf den Verbandskasten aufgedruckt. Die Haltbarkeitsdauer wird übrigens nicht von der äußeren Schutzfolie beeinflusst. Diese kannst du entfernen.

Nach DIN 13164 gehören diverse Pflaster, Verbandsmaterialien, Tücher etc. in den Verbandskasten. Die Auflistung würde die Seitengröße sprengen, halte dich einfach an die DIN 13164. Entnimmst du etwas aus dem Verbandskasten, musst du es später wieder auffüllen.

Prinzipiell die gleichen Inhalte wie für Erwachsene, d.h. Zeckenzange, Pinzette, Schere, Kompressen, Wundpflaster, Mullbinden, Desinfektionsmittel, Rettungsdecke usw.

Unterschiede können sich auftun in der Auswahl der Medikamente für die Notfall-Apotheke. Die Dosierung von Medikamenten muss unbedingt angepasst werden, da Kinder bedeutend kleiner sind! Hilfreich können auch Mittel wie sab simplex® sein, sogenannte Entschäumer, wenn Kinder etwa Blähungen haben oder etwa Spülmittel konsumiert haben.

Hier gilt im Prinzip das Gleiche wie für Menschen. Pflaster erübrigen sich an dieser Stelle, es sein denn, dein Hund ist rasiert oder hat kein Fell.

Für Essen und Trinken ist mit regionaler oder biologischer Kost immer bestens gesorgt. Unser Koch wird die meisten Mahlzeiten über dem Lagerfeuer für uns zubereiten. Frisches Wildfleisch steht auf dem Plan und für Veganer und Vegetarier gibt es durch unsere Beziehung zur solidarischen Landwirtschaft genügend Alternativen. Bitte sage uns bei Allergien oder besonderen Essenswünschen vorab Bescheid.

Uns ist der Datenschutz wichtig. Fotos schießen und Videos drehen darfst du deswegen nur für deine Privatsammlung in Absprache mit der Gruppe. Möchtest du die Fotos und Filme für öffentliche Zwecke nutzen, so brauchst du das Einverständnis der Jagdschule. Das gilt für diese Jagdausbildung und für alle anderen Camps, Lehrgänge und Kurse.

Autor und Survival-Experte Maurice Ressel

Über den Autor

Maurice Ressel

Hi, ich bin Maurice, der Gründer und Trainer der Survival- & Wildnischule-Lupus. Mein Ziel ist es, Dir handfeste Überlebenstechiken zu vermitteln und dich für die Natur zu begeistern.

Hier erfährst du mehr über mich.

Text aktualisiert am 09.02.2021