Jagdausbildung

Die Jagdausbildung zur respektvollen Jäger:in

Was wäre, wenn du das älteste Handwerk der Welt stressfrei, zeitgemäß und mit mehr „Seele“ erlernen könntest? Was wäre, wenn du schon nach kurzer Zeit prüfungssicher für die Jägerprüfung bist und das, ohne dicke Bücher auswendig zu lernen? So hättest du in deiner Jagdausbildung mehr Zeit für eine intensive Schießausbildung und das Erfahren echter Jagdpraxis dort draußen im Revier,.

Genau das ist mit unserer modernen und naturnahen Jagdausbildung möglich. Wir kombinieren ein smartes Online-Lernsystem mit intensiver Lernzeit in der Natur und auf dem Schießstand. Dabei sind die Inhalte aus dem Lernsystem perfekt mit der Praxis bei uns im Wald verzahnt, sodass dich eine einheitliche Lerndidaktik von A bis Z zum Jagdschein führt.

„Jagd bedeutet für uns die Rückbesinnung auf unsere Wurzeln als Jäger und Sammler. Jagd ist ein verantwortungsvolles Handwerk, das uns intensiv mit der Natur verbinden kann.“

Schon bevor du in unsere Jagdschule kommst, wirst du im Eigenstudium mit dem Online-Lernsystem ein Großteil der Theorie verinnerlicht haben. In deiner Jagdausbildung vor Ort heißt es dann „ab in die Natur“. Hier wirst du von vielen Natur- & Jagdexpert*innen begleitet und bekommst das uralte Handwerk praxisnah und lebendig vermittelt.

Und das ist erst der Anfang: Denn neben dem ganzen theoretischen Stoff werden wir dich aktiv auf deinem eigenen Weg zum Jäger und zur Jägerin begleiten. Ein Weg, der deine Sinne aktiviert, dich mit der Natur verbindet und auf eine lebenslange Lernreise schickt. Denn eines ist klar:  Die wirkliche Jägerprüfung findet in deinem Herzen statt.

Das erwartet dich im Lehrgang „Respektvoll Jagen lernen“, wenn du bei uns den Jagdschein machst:

  • Erfahrene Mentor:innen: Unsere Jagdlehrer:innen sind beruflich mit der Natur und der Jagd verbunden und bringen dir das bei, was sie täglich praktizieren. So bekommst du bewährtes Wissen lebendig vermittelt.
  • Schlüssiges Schießausbildungskonzept: Sei die beste Schütz:in, die du sein kannst. Das ist eine unserer Grundsätze für mehr Tierschutz. Wir geben dir im Schießtraining all unser Wissen an die Hand, damit du dein Handwerkszeug bestmöglich beherrscht.
  • Jagen als Chance für mehr Bewusstsein: Für Außenstehende ist es oft schwer verständlich, aber die Jagd kann Empathie, Dankbarkeit und Naturbewusstsein fördern. Dafür geben wir dir Rituale und Ideen an die Hand, um ein reflektiertes „Jagdbewusstsein“ in dein Jagdleben zu integrieren.
  • Ganzheitlich Betrachten: Die Jagdschule Lupus integriert als erste Bildungseinrichtung in Deutschland eine ganzheitliche Jagdethik – die „holistische Jagd“ – in sein Ausbildungsprogramm.
  • Erste BNE-zertifizierte Jagdschule Deutschlands: Mit unserem Ausbildungskonzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung fördern wir zukunftsfähiges Denken und Handeln.
  • Ernährung als Statement: Wir sind die erste Jagdschule und Wildnisschule Deutschlands, die für ihr gesamtes Veranstaltungsangebot die „jegane“ Ernährung eingeführt hat. Wir verwenden nur Fleisch aus der Jagd. Die restliche Nahrung ist vegan, sprich rein pflanzlich.
  • Dein eigener Koch: Du wirst während der gesamten Ausbildung von einem erfahrenen Koch voll verpflegt. So kannst du dich vollständig auf deinen Lernprozess konzentrieren. Dabei ist jedes Essen so hochwertig wie bei einer Hauptmahlzeit in einem guten Wildrestaurant.
  • Lebe dort, wo du lernst: Deine Unterkunft ist mitten im Naturpark  im Biosphärenreservat Schorfheide am Werbellinsee. Den Großteil deines Lehrgangs wirst du dort in der Natur verbringen. So lernst du mit allen Sinnen, statt auf der Schulbank zu sitzen. Denn Jagd bedeutet draußen sein.
  • Die besten Lernmaterialien: Das gesamte Wissen für deine Jägerprüfung erhältst du aufeinander aufbauend und schlüssig vermittelt mit den besten Lehrmaterialien, die zur Verfügung stehen. So fügt sich alles wie ein Uhrwerk nach und nach zusammen.
  • Moderne Ausrüstung, nahegelegener Schießstand: Lerne mit modernen Ausbildungswaffen wie Blaser und CZ. Der Schießstand ist nur 20 Minuten von unserer Jagdschule entfernt.
Portrait von Teilnehmer aus Jagdausbildung.

Sebastian Bailey

„Die zwei Wochen waren einfach der Hammer. Die Gruppe ist durch das gemeinsame Teilen der Geschichten und Erlebnisse am Lagerfeuer schnell zusammengewachsen, während wir das erstklassige Essen vom Profikoch serviert bekommen haben. Durch die besondere Art der Ausbildung waren wir viel mehr mit der Natur verbunden, das hat das Erlebnis besonders authentisch gemacht.“

Portrait von Teilnehmerin aus Jagdausbildung.

Jennifer Storbeck

„Absolut begeistert hat mich die Auswahl der Dozenten, die Maurice organisiert hat. Wir durften von einem breiten Spektrum an verschiedenen Expert:innen lernen, gemeinsam mit ihnen in die Natur gehen und über spannende Themen der Jagd, Ethik, Natur- und Tierschutz mit ihnen diskutieren. Für diese Erfahrung bin ich extrem dankbar und fühle mich perfekt für die Jagdprüfung und das Jägerinnenleben vorbereitet!“

Portrait von Teilnehmer aus Jagdausbildung.

Jan Harms

„Die Jagdausbildung war spannend und anspruchsvoll – so wie die Jagd. Jeden Tag hatten wir ein anderes Programm. Von Spaziergängen mit Jäger:innen durchs Revier, dem Ansprechen von Wild in einem Wildpark, den spannenden Diskussionen über das Jagdrecht und den Wolf bis zum Schießen mit Büchsen, Flinten und Kurzwaffen. Es war alles dabei.“

Die vier Säulen deiner Jagdausbildung

Jagd ist so alt wie die Menschheit. Jagd ist tiefes Erleben der Natur, verantwortungsvolles Handwerk und Beute machen! Wenn du den Jagdschein in der Tasche hast, beginnt ein neuer Lebensabschnitt für dich. Du wirst als Jungjäger:in die Natur intensiv erleben, mit allen Sinnen Dinge entdecken, die den meisten verborgen bleiben. Du wirst Natur- und Artenschützer:in und Fürsprecher:in für das Wild sein.

„Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.“
(Oskar von Riesenthal)

Um dir den Traum des eigenen Jagdscheins zu erfüllen, trägst du das Geheimrezept schon in dir – deine Begeisterung. Wir müssen diese nur aktivieren und fördern. Dafür haben wir ein Schulungskonzept, das auf vier Säulen ruht. Mit ihnen schaffen wir eine Verbindung zwischen dir, der Natur und den Tieren. So wird trockene Theorie zu einem lebendigen Wissen und begleitet dich auf deinem Weg zum erfolgreichen Bestehen der Jägerprüfung.

Schnellinfos & Anmeldung

Steckbrief der Jagdausbildung

  • Was: Bereite dich mit dieser kompakten Jagdausbildung auf die Jägerprüfung vor
  • Wie: Lerne die Theorie durch unser smartes Online-Lernsystem und erfahre die ganze Welt des Jagens in deiner dreiwöchigen Jagdausbildung
  • Wo: Jagdschule Lupus – Jägerberg 3, 16247 Joachimsthal (zur Standortkarte)
  • Termine: Praxismodul in der Jagdschule & Prüfungstermin siehe Detailinfos
  • Der nötige Zeitaufwand: ca. 90 Stunden Eigenstudium und 2-3 Wochen Jagdausbildung (je nach Kursangebot)
  • Ratenzahlung: Du kannst diese Ausbildung ganz bequem buchen und nach deinen Bedürfnissen mit PayPal über 3, 6, 12 oder 24 Monate in Raten bezahlen.
  • Kosten: 3.100 € inkl. Mehrwertsteuer, Prüfungsgebühr 333,20 €, zzgl. Unterkunft und Bio-Vollverpflegung (55 € Unterkunft und 85 € für drei Mahlzeiten inklusive Getränke)
  • Blaser-Jagdwaffen: Wenn du die Ausbildung bei uns startest, bekommst du 20% auf eine frei konfigurierbare Blaser-Jagdwaffe. Du sparst dabei so viel Geld, dass du mindestens die Hälfte der Ausbildungskosten wieder drin hast. Infos zum Ablauf erhält du hier.
Übersicht und grafische Darstellung des Ablaufes unserer Jagdausbildung in der Jagdschule. Hier wird der Eigenstudium, die Praxis bis hin zu Jägerprüfung schematisch dargestellt.

Online-Infoabend

Du bist noch unschlüssig und möchtest zuerst mehr über uns und das Ausbildungskonzept erfahren? Dann bist du herzlich zu diesem Online-Infoabend über Zoom eingeladen. Dort stellen wir dir die Jagdausbildung detailliert vor, beantworten offene Fragen und geben dir viele weitere Informationen. Nutze diese Gelegenheit, um dann mit einem guten Gefühl die richtige Entscheidung zu treffen.

Inhalte:

  • Konzept und Ablauf der Ausbildung
  • Wer sind die Dozenten?
  • Tipps für den bestmöglichen Start in die Jagdausbildung
  • Wie läuft die Jägerprüfung ab?
  • Offene Fragerunde

Die Teilnahme am Online-Infoabend ist kostenfrei und unverbindlich. Bitte registriere dich vorab, damit wir besser planen können:

Infoabend Nr.1: 01.03.2023 um 19.00  zur Anmeldung
Infoabend Nr.2: 08.05.2023 um 19.00  zur Anmeldung
Infoabend Nr.3: 05.07.2023 um 19.00  zur Anmeldung

Die Termine für deine Jagdausbildung 2023

Jagd-Bockkurs – Winter 2023

  • Praxismodul 1:  10.02. – 19.02.2023
  • Praxismodul 2:  03.03 – 12.03.2023
  • Zoom-Vorbereitungstreffen: 16.11.2022 & 15.12.2022 (19.00 bis 20.00)**
  • Prüfungstermin: der mögliche Prüfungstermin wird dir nach deiner Anmeldung mitgeteilt
  • Anmeldeschluss: 10.01.2023*

Jagd-Blockkurs – Sommer 2023

  • Praxismodul 1:  16.06. – 25.06.2023
  • Praxismodul 2:  07.07. – 16.07.2023
  • Zoom-Vorbereitungstreffen: 17.04.2023 & 16.05.2023 (19.00 bis 20.00)**
  • Prüfungstermin: der mögliche Prüfungstermin wird dir nach deiner Anmeldung mitgeteilt
  • Anmeldeschluss: 16.05.2023 *

Jagd-Kompaktkurs – Herbst 2023

  • Beginn des Praxismoduls in der Jagdschule: 01.10 – 15.10.2023
  • Zoom-Vorbereitungstreffen: 14.07.2023 & 01.09.2023 (19.00 bis 20.00)**
  • Prüfungstermin: der mögliche Prüfungstermin wird dir nach deiner Anmeldung mitgeteilt
  • Anmeldeschluss: 01.09.2023*

* Nach Absprache ist die Anmeldung auch später möglich. Bitte kontaktiere uns hierfür und vereinbare ein Telefonat.
** Pflichttreffen für die einheitliche Vorbereitung auf die gemeinsame Zeit in der Jagdausbildung.

Buchung

Das Team der Jagdausbildung

Wir haben dir einen Einblick in unsere Lehrmethode und Didaktik gegeben. Aber nicht nur diese haben einen Einfluss auf deinen erfolgreichen Weg zum Jagdschein, sondern auch deine Jagdlehrer. Denn unsere Leidenschaft und unser Engagement entscheiden, wie viel Freude du bei der Vorbereitung und erfolgreichen Absolvierung deiner Jägerprüfung haben wirst.

Maurice Ressel ist der Ausbildungsleiter der Jagdschule Lupus. Er ist Schießtrainer und unterrichtet das Fach Ethik in der Jagdausbildung.

Maurice Ressel

Lehrer für das Sachgebiet: Ethik, Waffentechnik, Schießausbildung

Mein Ziel ist es, dass du deine Jägerprüfung erfolgreich bestehst! Dafür wirst du von mir Wissen an die Hand bekommen, dass dich untrennbar mit der Jagd verbinden wird. Warum ich mir das zutraue? Weil ich meine Erfahrungen als aktiver Wildnispädagoge, Survival-Trainer und Jäger authentisch an dich weitergeben werde.

Warum ich jage: Als Survival-Trainer gehört die Jagd für mich zu den wichtigsten Überlebenstechniken. Durch das Töten der Tiere kann ich mich und meine Familie mit einem gesunden Lebensmittel versorgen und durch die komplette Verwertung Kleidung und Werkzeuge herstellen. Mit der Jagd als ältestes Handwerk der Menschheit kann ich meinen natürlichen Jagdtrieb ausleben und Teil einer uralten Tradition sein.

Details zu Maurice:

  • Jäger
  • graduierter Wildnispädagoge
  • 12 Jahre Erfahrung als Wildnis-Guide in Skandinavien
  • Intensive Jagderfahrung mit den Indigenen im Amazonas
  • Expeditionen: Brasilien (Amazonas), Philippinen und Lappland
  • Gründer der Survival- & Wildnisschule Lupus
  • Leiter der Survival-Trainings und der Jagdausbildung

Qualifikation & Zertifikate

Der Dozent Kay Hagemann ist Forstsachverständiger und Mediator. In der Jagdausbildung ist er unser Lehrer für das Fachgebiet Jagdbetrieb.

Kay Hagemann

Lehrer für das Sachgebiet: Jagdbetrieb

Beruf: Forstsachverständiger, Mediator

Jagd ist ein anspruchsvolles Handwerk, dessen Ausübung mit sehr viel Verantwortung verbunden ist. Da die Jagd in Deutschland ans Grundeigentum gekoppelt ist, muss sie sich zum einen den Zielen der Grundeigentümer unterordnen und zum anderen die gesellschaftlichen Ansprüche vor dem Hintergrund sich ändernder Umweltbedingungen berücksichtigen. Egal ob als „Kochtopfjäger“ oder „weil man gern mit Hunden arbeitet“: umfassende Kenntnisse über die ökologischen, sozialen und ökonomischen Zusammenhänge und ein Bewusstsein für die Folgen des eigenen Handelns sind notwendig, damit Jagende ihren wichtigen Beitrag in der Kulturlandschaft leisten können.

Warum ich jage: Die Jagd ist für mich beruflicher Bestandteil. Ich betreibe sie zielorientiert, effizient und freudvoll. Egal ob mit dem Klettersitz auf der Drückjagd, bei der gemeinsamen Pirsch im Nieselregen, beim Gruppenansitz mit Freunden oder als Durchgehhundeführer mit meinem Stöberhund. Die Jagd bietet so viele Facetten, die mich geistig und körperlich ganz unterschiedlich fordern und trotz mittlerweile 20 Jagdjahren lerne ich immer wieder dazu.

Details zu Kay

  • Jagender Förster
  • bestellter Wildschadensschätzer für Forstkulturen
  • Gesellschafter bei WALDKONZEPTE
  • Gesellschafter bei metanoeo
  • Langjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung
Der Jagddozent und Veterinaermediziner Wildhelm Drewes steht im Unterricht während unserer Jagdausbildung

Dr. med. vet. Wilhelm Drewes

Lehrer für die Sachgebiete: Wildkrankheiten, Hundekrankheiten & Wildbrethygiene

Wild- und Hundekrankheiten sind ein großes Lernfeld, das einem ständigen Wandel unterliegt. Neue Krankheiten werden entdeckt und erweitern das Fachgebiet. Ich werde Euch für dieses große Lernfeld sensibilisieren und motivieren, sodass Ihr auch nach der Jagdausbildung die Augen aufhaltet. Denn für Eure Jägerprüfung und für Eure Jagdpraxis müsst Ihr wissen, worauf Ihr achten müsst, um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und um Euch, Eure Familie und Eure Jagdhunde gesund zu erhalten.

Warum ich jage: Ich habe meine Jägerprüfung im Jahre 1989 in Hannover abgelegt.

Die Kenntnisse über die Jagd sind für mich eine notwendige Ergänzung zu meinem Wissen über Natur und Medizin. Meine berufliche Verpflichtung gegenüber den Tieren schließt die Jagd mit ein. Für die Natur als Ganzes ist die Jagd ein notwendiges Regulativ. Darüber hinaus ist die tierärztliche Versorgung von Jagdhunden eine selbstverständliche Pflicht, die für mich bereits bei der Zuchtbegleitung beginnt.

Details zu Dr. Wilhelm Drewes

  • Dozent in Jagdschulen seit 2005
  • Jäger
  • Tierarzt, Fachtierarzt für Pferde mit Weiterbildungsermächtigung
  • HD-Gutachter (VDH)
  • Fleischbeschautierarzt seit über 15 Jahren
  • Landwirt im Nebenerwerb, Pferdehaltung, Pferdebesamung
  • Imker seit Schulzeit
Portrait unserer Jagdlehrerin für Wildbrethygiene und Landbau Sophia Runge

Sophia Runge

Lehrerin für das Sachgebiet: Natur- und Umweltschutz, Jagdbetrieb (Jagdhundewesen)

Mein Ziel ist es, dir im Bereich Land- und Waldbau sowie dem Teilbereich Naturschutz das nötige Wissen zu vermitteln, um deine Jagdprüfung erfolgreich zu bestehen. Die bestandene Jagdprüfung ist aber nur ein Baustein auf deinem Weg zur verantwortungsvolle*n Jäger*in. Lass uns gemeinsam das spannende Zusammenspiel von Lebewesen, Natur und Umwelt entdecken und das Bewusstsein dafür verbreiten und stärken.

Warum ich jage: Die Jagd ist so alt wie die Menschheit selbst. Ich schätze diese Rückbesinnung auf unsere Wurzeln und den Einklang mit der Natur, wenn ich auf die Jagd gehe. Es ist ein wunderbarer Weg zu sich selbst zu finden und zu erfahren, was es heißt zu geben und zu nehmen. Durch die Jagd beginnen wir damit, uns wieder mit der Natur, unserer Umwelt und natürlichen Nahrungsmitteln zu befassen.

Details zu Sophia:

  • Jägerin
  • Abgeschlossenes Hochschulstudium der Agrarwissenschaften
  • Wissenschaftliches Arbeiten zum Thema Wildbrethygiene
  • Langjährige Erfahrung in nicht-jagdlicher Hundeausbildung

Jan Tayeb

Lehrer für das Sachgebiet: Wildarten

Ich verfüge über eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxiskenntnissen durch aktives Jagen, regelmäßige Weiterbildung und der Tätigkeit als Wildparkbetreiber

Warum ich jage: Die Jagd ist für mich Faszination und Naturerlebnis und ist aus meinem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Es fing an mit den Jagdhunden. Mein Leben lang hatte ich den Wunsch, einem Hund ein Zuhause zu geben. Als ich die Möglichkeit dazu hatte, stellte sich die große Frage, wie man einen Hund artgerecht auslasten kann. Nach langer Recherche und vielen Gesprächen stand die Entscheidung fest, ein Jagdhund ins Haus zu holen und einen Jagdschein zu machen. Die Jagd ist aber viel mehr als eine Möglichkeit, einen Vierbeiner zu beschäftigen.

Als moderner Mensch kann man die konventionelle Fleischindustrie nicht unterstützen. Als Jäger ist man Lebensmittelhersteller und kann sich selbst und anderen eine Alternative zu Supermarkt-Fleisch anbieten. Die Jagd ist aktiver Naturschutz, ob als Unterstützer des Wald(um-)baus oder als Schützer von bodenbrütenden Arten. Erlebnisse in der Natur sind nicht mit Kino oder Internetvideos zu ersetzen. Ich zähle mich zu den Glücklichen, die sich täglich beruflich und privat mit der Jägerei beschäftigen dürfen.

Qualifikation & Zertifikate

  • Tierpfleger
  • Jäger
  • Geschäftsführer eines Wildparks mit europäischen Wildarten
Portrait von Christopher Stoll der Gründer der Jägerschmiede

Christopher Stoll (Gastredner)

Lehrer für das Sachgebiet: Recht

Wenn ich die Jagd beschreiben müsste, würde ich sagen, sie ist eine Lebenseinstellung. Sie gibt vieles, was moderne Gesellschaften vermissen lassen. Sie ist echt, ehrlich und authentisch. Sie kennt keine Ausreden, nur Verantwortung. Verantwortung gegenüber den Lebewesen, der Natur und den Mitmenschen. Sie bringt dich zum Hinterfragen, erweitert dein Bewusstsein für die wichtigen Dinge im Leben, für die Einfachheit und den Sinn des Lebens. Sie bringt dich zum Nachdenken, zwingt dich zum Lernen.

Warum ich jage: Die Jagd ist eine Sehnsucht nach Authentizität, ein Bedürfnis nach dem Echten und Ehrlichen, der Wunsch, sich in einen natürlichen Kreislauf einzureihen. Ich habe immer schon sehr verbunden mit der Natur gelebt. Als Kind ging ich mit meinem Opa regelmäßig angeln, später bildete ich Hunde aus und betrieb verschiedene Outdoor-Sportarten. Die Jagd war der nächste logische Schritt. Bei der Jagd komme ich so dicht an die Natur heran, wie sonst nirgendwo. Ich werde ein Teil von ihr.

Details zu Christopher:

  • Jäger
  • Gründer und Redaktionsleiter der Jägerschmiede
  • mehrjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung im universitären Kontext
  • umfassende Expertise in den Bereichen wissenschaftliches Arbeiten, Forschung, digitale Bildung
Portrait von Schießtrainer Michael Gast

Michael Gast

Verantwortlich für: Ausbildungskonzept Schießen

Aus meiner Sicht ist die Jagd nicht nur eine Passion, sondern sie beinhaltet auch viel Handwerk, das man erlernen muss. Neben den Tätigkeiten im Revier ist das Schießen ein wesentlicher Teil dieses Handwerks, und so wie der Zimmermann seinen Hammer durch jahrelanges Training beherrscht, sollte der Jäger seine Waffe beherrschen. Hierzu gehört auch, dass man sich mit verschiedenen Waffentechniken auskennt und den Umgang sowie die Handhabung der unterschiedlichen Waffentypen übt. Aus diesem Grund beschäftige ich mich verstärkt mit Trainingslehre und Waffenhandhabung, um dieses fundierte Wissen in das Ausbildungskonzept der Jagdschule Lupus einfließen zu lassen.

Warum ich jage: Ich denke, dass ich wie viele andere Jäger durch die Familie an die Jagd herangeführt wurde. Seit früher Kindheit war ich mit meinen Eltern und Großeltern angeln und habe dabei viele weitere Menschen mit Naturbegeisterung kennengelernt. Über die Jahre haben sich Freundschaften gebildet, die teilweise bis heute bestehen. An der Jagd mag ich die soziale Komponente. Durch Veranstaltungen der Deutschen Jagdblog konnten wir stets Jäger zusammenführen, die eine gemeinsame Passion teilen und ähnlich denken. So kam es, dass die Jagd ein fester Bestandteil meines Lebens wurde.

Details zu Michael:

  • Jäger
  • Gründer und Geschäftsführer der 1MOA GmbH
  • Mehrjährige Erfahrung als Schießausbilder
Portrait vom Spurenlesen- und Fährtenlesen-Experten Marcel Klemm

Marcel Klemm

Lehrer für das Sachgebiet: Wildkunde (Spuren- & Fährtenlesen)

Warum bist du Fährtenleser: Fährtenlesen ist für mich wie ein spannendes Buch zu wälzen, das die Geheimnisse der Wildnis Stück für Stück preisgibt. Es ist Kriminalroman, Bestimmungsbuch und Geschichtsbuch in einem, ich lese direkt und immer mehr zwischen den Zeilen. Das Schönste daran ist jedoch, egal wie oft ich es lese, am Ende stehen immer mehr Fragen als Antworten.

Diese Fragen und Antworten gebe ich dir als dein Mentor mit. Du wirst nicht nur in der Lage sein, das Tier anhand von Zeichen, Trittsiegeln oder Fährten zu bestimmen, sondern auch das gesamte Ökosystem besser verstehen und erkennen, wie komplex und verwoben das Leben draußen ist. Dieses Wissen ist für eine ganzheitliche Ausbildung essentiell, denn die ursprüngliche Jagd beginnt mit dem Fährtenlesen.

Details zu Marcel:

  • graduierter Wildnispädagoge (4-jährige Ausbildung)
  • Naturführer, begeisterter Fährtenleser (Track & Sign Level 3)
  • seine Leidenschaft: das Feuer mit all seinen Facetten
  • Absolviert aktuell das Full-Survival-Ausbildung bei Jürgen Gerzabek

Qualifikation & Zertifikate:

Portrait von unserem Experten für Wissen über Pflanzen, Survival und Wildnispädagogik

Robin Hertner

Lehrer für das Sachgebiet: Natur- und Umweltschutz

Mein Ziel ist es, Dir in einer intensiven Zeit draußen im Revier wichtige ökologische Zusammenhänge beizubringen. Wir setzen uns mit Naturschutz, Waldbau und dem Klimawandel auseinander. Wir befassen uns mit Wildkräutern, Bäumen und Sträuchern, lernen sie mit allen Sinnen kennen, und beschäftigen uns mit ihrer Verwendung. So stärken wir auch unsere tiefe Verbindung zur Natur.

Warum ich die Natur und besonders den Wald liebe: Überall steckt Leben. Der Tod ist kein Ende, alles ist ein ewiger Kreislauf. Jedes Wesen hat seinen Platz und erfüllt eine wichtige Aufgabe in einem unfassbar komplexen Ökosystem. Was im Laufe der Evolution entstanden ist, raubt mir jedes Mal, wenn ich mich darauf einlasse, von neuem den Atem. Egal ob es ein majestätischer Baum ist, der so unzählig vielen Wesen als Lebensgrundlage dient, oder winzige Bodenbewohner, die das Laub zersetzen, die Nährstoffe also wieder für Pflanzen verfügbar machen und so den Kreis schließen.

Details zu Robin:

  • Baumpfleger
  • International Forest Ecosystem Management

Fakten zu deiner Jagdausbildung

Welchen Zeitaufwand muss ich für die Jagdausbildung einplanen?

Die Jagdausbildung umfasst 18 Tage (14 Tage beim Schnellkurs) theoretischen und praktischen Unterricht auf unserem Kursgelände, im Revier und auf dem Schießstand. Das theoretische Wissen wird vor Kursbeginn in einem ca. zwei- bis dreimonatigen Eigenstudium im Online-Lernsystem vorbereitet. Zusätzlich musst du zwei Tage für deine Jägerprüfung einrechnen.

Welche Unterlagen benötige ich für meinen ersten Jagdschein?

Um den Jagdschein zu beantragen, bedarf es eines kleinen bürokratischen Kraftaktes. Mit unserem Schritt für Schritt-Plan begleiten wir dich durch die gesamte Anmeldung. So kannst du dich auf die Ausbildung für deinen Jagdschein konzertieren und kommst nach deiner bestandenen Jägerprüfung schnell an dein begehrtes Dokument (näheres dazu findest du im folgenden Absatz zu Voraussetzung & Beantragung deines Jagdscheins).

Bitte melde dich frühzeitig an!

Deine Jägerprüfung wird von einer Prüfungskommission organisiert und durchgeführt. Um an ihr teilzunehmen, fordert die Behörde für die Anwärter/Prüflinge eine Meldefrist von zwei Monaten vor dem offiziellen Prüfungstermin. Deswegen empfehlen wir dir, deinen Wunschtermin rechtzeitig anzumelden, da wir uns an diese Anmeldefrist halten müssen.

Wie melde ich mich beim Online-Lernsystem an?

Nachdem du dich bei uns offiziell angemeldet hast, musst du dich auf dieser Webseite selber beim Online-Lernsystem der Jägerschmiede anmelden. Nun kannst du dein Grünes Abitur von zuhause aus starten. Wir empfehlen dir, damit ca. 3 Monate vor Beginn der Jagdausbildung zu starten. Für Fragen zum Lernsystem steht dir unser Team während deines Eigenstudiums jederzeit zur Verfügung.

Kosten: Was ist inklusive, was nicht?

Ausbildungsgebühr: In deiner Ausbildungsgebühr von 3.100 Euro sind enthalten:

  • der Schnellkurs oder Blockkurs in unserer Jagdschule
  • dein persönlicher Zugang zum Online-Lernsystem
  • Online-Jagdbibliothek und Tipps zum effektiven Lernen
  • Schießgebühren für Munition, Ausbilder und Schießstand
  • die Nutzung unseres Lehrreviers
  • die Betreuung während deiner Prüfungszeit (Hauptprüfung)
  • die notwendige Haftpflicht- und Unfallversicherung
  • Wild zum Aufbrechen (falls vorhanden)

Prüfungsgebühr: Die Prüfungsgebühr von 333,20 EUR ist nicht inbegriffen und muss von dir übernommen werden. Die Prüfungsgebühr wird von der Behörde und der Prüfungskommission erhoben.

Nebenprüfungstermine: Der gesamte Ausbildungsdurchgang wird von uns gesammelt an einem Prüfungstermin angemeldet. Wenn du dich zu einem anderen Prüfungstermin anmeldest oder der Landesjagdverband dich auf einen anderen Termin verlegt, musst du bei den meisten Prüfungskommissionen mit den Waffen der Jagdschule schießen. Den Bring- und Abholservice von Waffen und Munition berechnen wir mit einer Pauschale von 300 Euro. Dieses Angebot gilt nur bei Prüfungen innerhalb von Brandenburg.

Fahrtkosten: Die An- und Abreisekosten, die Fahrten zum Lehrrevier, Schießstand und zur Jägerprüfung sowie alle anderen Fahrtwege müssen von dir selbst übernommen werden. Es besteht die Möglichkeit, im Vorfeld mit uns oder den anderen Jagdschüler:innen eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren.

Die Feuerstelle der Jagdschule. Hier versammeln sich die Schüler während der Jagdausbildung.
Die Präparate für die Jagdausbildung

Dein Ausbildungsort in der Schorfheide

Unsere Jagdschule (zur Standortkarte) liegt ca. 70 Kilometer von Berlin entfernt mitten im Biosphärenreservat Schorfheide direkt am Werbellinsee. In unmittelbarer Nähe liegt der Grumsiner Forst. Dieser wurde wegen seiner Urwald ähnlichen Struktur in die UNESCO-Weltnaturerbeliste aufgenommen. Es ist eine von der Eiszeit geprägte Natur, die als eine der schönsten in Brandenburg gilt. Diese Umgebung dient uns als Lehrrevier, für die Praxis und direktes Erfahren in der Natur. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Werbellinsee.

Für unser intensives Lernen haben wir einen großen Seminarraum mit hohen Decken, offenem Fachwerk und großem Ofen. Draußen wartet eine Lagerfeuerstelle, wo wir den Tag mit einem Frühstück beginnen und die Abende mit einem Essen ausklingen lassen. Dies ist ein idealer Ausbildungsort, um sich für die Jagdausbildung zurückzuziehen, gemeinsam zu lernen und sich zu fokussieren.

Eine absolute Besonderheit ist die eigene professionelle Gastronomieküche in unserer Jagdschule. Die Mahlzeiten werden dort mit Liebe zum Detail und in Restaurantqualität zubereitet. Die professionelle Verwertung von Wildfleisch gehört zur Jagdethik und wir sind stolz, dich in der Zeit deiner Ausbildung mit Wildfleisch direkt aus der Region verpflegen zu können.

Für die Übernachtung direkt am Ausbildungsort stehen individuell gestaltete Einzel- und Gruppenzimmer mit Blick in die Natur sowie vier Gemeinschaftsbäder zur Verfügung.

Es ist Teil des Ausbildungskonzepts, die gesamte Zeit der Ausbildung zusammen zu verbringen. Die Zeit nach dem Abendessen kannst du für eine intensive Lernphase allein oder in der Gruppe nutzen, ohne von der Familie, Freunden oder anderen Dingen in der wichtigen Prüfungsvorbereitung abgelenkt zu werden.

Übernachtung

Für die Übernachtung direkt am Ausbildungsort stehen individuell gestaltete Einzel- und Gruppenzimmer mit Blick in die Natur sowie vier Gemeinschaftsbäder zur Verfügung.
Rund um die beiden Gästehäuser gibt es einen großen Außenbereich mit Terrasse. Die ganze Anlage mit Jagdschule und Gästehäusern liegt mitten im Wald mit Blick auf den Werbellinsee. Die Liegewiese und Badestelle sind nur ca. 70 Meter entfernt.

Die Gästehäuser sind mit modernen Bädern ausgestattet und haben jeweils große Aufenthaltsräume, W-LAN und eine voll ausgestattete Küche. Das Mitbringen von Hunden ist nach Absprache erlaubt.

Es ist Teil des Ausbildungskonzepts, die gesamte Zeit der Ausbildung zusammen zu verbringen. Die Zeit nach dem Abendessen kannst du für eine intensive Lernphase allein oder in der Gruppe nutzen, ohne von der Familie, Freunden oder anderen Dingen in der wichtigen Prüfungsvorbereitung abgelenkt zu werden.

Ein veganes Gericht, das in unserer Jagdausbildung serviert wird, ist auf einem Tisch angerichtet.
Ein Porträt unseres Koches Miro. Er kocht für die Jagdschule jegane Gerichte mit Wildfleisch.

Verpflegung

Während der ganzen Jagdausbildung bekommst du hochwertige Bio-Vollverpflegung (Frühstück, Mittag- und Abendessen). Wir verwenden ausschließlich die besten Lebensmittel, die wir aus der Region beziehen können. Die Verwertung von Wildfleisch hat bei uns einen so hohen Stellenwert, dass wir eine eigene Profiküche betreiben. Das Essen wird von einem Koch in Vollzeit in der Restaurantküche unter Gastronomiebedingungen für dich zubereitet. Zu jeder Zeit der Ausbildung steht dir eine große Auswahl an Getränken wie Bio-Limonaden, Wasser, Kaffee und anderen Säften zur Verfügung.

Jedes Essen ist so hochwertig wie bei einer Hauptmahlzeit in einem guten Wildrestaurant. Wir sind stolz darauf, als erste Jagdschule in Deutschland die „jägane“ Ernährung für ihr gesamtes Veranstaltungsangebot eingeführt zu haben. Wir verwenden nur Fleisch aus der Jagd, die restliche Nahrung ist rein pflanzlich, also vegan.

Kosten für Verpflegung & Unterkunft

Die Unterkunft inklusive Vollverpflegung und Nutzung des Seminarraums berechnen wir mit 140 € pro Tag (55 € für Unterkunft im Doppelzimmer und 85 € für drei Mahlzeiten). Nach Wunsch kann ein Einzelzimmer für 100 € / Nacht gebucht werden. Die Kosten werden in einer separaten Rechnung einen Monat vor Ausbildungsbeginn in Rechnung gestellt. Das Ausbildungskonzept sieht vor, dass wir alle am Ausbildungsort übernachten, morgens den Tag gemeinsam beginnen und abends am Lagerfeuer ausklingen lassen. Denn das Lagerfeuer ist ein zentrales Element der Ausbildung. Hier werden Inhalte vermittelt und Räume für Diskussionen eröffnet. Aus diesem Grunde ist es obligatorisch, die Verpflegung und die Unterkunft in Anspruch zu nehmen.

Was für Zahlungsarten stehen mir zur Verfügung?

Du kannst diese Ausbildung ganz bequem buchen und mit PayPal über 3, 6, 12 oder 24 Monate in Raten bezahlen. Des Weiteren steht dir die Bezahlung per Sofortüberweisung, Klarna, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift zur Verfügung.

Wie laufen die Tage in mein Jagdausbildung ab?

Jeder Ausbildungstag beginnt um 6.00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Um 7.00 Uhr geht es mit dem Programm los, und es endet um ca. 19.00 Uhr mit einem Abendessen am Lagerfeuer. Am ersten Morgen deiner Ausbildung wirst du nach der Begrüßung deine Ausbilder und die anderen Jagdschüler:innen kennenlernen. Danach gibt es einen kleinen Rundgang durch das Schulungsgelände mit anschließendem Start in deine Ausbildung. Nach jedem Seminartag sitzen wir gemeinsam am Lagerfeuer und können Fragen beantworten und Wünsche entgegennehmen.

Den Stundenplan mit dem konkreten Ablauf der einzelnen Schulungstage mit Uhrzeiten, Pausen etc. bekommst du von uns kurz vor Start der Ausbildung per Mail mitgeteilt.

Die Anatomie deiner Jagdausbildung

Wenn du schon einmal mit jemanden gesprochen hast, der den Jagdschein gemacht hat, wirst du höchstwahrscheinlich gehört haben: „Eine absolute Achterbahn der Gefühle, ein Auf und Ab“ und „aber auch eine intensive und gute Zeit“. Dem können wir nur beipflichten: Es wird eine herausfordernde, aber gute Zeit für dich. Doch vorab können wir mit einem Glaubenssatz aufräumen.

Du musst nicht alles wissen, was in den dicken Büchern steht, um die Jägerprüfung zu bestehen. Du musst wissen, was nötig ist, um die Prüfung zu bestehen. Du musst nichts auswendig lernen, denn du wirst die Inhalte wirklich verstehen!

In Deutschland werden, unabhängig vom Bundesland, zu 80% die identischen klassischen Prüfungsfragen gestellt. Der einzige Unterschied sind die Spielregeln: die Prüfungsordnung im jeweiligen Bundesland.

Mit diesem Wissen in der Tasche und einem modernen dreistufigen Ausbildungskonzept, bestehend aus Basismodul, Praxismodul und Prüfungsmodul machen wir den Weg frei zu deinem eigenen Jagdschein. Das Geniale: In allen drei Modulen triffst du auf die gleiche Struktur und Organisation. Genau das gibt uns die Ruhe und Sicherheit für die Jägerprüfung.

Ein Jagdschüler sitzt an einem Baum angelehnt auf dem Waldboden. Er lern mit dem Online-Lernsystem im Eigenstudium, bevor der zu uns in die Jagdschule kommt.

Das Basismodul – Dein Fundament

Im ersten Modul wirst du dich im Eigenstudium flexibel von zuhause aus mit einer intelligenten Kombination aus Online-Lernsystem, Audiotrainer, Lern-App und Fallstudien vorbereiten. Das Lernsystem ist dein digitaler Vorbereitungskurs, in dem du detailliert Schritt für Schritt Lernanleitungen mit allen wichtigen Elementen deiner Ausbildung an die Hand bekommst. Darin enthalten sind intensive Übungen für:

  • den offiziellen Fragenkatalog mit allen Prüfungsfragen
  • die Waffenhandhabung
  • die Treib- und Drückjagdsimulation
  • sowie die originalen Prüfungssimulationen aller fünf Prüfungsfachgebiete

So wirst du perfekt auf alle theoretischen und praktischen Elemente der Jägerprüfung vorbereitet. Alle Inhalte kannst du flexibel auf deinem Laptop, Tablet oder Smartphone einsehen und lernen, wo und wann du willst. In der Zeit deines Eigenstudiums kannst du uns jederzeit erreichen und offene Fragen klären.

Ergänzt wird dein Eigenstudium durch Lerngruppen, die sich eigenverantwortlich organisieren. Zwei Monate vor der Jagdausbildung triffst du dich zweimal im Monat über Plattformen wie Zoom mit deinen Mitschüler:innen. In dieser Gruppe können Fragen beantwortet und Lösungen erarbeitet werden. So verfestigst du dein Wissen und erkennst vorhandene Lücken.

Das Ziel des Basismoduls ist 100% Prüfungssicherheit in der schriftlichen Jägerprüfung sowie die Schaffung der Grundlagen für die mündlich/praktische Jägerprüfung. Trotz der digitaler Lerninhalte und Betreuung in diesem ersten Abschnitt deiner Ausbildung, beschäftigen wir uns individuell mit deinen Fragen und Wünschen und beseitigen konsequent alle Schwächen.

Beachte bitte, dass das erfolgreiche Durcharbeiten der Lektionen essenziell für den sicheren Weg zu deinem Jagdschein ist und dich perfekt auf das Praxismodul bei uns in der Jagdschule vorbereitet.

Im Basismodul wirst du vorbereitet auf

Wir bereiten dich mit Videolektionen und dem offiziellen Fragenkatalog auf die schriftliche Jägerprüfung vor. Mit dem Fragekatalog als Handbuch und Lernanleitung gelangst du Schritt für Schritt zu verständlichen Lösungen zu allen Fragen.

Bei der Wissensvermittlung der sechs Themengebiete (Wildtierkunde, Waffenkunde, Jagdrecht, Jagdpraxis, Jagdhundewesen, Wald- und Feldbau) warten unzählige Videos und Arbeitsblätter mit genialen Eselsbrücken und Tipps auf dich.

Mit ausführlichen Lernvideos für das Ausschlussfach Waffenhandhabung für Langwaffen und Kurzwaffen erlangst du das Grundwissen durch praktische Übungen und für das Schießtraining bei uns (Stand einnehmen, Haltung Waffe, Sicherheitseinweisung etc.). So hast du eine solide Grundlage für das Praxismodul bei uns in der Jagdschule.

Alle Lerninhalte für eine erfolgreiche Jägerprüfung werden in dieser ersten Phase deiner Jagdausbildung durch Videos bis ins kleinste Detail erklärt. Gleichzeitig bekommst du downloadbare Inhalte wie PDF-Dateien und Folien mit genialen Tipps und Tricks aus der jagdlichen Praxis.

Zeitaufwand: Die Zeit kannst du dir eigenverantwortlich einteilen. Wir empfehlen mindestens 2-3 Monate vor Beginn des Praxismoduls zu starten. Der Zeitaufwand beläuft sich insgesamt auf ca. 90 Stunden Lernzeit.

Jagdschüler der Jagdausbildung betrachten Gebiss von einem Rehbock

Das Praxismodul – draußen Dinge begreifen!

Im zweiten Modul kommst du durch das eigenständige Lernen mit einem großen Vorwissen zu uns in die Jagdschule. Zusammen mit den anderen Jagdschüler:innen bist du nun auf einem einheitlichen Wissensstand, da ihr mit dem gleichen System in Eigenstudium gelernt habt. Jetzt können wir den langweiligen Frontalunterricht in stickigen Schulungsräumen überspringen und haben mehr Zeit für die jagdliche Praxis in unserem großen Lehrrevier.

In der gesamten Zeit des Praxismoduls in der Jagdschule und auf den Schießstand trainieren wir die 100% bestätigte Prüfungs- und Reviersicherheit in der schriftlichen und mündlichen/praktischen Prüfung sowie im Schießtraining! Die Schießausbildung und die zahlreichen Exkursionen in unser Lehrrevier sind dabei perfekt wie ein Uhrwerk mit der Lerndidaktik des Online-Lernsystems verzahnt.

„Ein guter Schütze muss kein guter Jäger sein, aber ein guter Jäger immer ein guter Schütze”

Um in der Praxis präzise und wiederholgenau (tierschutzgerecht) töten zu können – sprich mit dem ersten Schuss –, legen wir besonderen Wert auf eine adäquate und professionelle Schießausbildung mit Flinte, Büchse und Kurzwaffe.

Für ein effektives Ausbildungskonzept hat Maurice Ressel, Leiter der Jagd- & Schießausbildung, gemeinsam mit Wolfgang Moser (mehrfacher deutscher Meister im Flintenschießen), Sven Stollenwerk (Trainer der Bundeswehr in der Kurzwaffe) und Michael Gast (Schießlehrer der Spezialkräfte der Bundeswehr in der Kugelwaffe) ein Schießausbildungskonzept entwickelt. Entstanden ist eine Didaktik und Methodik, mit der wir dir bestmöglich zeigen, wie du präzise triffst und mit den verschiedenen Waffensystemen (Büchse, Flinte & Kurzwaffe) sicher umgehst.

Du bekommst nach deiner Schießausbildung vier umfangreiche Handbücher über das Pistolen-, Büchsen- & Flintenschießen sowie das Trockentraining. Hier kannst du direkt an dein erlerntes Wissen anknüpfen und dich zur perfekten Schütz:in weiterbilden.

Im Praxismodul warten auf dich:

Schiesstrainer und Ausbilder für Jagd Maurice Ressel zeigt einem Jagdschüler den Umgang mit einer Waffe in der Praxis

Die Waffe wird dein Handwerkszeug sein. Ziel ist es, dich zu befähigen, auch in einer Stresssituation (Prüfung) sicher zu treffen. Neben den prüfungsrelevanten Waffen wie Büchse und Flinte legen wir im Vergleich zu anderen Jagdschulen auch einen Fokus auf die Ausbildung an der Kurzwaffe. Ob Pistole oder Revolver, die Kurzwaffe ist in der Jagdpraxis sonst bei falscher Anwendung (z.B. auf der Nachsuche) ein enormes Sicherheitsrisiko. Dem wollen wir mit einem fundiertem Kurzwaffentraining in der Jagdausbildung entgegenwirken.

Unsere Schießtrainer stehen vor der besonderen Aufgabe, dich in kurzer Zeit im Schießen auszubilden. Um dies zu gewährleisten, haben wir in Zusammenarbeit mit der „Modernen Schießlehre – der Akademie für Sportschütze und Jäger“ einen methodisch sinnvollen Aufbau der Schießausbildung entwickelt.

Der Kernelemente deiner Schießausbildung:

  • Das Grundwissen: Jeder praktischen Vermittlung von Schießtechniken geht die Theorie voraus. Hierfür haben wir für die drei relevanten Waffen Büchse, Flinte und Kurzwaffe einen praxisnahen Ansatz für Schießtechniken gefunden und in acht einfache Punkte zusammengefasst, den sogenannten „8 Kriterien für den präzisen Schuss“. Neben der theoretischen Vermittlung der perfekten Schießtechnik bekommst du in einer ausführlichen Power-Point-Präsentation das gesamte Grundwissen über Ballistik und Waffentechnik an die Hand. Zusätzlich erweitern wir dein Wissen über die wichtigsten Aspekte der Ausrüstung, den sicheren Schuss auf ein querbewegliches Ziel (Drückjagd) und dem Wissen, welche weiteren Qualifikationen für dich als Jäger:in nach bestandener Prüfung sinnvoll sind.
  • Waffenhandhabung & Sicherheit: Neben den Wildkrankheiten und dem Recht ist die Waffenhandhabung ein klares Ausschlussfach. Denn ein Handhabungsfehler mit scharfer Munition kann fatale Folgen haben. Von Anfang an legen wir deshalb in deiner Jagdausbildung den Grundstein für ein sicheres Jägerleben und achten penibel auf die Sicherheit von A-Z. Dabei integrieren wir die Waffenhandhabung in jedem Schritt, beim Trockentraining, beim Handhabungstraining und auf dem Schießstand. So gehen dir die Handhabungsschritte und die Sicherheitsgrundregeln in Fleisch und Blut über.
  • Das Trockentraining: 80 % der Wirklichkeit kann durch ein Trockentraining mit Pufferpatronen simuliert werden. Am Anfang der Ausbildung steht deshalb nach dem Erlangen der theoretischen Grundlagen das Vertrautwerden mit den unterschiedlichen Waffen im Vordergrund. Bevor es auf den Schießstand geht, machst du dich in ausgewählten Trockenübungen mit der Funktion der Waffe vertraut. So erfährst du, wie die Waffen funktionieren, die richtige Schießposition aussieht, wie du zielst und schlussendlich richtig auslöst. Das erhöht die Sicherheit am Schießstand und du verlierst schon vor dem ersten Schuss etwaige Ängste.
  • Der scharfe Schuss: Auf dem Schießstand werden die im Trockentraining erlernten Bewegungsabläufe und Schießpositionen in der Praxis umgesetzt. Dabei wirst du beim „100m Bock“, dem „Laufenden Keiler“ auf 50 Meter und beim „Trapschießen“ mit der Flinte immer von einem Schießtrainer 1:1 betreut und korrigiert. Dir stehen dabei immer so viel Versuche offen wie es die Zeit zulässt. Unser Ziel ist es, dass du in jeder Disziplin effektive Schießfertigkeiten aufbaust, die die Anforderungen der Schießprüfung übersteigen. So gehen wir sicher, dass du auch unter Stress das nötige Ergebnis erzielen wirst.
  • Die Zusatztermine: In den meisten Fällen reicht die Zeit des Schießtrainings innerhalb der Jagdausbildung für die Prüfungssicherheit aus. In manchen Fällen jedoch nicht. Deswegen besteht immer die Möglichkeit, mit uns ein individuelles Schießtraining außerhalb der Ausbildungszeit nach der Jagdausbildung zu vereinbaren.
Dozent in Jagdausbildung sitzt mit Jagdschüler am Tisch um die Prüfung vorzubereiten

Hier werden alle Unterrichtslektionen in kleinen Gruppen absolviert, welche parallel in unterschiedlichen Lernstationen geschult und trainiert werden. So gibt es keine Wartezeiten und auf alle Jagdschüler:innen kann individuell eingegangen werden. Was erwartet dich hier:

  • die Simulation der originalen Prüfungstische aller fünf Hauptfächer
  • die Waffenhandhabung aller relevanten Prüfungswaffen
  • intensives Durcharbeiten des Fragenkataloges mit zielgerichteten Hilfestellungen
Auf dem Platz unserer Jagdschule stehen viele Rehe mit den Schülern unserer Jagdausbildung

Das praktische Lernen findet bei uns primär draußen statt. Denn unsere Jagdschule ist eingebettet in die Survival- & Wildnisschule Lupus. Unsere Ausbildungsprogramme finden komplett draußen in der Natur statt. Diesen Anspruch haben wir auch für einen Großteil der jagdpraktischen Erfahrung in deinem Lehrgang. Was erwartet dich hier:

  • Jagdsimulation einer Treib- und Drückjagd mit Flinte und Büchse
  • der Besuch von Wildgattern, die Teilnahme an Gesellschaftsjagden und oder Einzeljagden (je nach Jahreszeit)
  • Begleitung eines Jägers zur Ansitzjagd und bei der Pirsch durch das Revier
  • Schulung durch unserem Spurenleser Marcel, die Zeichen in der Natur zu lesen und dem Wild folgen zu können
  • das Behandeln erlegten Wildes: aufbrechen und versorgen, aus der Decke und Schwarte schlagen, zerwirken und küchenfertig machen
  • praktische Jagderfahrung mit einem Jäger (Ansitz oder Pirsch) Wiederholung (s.o.)
  • Zeit mit erfahrenen Hundeführern und ihren Jagdhunden

Zeitaufwand: Je nach Ausbildungsformat 14 zusammenhängende Tage oder zwei Module mit jeweils 9 Tagen. Unabhängig vom Kursformat enthält jede Ausbildung 114 Stunden theoretischen und mindestens 40 Stunden jagdpraktischen Unterricht.

Ein Prüfer sitzt in der Prüfungssimulation in der Jagdschule Lupus an einem Tisch und prüft einen Schüler im Fach Wildbiologie.

Das Prüfungsmodul – die Essenz deiner Jagdausbildung

In der Prüfung triffst du auf die gleichen Inhalte wie im Basis- und Praxismodul. Nun heißt es, ohne Panik ruhig und gelassen dein Wissen vor der Prüfungskommission abzurufen und deinen Jagdschein sicher mit nach Hause zu nehmen. Deine Kurstermine werden nach Möglichkeit so geplant, dass die Prüfung nach einer kurzen Pause von ein bis zwei Wochen absolviert werden kann. Die Prüfung findet in Brandenburg statt, i.d.R. an einem Wochenende. Am letzten Tag vor der Prüfung gibt es eine Abschlussbesprechung mit den letzten wertvollen Tricks und Tipps (Näheres zum Prüfungsinhalt und Ablauf findest du im folgenden Absatz zum Ablauf deiner Jägerprüfung).

Ablauf der Jägerprüfung

  • Hier starten wir mit der Schießprüfung in allen drei Disziplinen (Trap/Bock/Keiler). Dabei bleiben wir als Gruppe immer zusammen.
  • Danach folgt die schriftliche Prüfung mit dem zuvor geübten Multiple-Choice-Fragenkatalog.
  • Der zweite Tag startet mit der mündlich-/praktischen Prüfung
  • Danach warten die Bekanntgabe der Gesamtprüfungsergebnisse und die Ausgabe des Prüfungszeugnisses auf dich.

Zeitaufwand: 2 zusammenhängende Tage.

Die Lerninhalte deiner Jagdausbildung

Wenn du deine Jagdausbildung beginnst, startet für dich eine intensive Zeit des Lernens mit vielen Erkenntnissen, die deinen Horizont erweitern. Aufgrund der Komplexität und der Fülle des Lernstoffs werden die Ausbildung und die anschließende Jägerprüfung nicht ohne Grund das grüne Abitur genannt. Um dir den Traum vom Jagdschein und das tiefe Naturerlebnis zu ermöglichen, ist unsere Jagdschule dein starker Partner und Ausbilder auf dem Weg zum erfolgreichen Bestehen der Jägerprüfung. Das Bestehen der Prüfung ist dein Ticket für die Beantragung des Jagdscheins und ein Leben als aktive:r Jäger:in.

Du wist bei uns nicht dieses oder jenes Skript oder Lehrbuch studieren müssen, wir schaffen vielmehr eine Verbindung zwischen den Fachgebieten und zeigen dir, dass alles miteinander zusammenhängt!

Das Bundesjagdgesetz schreibt den Jagdschulen vor, welche Inhalte im theoretischen und praktischen Unterricht vermittelt werden müssen. Die gesamten Lerninhalte sind je nach Bundesland in fünf bis sechs große Fachgebiete unterteilt. Diese werden, je nachdem wo du den Jagdschein machst, etwas anders benannt. Im Grunde begegnen sie dir in mehr oder weniger abgewandelter Form als Wildtierkunde, Waffenkunde, Jagdrecht, Jagdpraxis, Jagdhundewesen, Wald- und Feldbau.

Diese Fachgebiete sind gleichzeitig deine Prüfungsfächer bei der Jägerprüfung. Hinzu kommt die Ausbildung zum jagdlichen Schießen mit der Kugelwaffe (Büchse) und der Schrotflinte (Flinte). Der professionelle und adäquate Umgang mit Jagdwaffen ist ein wichtiger Bestandteil deiner Ausbildung. Um dir einen Überblick zu verschaffen, welche Lerninhalte auf deinem Weg zum Jagdschein warten, beschreiben wir nachfolgend den gesamten Inhalt deiner Jagdausbildung. Doch zuerst ein Blick in das Bundesjagdgesetz.

Der Jagdschüler….muss in der Jägerprüfung ausreichende Kenntnisse der Tierarten, der Wildbiologie, der Wildhege, des Jagdbetriebes, der Wildschadensverhütung, des Land- und Waldbaues, des Waffenrechts, der Waffentechnik, der Führung von Jagdwaffen (einschließlich Faustfeuerwaffen), der Führung von Jagdhunden, in der Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen, in der Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel, und im Jagd-, Tierschutz- sowie Naturschutz- und Landschaftspflegerecht nachweisen.

Das komplette Jagdwissen ist in fünf Themengebiete unterteilt. Wenn du dich hier über die Inhalte informierst, lasse dich nicht von der Menge des Lernstoffes verunsichern, denn unser Online-Lernsystem, wird dich gezielt und effektiv durch alle Themengebiete leiten. Sei dir sicher, während deines Eigenstudiums im Online-Lehrsystem und beim Lehrgang in unserer Jagdschule werden dir alle Inhalte vermittelt, die du für die Jägerprüfung benötigst.

Portrait von Jagdlehrer Maurice Ressel. Er zeigt den Jagdschülern in der Jagausbildung ein Zielfernrohr im Unterricht für Waffenkunde.

Fachgebiete der Jägerprüfung

  • Kenntnis der Tierarten, Wildbiologie: umfasst insbesondere Biologie, Verhalten, Erkennungsmerkmale und Lebensraumansprüche der Wildarten; Ansprechen des Wildes unter besonderer Berücksichtigung der in ihrem Bestand gefährdeten Wildarten.
  • Natur- und Umweltschutz: umfasst insbesondere die Grundlagen der Wechselbeziehungen des Natur- und Artenschutzes und des Land- und Waldbaus, den Biotopschutz und die Biotopgestaltung, Wildschadenverhütung, die Kenntnis der wichtigsten Feldfrüchte, Baum- und Straucharten sowie die Grundzüge des Land- und Waldbaus.
  • Waffentechnik, Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen: umfasst insbesondere die Jagdwaffenkunde, den Umgang mit Lang- und Kurzwaffen, blanken Waffen, Optik, Zielhilfen und sonstigen Jagdgeräten sowie deren Pflege und Verwahrung.
  • Jagdbetrieb: umfasst insbesondere Jagdausübung, Verhalten im praktischen Jagdbetrieb, Jagdarten, Jagdeinrichtungen, Fanggeräte, tierschutz- und artgerechte Haltung, Führung und Einsatz von Jagdhunden, Sicherheitsbestimmungen
  • Wildkrankheiten und Behandlung von erlegtem Wild: umfasst insbesondere Erkennungsmerkmale der wichtigsten Wildkrankheiten; hygienisch erforderliche Maßnahmen und Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Lebensmittels Wildbret, Versorgung und Verwertung des Wildes, Trophäenbehandlung.
  • Rechtliche Vorschriften: umfasst insbesondere das Bundes- und Landesjagdrecht einschließlich des zugehörigen Artenschutzrechts, Waffenrecht, das Tierschutz-, Tierseuchen- und Tierkörperbeseitigungsrecht, das Recht des Naturschutzes und der Landschaftspflege einschließlich des zugehörigen Artenschutzrechts, Recht des Waldes und der Landschaftsordnung, insbesondere Betretungsrecht und die Rechtsvorschriften für den Umgang mit Hunden.

Hier geht es um´s Machen! In vielen Exkursionen werden wir die Themen aus der Theorie endlich anwenden können. Im Wald wirst du die ökologischen Grundlagen kennenlernen und Zusammenhänge zwischen Umwelt und Wildtieren verstehen. Wir werden mit dir Bäume und Sträucher bestimmen und Spuren von Wildtieren folgen. Das Aufbrechen von Wild, Zeit mit Hundeführern und ihren Jagdhunden, das Anfertigen von Brüchen, und den Bau von Ansitzeinrichtungen im Revier gehören ebenfalls zu den festen Bestandteilen deines Praxismoduls.

Im Fachbereich Wildtierkunde unseres Jagd Lehrgangs zeigt Jagdlehrer Maurice Ressel den Unterkieferast eines Überläufers.

Die Waffenhandhabung ist ein Ausschlussfach. Ein Haltungsfehler in der Prüfung bedeutet den sicheren Ausschluss aus der Prüfung. Das oberste Gebot mit der Waffe in der Prüfung und in der Jagdpraxis ist 100% Sicherheit!

In der Waffenhandhabung kannst du dein Wissen aus dem Fach Waffenkunde nun in der Theorie an unseren Übungswaffen erproben. Der gesamte Themenkomplex Waffen, Munition und Optik starten immer erst theoretisch, bevor es dann für dein Schießtraining auf den Schießstand geht.

Die Waffe ist ein Handwerkszeug. Sicher mit ihr umzugehen und tödlich zu treffen, ist eine der wichtigsten Fertigkeiten eines Jägers und einer Jägerin. Im Fach Waffenhandhabung wirst du den sicheren Umgang mit allen gängigen Waffen (Langwaffen, Kurzwaffen) lernen, die für die Jagd in Deutschland und international zum Einsatz kommen. Mir der ungeladenen Waffe wirst du in zahlreichen Übungssimulationen jagdliche Szenarien wie Schussabgabe, der Schussabbruch sowie das Besteigen und Absteigen von Hochsitzen simulieren. Bevor es auf den Schießstand geht, kannst du mit dem Modul Waffenhandhabung die Berührungsängste vor Waffen verlieren und Sicherheit gewinnen.

In diesem Bild zeigen wir unsere modernen Übungswaffen der Jagdschule. Mit diesen Jagdwaffen können sich die Jagdschüler im Schießtraining auf die Jägerprüfung vorbereiten.

Die Waffenhandhabung ist ein Ausschlussfach. Ein Haltungsfehler in der Prüfung bedeutet den sicheren Ausschluss aus der Prüfung. Das oberste Gebot mit der Waffe in der Prüfung und in der Jagdpraxis ist 100% Sicherheit!

In der Waffenhandhabung kannst du dein Wissen aus dem Fach Waffenkunde nun in der Theorie an unseren Übungswaffen erproben. Der gesamte Themenkomplex Waffen, Munition und Optik starten immer erst theoretisch, bevor es dann für dein Schießtraining auf den Schießstand geht.

Mit der Sicherheit aus der Waffenhandhabung geht es mit uns auf den Schießstand, wo wir dir das jagdliche Schießen mit der Büchse und Flinte beibringen. Hier lernst du in einer 1:1-Betreuung alle Disziplinen, die du für deine Jägerprüfung benötigst. Damit du prüfungssicher bist, werden wir mit dir an mehreren Tagen immer wieder die Schießsituationen trainieren, die dir in der Prüfung begegnen.

Eine Teilnehmerin mit der Flinte. Das Jagdliche Schießen mit der Flinte auf dem Trap-Stand ist fester Bestandteil unserer Ausbildung.

Die wichtigsten Disziplinen sind dabei das Schießen mit der Kugelwaffe (Büchse) auf eine Rehbockzielscheibe auf 100 Meter. Beim Schuss auf den „Laufenden Keiler“ auf 50 Meter simulierst du von rechts nach links den flüchtigen Schuss bei der Drückjagd. Bei der Disziplin Trap musst du eine fliegende Tontaube mit der der Schrotwaffe (Flinte) treffen.

Übersicht und grafische Darstellung des Ablaufes unserer Jagdausbildung in der Jagdschule. Hier wird der Eigenstudium, die Praxis bis hin zu Jägerprüfung schematisch dargestellt.

Zusatzinfos: Die Jägerprüfung und der Jagdschein

Wir bereiten dich in dieser Ausbildung auf die Jägerprüfung vor. Doch wie läuft sie ab und was sind die genauen Inhalte? Das zu wissen ist für dich von großem Wert, da du dich mit dieser Information besser vorbereiten und mit einem guten Gefühl in die Prüfung gehen wirst.

Die Prüfung ist staatlich und wird von einer offiziellen Prüfungskommission organisiert und durchgeführt. Die genauen Inhalte sind Ländersache und unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Was sich jedoch in ganz Deutschland zu 80 % ähnelt, ist der Grundaufbau.

Demnach gliedert sich jede Jägerprüfung in drei Teile, egal ob in NRW, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen:

  • Schießprüfung
  • schriftliche Prüfung
  • mündlich-/praktische Prüfung

Exemplarisch beschreiben wir im Folgenden den Prüfungsverlauf in Niedersachsen.

Die Schießprüfung

Bei fast allen Prüfungen in Deutschland sind die Schießprüfungen ähnlich aufgebaut. In Niedersachsen wirst du mit der Büchse (Kugelgeschoss) zwei Disziplinen und mit der Flinte (Schrot) eine Disziplin ablegen müssen. Die drei Disziplinen sind wie folgt aufgebaut:

  • Der Rehbock stehend angestrichen: Hier musst du mit der Büchse inklusive Zielfernrohr 5 Schüsse auf die offizielle Zielscheibe (DJV Scheibe Nummer 1) abgeben. Diese ist 100 Meter entfernt. Dabei musst du von 50 möglichen Wertungstreffern 25 erreichen. Der Anschlag des Gewehrs ist dabei stehend angestrichen (angelehnt an eine Stange).
  • Der flüchtige Überläufer (Wildschwein): Bei dieser Disziplin musst du mit der Büchse 5 Schüsse auf eine 50 Meter entfernte, von rechts nach links laufende Scheibe (DJV Scheibe Nummer 5) abgeben. Als bestanden gilt, wenn du 2 Wertungstreffer (in den Ringen) erzielt hast, hier gibt es nur „in den Ringen“ oder „nicht in den Ringen“.
  • Skeet oder Trap (Tontauben): Dabei wirst du mit 30 Schrotpatronen auf 15 Tontauben schießen. Dabei musst du insgesamt 5 Tontauben treffen. Die Disziplinen selber sind in ganz Niedersachsen vorgegeben, doch jeder Prüfungsort wechselt zwischen „Trap“ oder „Skeet“.

Die schriftliche Prüfung

Die schriftliche Prüfung ist fester Bestandteil einer jeden Jägerprüfung. Jedes Bundesland hat einen eigenen Fragenkatalog mit unterschiedlichem Umfang. Der Prüfungskatalog in Niedersachsen umfasst insgesamt 2.609 Multiple-Choice-Prüfungsfragen. Der Fragenkatalog in Nordrhein-Westfalen hat dagegen nur 1.500 Fragen. Du wirst jetzt denken, dass der Fragenkatalog in NRW einfacher ist, doch sind die 1.500 Fragen nicht nach dem Multiple-Choice-Prinzip, sondern sie müssen ohne verschiedene Antwort-Optionen beantwortet werden.

Bei deiner Prüfung wird der Kreisjägermeister dann aus der Gesamtanzahl der Fragen eine Auswahl treffen. Diese liegen dir und deinen Mitprüflingen zur schriftlichen Prüfung vor. Die Fragen gliedern sich jeweils in die fünf großen Fachgebiete, in Niedersachsen sind das:

  • Fachgebiet 1: Wildtierkunde
  • Fachgebiet 2: Waffenhandhabung und Munitionskunde
  • Fachgebiet 3: Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb
  • Fachgebiet 4: Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum
  • Fachgebiet 5: Jagdrecht und weiteres Recht.

In Niedersachsen werden von den insgesamt 2.609 Fragen 100 für die Prüfung ausgewählt. Aus jedem Fachgebiet werden dir 20 Fragen vorgelegt. Diese sind exakt die Fragen, die wir mit dir im Online-Lernsystem, in der App (Heintges Jagdtrainer App) und bei uns in der Jagdausbildung lernen. Für die schriftliche Prüfung wirst du mit den anderen Jagdschein-Anwärter:innen in einen Prüfungsraum geführt, wo du einen Zettel mit den ausgewählten Fragen bekommst. Es wird zwei Versionen geben, sodass du nicht abschreiben kannst. Gestartet wird immer mit dem Fachgebiet 1 der Wildtierkunde.

Wenn du den Fragebogen ausgefüllt hast, gibst du ihm deinen Prüfer und musst, den Raum verlassen und warten bis der letzte Jagdschein-Anwärter:in den Fragebogen ausgefüllt und abgeben hat. Die Fragebögen werden von der Prüfungskommission direkt im Anschluss ausgewertet. Danach wirst du wieder in den Prüfungsraum gebeten, um den nächsten Fragebogen mit den 20 Fragen aus dem Fachgebiet 2 der Waffenhandhabung und Munitionskunde entgegenzunehmen. Diese Prozedur wird für alle Fachgebiete wiederholt. Für jeden Fragebogen hast du maximal 30 Minuten Zeit. Die meisten sind nach 5 Minuten mit einem Fragebogen (20 Fragen/ein Fachgebiet) durch.

Die mündlich-praktische Prüfung

Neben der Schießprüfung und der schriftlichen Prüfung ist die mündlich-praktische Prüfung ebenfalls fester Bestandteil einer jeden Prüfung in Deutschland. Diese ähnelt von Ablauf der schriftlichen und ist ebenfalls in die fünf Fachgebiete unterteilt. In jedem Fachgebiet hast du etwa 15 Minuten Zeit, um ausführlich zu antworten. Je nach Bundesland sind hier nur die „Klassiker Prüfungsfragen“ unterschiedlich. Das kommt daher, dass das Vorkommen unterschiedlicher Wildarten in Deutschland variiert. Nachfolgend beschreiben wir, was genau in jedem der Fachgebiete in Niedersachsen geschieht.

Fachgebiet 1 (Wildtierkunde)

Hier musst du Tierpräparate und einzelne Schädelpräparate erkennen und beschreiben. Das Sortiment umfasst eine Auswahl von allen Schalenwild- und Federwildarten, die wir in der Ausbildung mit dir durchgegangen sind.

Fachgebiet 2 (Waffenhandhabung und Munitionskunde)

Dieser Prüfungsabschnitt teilt sich in drei Elemente auf. Zum einen wirst du zur jagdlich verwendeten Munition befragt, danach wirst du Lang- und Kurzwaffen aus verschiedenen Ausgangsituationen „sichern“ müssen und mit der Waffe in einer Art Rollenspiel verschiedene jagdliche Stationen durchspielen. Dabei werden Stationen vorkommen, in denen ein Schuss aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, da du z.B. keinen Kugelfang hinter dem Wildkörper hast (Kugel würde unkontrolliert weiterfliegen). Oder du kannst nicht sicher sein, was hinter dem Wild liegt, und hast somit kein freies Schussfeld. Je nachdem welche Situation der Prüfer dir vorgibt, musst du genau überlegen, wie du handelst und deine Aktionen genau begründen können.

Fachgebiet 3 (Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb)

Hier legt dir der Prüfer Fotomaterial von unterschiedlichen Jagdsituationen vor, die dir im Jagdalltag begegnen könnten. Hier bist du aufgefordert zu beurteilen, ob du einen Schuss abgeben würdest. Auf dem Bildmaterial sind manches Mal unter Naturschutz stehende Tierarten oder mehrere Stücke Wild aufgezeigt, bei dem du beurteilen musst, welches du erlegen kannst oder solltest. Im zweiten Abschnitt wirst du Saat-Samen erkennen und Bäume sowie Sträucher bestimmen müssen, die in unmittelbarer Umgebung des Prüfungsortens wachsen.

Der Höhepunkt dieses Prüfungsabschnitts ist die Simulation einer Gesellschaftsjagd. Hier bekommst du vom Prüfer eine Übungswaffe ausgehändigt. In einem Rollenspiel wirst du zu deinem Stand gebracht (eingewiesen) und bekommst eine Belehrung, wie die Gesellschaftsjagd an diesem Tag abläuft. In dem Kontext kommen Fragen zur Sicherheit (VSG 4.4 der Unfallverhütungsvorschrift Jagd) auf dich zu. Wenn du deinen Stand eingenommen hast, werden imaginäre Wildtiere angesagt, bei denen du beurteilen musst, ob du einen sicheren Schuss abgeben kannst oder nicht.

Fachgebiet 4 (Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum)

Das Fachgebiet ist das umfangreichste, doch auch hier hast du nur 15 Minuten. Somit ist es dem Prüfer nicht möglich in die Tiefe zu gehen. Meistens beginnt dieses Fachgebiet mit einigen Fragen zum Hundewesen, welche Prüfungen werden für Jagdhunde abgehalten, welche Rassen sind für die Jagd in Deutschland zugelassen und welche Ausrüstung wird bei einer Jagdhundeausbildung verwendet.

Im weiteren Verlauf kommen meistens Fragen zu verschiedenen Decken und Schwarten (Felle), die du den jeweiligen Wildtieren zuordnen musst. Gezeigt werden dir Häute von z.B. Rehwild und Schwarzwild. Danach kommen die Brüche dran. Das sind abgebrochene Zweige bestimmter Baumarten, die dem Jäger als Kommunikationsmittel dienen. Die Brüche zählen zum alten Brauchtum und werden bis heute gepflegt, denn es kann immer vorkommen, dass du in einem abgelegenen Gebiet keinen Mobilfunkempfang hast.

Fachgebiet 5 (Jagdrecht und weiteres Recht)

Das „trockenste“ Fach, dass nur wenige wichtige Paragrafen zum Jagd- und Pachtrecht enthält. Hier werden die sachlichen Verbote abgefragt, sprich mit welcher Munition darf auf Schalenwild geschossen werden und auf welche Art und Weise darfst du jagen. Desweiteren wirst du beantworten müssen, wie du ein Revier pachten kannst und wie die Struktur der Jägerschaft auf Bundes- und Landesebene ist.

Um in Deutschland legal jagen zu können, musst du eine fundierte Jagdausbildung absolvieren und durch die Jägerprüfung staatlich geprüft werden. Nach bestandener Prüfung kannst du als Jungjäger:in deinen Jagdschein bei der zuständigen unteren Jagdbehörde beantragen. Mit dem Dokument bist du berechtigt, auf Wild, das dem Jagdgesetz unterliegt, die Jagd aus zu üben und eine Waffenbesitzkarte zu beantragen.

Das Waffengesetz regelt den genauen Umstand, wie du eine Waffe kaufen, transportieren und führen darfst. Mit dem Jagdschein bist du laut Waffengesetz dazu berechtigt, die Waffen nur bei der Jagd zu führen oder beim Übungsschießen zu nutzen. Das Führen von Waffen außerhalb der Jagdausübung ist grundsätzlich nicht gestattet.

Wichtig zu wissen ist, dass der alleinige Besitz des Jagdscheins dich nicht berechtigt, die Jagd aktiv auszuüben. Du musst für ein Revier das Jagdrecht besitzen oder dieses pachten. Das Recht, die Jagd auszuüben, ist in Deutschland an Grund und Boden gekoppelt. Somit kann der Grundeigentümer oder eine Jagdgenossenschaft (Zusammenschluss von Eigentümern) das Jagdausübungsecht geldlich oder unentgeltlich übertragen.

Voraussetzungen für deinen ersten Jagdschein

Um deinen Jagdschein nach bestandener Jägerprüfung zu beantragen, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die zuständige Behörde ist meistens die Untere Jagdbehörde oder Waffenbehörde.

Für die Beantragung des Jagdscheins musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Du musst deine Jägerprüfung bestanden haben. Damit du zur Prüfung zugelassen wirst, ist die Teilnahme an eine Jagdausbildung verpflichtend. In manchen Bundesländern wird eine bestimme Zahl an Theorie- und Praxisstunden für die Zulassung zur Prüfung verlangt. Die Zugangsvorrausetzungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Die Prüfung setzt sich immer aus drei Teilen zusammen (Schieß-, schriftliche und mündlich-praktische Prüfung) und muss staatlich abgenommen werden.
  • Du musst eine Jagdhaftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Die Deckungssumme muss mindestens bei 50.000 Euro für Sachenschäden und mindestens 500.000 Euro für Personenschäden liegen.
  • Durch die Vorlage eines Führungszeugnisses musst du deine persönliche Zuverlässigkeit nachweisen. Eine neue Reglung verlangt eine Abfrage der Behörde beim Verfassungsschutz.

Für die Beantragung musst du weiterhin mindestens 18 Jahre alt sein. Wenn du vor der Volljährigkeit deine Jagdausbildung absolvierst, kannst du ab dem 16. Lebensjahr den sogenannten Jugendjagdschein machen. Hier bekommst du nicht die gleichen Rechte wie bei einem normalen Jagdschein.

Der Jugendjagdschein

Diese Art von Jagdschein kann zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr gelöst werden. Die Jagdausbildung kannst du bereits mit 15 durchlaufen und dann mit 16 den ersten Jugendjagdschein per Gesetz lösen. Im Grunde ist diese Arte des Jagdscheins dem normalen ähnlich, jedoch sind Minderjährige bezüglich der Jagdausübung und der Praxis eingeschränkt. Jugendlichen ist es etwa untersagt, alleine die Jagd auszuüben. Dies darf nur in Anwesenheit einer volljährigen, jagdlich erfahrenen Person geschehen. Das können die Erziehungsberechtigten oder eine von den Erziehungsberechtigten schriftlich beauftragte Person sein. Per Gesetz ist eine Person jagdlich erfahren, wenn sie den Jagdschein besitzt oder schon einmal besessen hat.

Des Weiteren dürfen Inhaber des Jugendjagdscheins selber nicht als Schützen an eine Gesellschaftsjagd teilnehmen, auch nicht in Begleitung einer jagdlich erfahrenen Person. Sie dürfen weder Waffen noch Munition selber besitzen, sich diese jedoch für die praktische Jagdausübung ausleihen.

Gültigkeit des Jagdscheins

Ein Jagdschein kann in verschiedenen Ausführungen ausgestellt sein. Er kann in drei Varianten beantragt werden. Als Tagesjagdschein ist er maximal 14 Tage gültig. Diese Variante kann ebenfalls für ausländische Jagdgäste als sogenannter Ausländerjagdschein beantragt werden. Der Jahresjagdschein kann mit einer Gültigkeitsdauer von ein, zwei oder drei Jahren gewählt werden. Je nachdem wie lange der Jagdschein gültig ist, steigen die Kosten für die Beantragung.

Nach Ablauf der Gültigkeit musst du den Jagdschein wieder von neuem beantragen. Bei jeder neuen Ausstellung gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der Erstausstellung. Die Gültigkeit des Jagdscheins bezieht sich dabei immer auf das Jagdjahr. Dies umfasst den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Das Jagdjahr legt fest, in welchen Zeitraum das jagdbare Wild (z.B. Rotwild, Rehwild, Damwild, Schwarzwild, Fuchs, Feldhase, Wildenten, Gänse) bejagt werden darf. Beachte hierbei bitte, dass die Jagd- und Schonzeiten der unterschiedlichen Wildarten in den jeweiligen Landesjagdgesetzen unterschiedlich geregelt sind.

Ist dein Jagdschein erloschen und du beantragst ihn nicht erneut, kann die Waffenbehörde deine Waffenbesitzkarte widerrufen. Hier kann es Ausnahmen geben, jedoch ist dir der Besitz und Erwerb von Munition dann nicht mehr erlaubt. Wenn du die Jagd ohne gültigen Jagdschein ausübst, begehst du eine Ordnungswidrigkeit. Die kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.

Wie viel kostet der Jagdschein?

Neben den Gebühren für die Ausstellung müssen natürlich auch die Kosten für die Jagdausbildung hinzugerechnet werden. Die Kosten für die Ausstellung des Jagdscheins sind Ländersache und können somit je nach Region unterschiedlich ausfallen.

In Brandenburg kostest die Beantragung für den 1-Jahresjagdschein: 60,00 Euro, 2 Jahresjagdschein: 100,00 Euro, 3 Jahresjagdschein: 155,00 Euro (Stand 2021)

Unsere Methoden & Didaktik

Bei uns in der der Jagdausbildung lernst du mit allen Sinnen. Wusstest du, dass du nur ca. 10% durch Lesen und nur 20% durch reines Zuhören lernst? Durch die Kombination von Sehen, Hören, Diskutieren und selber Tun lernst du ganze 90%. Aus diesem Grund gehen wir mit dir raus in die Natur. Ganz nach dem Motto: von der Hand in den Kopf. Nachfolgend beschreiben wie unsere Methoden, um dich erfolgreich zum Jagdschein zu führen.

Wie kann ich sichergehen, dass ich genau das lerne, was für die Jägerprüfung ausschlaggebend ist?
  • Du bekommst im Gegensatz zu den dicken Lehrbüchern in unserem Online-Lernsystem nur die Dinge zur Verfügung gestellt, die wirklich in der Prüfung zum Jagdschein gefordert werden.
  • Dabei wirst du anhand eines strukturierten Ablaufplans immer nur an die Inhalte herangeführt, die für deine aktuelle Lernphase relevant sind. So wirst du nicht überfordert und kannst durch den strukturierten Lernplan Schritt für Schritt lernen.
  • Wir simulieren bei unseren Prüfungstrainings die originalen Prüfungstische, so dass dich keine bösen Überraschungen in der Jägerprüfung erwarten.
  • In der Treib- und Drückjagdsimulation spielen wir mit dir den Prüfungsablauf durch, bis du hier garantiert sicher bist.
  • Die Lerndidaktik und die Inhalte des Online-Lernsystems sind mit der Theorie bei uns vor Ort miteinander verzahnt und sind somit ein kombiniertes Lernsystem.
  • So warten keine neuen Inhalte beim Schießtraining, beim Fragenkatalog oder bei den theoretischen Einheiten auf dich, die du nicht vorher schon online gelernt hast.
  • Durch die Vereinfachung von komplexen Inhalten durch geniale Grafiken & Merksätze, Eselsbrücken und wertvolle Profitipps
  • Durch das gemeinsame Lernen und Wiederholen
  • Durch ein effektives Zirkeltraining und die lebensechte Simulation wichtiger Szenarien wie z. B. der Prüfung und Gesellschaftsjagd
  • Mit innovativen Lernanleitungen, Videos und Podcasts im Online-Lernsystem
  • Wir nutzen die Natur als interaktiven Raum zum Lernen.
  • Durch eine Gruppengröße von nur 3 Schülern im Zirkeltraining kann Lernen intensiv und individuell stattfinden. Durch die kleine Gruppengröße können unsere Jagdlehrer noch gezielter auf dich eingehen.
  • Wir werden dich sicher und mit maximalem Überblick durch den Lehrstoff begleiten.
  • Mit ständigen Feedbacks durch unsere Ausbilder und gezielte Lernkontrollen deines Wissenstands weißt du immer wo du stehst. Das wird deinen Prüfungsdruck reduzieren.
  • In unserer Jagdschule sind deine Ausbilder jederzeit deine persönlichen Ansprechpartner. Du kannst deine Bedenken und Fragen äußern und bekommst direkt ein Feedback durch ein klärendes Gespräch. Sei dir sicher, dass wir außerhalb der Schulzeiten deines Lehrgangs zur Verfügung stehen.

Und nebenbei: Du wirst schneller prüfungssicher sein, als du selber wahrnehmen wirst. Auch hierfür ist es genial, unsere Jagdlehrer zu haben, die dir immer deinen aktuellen Stand aufzeigen. So drehst du keine Extraschleifen auf deinem Weg zum Jagdschein.

Deine Lernumgebung

Du hast durch den digitalen Vorbereitungskurs im Online-Lernsystem Zeit gespart und so sitzen wir alle weniger am Schreibtisch. Stattdessen gehen wir für den Unterricht so häufig wie möglich raus in die Natur. Das Besondere an dieser Jagdausbildung: Du schläfst inmitten unseres großen Lehrreviers, dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Dieses wunderschöne Gebiet mit Seen und Bächen, Laubwäldern, Quellen und Mooren ist unser Klassenzimmer.

In über 40 Stunden jagdpraktischer Erfahrung hast du die Möglichkeit, die Jagdausübung hautnah mitzuerleben. So nehmen wir dich mit auf die Pirsch und können dir die prüfungsrelevanten Elemente der Fachgebiete wie Wildtierkunde, Jagdbetrieb, Wildbrethygiene und Hundewesen im Revier praktisch vermitteln.

  • In der Natur lernen & leben: Du wirst mitten im Lehrrevier Naturpark Märkische Schweiz schlafen. Wir werden sehr viel Zeit draußen in Wald, Feld und Flur verbringen und gemeinsam in zahleichen Exkursionen entdecken und lernen.
  • Jagen gehen: Mit Jägern geht es auf spannende Ansitze oder die gemeinsame Pirsch.
  • Wild verarbeiten: Wir werden in unserem großen Lehrrevier meistens genügend Wild zum Aufbrechen zur Verfügung haben. So hast du die Gelegenheit, Wildbretverwertung in der Praxis zu erlernen.
  • Kurze Wege: Von unserem Ausbildungsort sind es nur 30 Min. bis zum Schießstand in Falkenhagen.
  • Große Auswahl: Wir haben ein Sortiment an Waffen, die dir bei deiner Jägerprüfung begegnen werden. So erlebst du bei deiner Prüfung keine Überraschungen.
  • Koch mit Bio-Vollverpflegung: Während des Lehrgangs wirst du von einem Koch voll verpflegt. Wir verarbeiten hierbei ausschließlich Biolebensmittel. Viele Produkte sind aus der Region.
  • Lagerfeuerrunden: Jeden Abend werden wir den Tag am Lagerfeuer gemeinsam ausklingen lassen. Hier ist Raum für Fragen und Reflexion.

Weiterbildungen und Lehrgänge nach der Jagdausbildung

Der Weg des Jägers ist eine Reise des Lernens und des Staunens. Die Jagdausbildung und die Zeit als Jungjäger:in ist somit der Anfang einer lebenslangen Lernreise. Dabei wirst du nicht nur jedes Mal, wenn du zum Jagen gehst, Wissen tanken, sondern du hast mit den zahlreichen Lehrgängen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Zusatzqualifikationen für alte Hasen und Jungjäger:inn en die Möglichkeit dich aktiv weiter zu entwickeln.

Übersicht und grafische Darstellung der Weiterbildungsmöglichkeiten und Zusatzqualifikationen für Jäger und Jägerinnen.

Eine phantastische Möglichkeit dazu bietet dir unsere Wildnisschule mit der einjährigen Wildnispädagogik-Ausbildung. Mit ihr kannst du dich pädagogisch und persönlich weiterentwickeln und dein Wissen Kindern und Erwachsenen im Lernort Natur weitergeben. Mit der Ausbildung wirst du dein enormes Wissen aus der Jagdausbildung kombinieren und Menschen für Natur und die Jagd begeistern können!

Neben unserer Wildnispädagogik-Ausbildung geben wir dir in der oben dargestellten Grafik einen kleinen Überblick, wie du dich als Jäger:in weiterentwickeln kannst. Viele weitere Seminare, Lehrgänge und Weiterbildungsangebote werden dabei von den Landesjagdverbänden veranstaltet. Sie geben meistens zu Beginn des Jahres ihre Seminare online. Sie sind meistens für Mitglieder vergünstigt und du kannst davon ausgehen, dass sie professionell durchgeführt werden.

Meinungen zur Jagd

Jagd ist das älteste Handwerk der Menschheit und gilt als Wiege aller Wissenschaften (siehe The Origin of Science, Louis Liebenberg). Wenn die Jagd nach hohen ethischen (weidgerechten) und nachhaltigen Grundsätzen ausgeübt wird, ist sie eine schonende Nutzungsform einheimischer Wildtiere, trägt dazu bei, die biologische Vielfalt natürlicher Ökosysteme zu erhalten, und bildet eine wichtige Säule des Arten- und Naturschutzes.

Du wirst dich schon länger mit der Jagd beschäftigen und dich gefragt haben, ob die Jagd ethisch vertretbar, nachhaltig und zeitgemäß ist. Das ist eine wichtige Frage und zeigt, dass du bereit bist über ein komplexes und ernstes Thema wie die Jagd zu reflektieren. Das haben wir als Jagdschule und aktive Jäger ebenfalls getan und können dir daher bei der Beantwortung einiger wichtigen Fragen über den Sinn und der Legitimation der modernen Jagd helfen.

Ob die Jagd ethisch vertretbar, nachhaltig und zeitgemäß ist, hängt maßgeblich von deinem eigenen Handeln ab – so hast du es selber in der Hand, das uralte Erbe Jagd für die Zukunft zu erhalten.

Unser Anspruch ist, dich nicht nur zum Jagdscheininhaber zu machen, sondern dich zu einem aktiven naturverbundenen verantwortungsvollen Jäger und Jägerin auszubilden. Daher ist es uns als Jagdschule wichtig, dass du als angehende Jäger:in für dich klar hast, welches Bild der Jagd für dich erstrebenswert ist und was sie in der Praxis bedeutet.

Unser Jagdlehrer zeigt das richte Schießen mit der Büche bei der Waffenhandhabung auf dem Scheißplatz.

Vorweg: Wenn du den Jagdschein machen willst, um als Freizeitspaß Tiere zu jagen und dein Ziel die Trophäe an der Wand ist, dann bist du bei uns falsch. Wenn du dich jedoch für das älteste Handwerk der Menschheit interessiert, um dich mit dem hochwertigen und maximal tierschutzgerechten Lebensmittel selber zu versorgen, du die Natur erhalten, Tierarten und deren Lebensräume schützen willst, dann bist du bei uns richtig.

Der Weg des Jagens

Wenn du dich für den Weg des Jagens entscheidest, dann solltest du dir bewusst darüber sein, dass du ein verantwortungsvolles Handwerk ausübst. Jagd ist keinesfalls ein Hobby. Mit dem Erlangen des Jagdscheins bekommst du das Recht die uralte Tradition der Jagd auszuüben, verpflichtest dich aber auch:

  • zur Hege, also zur Pflege, des Wildes und dessen Lebensraum
  • zum weidgerechten (tierschutzkonformen) Töten des Wildes
  • zum Natur- und Artenschutz

Betrete den Weg des Jagens nur, wenn du:

  • deine Freizeit gern in der Natur verbringst
  • dich mit der Natur verbunden fühlst
  • dich für die Wildtiere und ihren Lebensraum interessierst
  • dich für den Naturschutz einsetzen willst
  • bereit bist, Leben zu nehmen
  • Geduld hast und nicht immer Beute machen musst
  • bereit bist, ein Tier vollkommen zu zerlegen
  • gerne Fleisch ist
  • bereit bist, für die Legitimation der Jagd einzustehen

Sei dir bewusst, dass Jagen nicht bedeutet, am Wochenende mal eben für fünf Stunden auf den bequemen Hochsitz zu steigen. Jagd ist privat betriebener Natur- und Artenschutz, der in ehrenamtlicher Arbeit geleistet wird. Das nimmt Zeit in Anspruch.

Dabei leistest du mit der notwendigen Bestandsregulierung von z.B. Reh und Wildschwein eine wertvolle Dienstleistung für Land- und Forstwirtschaft (Näheres dazu findest du im folgenden Absatz zu: Ist Jagd noch zeitgemäß?). Gleichzeitig versorgst du dich mit einem der hochwertigsten Lebensmittel.

Statistisch gesehen musst du mehrere Male zur Jagd, um überhaupt ein Tier zu erlegen. Du brauchst Geduld und musst oft ein Tier wieder ziehen lassen, weil ein Schuss zu weit ist oder das Tier nicht günstig steht. So kannst du keinen tierschutzgerechten, sofort tödlichen Schuss in die Kammer (Herz-Lungenraum) abgeben. Ein nicht tödlich getroffenes Tier ist eine absolute Katastrophe für das Wild selbst, für dich und das Ansehen der Jagd in der Bevölkerung. Sei dir bewusst, dass du als aktiver Jäger und Jägerin persönlich dafür verantwortlich sein wirst, ob dir Jagd ethisch vertretbar ist oder nicht.

Die Toleranz gegenüber der Jagd in der nichtjagenden Bevölkerung in Deutschland schwindet immer mehr. Sei dir bewusst, dass du durch Fachwissen und Geduld bei der Bevölkerung punkten kannst und mit einer sachlichen Aufklärungsarbeit als verantwortungsvoller Jäger:in wieder die Jagd als festen Bestandteil der Gesellschaft etablieren kannst.

Ein Fuchs stehe in einem blühenden Fuchs. Der Fuchs wird bei uns in der Jagdschule in der Jagdausbildung im Fachbereich Wildtierkunde unterrichtet.

Das Bild von der Jagd in der nichtjagenden Bevölkerung hat sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten verändert. Die Jagd steht unter kritischer Beobachtung und muss sich vielen Fragen stellen und sich gegen Natur- und Tierschutzorganisationen behaupten, die eine Einschränkung oder sogar ein vollständiges Verbot der Jagd fordern. Feldstudien und Ökologen sollen laut Tierschützern und Umweltschutzverbänden längst bewiesen haben, dass sich die Tierpopulationen selbst regulieren, wenn man sie in Ruhe lässt. Die Überpopulation der Tiere würde sich dann durch Krankheit und Senkungen der Geburtenrate von selbst einpendeln. Beweise hierfür gäbe es in Gebieten Europas, wo nicht mehr gejagt werden darf, wie z.B. in italienischen Naturparks oder im Schweizer Kanton Genf.

Des Weiteren wird den Jäger:innen vorgeworfen, das Jagen aus reiner Mordlust zu betreiben. Durch die Fütterungen des Wildes würden sie maßgeblich dazu beitragen, dass die Bestände von Rehen, Hirschen und Wildschweinen explosionsartig in die Höhe schnellen.

Doch ist die Jagd wirklich überflüssig. Steckt hinter dem Begriff Hege nur das Streben nach großen Trophäen? Wir haben uns einigen Fragen gestellt und versucht, auf eine sachliche Art und Weise darauf zu antworten.

Warum gibt es in Deutschland immer mehr Jäger:innen?

Die Antwort auf diese Frage lässt sich aus zahlreichen Umfragen in der Jägerschaft ableiten. Einer der Hauptgründe ist das intensive Naturerlebnis. Das Wildfleisch als gesundes und maximal tierschutzgerechtes Lebensmittel ist ein weiterer Hauptgrund. Sich selbst etwas für den Kochtopf zu schießen, ist eine natürliche und naturverbundene Art der Naturnutzung. Das Erleben der Jagdgemeinschaft ist neben der praktischen Naturschutzarbeit ein weiteres Argument der befragten Jäger:innen.

Die wenigsten Jäger:innen werden die Hürde von über 100 Stunden Theorieunterricht und bis 80 Stunden Praxis in fünf Fachbereichen auf sich nehmen, nur um eine Waffenbesitzkarte beantragen zu können. Es geht hier also vorrangig um die Natur und um das Beute machen und nicht um Waffen.

Warum brauchen die Jäger für das Naturerlebnis ein Gewehr?

Jagd ist ein intensives Erleben der Natur, ein verantwortungsvolles Handwerk und Beute machen. Um Beute zu machen, wird eine Schusswaffe benötigt. Das Reduzieren der Wildbestände und der Gewinn von Wildfleisch setzt voraus, dass Tiere getötet werden.

Jagd ist grundsätzlich nachhaltig (Näheres dazu findest du im folgenden Absatz zu der Nachhaltiger & weidgereichte Jagd). Es ist das älteste Handwerk der Menschheit und die Urform der Lebensmittelgewinnung. Jagd ist dabei immer ressourcenschonend und richtig ausgeführt tierschutzgerecht. Es werden keine industriellen Futtermittel oder Medikamente verwendet und Tiere in Ställen gehalten. Das Wild ist bis zum Augenblick des tödlichen Schusses frei und kann essen, was es will.

Es braucht ca. 20 Stunden, um ein Wildschwein zu erlegen, und 10 Stunden für ein Reh. In dieser Zeit des Wartens erlebt der:die Jäger:in die Natur mit allen Sinnen – Dinge, die den meisten Menschen verborgen bleiben.

Warum schaffen wir die Jagd nicht ab, und überlassen die Natur sich selbst?

Deutschland mit seiner Kulturlandschaft ist extrem vom Menschen geprägt. Eine Art Wildnis gibt es nicht mehr. Landwirtschaft, Verkehr, Städte und Industrie bestimmen das Bild. Jäger:innnen haben die Aufgabe, die anpassungsfähigen Wildarten im Bestand zu reduzieren und selten gewordene Lebensräume zu schützen oder wiederherzustellen. Dies ist eine wichtige Aufgabe, um spezialisierten Wildarten wie Feldlerche, Feldhase oder Feldhamster durch die Bejagung ihrer Feinde (Fuchs) und das Anlegen von Blühstreifen zu helfen, Tierseuchen wie die Schweinepest oder Tollwut zu bekämpfen und wirtschaftliche Schäden durch Fraßschäden im Feld durch Wildschwein oder im Feld durch Rehwild zu vermeiden.

Wenn wir die Natur sich selbst überlassen, bedeutet das in unserer Kulturlandschaft eine Überpopulation an Wildschweinen und damit eine massive Ausbreitung der Schweinepest. In einem solchen Fall müsste der größte Teil der Hausschweine vorsorglich getötet wenden und Deutschland dürfte kein Schweinefleisch mehr exportieren. Seltene Tierarten würden immer mehr zurückgedrängt werden und im schlimmsten Fall regional aussterben.

Der Grund für die Zurückdrängung sind anpassungsfähige Beutegreifer wie Fuchs, Marder und Waschbär, die sich massiv ausbreiten würden. Die Population der Rehe würde ansteigen und das Bestreben nach einem klimafreundlichen und gesunden Mischwald zunichtemachen, da sie junge Bäume verbeißen und so zum Absterben bringen. Aus diesen Gründen werden selbst in den großen und waldreichen Nationalparks wie der Eifel und der Müritz Rehe und Rotwild bejagt. In Schutzgebieten für seltene bodenbrütende Vogelarten werden Füchse und Marder bejagt und das zum Teil beauftragt von Naturschutzverbänden und staatlichen Organisationen.

Warum gibt es immer mehr Rehe und Wildschweine in Deutschland? Liegst das daran, dass die Jäger:innen die Tiere füttern?

Die steigenden Wildbestände haben nichts mit dem Jagen zu tun. Nach Auskunft des Thünen-Instituts in Eberswalde hat sich die Zahl der erlegten Paarhufer (Reh, Hirsch, Wildschwein) in Deutschland in den letzten 40 Jahren verdoppelt.

Die Hauptgründe für den Anstieg sind ein erhöhtes Angebot an Nahrung und Deckung. Doch die Ursachen sind noch komplexer. Eine enorme Begünstigung für den Anstieg ist der großflächige Anbau von Mais und Raps. Hinzu kommt der ungewollte Eintrag von großen Mengen an Stickstoff durch die Luft, dies lässt die Pflanzenwelt wachsen. Die Folge sind häufigere Mastjahre, Jahre, in denen Buchen und Eichen im Wald große Mengen ihrer Samen verlieren. Des Weiteren fehlten in den letzten Jahren die harten Winter, die sonst bestandsregulierend auf das Wild wirken.

Das extrem anpassungsfähige und kulturfolgende Wildschwein konnte seinen Lebensraum in Europa in den letzten vierzig Jahren durch das erhöhte Nahrungs- und Deckungsangebot verdreifachen.

Die Fütterung von Wildtieren ist in Deutschland verboten und nur in Notzeiten erlaubt. Diese werden von der zuständigen Behörde ausgerufen und kommt bei großen Schneemassen und Überschwemmungen vor. Laut einer Imagebefragung des IfA-Instituts (2011) befürworten 90% der Bevölkerung die Fütterung von Tieren in Notzeiten.

Warum brauchen wir rund 140 Arten im Jagdrecht?

Das Jagdrecht ist auch ein Schutzrecht. Von den Hegebemühungen der Jägerschaft und Grundeigentümern profitieren seltene Arten, die dem Jagdrecht unterliegen. Das ist gesetzlich verankert. Seehund, Seeadler, Fischotter, Luchs, Wildkatze: Diese Arten unterliegen dem Jagdrecht und sind ganzjährig geschützt. Weil sie dem Jagdrecht unterliegen, fließt Geld aus der Jagdabgabe – die jeder Jäger entrichten muss – in deren Schutz und Erforschung. Zudem verbessern Jäger durch praktische Naturschutzarbeit den Lebensraum. Alle genannten Arten sind im Aufwärtstrend. Der Seeadler wurde 2009 sogar von der Roten Liste genommen.

Zur Hegeverpflichtung für seltene Arten gehört auch die Bejagung von räuberischen, anpassungsfähigen Arten wie Fuchs, Waschbär, Marder. Zudem werden Vergehen gegen das Jagdrecht grundsätzlich höher bestraft als gegen das Naturschutzrecht.

Ein Fazit

Kann sich der Wald selbst regulieren ohne das Eingreifen der Jäger:innen in die Population des Wildes? Natürlich reguliert sich Natur selbst! Aber nicht immer Sinne der Menschen. Der Natur ist es vollkommen egal, ob an einem bestimmten Punkt Birkenwald, Buchenwald oder gar kein Wald wäscht. Aber uns Menschen kann es nicht egal sein, weil wir für unsere Wirtschaft und unsere Nahrung eine ganz bestimme Art von Natur erhalten wollen – ganz einfach als Lebensgrundlagen. Denn primär geht um unsere Ansprüche und die unserer Kinder. Und die Antwort ist unserer Meinung nach komplexer als einfach nur zu behaupten, dass wir auf keinen Fall Tiere töten sollten.

Denn wir nehmen Tiere in Anspruch, ob wir ein Reh schießen oder tierische Produkte nutzen oder tierische Lebensräume zerstören. Wir nehmen grundsätzlich Tiere in Anspruch durch unsere heutige Lebensweise. Wir tragen Lederschuhe, obwohl wir vielleicht kein Fleisch essen, wir fahren auf Straßen durch die Landschaft, wo ein ganzer Lebensraum versiegelt worden ist. All das bringt auch Tiere um. Und in dieser Form finde ich es nicht schlimm, denn das ist eine nachhaltige Nutzung der Natur. Wenn ich jage, fühle ich mich der Natur zugehörig und verbunden.

Fakt ist, dass der Mensch durch den massiven Eingriff in die Natur den Lebensraum vieler Tierarten zerstört hat. Durch den Ausbau der Land- und Forstwirtschaft gibt es Tierarten, dessen fragiler Lebensraum zerstört oder verkleinert wird. Bodenbrütenden Vogelarten wie Auerwild, Rallen, Birkwild sind hier besonders betroffen. Raubwild wie Luchs, Wolf und Bär wurden vertrieben oder ausgerottet.

Andersherum gibt es die extrem anpassungsfähigen Wildarten wie Reh, Wildschwein und Fuchs, die als Gewinner dastehen und extremen Schaden an forst- und landwirtschaftlichen Flächen verursachen. Sie profitieren von dem erhöhten Nahrungsangebot und durch die landschaftliche Umstrukturierung des Menschen. Durch diesen Umstand sind die Artenvielfalt und der klimafreundliche Mischwald in Deutschland und Europa massiv gefährdet. Die Ausräumung der Landschaft für den Ausbau von Infrastruktur und der damit verbundene Rückgang der Artenvielfalt ist ein vom Menschen verursachtes Problem. Wenn wir über die Legitimation der Jagd reden, reden wir immer von Standpunkt des Menschen aus, das muss uns klar sein. Der Forstwirt will einen gesunden Wald und keine Rehe, der Landwirt will keine Wildschweine, der Hühnerzüchter will keinen Habicht so weiter.

„41 Prozent aller Jäger engagieren sich ehrenamtlich, besonders im Umwelt- und Naturschutz. In der Gesamt­bevölkerung sind es nur 9 Prozent.“ – DJV

Der Jägerschaft kommt in diesem starken Spannungsfeld zwischen den Interessen der Tiere und des Menschen eine besondere Rolle zu. Die Jäger:innen sehen sich in einer vom Menschen gestalteten und dominierten Welt als Anwalt der Tiere. Sie verschaffen dem Wild durch die Biotophege Lebensraum und betreiben damit aktiven Arten- und Naturschutz für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Sie vermitteln als staatlich anerkannte Naturschützer:innen mit ihrem großen Fachwissen über Wild und Wald zwischen Land- und Forstwirtschaft und der Bevölkerung.

Ein Luchs schleicht im Schnee. Der Luchs wird bei uns in der Jagdschule in der Jagdausbildung im Fachbereich Wildtierkunde unterrichtet.

Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Er bedeutet, nur so viel zu verbrauchen wie auch nachwachsen kann. Viele verstehen darunter „das Richtige tun“. Nachhaltigkeit in der Jagd bedeutet, dass du sicherstellst, die Ressource „Wild“ nicht zu übernutzen, sodass sie auch in Zukunft für unsere Kinder nutzbar zur Verfügung steht. Gleiches gilt für den Schutz der Ressource „Wald“. Hier tragen Jäger:innen maßgeblich dazu bei, dem Wald vor der Übernutzung durch Wildtiere zu schützen.

Den Ursprung des jagdlich nachhaltigen Handelns findest du in den 1811 und 1812 erschienenen Lehrbüchern „Hege“ und „Wild-Hege“ von Georg Ludwig Hartig. Hier definiert er den Begriff „Hege“ mit „die Schonung und Pflege des Wildes jeder Art“. Denkst du den Kerngedanken der Hege zu Ende, so erkennst du vielleicht im jagdlichen Hegebegriff die Wurzeln des Naturschutzes, welchen wir heutigen Jäger:innen in erster Linie als Arten- und Lebensraumschutz umsetzen. Hartwig ist somit der Begründer des Artenschutzes und der jagdlichen Nachhaltigkeit. Die ersten Artenschutzgesetze waren Jagdgesetze, und umgekehrt ist jagdliche Gesetzgebung bis heute Artenschutzgesetzgebung.

Als Fazit können wir festhalten, dass viele heutige Grundlagen von Naturschutz, Artenschutz und Nachhaltigkeit ihren Ursprung in der Forstwissenschaft und der Jagd haben. Die Jagdverbände sind aus diesem Grund allesamt staatlich anerkannte Naturschutzverbände. Aus dem Nachhaltigkeitsprinzip hat sich heute ein umfassendes Konzept des Umgangs mit ihren verschiedenen Ressourcen entwickelt. Dabei offenbart sich der Nachhaltigkeitsaspekt in der Jagd heute über:

  • Den Natur- & Artenschutz: durch die Jagd- und Schonzeiten als aktiven Artenschutz, da eine Übernutzung durch gezielte Abschusspläne oder ganztägige Schonung und durch Naturschutzmaßnahmen und Biotopschutz verhindert wird..
  • Das Lebensmittel: mit seiner sinnvollen Verwertung ist das Wildbret eine nachwachsende hochwertige Nahrungsressource
  • Den Tierschutz: Durch das weidgerechte Töten des Wildes im Gegensatz zu der Massentierhaltung.
  • Die gesellschaftliche Verantwortung: mit nahezu 100 % privat finanzierten Dienstleistungen (Naturschutz & Nahrungsmittel) für die Gesellschaft sowie mit ihrem jagdlichen Brauchtum und der Weiterführung der Jagdkultur.

Du siehst, dass die Jagd in Deutschland mit ihren ethischen und rechtlichen Standards alle Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Daraus ergibt sich, dass das Handwerk der Jagd mit verantwortungsvollen Aufgaben einhergeht. Doch was bedeuten diese „Aufgaben“ in der Praxis? Um dir einen Überblick zu verschaffen, haben wir die Kernelemente einer nachhaltigen Jagd zusammengefasst.

Nachhaltige Jagd bedeutet in der Praxis:

  • Das jagdliche Handwerk zu beherrschen und sich als Jäger:in ständig weiterzubilden.
  • Sich an die Grundsätze des Tierschutzes und Tierwohls zu halten und die Verantwortung zu haben, Schmerzen und Leiden des Wildes zu verhindern.
  • Die Natur zu erhalten und Tierarten und deren Lebensräume zu schützen.
  • Die Qualität der Lebensräume zu erhalten und zu verbessern.
  • Die Lebensansprüche des Wildes zu berücksichtigen und dem Wild Ruhe, Äsung, Fortpflanzung und Ausbreitung zu ermöglichen.
  • Die Wildtierbestände regelmäßig hinsichtlich ihrer Zahl und Zustand zu erfassen.
  • Die vorkommenden Wildarten zu hegen und zu regulieren und in ihrem Bestand gefährdete Arten zu fördern.
  • Die Ausbreitung invasiver Arten zu verhindern und sich gegen die Einbringung nicht-einheimischer Tierarten einzusetzen.
  • Wild als nachwachsende und natürliche Ressource zu bewirtschaften und durch das Nutzen von Wild in der Region Arbeitsplätze und Lebensgrundlage zu schaffen.
  • Die Verfügbarkeit von Wild als ein natürliches, hochwertiges und maximal tierschutzgerechtes Lebensmittel einzusetzen und bereitzustellen.
  • Einen freiwilligen Beitrag für unsere Gesellschaft als Natur- und Artenschützer:in , als Seuchen- und Verkehrsschützer:in und als Lehrer:in und Fürsprecher:in für die Natur zu leisten.
  • Die Jagd als Kulturgut unserer Gesellschaft zu pflegen und unser Wissen an nachkommende Generationen weiterzugeben und sie an Natur und Jagd heranzuführen.
  • Jagdkultur, Jagdethik und Jagdtradition zu bewahren, zu leben und weiter zu entwickeln.
  • Mit anderen Naturschützer:innen und Naturnutzer:innen zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.
  • Zu akzeptieren, dass wir nicht die alleinigen Naturnutzer:inen sind und wir Interessen von Landwirten, Förstern, Fischern oder Erholungssuchenden berücksichtigen.
  • Dass Jäger:innen in ihrer Region und Heimat die Jagdausübung ermöglicht wird.

Schnellinfos & Anmeldung

Steckbrief der Jagdausbildung

  • Was: Bereite dich mit dieser kompakten Jagdausbildung auf die Jägerprüfung vor
  • Wie: Lerne die Theorie durch unser smartes Online-Lernsystem und erfahre die ganze Welt des Jagens in deiner dreiwöchigen Jagdausbildung
  • Wo: Jagdschule Lupus – Jägerberg 3, 16247 Joachimsthal (zur Standortkarte)
  • Termine: Praxismodul in der Jagdschule & Prüfungstermin siehe Detailinfos
  • Der nötige Zeitaufwand: ca. 90 Stunden Eigenstudium und 2-3 Wochen Jagdausbildung (je nach Kursangebot)
  • Ratenzahlung: Du kannst diese Ausbildung ganz bequem buchen und nach deinen Bedürfnissen mit PayPal über 3, 6, 12 oder 24 Monate in Raten bezahlen.
  • Kosten: 3.100 € inkl. Mehrwertsteuer, Prüfungsgebühr 333,20 €, zzgl. Unterkunft und Bio-Vollverpflegung (55 € Unterkunft und 85 € für drei Mahlzeiten inklusive Getränke)
  • Blaser-Jagdwaffen: Wenn du die Ausbildung bei uns startest, bekommst du 20% auf eine frei konfigurierbare Blaser-Jagdwaffe. Du sparst dabei so viel Geld, dass du mindestens die Hälfte der Ausbildungskosten wieder drin hast. Infos zum Ablauf erhält du hier.
Übersicht und grafische Darstellung des Ablaufes unserer Jagdausbildung in der Jagdschule. Hier wird der Eigenstudium, die Praxis bis hin zu Jägerprüfung schematisch dargestellt.

Online-Infoabend

Du bist noch unschlüssig und möchtest zuerst mehr über uns und das Ausbildungskonzept erfahren? Dann bist du herzlich zu diesem Online-Infoabend über Zoom eingeladen. Dort stellen wir dir die Jagdausbildung detailliert vor, beantworten offene Fragen und geben dir viele weitere Informationen. Nutze diese Gelegenheit, um dann mit einem guten Gefühl die richtige Entscheidung zu treffen.

Inhalte:

  • Konzept und Ablauf der Ausbildung
  • Wer sind die Dozenten?
  • Tipps für den bestmöglichen Start in die Jagdausbildung
  • Wie läuft die Jägerprüfung ab?
  • Offene Fragerunde

Die Teilnahme am Online-Infoabend ist kostenfrei und unverbindlich. Bitte registriere dich vorab, damit wir besser planen können:

Infoabend Nr.1: 01.03.2023 um 19.00  zur Anmeldung
Infoabend Nr.2: 08.05.2023 um 19.00  zur Anmeldung
Infoabend Nr.3: 05.07.2023 um 19.00  zur Anmeldung

Die Termine für deine Jagdausbildung 2023

Jagd-Bockkurs – Winter 2023

  • Praxismodul 1:  10.02. – 19.02.2023
  • Praxismodul 2:  03.03 – 12.03.2023
  • Zoom-Vorbereitungstreffen: 16.11.2022 & 15.12.2022 (19.00 bis 20.00)**
  • Prüfungstermin: der mögliche Prüfungstermin wird dir nach deiner Anmeldung mitgeteilt
  • Anmeldeschluss: 10.01.2023*

Jagd-Blockkurs – Sommer 2023

  • Praxismodul 1:  16.06. – 25.06.2023
  • Praxismodul 2:  07.07. – 16.07.2023
  • Zoom-Vorbereitungstreffen: 17.04.2023 & 16.05.2023 (19.00 bis 20.00)**
  • Prüfungstermin: der mögliche Prüfungstermin wird dir nach deiner Anmeldung mitgeteilt
  • Anmeldeschluss: 16.05.2023 *

Jagd-Kompaktkurs – Herbst 2023

  • Beginn des Praxismoduls in der Jagdschule: 01.10 – 15.10.2023
  • Zoom-Vorbereitungstreffen: 14.07.2023 & 01.09.2023 (19.00 bis 20.00)**
  • Prüfungstermin: der mögliche Prüfungstermin wird dir nach deiner Anmeldung mitgeteilt
  • Anmeldeschluss: 01.09.2023*

* Nach Absprache ist die Anmeldung auch später möglich. Bitte kontaktiere uns hierfür und vereinbare ein Telefonat.
** Pflichttreffen für die einheitliche Vorbereitung auf die gemeinsame Zeit in der Jagdausbildung.

Buchung

Portraitbild unserer Sekretärin der Jagdschule. Sie ist immer für dich da wenn du Fragen zu deiner Jagdausbildung zum Jagdschein hast.

Wir sind immer für dich erreichbar

Bei uns in der Jagdschule stehst du als Mensch mit deiner Persönlichkeit im Vordergrund. Deswegen würde uns sehr freuen vor der Buchung mit dir persönlich reden, um dich kennen zu lernen. So können wir alle Fragen klären, sodass es eine ganz persönliche und individuelle Jagdausbildung wird. Ich freue mich, mit dir zu sprechen oder einen Telefontermin über Mail zu vereinbaren.

Jetzt Kontaktieren

Partner der Jagdausbildung

Logo des Kooperationspartner Drei Eichen, Besucherzentrum für Natur- und Umwelterziehung
Logo des Kooperationspartner Jägerschmiede
Logo des Kooperationspartner Waidgerechte Jagd
offizieller Partner Zeiss Jagdschule

FAQ

Rundumblick und Organisation deiner Jagdausbildung

Während der Jagdausbildung in der Jagdschule Lupus wird der sichere Umgang mit Schusswaffen durch die Kurse Waffenkunde, Waffenhandhabung und das Schießtraining für den Umgang mit einer Waffe nach § 1 Absatz 3 Satz 1 WaffG und die damit verbundene, rechtmäßige Jagdausübung nach § 4 WaffG iVm § 15 Absatz 1, § 17 BJG gewährleistet.
Die Jagdschule Lupus positioniert sich gegen extremistisches und militantes Gedankengut und stellt klar, dass jegliche in der Jagdausbildung erlernten Fertigkeiten im Umgang mit Waffen nach § 1 Absatz 3 Satz 1 WaffG allein der rechtmäßigen Jagdausübung nach § 4 WaffG iVm § 15 Absatz 1, § 17 BJG dienen.
Die Jagdschule Lupus und sämtliche Dozent:innen der Jagdschule Lupus distanzieren sich hiermit ausdrücklich von jeglichem Bezug des Besitzes oder des Umgangs mit Schusswaffen zu einem anderen Kontext außer der rechtmäßigen Jagdausübung nach § 4 WaffG iVm § 15 Absatz 1, § 17 BJG, insbesondere von jeglichen Bezügen zu anderen Leistungen der Lupus Wildnis GmbH wie Survival- oder Selbstverteidigungskurse.

Alle Informationen zu den „Allgemeine Geschäftsbedingungen – Jagdausbildung“ kannst du hier einsehen. Bei Vertragsabschluss bekommst du die AGB ebenfalls in einer speicherbaren bzw. ausdruckbaren Form (PDF) zur Verfügung gestellt.

Du kannst diesen Lehrgang nur nach einem persönlichen Gespräch buchen. So kannst du deine offenen Fragen stellen und einen ersten Eindruck bekommen – das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit. Für ein Gespräch teile uns über unser Kontaktformular gerne einen für dich passenden Termin mit.

Für eine Anmeldung zum Jagdschein benötigst du kein Führungszeugnis. Du musst einen Antrag auf Zulassung ausfüllen, den wir dir bei deiner Anmeldung mitsenden. Dafür benötigen wir noch zusätzlich eine Kopie deines Personalausweises.

Mit 16 Jahre kannst du den eingeschränkten Jugendjagdschein (Prüfung ab 15,5 Jahren möglich) und mit 18 Jahre den uneingeschränkten Jagdschein machen. Die wichtige Voraussetzung ist die Zuverlässigkeit. Demnach zugelassen zur Jägerprüfung wird jeder, der ein tadelloses polizeiliches Führungszeugnis vorweisen kann. Desweitern musst du laut Gesetzgeber körperliche und geistige Eignung mitbringen. Mehr Infos dazu bekommst du im Anschnitt Voraussetzung & Beantragung deines Jagdscheins.

Neben der direkten Begleichung der vollen Ausbildungsgebühr hast du die Möglichkeit die Ausbildung nach deinen Bedürfnissen mit PayPal über 3, 6, 12 oder 24 Monate in Raten bezahlen.

In deiner Ausbildungsgebühr sind die Schießgebühren für Munition, Ausbilder und Schießstand, der Zugang zum Online-Lernsystem und die Online-Bibliothek und unser hauseigenes Lernmaterial enthalten. Nicht enthalten sind Fahrtkosten, Unterkunft, Verpflegung und Prüfungsgebühr. Du erhältst direkt nach deiner Anmeldung zum Lehrgang den Zugangscode zu deinem Lernsystem sowie eine konkrete Anleitung, wie du dich optimal vorbereiten kannst.

Neben der Lehrgangsgebühr wird eine Prüfungsgebühr in Höhe von 333,20 Euro (Behörde + Jägerschaft) erhoben. Während der praktischen Ausbildung bei uns in der Jagdschule berechnen wir Unterkunft und Verpflegungskosten (Bio-Lebensmittel) mit pauschal 140 Euro pro Tag. Diese Kosten werden einen Monat vor Beginn der Jagdausbildung in Rechnung gestellt und sind vor Start des Lehrgangs zu begleichen.

Den Bring-  und Abholservice von Waffen und Munition zu Prüfungen, die außerhalb der Hauptprüfungen liegen, werden von uns mit einer Pauschale von 300 Euro berechnet. Dieses Angebot gilt nur bei Prüfungen innerhalb von Brandenburg.

Du musst mit etwa 5.500 € Gesamtkosten rechnen.

Du hast die Möglichkeit, jederzeit ein persönliches Telefongespräch mit uns zu führen. Sende uns dazu bitte über unser Kontaktformular einen Terminvorschlag. Des Weiteren hast du die Möglichkeit, auf ein persönliches Treffen bei uns in Eberswalde vorbeizukommen. Bitte vereinbare ebenfalls einen Termin hierfür mit uns.

Für die Schulungsinhalte orientiert sich unsere Jagdschule an aktuellen Erkenntnissen der Lernpsychologie, Wildbiologie, der Ökologie und des Tierschutzes. Alle Lerninhalte entsprechen dem Rahmenplan für die Jungjägerausbildung und der Praxiserfahrung des Landesjagdverband Brandenburg e.V. Dieser Rahmenplan stellt sicher, dass die gesamte Palette des Jagdwissens auch in deiner Jagdausbildung gelehrt wird. Desweiteren haben wir viele Gastmentoren, die jahrzehntelange Erfahrungen in ihrem Fachgebiet haben.

Nach deiner Anmeldung bekommst du den Zugangscode für das Online-Lernsystem der Jägerschmiede. Ebenfalls senden wir dir ein PDF mit pfiffigen Tipps und Tricks für ein effektives Lernen. Wir stellen dir den Zugang zu unserer hauseigenen Online-Jagdbibliothek zur Verfügung, wo du dein Wissen nach Bedarf erweitern kannst.

Für eine optimale Vorbereitung auf die Jägerprüfung, die jedem Lerntyp gerecht wird, arbeiten wir zusätzlich zum Online-Lernsystem mit weiterem sehr wertvollen Lernmaterial. Bitte kaufe dir selbständig die folgenden Unterlagen:

  • Zum perfekten Lernen für unterwegs empfehlen wir dir die Heintges Jagdtrainer App. Hier kannst du den offiziellen Fragenkatalog lernen, wo und wann du willst.
  • Des Weiteren arbeiten wir mit den Lernmaterialien von Huntorial. Die Fallstudien und der umfangreiche Audiotrainer ergänzen das Online-Lernsystem perfekt.
  • Die Heintges Lernkarten für die Jägerprüfung sind Gold wert, wenn es um das Lernen über Feder- und Haarwild, Pflanzen und Wildkrankheiten geht.
  • Wenn du neben dem Online-Lernsystem mit guten Lehrbüchern arbeiten willst, verwende bitte das Lernsystem „Sicher durch die Jägerprüfung“ von Heintges. Die Bücher gelten nicht ohne Grund als das Referenzwerk und die Verwendung als Lernmaterial dringend von uns empfohlen.

Zusätzlich bekommst du von uns für die Zeit der eigenen Lernphase mit dem Online-Lernsystem ein PDF mit Wildnisübungen. Hier kannst du, schon bevor du zu uns in die Natur kommst, die theoretischen Inhalte in die Tat umsetzen, Spurenlesen üben und deine Sinne schärfen.

Nein, das Wichtigste ist, dass du ein ehrliches Interesse an der Jagd sowie Lernwille und Ausdauer mitbringst.

Wie empfehlen dir ca. 2,5 bis 3 Monate vor Beginn deiner Jagdausbildung bei uns mit dem Online-Lernsystem anzufangen. Dabei spielt Regelmäßigkeit eine große Rolle. Plane für das Eigenstudium zuhause mindestens 90 Lernstunden ein! Für die praktische Ausbildung bei uns in der Jagdschule musst du 14 Tage einrechnen plus zwei Tage Jägerprüfung. Bei deiner Anmeldung bekommst du wertvolle Tipps und Tricks, wie du am besten lernst und dich organisierst.

Alle wichtigen Infos zum genauen Tagesablauf mit kompletter Übersicht und Detailplan bekommst du mit deiner Anmeldung in unserer Bestätigensmail zugesendet. Alle weiteren allgemeinen Infos zum Ablauf deiner Jagdausbildung findest du hier. Wenn dann noch Fragen übrig sind, kannst du uns jederzeit telefonisch oder über unser Kontaktformular erreichen.

Mit deinem Jagdschein, egal wo du ihn in Deutschland lösen solltest, kannst du überall in der Bundesrepublik jagen. Dabei sind natürlich die jeweiligen Landesjagdgesetze zu beachten. Wenn du im Ausland jagen willst, musst du einige Besonderheiten beachten. In diesem Artikel kannst du dich über die Voraussetzungen schlaumachen.

Hier können wir keine direkte Aussage tätigen. Allerdings sagt die Statistik, dass 8 von 10 Jagdschüler:innen die Prüfung in Deutschland bestehen (inclusive Wiederholungsprüfungen)

Interessant ist, dass sich von diesen 8 Jagdschüler:innen nur eine:r aktiv die Jagd ausübt. Bei uns können vereinzelnd Jagdschüler:innen im ersten Durchgang durchfallen, das ist jedoch äußerst selten. Das liegt daran, dass wir niemanden zur Jägerprüfung schicken, der nicht prüfungssicher ist!

Wir können dir einen Schießplatz bieten, der ganz in der Nähe unserer Jagdschule liegt. Die Schießstände Falkenhagen & Angelmünde sind jeweils 30 Autominuten von unseren Ausbildungsorten uns entfernt.

Hier haben wir dir alle verfügbaren Prüfungstermine aufgelistet. Ausbildungen, bei denen nicht explizit „ausgebucht“ steht, können von dir gebucht werden. Wenn du vor deiner Buchung Fragen hast, oder dir unsicher bist, welcher Termin nun der beste ist, kannst du uns jederzeit kontaktieren.

Bei uns gibt es selbstverständlich keine Kleiderordnung. Komme so, wie du dich wohlfühlst und dich am besten vor der Witterung schützen kannst. Reguläre Outdoor-Bekleidung wie festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind dabei bestens geeignet. Einen Gehörschutz musst du dir bitte vor Beginn deiner Jagdausbildung kaufen (z.B. Peltor Sporttac).

Nachfolgend eine kleine Liste an Ausrüstung, bei der wir die Erfahrung gemacht haben, dass es sinnvoll ist, diese für die Ausbildung dabei zu haben:

  • Schießbrille (z.B. 3M Maxim Ballistic Schutzbrille)
  • Schießweste (z.B. Beretta Schießweste Full MESH)
  • Basecap
  • Fernglas und Messer

Für Essen und Trinken ist mit regionaler oder biologischer Kost immer bestens gesorgt. Unser Koch wird die meisten Mahlzeiten über dem Lagerfeuer für uns zubereiten. Frisches Wildfleisch steht auf dem Plan und für Veganer und Vegetarier gibt es durch unsere Beziehung zur solidarischen Landwirtschaft genügend Alternativen. Bitte sage uns bei Allergien oder besonderen Essenswünschen vorab Bescheid.

Ja, die Menge des Lernstoffes ist groß. Doch dafür bieten wir dir ein durchdachtes und intelligentes Ausbildungssystem, das Wichtiges vom Unwichtigen trennt. Das Bestehen hängt vielmehr davon ab, wie viel Zeit du dir vorher nimmst und wie fleißig du bist. Außerdem werden Ausschlussfächer wie das Schießen, die Waffenhandhabung und die Wildkrankheiten intensiv von uns behandelt. Du wirst das schaffen: Los geht´s in einen neuen Lebensabschnitt!

Im Kontext der Jagd spielt die Zuverlässigkeit eine bedeutende Rolle. Im Bundesjagdgesetz ist hier klar geregelt, unter welchen Umständen Personen als nicht zuverlässig eingestuft werden. Wenn du in der Vergangenheit wegen einer Straftat rechtskräftig verurteilt worden bist, kommt es darauf an, welches Strafmaß verhängt worden ist und wie lange die Straftat her ist, ob du die Jagdausbildung absolvieren darfst. In diesem PDF bekommst du ausführliche Informationen mit dazugehörigen Fallbeispielen.

Die Ausbildung zum Jäger:in ist die einzige „Lehre“, bei der du das Handwerk erst nach Bestehen der Prüfung ausüben darfst. Deswegen wirst du bei deiner Jagdausbildung selbstverständlich nicht auf Tiere schießen.

Der Standort unserer Jagdschule liegt direkt im Wald und in unserem Lehrrevier.

Wir werden dich und die Jagdschüler:innen natürlich auf die Ansitzjagd und die Pirsch mitnehmen. Je nach Jahreszeit ist es auch möglich, an Gesellschaftsjagden teilzunehmen.

In deiner Jagdausbildung legen wir einen besonderen Fokus auf das Schießtraining mit der Flinte und der Büchse. Gerade am Anfang werden wir in einer Einzelschießausbildung in 1:1-Betreuung üben. Du wirst im ersten Abschnitt deiner Ausbildung so mehrmals am Tag die Gelegenheit haben, deine Schießfähigkeiten zu verbessern.

Die maximale Teilnehmerzahl in einem Ausbildungsdurchgang liegt bei 18 Jagdschüler:innen.

Uns ist der Datenschutz wichtig. Fotos schießen und Videos drehen darfst du deswegen nur für deine Privatsammlung in Absprache mit der Gruppe. Möchtest du die Fotos und Filme für öffentliche Zwecke nutzen, so brauchst du das Einverständnis der Jagdschule. Das gilt für diese Jagdausbildung und für alle anderen Camps, Lehrgänge und Kurse.

Zur Jägerprüfung

Definitiv, uns ist der Ablauf der Jägerprüfung mit allen Abschnitten bekannt.

Du wirst von uns nach deiner Anmeldung den Fragekatalog mit der Bestätigung über E-Mail zugesendet bekommen. Des Weiteren sind im Online-Lernsystem alle Klassiker-Prüfungsfragen der mündlich-praktischen Jägerprüfung sowie „Gedächtnisprotokolle“ der wichtigsten Prüfungsabschnitte für dich bereitgestellt.

Die Jägerprüfung ist eine staatliche Prüfung. Die Jagdschulen melden die Anwärter / Prüflinge acht Wochen vor Beginn des ersten Prüfungstages an. Wir empfehlen dir, unabhängig von der Anmeldefrist, dich 2-3 Monate vor Beginn der praktischen Ausbildung bei uns in der Jagdschule mit den Inhalten der Jägerprüfung auseinander zu setzten. So fängst du schon früh an zu lernen und kommst nicht in Zeitstress.

Unsere Prüfungstermine richten sich nach den offiziellen Prüfungsterminen in Brandenburg. Die Kurstermine der praktischen Jagdausbildung in unserer Schule sind immer mindestens 14 Tage vor dem ersten Prüfungstag.

Deine Jagdausbildung ist so organisiert, dass der Prüfungstermin idealerweise zwei Wochen nach Beendigung der Jagdausbildung stattfindet. So hast du in dieser Zeit die Möglichkeit, das Erlernte zu vertiefen, und Lücken schließen. Leider kann es sein, dass die Behörde Prüfungstermine kurzfristig umlegt. Das wird jedoch seitens des Landkreises versucht zu vermeiden. Wird ein Prüfungstermin verschoben, kannst du die Zeit dazwischen nutzen, um Inhalte noch intensiver zu lernen.

So oft du willst und bereit bist, die Prüfungsgebühren (Wiederholungsprüfung: 216,58 €) zu bezahlen.

Das ist überhaupt kein Problem. Die Inhalte der Jägerprüfung bestimmen zwar die Länder, doch die Jägerprüfung ist in ganz Deutschland anerkannt. Wenn du deine Jägerprüfung in z.B in Brandenburg oder Niedersachsen bestanden hast, kannst du in Brandenburg ohne Probleme deinen Jagdschein lösen.

Die schriftliche Prüfung, mündlich/praktische Prüfung und die Schießprüfung finden je nach Termin an unterschiedlichen Orten statt. Alle Prüfungsorte liegen in Brandenburg und sind natürlich nah beieinander. Du wirst von uns in der Zeit zischen der Anmeldung und dem der Jagdausbildung das Datum und die Prüfungsorte mitgeteilt bekommen.

Davon raten wir ab. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich hier schon Fehler einschleichen, die für uns Schießtrainer schwierig sind, in der Zeit der Ausbildung wieder auszugleichen. Habe Vertrauen, dass du als „unbeschriebenes“ Blatt eine höhere Erfolgschance hast, ohne vorher schon einmal auf den Schießplatz gewesen zu sein.

Nachdem du deine Jägerprüfung erfolgreich absolviert hast, musst du deinen ersten Jagdschein bei der Unteren Jagdbehörde deines Wohnsitzes lösen. Hierfür benötigst du ein Passbild, das Zeugnis der Jägerprüfung und den Nachweis einer abgeschlossenen Jagdhaftpflichtversicherung. Vom Jagdschein gibt es verschiedene Versionen, doch du wirst wahrscheinlich den Dreijahresjagdschein lösen. Die Kosten hierfür sind je nach Gemeinde unterschiedlich. Im Landkreis Barnim sind es zum Beispiel 155,00 € (davon 75,00 € Jagdabgabe) für einen Dreijahresjagdschein. Wenn du eine Waffe kaufen willst, brauchst du deine Waffenbesitzkarte und musst dir einen den Vorschiften entsprechenden Waffenschrank kaufen. (Näheres dazu findest du im folgenden Absatz Voraussetzung & Beantragung deines Jagdscheins)

Das ist erstmal kein Problem. Du musst nicht die ganze Prüfung wiederholen, sondern nur den nichtbestandenen Teil der Jägerprüfung. Hierfür stehen mehrere Termine im Jahr zur Auswahl.

Hierfür bitten wir dich eigenverantwortlich um die Kontaktaufnahme und Organisation deiner Nachprüfung. Alle Informationen und Termine sind auf der Webseite des Jagdverbandes nachzulesen. Für die Vorbereitung auf die schriftliche oder mündlich-praktische Prüfung kannst du natürlich weiterhin auf das Online-Lernsystem zugreifen. Wenn du in der Schießprüfung durchgefallen bist, kannst du für 600 € / Tag ein 1:1 Schießtraining bei uns für deine Prüfungsvorbereitung buchen. Wir stehen dir in der zweiten Vorbereitungszeit natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung.

Das Online-Lernsystem

Es gibt viele Online-Lernsysteme und Jagdbücher, die dich auf dem Weg zum Jagdschein begleiten. Das Lehrmaterial überfordert meistens mit der Fülle an Informationen und gibt dir keine Tipps und Tricks an die Hand, wie du dir den umfangreichen Lernstoff effektiv merken kannst. So bleibt dir meistens nichts anderes übrig als stumpfes Auswendiglernen.

Die Jägerschmiede hat mit ihrem Lernsystem hierfür ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickelt. Es stellt dir nur die prüfungsrelevanten Inhalte zur Verfügung und vereinfacht komplexe Inhalte so, dass du weniger auswendig lernen musst. Mit einem intelligenten System kannst du dir mit wenigen Eckdaten alle anderen Zahlen wie Brunftzeit, Geweihentwicklung, Ei-Anzahl beim Federwild einfach ableiten und auf deinem Weg zum Jagdschein nachhaltig merken.

Doch erst in Kombination mit dem praktischen Modul bei uns in der Jagdschule erwecken wir das Online-Lernsystem zum Leben und lassen es zur ersten System-Jagdausbildung in Deutschland werden.

Du kannst Maurice als deinen persönlichen Jagdschein-Lehrer jederzeit zu allen Fragen rund um das Online-Lernsystem erreichen.

Nachdem du dich bei uns offiziell angemeldet hast, bekommst du in deiner Willkommens-E-Mail den Zugangscode zum Online-Lernsystem der Jägerschmiede. Für die Anmeldung musst du nur deinen Namen und deine E-Mail-Adresse angeben.

Über den Autor

Maurice Ressel

Hi, ich bin Maurice, der Gründer und Ausbildungsleiter der Jagdschule Lupus. Mein Ziel ist es, Dich fit für die Jägerprüfung zu machen und für die Natur zu begeistern.

Hier erfährst du mehr über mich.

Text aktualisiert am 01.04.2023

Quellenangabe Fotografien:

Wildschwein: Budimir Jevtic / shutterstock.com
Damwild: Paolo Manzi / shutterstock.com
Stockenten (Grafik): Richard Keller / shutterstock.com
Rotwild: Martin Prochazkacz / shutterstock.com
Fuchs: Jan Stria / shutterstock.com
Luchs: Boguslaw Chyla / shutterstock.com
Rehbock (Grafik): Henk Osinga / shutterstock.com

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