Pflanzliche Notnahrung

Finde immer und überall etwas zu essen! Jetzt in unserer Kursreihe: Pflanzliche Notnahrung

Eigentlich wissen wir: Die Natur ist eine Vorratskammer mit Essen an Bäumen, Sträuchern und in Flussläufen. Sie bietet eine Fülle, die uns nicht nur überleben lässt, sondern uns rundum gut versorgt. Doch wir haben verlernt, nach den richtigen Dingen zu suchen.
Unsere Vorfahren haben zum Beispiel ohne Saatgut gelebt, und das kannst du auch. Denn bei uns lernst du in drei Modulen, woran du essbare Pflanzen auf der ganzen Welt erkennst, welche Teile davon genießbar sind und wie du sie mit einfachsten Mitteln zubereitest. Da manche Pflanzen giftige Doppelgänger haben, nehmen wir uns viel Zeit für eine ausführliche Bestimmung, so dass du am Ende alles sicher zuordnen kannst. Das Programm erstreckt sich über ein ganzes Jahr, d.h. wir sind zu allen Jahreszeiten draußen.
Teilnehmer vom Kurs über pflanzliche Notnahrung stehen in Natur nahe unserer Wildnisschule und identifizieren eine Wildpflanze

Mache dich unabhängig und lerne, wie du dich mit Nahrung aus der Natur versorgst!

Das alles bietet dir die Kursreihe Pflanzliche Notnahrung:

  • Handfestes botanisches Wissen über Pflanzen auf der ganzen Welt
  • Fundiertes Know-how, um Survivalnahrung zu finden und zuzubereiten
  • Intensive Reisen zu Fuß in die verschiedenen Ökosysteme
  • Survival & Bushcraft-Wissen wie Feuerkunde, Werkzeugbau und Messerkunde
  • Grundlagen der Ersten Hilfe bei Vergiftungen
  • Eine neue Perspektive auf deine Ernährung (Paleo-Ernährung)
  • Zwei kostenlose Bücher des diplomierten Biologen Johannes Vogel: Pflanzliche Notnahrung und Trinkwasserversorgung in Extremsituationen
  • Vollverpflegung inkl. Fleisch aus jagdlicher Produktion, ergänzt mit Nahrung, die wir selbst sammeln
  • Übernachtung im eigenen Zelt auf unserem Platz
Portrait von einem Teilnehmer vom Kurs für pflanzliche Notnahrung

Luis Theirich

Eine sehr lehrreiche Zeit. In drei verschiedenen Jahreszeiten geht es nach einer Theorieeinheit unter freiem Himmel raus in den Wald, um das frisch erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen. Im Anschluss wurden unsere Funde ausgewertet und mit den Kursleitern besprochen. Besonders positiv empfand ich, dass hier nochmals auf die Wichtigkeit der verschiedenen Pflanzen im Ökosystem hingewiesen wurde – ein toller Mix aus Wissen, Aktion und Umweltbildung. Vielen Dank an das gesamte Team!

Portrait von einer Teilnehmerin vom Kurs für pflanzliche Notnahrung

Stefanie Tinus

Pflanzliche Notnahrung war meine zweite Kursreihe in der Wildnisschule Lupus, und ich kam wieder mit noch mehr Wissen und einem tiefen Gefühl von Dankbarkeit nach Hause. Maurice hat ein tolles Team zusammengestellt; die Wissensvermittlung ist spannend und lebt auch von den persönlichen Geschichten des Kursleiters. Es waren 3 lehrreiche Module mit einem Mix aus Praxis und Theorie. Besonders bei den intensiven Exkursionen in die Wälder lernte ich so viel Neues kennen. Das Thema Notnahrung ist vielschichtig und ich habe Lust bekommen, mich über diese umfangreiche Kursserie hinaus intensiv dem Thema Pflanzen zu beschäftigen.

Portrait von einem Teilnehmer vom Kurs für pflanzliche Notnahrung

Henry Rayher

Toller Kurs. Das enorme Wissen von Robin, unserem Ausbilder, und Maurice, dem Leiter der Lupus-Wildnisschule, war von unschätzbarem Wert. Die Atmosphäre war sowohl professionell als auch lustig. Sehr empfehlenswert!

Schnellinfos & Anmeldung

  • Was: Lerne, dich über das ganze Jahr hindurch aus der Natur zu ernähren
  • Wie: 3 Module (Vorfrühling, Spätsommer und Winter ) – jeweils am Wochenende Fr 16 Uhr bis So ca. 16 Uhr
  • Wo: Eberswalde (Google Maps Karte)
  • Wann: Vorfrühling, Spätsommer/Frühherbst, Winter
  • Wer: Diese Kursreihe wird von erfahrenen Pflanzenexperten und -expertinnen geleitet

Modulzeiten

28.04. – 30.04.2023 – Modul 1: Vorfrühling
15.09. – 17.09.2023 – Modul 2: Spätsommer/Frühherbst
10.11. – 12.11.2023 – Modul 3: Winter

990,00  pro Person *

Wer sind die Nahrungsexperten?

Pflanzenexperte Robin Hertner

Wenn du Robin etwas über die Wildnis fragst, bringst du besser Tee und einen Stuhl mit, denn die Antwort kann leicht etwas umfangreicher ausfallen. Der gelernte Baumpfleger und Bachelor in „International Forest Ecosystem Management“ hat sich im Laufe seines Lebens ein immenses Wissen über die Botanik angeeignet, das er gerne weitergibt.

Schön dabei ist: Robin ist kein trockener Theoretiker. Wenn er loslegt, sprudelt er vor Begeisterung und weckt auch bei seinem Publikum in Kürze dieselbe Faszination, mit der er sich seit Jahren dem Thema „Essbare Wildpflanzen“ widmet. Mittlerweile kann er Ölauszüge, Tinkturen, Tees, Räucherwaren und Badezusätze sowie eine kleine Hausapotheke aus dem zusammenstellen, was der Wald ihm zur Verfügung stellt.

Eine Sache jedoch macht ihm schwer zu schaffen: Die aktuelle Entwicklung unserer Gesellschaft. Denn die sorgt dafür, dass in urbanen Lebenswelten wertvolles Wissen über Nahrung und Heilung aus der Natur langsam verloren geht. Darum absolvierte Robin nach seinem Studium die Ausbildung zum Wildnispädagogen. Jetzt kann er aktiv etwas gegen die Entfremdung des Menschen von der Natur unternehmen und tagelang mit interessierten Leuten durch die Wälder streifen. Genau davon hat er jahrelang geträumt. Wenn du einen Experten suchst, der für sein Thema brennt, hast du ihn hier gefunden.

Qualifikationen von Robin Hertner:

  • B.Sc. International Forest Ecosystem Management
  • Wildnispädagoge
  • Fortbildung:Gruppendynamische Prozesse und soziale Rollen
  • Fortbildung:Führungsstile – den eigenen Führungsstil erkennen
  • Fortbildung:Interkulturelle Kommunikation
  • Fortbildung:Konfliktlösungsstrategien

Die Kursreihe Pflanzliche Notnahrung besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen

Damit du zu jeder Jahreszeit Nahrung finden kannst, erstreckt sich die Kursreihe über ein Jahr. Am Anfang konzentrieren wir uns auf die Grundlagen der Botanik und Vegetationszonen. Dann lernst du die ersten essbaren Pflanzenfamilien, verschiedene Pflanzenteile, ihre Nährwerte und die entsprechende Zubereitung kennen. Dieses Wissen kannst du in ganz Deutschland, aber auch auf internationalen Reisen anwenden, ohne jede einzelne Pflanze vorher kennen zu müssen. Mit einem Hand-Out des Buches „Pflanzliche Notnahrung: Survivalwissen für Extremsituation“ des diplomierten Biologen Johannes Vogel festigst du dein Wissen aus diesem Kurs.

Modul 1 – Der Vorfrühling

Wir gehen intensiv auf verschiedene Pflanzengruppen sowie auf ihre Inhaltsstoffe und Habitate ein. Dabei bekommst du viele Tipps, die dir bei der Bestimmung helfen. Am Ende des Moduls kannst du nicht nur die einzelnen Pflanzen zuordnen, sondern auch die entsprechenden Werkzeuge zum Sammeln und Verarbeiten herstellen.

Modul 2 – Der Spätsommer/Frühherbst

Am Ende des Sommers ist die Vorratskammer der Natur gut gefüllt und wir finden genug Nährstoffe für verschiedenste Outdoor-Rezepte. Daneben vertiefst du dein Survivalwissen mit Erster Hilfe bei Vergiftungen und den Grundlagen der Wassergewinnung. Zudem lernst du neue Werkzeuge und Zubereitungsarten kennen.

Modul 3 – Der Winter 

Pflanzliche Notnahrung im Schnee finden? Das geht! Wir konzentrieren uns auf die Standort- und Ökologielehre, um bestimmte Pflanzen leichter zu entdecken. Dazu beschäftigen wir uns mit dem Trocknen von Nahrung sowie mit weiteren Survival-Prioritäten, die besonders im Winter essenziell sind.

Die Kursreihe Pflanzliche Notnahrung im Detail

Hole dir Survival-Wissen, das dich absolut unabhängig macht. Denn nach dem Kurs wirst du in jeder Vegetationszone etwas Essbares finden. Du lernst hier nicht nur, wie du die richtige Nahrung sammelst, sondern auch wie du sie mit einfachsten Mitteln zubereitest. Denn wenn viel schiefläuft, hast du vielleicht nur ein Messer oder noch nicht mal das dabei. Darum stellen wir alle benötigten Werkzeuge wie Grabstock und Töpfe aus Naturmaterialien her.

Schon gewusst?

  • Brennnesselblätter und Knospen kannst du roh essen (vorher plattrollen, um Brennhaare zu eliminieren)
  • Brennnesselsamen kannst du geröstet, getrocknet und roh essen
  • Aus Brennnesselblättern lässt sich ein Tee kochen
  • Aus dem Stiel kannst du eine Schnur herstellen

So gelingt dein Einstieg in die Welt der Wildpflanzen

Im ersten Kurs beginnen wir mit den Grundlagen über Botanik, Vegetationszonen und der Paleo-Ernährung. Selbstverständlich findet das nicht als Frontalunterricht statt, sondern wir erkunden verschiedene Ökosysteme zu Fuß. Dabei zeigen wir dir nicht nur, was du alles essen kannst, sondern wofür die einzelnen Pflanzen sonst noch gut sind. Einige davon verfügen über zusätzliche Eigenschaften und eignen sich etwa zum Schnurflechten, als Zunder oder auch als Werkzeug.

Auch hier legen wir viel Wert darauf, dass du alles ausführlich begreifen kannst – wortwörtlich. Denn das, was man selbst erlebt hat, bleibt am längsten im Gedächtnis. Dann bauen wir uns die Werkzeuge zum Sammeln, Ernten und für die Verarbeitung der Nahrung, danach richten wir uns mit primitiven Methoden eine Outdoorküche ein. Dieser Schritt ist wichtig, denn manche Pflanzen sind erst essbar, nachdem bestimmte (Gift-)Stoffe zerstört oder entfernt sind.

Teilnehmer vom Kurs für pflanzliche Notnahrung brennt eine Holzschale mit Hilfe des Glutbrennens

Modul 1: Der Vorfrühling – Lege die Basis für deine Survival Skills

„Sobald du dich überall ernähren kannst, kannst du dich eigentlich nicht mehr verlaufen.“

Darin liegt vermutlich der größte Vorteil unserer Kursreihe: Anstatt die Natur als Bedrohung zu empfinden, wirst du ein Teil von ihr. Du lernst den Aufbau der Pflanzen kennen, genauso wie ihre Organe und deren Funktionen. So kannst du Wurzeln, Sprossachse, Blätter, Blüten, Triebe und Früchte jeweils unterschiedlich nutzen. Die Ordnung der Pflanzen nach Familien (Taxonomie) hilft dir, einzelne Gewächse sicher zuzuordnen, wobei wir immer mehrere Merkmale für eine eindeutige Bestimmung heranziehen. Dazu sehen wir uns im Frühling vor allem einjährige Pflanzen wie Brennnesseln oder Kresse an. Daneben bleibt viel Zeit zum Prozessieren der Nahrung. Also zum Kochen, Aufschließen, Auslaugen, Rösten, Trocknen und Garen.

Weitere Inhalte:

  • Kennenlernen bevorzugter Standorte und Habitate essbarer Pflanzen
  • Typische Pflanzen für Wiesen, Waldränder und Feuchtgebiete
  • Materialkunde für die Herstellung eines Grabstocks
  • Verschiedene Zubereitungstechniken zum Entgiften und Haltbarmachen

Pflanzliche Notnahrung

  • Aufbau der Pflanzen, deren Organe und Funktionen:
    • Wurzeln
    • Sprossachse
    • Blätter
    • Blüten
    • Blütensymmetrie
    • Früchte
  • Systematik von Pflanzen:
    • Taxonomie – die Ordnungen des Lebens
    • Gattung und Art
    • Familien
  • Begriffe und Merkmale für das Bestimmen von Pflanzen – Focus auf
  • generative Bestimmung (Blüten)
  • Faustformeln für das Bestimmen von essbaren Pflanzen
  • Identifizieren von giftigen Doppelgängern
  • Verschiedene Blütenformen
  • Einteilung der Pflanzen in Familien anhand der Blüte
  • einjährige & zweijährige Pflanzen
  • Standorte und Habitate:
    • Feuchtgebiete
    • Wiesen
    • Waldränder
    • Ruderalflächen (Schuttflächen oder Ödland auf offenem Boden)
  • Wichtige Inhaltsstoffe 1 (Für den Menschen wichtige Stoffe)
    • Mineralien
    • Ballaststoffe
    • Stärke
    • Inulin
    • Fette & Öle
    • Zucker
    • Vitamine
  • Wichtige Inhaltsstoffe 2 (Stoffe, die für Anwendungen im Outdoor / Survival-Bereich wertvoll sind)
    • Gerbstoffe (Gerben, Konservieren)
    • Saponine (Seife)
    • Ätherische Öle (Medizin)

Survivalwissen:

  • Genießbarkeitstest
  • Materialkunde für die Herstellung von Werkzeugen für das Ernten von
  • Pflanzen & Wurzeln
  • Nutzpflanzen zum Herstellen von:
    • Zunder
    • Werkzeug
    • Erste-Hilfe-Material
    • rudimentäre Medizin (z.B. gegen Kopfschmerzen, Desinfektion)
    • Insektenabwehr
    • Schnurmaterial
  • Zubereitung und Haltbarmachung / Prozessieren (Entgiften):
    • Aufschließen
    • Auslaugen
    • Austreiben, Rösten
    • Trocknen
    • Garen
  • Werkzeugherstellung:
    • Grabstock zum Sammeln der Pflanzen und Wurzeln
Teilnehmerin vom Kurs für pflanzliche Notnahrung beißt in Wurzel und lacht

Modul 2: Der Spätsommer/Frühherbst – Vertiefe dein Wissen zur Ernährung in Extremsituationen

„Öle liefern ca. doppelt so viele Nährstoffe wie Kohlenhydrate und kommen fast nur in Samen und Nüssen vor“ (Johannes Vogel, Biologe)

Auch im Sommer und Herbst beschäftigen wir uns mit der zentralen Frage: Was wächst wo? Dazu lernst du Rezepte für Draußen-Mahlzeiten kennen, die gut schmecken und einfach zubereitet werden können. Dieses Mal liegt unser Fokus auf zweijährigen Pflanzen. Also auf solchen, die zwei Vegetationsperioden überdauern und in dieser Zeit ihre oberirdischen Pflanzenteile ausgebildet haben. Dies ist die Zeit der Früchte und Beeren.
Ebenfalls eine zentrale Rolle in diesem Kurs hat das Finden und Aufbereiten von Trinkwasser. Dabei lernst du Kriterien zur Bestimmung einer sicheren Wasserquelle und die Aufbereitung von Wasser auf unterschiedliche Art und Weise.

Weitere Inhalte:

  • Herstellung von Mahlbrett, Mahlrinne, Beerenpflücker und Schnur
  • Die Grundalgen der Paleo-Ernährung
  • Grundlagen der Wassergewinnung
  • Erste Hilfe bei Vergiftungen in Extremsituationen
  • Giftstoffe aus Pflanzen entfernen
  • Bau eines Erdkühlschranks
  • Kochen mit heißen Steinen

Pflanzliche Notnahrung:

  • Lernen vieler verschiedener Outdoor-Rezepte
  • Begriffe und Merkmale für das Bestimmen von Pflanzen – Focus auf generativer Bestimmung (Blätter)
  • Genießbarkeitstest
  • Blattformen, Blattränder und Blattstellungen kennenlernen
  • Überlebensstrategien von Pflanzen
  • Zweijährige Pflanzen
  • Verschiedene spezifische Verarbeitungstechniken

Survivalwissen:

  • Ernährung in Extremsituationen – die Umstellung auf Paleo-Ernährung
  • Samenverwertung: Grundlagen des Anbaus von Pflanzen
  • Grundlagen der Wassergewinnung:
  • Natürliche Wasserressourcen
    • Wassersuche und -aufbereitung
    • Bioindikatoren
    • Methoden der Reinigung und Desinfektion
    • Saprobienindex
  • Erste Hilfe bei Vergiftungen

Prozessieren:

  • Techniken zum Entfernen und Verringern von Giftstoffen in Pflanzen:
    • Aufschließen
    • Auslaugen
    • Trocknen
    • Garen
    • Ausreiben
    • Rösten

Zubereitung und Haltbarmachung:

  • Bau eines Erdkühlschranks
  • „Inverses Kochen“ Kochen mit heißen Steinen
  • Backen und Braten mit heißen Steinen
  • Smoothies
  • Einlegen
  • Wildkräuterküche

Werkzeugherstellung:

  • Werkzeuge zum Sammeln der Pflanzen und Wurzeln
    • Mahlbrett & Mahlrinne
    • Beerenpflücker
    • Schnurherstellung
In Holzschale vom Glutbrennen wird inverse gekocht

Modul 3: Der Winter – Werde zum Profi der Wildnisernährung

„Der Aufwand für energiereiche Nahrung lohnt sich fast immer – selbst, wenn du 20 Minuten nach einer kartoffelgroßen Knolle graben musst“ (Johannes Vogel, Biologe)

Im Winter geht’s ans Eingemachte – wenn man welches zur Verfügung hat. In diesem Kurs lassen wir uns ganz bewusst auf die unwirtlichste Jahreszeit ein. Wenn du ein Wochenende im Schnee autark überlebst, gewinnst du dadurch ein Vertrauen in deine Fähigkeiten, das so schnell nicht zu erschüttern ist. Genau darin liegt der Schlüssel zum Survival in Extremsituationen. Neben der Wiederholung der bisherigen Inhalte wird dein Pflanzenwissen in diesem Kurs weiter vertieft. Wir beschäftigen uns mit mehrjährigen Pflanzen und damit, wie du Wurzeln und Knollen wie zum Beispiel bei Bärlauch-Zwiebeln auch ohne Blätter zuordnen kannst.

Weitere Inhalte

  • Energiesparen bei der Nahrungsgewinnung
  • Survival-Prioritäten für das Leben in der Kälte
  • Konservierungsmethoden
  • Winterharte Pflanzen
  • Verschiedene Verarbeitungsmethoden (Blanchieren, Backen, Braten, Aufgüssen und Auszügen)

Pflanzenwissen:

  • Begriffe und Merkmale für das Bestimmen von Pflanzen – Focus auf Morphologie, Knospen und Rinde
  • Standort- und Ökologielehre als Hilfe zum Auffinden von bestimmten essbaren Pflanzen
  • Mehrjährige Pflanzen
  • Rekapitulation Kurs 1 + 2
  • Vertieftes ganzheitliches Pflanzenwissen

Survivalwissen:

  • Energiesparen bei der Nahrungsgewinnung
  • Survival Prioritäten – was brauche ich an Nähstoffen zuerst
  • Zubereitung und Haltbarmachung:
  • Konservierungsmethoden: Trocknen und Dörren

Verwertung:

  • Zubereitungsmethoden (Blanchieren, Backen, Braten, Aufgüsse und Auszüge)

Alle drei Module folgen einem ähnlichen Ablauf

Freitag

Wir beginnen am Freitagnachmittag ganz entspannt mit einer Kennenlernrunde. Nach einer kurzen Theorieeinheit geht’s dann auch schon ans Werkzeugmachen und Essensammeln für den Abend. Anschließend wird gekocht. Die Nacht verbringen wir im Zelt.

Samstag

Am Samstag stehen wir früh auf, frühstücken, wiederholen das Gelernte vom Vortag und machen uns wieder auf den Weg. Bei einer Wanderung lernen wir verschiedene essbare Pflanzen, ihre Lebensräume und Nutzungsmöglichkeiten (z.B. als Kaffee) kennen. Bevor es mittags ans Essenmachen geht, gibt’s eine kleine Challenge. Lass dich überraschen! Das Nachmittagsprogramm besteht aus Wandern, Sammeln, Kochen, Essen und Werkzeugbauen.

Sonntag

Auch der Sonntag beginnt mit einem Frühstück und der Wiederholung der Pflanzenkunde vom Samstag. Auf der Vormittagswanderung lernst du, weitere Pflanzenfamilien zu identifizieren und sammelst neue Survivalnahrung. Anschließend bestimmen wir gemeinsam das, was jeder gefunden hat und kochen uns ein leckeres Abschlussessen. Nach einer gegenseitigen Feedbackrunde bauen wir das Camp ab und du fährst mit einem Haufen neuer Skills nach Hause.

Bei allem, was im Kurs passiert, steht dein persönliches Erleben im Vordergrund. D.h. bei uns darfst du alles ausprobieren und zubereiten und darüber hinaus bauen, ernten, graben, mahlen und Feuer machen. Denn wir sind der Ansicht, dass du nur so wirklich etwas von unseren Kursen mitnimmst. Für die Theorie gibt’s schließlich schon genug Bücher.

Konzept und Ziel – Was ist die Intention hinter der Kursreihe Pflanzliche Notnahrung?
Wenn du alle drei Module mitgemacht hast, bist du in der Lage, fast überall in der Natur dein Überleben zu sichern. Normalerweise kümmert man sich in einer Notsituation zuerst um Schutz, Wasser, Feuer und eine Unterkunft, doch bei trockener Kälte hat auch die Nahrung hohe Priorität. Denn schließlich müssen Organismus und Gehirn versorgt werden, um zu funktionieren. Und das klappt mit dem, was wir in der Natur finden, sehr gut. Wir sind dafür geschaffen, um lange mit wenig Nahrung auszukommen – solange die richtigen Nährstoffe dabei sind. Damit du im Notfall genau die Nährstoffe findest, die dein Überleben sichern, wiederholen wir das Gelernte immer wieder, und mit der Zeit wächst deine Sicherheit beim Bestimmen der verschiedenen Pflanzen ganz automatisch.

Schon gewusst?

Wir behandeln unter anderem 12 Pflanzengattungen (die Dirty Dozen), die

  • in Europa und international vorkommen
  • einen hohen Nährwert haben
  • sicher erkannt und fast nicht verwechselt werden können

Was bringt dir unser Kurs Pflanzliche Notnahrung?

Kurz gesagt, eine ganze Menge. Im Detail nimmst du das Folgende mit:

  • Du lernst essbare Pflanzen auf der ganzen Welt zu bestimmen.
  • Du lernst deinen Körper und seine Grenzen bei der Nahrungsversorgung kennen.
  • Du wirst unabhängig vom Angebot der Supermärkte und Geschäfte.
  • Du kannst im Extremfall auch langfristig dein Überleben in der Natur sichern.
  • Du erlebst ein einzigartiges Gefühl von Selbstbestimmtheit und Freiheit, wenn du deine Nahrung selbst sammelst.
  • Du lernst primitive Zubereitungsmethoden, die überall funktionieren.
  • Du entdeckst eine neue Verbindung mit der Natur, wenn du merkst, dass sie dich ernährt.
  • Du wirst durch die Paleo-Ernährung unabhängig von den in der Natur schwer zu finden Kohlehydraten und kannst deine Energie aus den essbaren Pflanzen gewinnen.

Welche Themen werden nicht behandelt?

Auf zwei Bereiche der pflanzlichen Notnahrung werden wir in dieser Kursreihe nicht eingehen, da sie einfach zu umfangreich sind: Pilze (das sind keine Pflanzen) und Heilkräuter. Zu beiden Themen bieten wir jedoch eine eigene Ausbildung an, die intensiv auf die Bestimmung, den optimalen Erntezeitpunkt, die richtige Verarbeitung und die enthaltene Wirkung eingeht. Hier geht’s zur Heilkräuterausbildung. Ein Pilzkurs kommt im Herbst dazu.

Schon gewusst?

  • Die Reserven des Körpers ermöglichen es theoretisch, ca. 30 Tage ohne Nahrung auszukommen.
  • Dabei sinken je nach der Intensität der körperlichen Anstrengung die Motivation und Leistungsfähigkeit jedoch drastisch.
  • Nimmst du regelmäßig kleine Mengen von Nahrung auf, bleibt dein Energieniveau erhalten.
  • Es ist also sinnvoll, schon während der Nahrungssuche immer ein wenig zu „snacken“.

FAQ

Rundumblick deiner Kursreihe Pflanzlichen Notnahrung

Nein, du brauchst weder Vorkenntnisse in Botanik noch in Survival- & Bushcraft-Techniken oder andere Skills. Mache einfach mit. Alles was du wissen musst, lernst du im Kurs. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren.

Wenn du alle drei Kursmodule absolvierst, bist du anschließend in der Lage, draußen eine ausreichende Nährstoffzufuhr sicherzustellen und so dein Überleben zu sichern. Dieses Wissen haben wir auf Extremsituationen angepasst, die hoffentlich nie eintreten. Aber es ist immer besser, vorbereitet zu sein und sein Knowhow nicht zu brauchen, als andersherum. Außerdem macht es einfach verdammt viel Spaß, durch die Natur zu streifen und das Ökosystem zu verstehen, anstatt es nur für einen Fotohintergrund zu halten. Alles was du lernst, kannst du in fast jeder Vegetationszone der Welt anwenden – sogar in den meisten Wüsten.

Ganz einfach: Geh mit offenen Augen durch die Welt und halte nach Pflanzen Ausschau. Dafür musst du nicht in entlegene Gebirge oder in den nächsten Wald. Denn überlebenswichtige Pflanzen findest du auch in der Stadt! Manchmal sogar zwischen Pflastersteinen oder in Asphaltritzen. Wahrscheinlich kennst du sogar schon einige davon. Was du damit alles anstellen kannst, lernst du im Kurs. Disclaimer: Wir empfehlen niemandem, Pflanzen zu essen, die direkt neben einer Straße wachsen. Denn die sind in der Regel alles andere als sauber und gesund.

Da wir den ganzen Tag draußen sind, ist es wichtig, dass deine Ausrüstung zum Wetter und zur Jahreszeit passt. Das gilt besonders für dein Übernachtungsequipment, also für Zelt oder Tarp, bzw. für Isomatte, Schlafsack und/oder Biwaksack. Falls du lieber in einer Hängematte schläfst, bring die gern mit – Bäume gibt’s genug.
Und sonst?

  • Kleidung und Schuhe sollten robust sein. Auch sie müssen zum Wetter und zur Jahreszeit passen. Da wir viel querfeldein unterwegs sind, eignen sich feste Stoffe besser. Als äußerste Schicht empfehlen wir Kleidung, die nicht leicht entflammbar ist, denn zum Kochen und Essen werden wir abends am Lagerfeuer sitzen.
  • Steck gern dein eigenes Schnitzmesser ein, mit dem du schon Erfahrung hast. Falls du keines besitzt oder sich dein Messer als ungeeignet entpuppt, stellen wir dir für die Dauer des Kurses natürlich eines zur Verfügung.
  • Du brauchst Besteck und Schale bzw. eine Schüssel oder einen tiefen Teller.
  • Persönliche Hygieneartikel und Medikamente
  • Eine detaillierte Packliste erhältst du mit der Anmeldebestätigung, eine Spezialausrüstung ist nicht erforderlich.

Das Wetter hat keinen Einfluss auf unser Programm. Genau wie die Pflanzen sind wir bei jeder Witterung draußen. Darum ist es wichtig, dass du entsprechend mit einem Zelt, festem Schuhwerk und Regenkleidung ausgerüstet bist.

Während des Kurses werdet ihr von uns versorgt. D.h. du brauchst nichts mitzunehmen. Dazu darfst du natürlich essen, was du sammelst. Allerdings ist es nicht sinnvoll, am Freitag bereits hungrig anzureisen.

Was du lernst, kannst du weltweit in jeder Vegetation anwenden – sogar in den meisten Wüsten. Da wir die Pflanzen in Familien einteilen, kannst du auch viele unbekannte Pflanzenarten einer der behandelten Familien zuordnen – und erhältst damit zumindest eine Einschätzung in Bezug auf die Essbarkeit. Bedenke jedoch, dass die Welt der Pflanzen sehr komplex ist, darum lohnt es sich, die gelernten Inhalte und Bestimmungsmerkmale regelmäßig zu wiederholen. Bedenke dabei, dass das Wissen über essbare Pflanzen nur ein Baustein für das Leben in der Natur ist. Weitere Überlebenstechniken lernst du hier in unseren Survival Kursen.

Wir verbringen das ganze Wochenende draußen. Dabei übernachten wir in Zelten oder unter Schutzplanen. Die Ausrüstung dafür musst du selber mitbringen. Eine ausführlichen Packliste bekommst du nach der Buchung von uns per E-Mail.

Nach dem Kurs bekommst du eine Pflanzenliste sowie die wichtigsten Tipps und Rezepte. Bedenke aber, dass du diese Liste im Ernstfall höchstwahrscheinlich nicht dabei haben wirst. Also besteht ein Ziel des Kurses darin, dass du das Wichtigste im Kopf behältst. Dafür werden wir die gelernten Inhalte regenmäßig wiederholen.

Prinzipiell ist das kein Problem. Nur eine Bitte: Informiere uns vor deiner Anmeldung über deine Allergien – am besten telefonisch, dann können wir optimal darauf eingehen. Das Büro kannst du jederzeit erreichen.

Du kannst mit dem Auto anreisen. Die Anfahrtsbeschreibung sowie die Parkmöglichkeiten werden dir in einer ausführlichen Kursvorbereitung als PDF nach der Anmeldung per E-Mail zugesendet.

Nein, das geht leider nicht. Denn z.B. im Winter sind viele Pflanzenteile, die für eine Bestimmung wichtig sind, nicht sichtbar. D.h. wenn du nur das letzte Modul besuchen würdest, kannst du einen Großteil der Pflanzen nicht zuordnen. Es ist also sinnvoll, an allen drei Modulen teilzunehmen.

Uns ist der Datenschutz wichtig. Fotos schießen und Videos drehen darfst du deswegen nur für deine Privatsammlung in Absprache mit der Gruppe. Möchtest du die Fotos und Filme für öffentliche Zwecke nutzen, so brauchst du das Einverständnis der Wildnisschule. Das gilt für diese Ausbildung und für alle anderen Camps, Lehrgänge und Kurse der Survival- & Wildnisschule Lupus.

Wenn die erforderliche Mindestanzahl an Teilnehmern nicht erreicht wird oder andere Gründe für eine Absage vorliegen, erhältst du schnellstmöglich eine schriftliche Information. Die bereits gezahlte Kursgebühr zahlen wir zurück.
Sollte ein Modul wegen Krankheit eines Trainers oder wegen “höherer Gewalt” ausfallen, so informieren wir dich rechtzeitig und stellen dann einen Ersatztermin bereit. Weitergehende Ansprüche ergeben sich daraus nicht. Alle wichtigen Infos dazu findest du in unseren AGB.

Du kannst jederzeit stornieren. Bitte beachte dabei bitte die anfallenden Stornogebühren. Diese findest du in unseren AGB. Die Ausbildung beginnt mit dem ersten Modul. Bei Austritt nach dem Beginn der Weiterbildung werden bisher geleistete Zahlungen nicht zurückerstattet.

Hat dir der Kurs gefallen, freuen wir uns über ein Feedback – gern auch als Google-Bewertung. Gibt es etwas, das wir optimieren können, dann ist auch dieser Input willkommen. Denn mit jeder Kundenbewertung werden unsere Kurse ein kleines bisschen besser.

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