Die Innere Ausrüstung

 

Psychologische Krisenvorsorge in fünf Dimensionen

In echten Krisen entscheidet nicht nur die Ausrüstung im Rucksack – sondern vor allem die innere Haltung. 80% aller Menschen versagen nicht körperlich, sondern psychologisch.

Die fünf Dimensionen – Stabilität, Klarheit, Charakter, Tiefe, Handeln – trainieren das, was in den meisten Survival-Trainings fehlt: deine Survival-Psychologie.

Die wichtigste Ausrüstung trägst du nicht im Rucksack – sondern in dir. Aber vollständiges Survival braucht beides.

Warum die meisten Survival-Trainings zu kurz greifen

Weil sie den Kopf vergessen. Körpertraining und Techniken sind wichtig – aber 80% aller Menschen versagen in echten Krisen nicht körperlich, sondern psychologisch. Survival-Forscher Dr. John Leach dokumentierte dieses Muster über Jahrzehnte. Seine Forschung an der University of Portsmouth zeigt: In echten Survival-Situationen reagieren nur etwa 10% der Menschen optimal. Rund 80% erstarren in Passivität. Die verbleibenden 10% verschlechtern ihre Lage aktiv durch Panik.

Die 10-80-10-Regel: In echten Survival-Situationen reagieren nur 10% optimal, 80% erstarren in Passivität, 10% verschlechtern die Lage durch Panik (Dr. John Leach, University of Portsmouth).

Der Kopf stirbt vor dem Körper.

Menschen sterben in Krisen nicht, weil ihr Körper versagt. Sie sterben, weil sie kognitiv versagen – weil sie erstarren, falsche Entscheidungen treffen oder panisch handeln. Am 22. August 1985 explodierte eine Brennkammer der British Airtours Boeing 737 am Manchester Airport. Alle Ausgänge offen. 55 Menschen starben trotzdem. Rauchvergiftung. Überlebende berichteten: Mitpassagiere saßen versteinert – körperlich fähig zu fliehen, unfähig sich zu bewegen. Sie erstarrten. Es war kein Versagen des Charakters. Es war ein biologischer Schutzmechanismus, der zur Todesfalle wurde.

Das menschliche Nervensystem entwickelte sich in einer Welt, in der Erstarren manchmal die beste Strategie war – vor Raubtieren, die auf Bewegung reagieren. In der modernen Welt wird dieser Schutzmechanismus zur Gefahr: Er blockiert genau dann, wenn Handeln überlebenswichtig wäre. Der Neurowissenschaftler Stephen Porges nennt das die Polyvagal-Reaktion: Das Nervensystem entscheidet in Millisekunden über Kampf, Flucht oder Erstarrung – bevor der bewusste Verstand eingreift. Du kannst diese Reaktion nicht wegdenken. Aber du kannst sie trainieren.

Die Innere Ausrüstung trainiert das, was in der Krise entscheidet – nicht davor, nicht danach, sondern währenddessen.

Viktor Frankl (1946), der vier Konzentrationslager überlebte, erkannte: Wer ein Warum hat, erträgt fast jedes Wie. Sinn ist ein Überlebensfaktor. Aber Sinn allein reicht nicht. Du brauchst einen Körper, der nicht einfriert. Klarheit, die unter Druck bestehen bleibt. Charakter, der trägt, wenn Regeln versagen. Und die Fähigkeit zu handeln, auch bei unvollständigen Informationen.

Die Innere Ausrüstung trainiert das, was unter den Techniken liegt: die psychologische Grundlage, die entscheidet, ob du dein Wissen im Ernstfall abrufen kannst.

Nicht Technik – Haltung. Nicht Methode – Struktur.

Die fünf Dimensionen der Inneren Ausrüstung

Mors Kochanski, einer der einflussreichsten Survival-Lehrer des 20. Jahrhunderts, formulierte ein Prinzip, das Maurice Ressel in 22 Krisenländern bestätigt fand:

„Skills vor Gear” – Mors Kochanski

Es bedeutet nicht, dass Ausrüstung unwichtig ist. Soldaten sind komplett ausgerüstet – aus gutem Grund. Das Prinzip bedeutet: Wenn du wählen musst, investiere zuerst in dich selbst. Ein Experte mit einem Messer überlebt länger als ein Anfänger mit vollem Rucksack. Aber der Experte MIT vollem Rucksack überlebt am längsten.

Die Hierarchie der Überlebensfähigkeit: Innere Haltung > Fähigkeiten > Wissen > Ausrüstung. Jede Ebene ist wichtig – aber die oberen Ebenen entscheiden, ob du die unteren NUTZEN kannst. Die Innere Ausrüstung trainiert die entscheidenden Ebenen:

 

Dimension 1: Stabilität – Wenn der Körper dich trägt

Stabilität ist die Fähigkeit, unter extremem Druck körperlich und mental reguliert zu bleiben. Sie hat zwei Seiten: Körperliche Belastbarkeit – ein Körper, der trägt, wenn du ihn brauchst – und Freeze-Kontrolle – die Fähigkeit, auch unter Stress handlungsfähig zu bleiben.

Wenn dein Körper in den Freeze-Modus schaltet, ist es egal, ob du ein Feuer machen kannst. Aber wenn dein Körper nach zwei Stunden Kälte versagt, hilft auch das ruhigste Nervensystem nichts. Stabilität trainiert beides: den Körper, der durchhält – und den Kopf, der nicht einfriert.

Die Dimension Stabilität setzt dort an, wo die Polyvagal-Theorie (Stephen Porges, 2011) das Erstarren verortet: im autonomen Nervensystem, das in Millisekunden über Kampf, Flucht oder Freeze entscheidet – bevor der bewusste Verstand eingreift. Das 3-Phasen-Erdungsprotokoll trainiert die Fähigkeit, diesen Automatismus zu unterbrechen.

Mehr zur Dimension Stabilität

Dimension 2: Klarheit – Wenn der Geist still wird

Klarheit ist die Fähigkeit, unter Druck zu sehen, was IST – nicht was sein könnte oder sollte. Nicht übermäßiges Analysieren, sondern fokussierte Wahrnehmung. In der Krise ist weniger Denken oft mehr Klarheit.

Die Dimension Klarheit adressiert ein spezifisches biologisches Problem: Unter Stress brechen die Exekutivfunktionen des präfrontalen Kortex als erstes zusammen – die Fähigkeit zu planen, zu priorisieren, zu entscheiden. Forschung zu MBSR (Kabat-Zinn, 1990) und ACT (Hayes, 1999) zeigt: Diese Funktion lässt sich stabilisieren. Die Klarheits-Sequenz schafft einen kognitiven Anker, bevor das Stammhirn vollständig übernimmt.

→ Mehr zur Dimension Klarheit

Dimension 3: Charakter – Wenn Haltung entscheidet

Charakter ist die Fähigkeit, nach Werten zu handeln, wenn Regeln nicht mehr greifen. Nicht angeborene Persönlichkeit – sondern trainierbare Haltung.

Charakter zeigt sich nicht, wenn alles gut läuft – sondern wenn alles zusammenbricht. Die VIA-Charakterstärken (Peterson/Seligman, 2004) und die Tugendethik zeigen: Überlebensfähigkeit ohne ethische Verankerung ist bloßes Durchhalten. Mit ihr wird sie zur Lebenskunst.

Die Endurance, eingeschlossen im Packeis der Weddellsee, 1915. Ernest Shackleton rettete alle 28 Männer – nicht durch überlegene Skills, sondern durch Haltung. Foto: Frank Hurley

Shackleton rettete 1916 alle 28 Männer seiner Endurance-Expedition – nicht durch überlegene Skills, sondern durch Haltung. Er aß zuletzt, schlief am kältesten Platz, traf Entscheidungen, als niemand mehr entscheiden wollte. Charakter ist das, was bleibt, wenn alles andere wegbricht.

Im Training lernst du die Werte-Kompass-Übung für Entscheidungen ohne Regelbuch.

→ Mehr zur Dimension Charakter

Dimension 4: Tiefe – Wenn dein Warum dich findet

Tiefe ist die Fähigkeit, einen Grund zu haben, der trägt, wenn nichts anderes mehr trägt. Nicht philosophische Grübelei – sondern verankerter Sinn.

In der tiefsten Krise findest du manchmal erst, wofür du lebst. Viktor Frankl (1946) überlebte drei Konzentrationslager und formulierte es so: Wer ein Warum hat, erträgt fast jedes Wie. Seine Forschung zur Logotherapie zeigt: Menschen mit verankertem Lebenssinn zeigen signifikant höhere Überlebensraten in Extremsituationen.

Die Dimension Tiefe adressiert eine unbequeme Wahrheit: In echten Krisen reichen Techniken nicht. Du brauchst etwas, das dich trägt, wenn Erschöpfung, Angst und Hoffnungslosigkeit gleichzeitig zuschlagen. Dieses Etwas lässt sich nicht improvisieren – du musst es vorher verankern.

Im Training verankerst du dein Warum – bevor die Krise es verschüttet.

→ Mehr zur Dimension Tiefe

Dimension 5: Handeln – Wenn es zählt

 
Handeln ist die Fähigkeit, Wissen und Skills in Taten umzusetzen – auch unter Druck. Hier schließt sich der Kreis: Die Innere Ausrüstung ist kein Ersatz für praktische Fähigkeiten. Sie ist das Fundament, das dir erlaubt, deine Skills auch dann abzurufen, wenn deine Hände zittern und dein Herz rast.

Feuer machen, Shelter bauen, Erste Hilfe leisten, Orientierung finden – all das gehört zum Handeln. Aber nur, wer innerlich stabil ist, kann es im Ernstfall auch TUN. Der schlechteste Plan, der umgesetzt wird, schlägt den besten Plan, der in der Schublade liegt – aber ein Plan braucht auch Fähigkeiten zur Umsetzung.

Albert Banduras Selbstwirksamkeitstheorie (1977) zeigt: Wer glaubt, durch eigenes Handeln Dinge bewirken zu können, handelt entschlossener – und diese Überzeugung ist trainierbar.

Im Training lernst du die Entscheidungs-Matrix bei unvollständigen Informationen.

→ Mehr zur Dimension Handeln

Äußere Ausrüstung vs. Innere Ausrüstung

 
Äußere Ausrüstung Innere Ausrüstung
Feuerstahl Stabilität
Kompass Klarheit
Erste-Hilfe-Set Charakter
GPS Tiefe
Messer Handeln

Beides ist unverzichtbar. Die äußere Ausrüstung hält dich am Leben. Die innere Ausrüstung entscheidet, ob du sie nutzen kannst, wenn alles wankt.

Die äußere Ausrüstung kannst du kaufen. Die innere nicht. Die musst du aufbauen.

→ Entdecke alle fünf Dimensionen im Detail

Die Äußere Schule und die Innere Schule

Vollständiges Survival braucht beides.

Ich führe eine Survival-Schule. Ich lehre Feuer machen, Shelter bauen, Orientierung, Wassergewinnung, Erste Hilfe im Feld. Das ist die Äußere Schule – und sie ist unverzichtbar.

Aber ich habe gelernt: Die besten Techniken nützen nichts, wenn der Mensch, der sie anwenden soll, innerlich kollabiert. Die 55 Toten von Manchester konnten die Notausgänge sehen. Sie konnten sich nicht bewegen. Das war kein Wissensproblem – das war ein Freeze-Problem.

Deshalb gibt es die Innere Schule – die fünf Dimensionen, die trainieren, was unter den Techniken liegt.

Die Äußere Schule fragt:

Was muss ich können, um im Außen zu bestehen?

Die Innere Schule fragt:

Wie bleibe ich handlungsfähig, wenn nichts mehr sicher ist?

Beide führen zum gleichen Ziel: Handlungsfähigkeit unter Unsicherheit. Aber aus zwei Richtungen – von außen und von innen.

Die meisten Survival-Trainings konzentrieren sich nur auf das Äußere. Ich trainiere beides. Körper UND Kopf. Skills UND Haltung. Ausrüstung UND innere Stabilität.

 

Wie die Dimensionen zusammenwirken

Der Eisberg unter der Oberfläche

Was du in einer Krise tust – Feuer machen, Shelter bauen, Hilfe rufen – ist nur die Spitze des Eisbergs. Was du in einer Krise kannst, entsteht unter der Oberfläche.

Ein Eisberg zeigt nur 10% über Wasser. Die restlichen 90% tragen das Sichtbare. Genauso verhält es sich mit Survival-Fähigkeiten: Was nach außen wirkt – Techniken, Handlungen, Entscheidungen – ruht auf dem, was niemand sieht: regulierte Nerven (Stabilität), klares Denken (Klarheit), eine Haltung, die auch ohne Regeln funktioniert (Charakter), ein Grund, der trägt (Tiefe), und der Mut, trotz Unsicherheit zu handeln (Handeln).

Was sichtbar ist, entsteht aus dem, was nicht sichtbar ist.

Warum Techniken allein nicht reichen

Die meisten Survival-Kurse trainieren die Spitze des Eisbergs: Wie mache ich Feuer? Wie finde ich Wasser? Wie baue ich einen Unterschlupf? Diese Fragen sind legitim. Aber sie greifen zu kurz.

Was nützt das beste Feuerstahl-Set, wenn die Hand zittert, der Atem stockt, die Finger nicht mehr gehorchen? Was bringt der perfekte Notfallplan, wenn du in der Krise die Nerven verlierst? Die 80%, die in Survival-Situationen erstarren, scheitern nicht an mangelndem Wissen. Sie scheitern an mangelnder innerer Stabilität.

Skills sind unverzichtbar – aber sie sind nicht genug. Was zählt, ist der Mensch, der sie einsetzt.

Ein Mensch mit perfekten Skills, der im Ernstfall erstarrt, ist hilflos. Ein Mensch mit innerem Fundament und soliden Skills ist vorbereitet. Ich trainiere beides.

 

Wie die fünf Dimensionen sich gegenseitig verstärken

Die Innere Ausrüstung ist kein Baukasten, aus dem du dir einzelne Teile herausnimmst. Die fünf Dimensionen bilden ein System – jede stützt die andere:

Stabilität schafft die körperliche Grundlage, auf der Klarheit überhaupt möglich wird. Wer innerlich zittert, kann nicht klar denken. Wer nicht klar denkt, kann keine Werte-basierten Entscheidungen treffen. Wer keinen Charakter zeigt, verliert den Zugang zu seinem Warum. Und wer kein Warum hat, findet keine Kraft zum Handeln.

Die Richtung funktioniert auch umgekehrt: Jedes Mal, wenn du handelst – auch im Kleinen – stärkst du deine Selbstwirksamkeit. Diese Erfahrung vertieft deinen Sinn (Tiefe), festigt deine Haltung (Charakter), klärt dein Denken (Klarheit) und erdet deinen Körper (Stabilität).

Keine Dimension kann isoliert trainiert werden. Ein Charakter-Training ohne Stabilität bleibt kopflastig. Ein Handlungstraining ohne Tiefe bleibt oberflächlich.

Die Feuer-Metapher: Mehr als eine Technik

Feuer machen ist nicht nur eine Survival-Technik. Es ist eine gelebte Metapher.

Das Feuer zu entfachen erfordert Stabilität – ruhige Hände, kontrollierter Atem. Es erfordert Klarheit – den richtigen Moment erkennen, Prioritäten setzen. Es erfordert Charakter – Geduld, auch wenn der zehnte Versuch scheitert. Es erfordert Tiefe – einen Grund, warum du weitermachst, obwohl deine Finger taub sind. Und es erfordert Handeln – den ersten Funken wagen, obwohl das Ergebnis ungewiss ist.

Wer ein Feuer entzünden kann, wenn alles nass ist, der Wind gegen ihn bläst und die Dunkelheit kommt – der hat mehr trainiert als eine Technik. Der hat die fünf Dimensionen der Inneren Ausrüstung in sich verankert.

Was mein Training anders macht

Das hier ist kein Bushcraft-Kurs. Keine Prepper-Checkliste. Kein Motivations-Workshop.

Ich akzeptiere, dass Menschen oft mit dem Wunsch nach praktischen Skills kommen. Feuer machen lernen. Shelter bauen. Sich orientieren können. Diese Wünsche sind berechtigt – und sie werden erfüllt.

Aber die eigentliche Arbeit beginnt unter der Oberfläche. Ich nutze praktische Survival-Techniken als Türöffner – und führe dann dorthin, wo die echte Veränderung stattfindet: zur inneren Haltung.

Ich bin Trainer für Feuerstähle UND für Menschen. Ich lehre die Technik – und ich trainiere den Menschen, der sie anwendet.

Denn nur wer beides hat, kann auch dann ein Feuer entfachen, wenn alles nass ist, der Wind gegen ihn bläst und die Dunkelheit kommt.

Willst du die Innere Ausrüstung trainieren?

 

Die Herkunft – Woher dieses Wissen stammt

Aus 15 Jahren Feldbeobachtung in 22 Krisenländern – nicht aus Büchern, nicht aus Labors, nicht aus TV-Studios. Ich gehöre zu den seltenen Survival-Experten, die echte Krisen dokumentiert haben.

In der Survival-Welt gibt es drei Kategorien von Experten:

Kategorie 1: Militär-Ausbilder. Sie lehren Überleben als Taktik. Ihr Wissen stammt aus Handbüchern und Ausbildungsprotokollen. Kontrollierte Bedingungen, klare Hierarchien, definierte Feinde.

Kategorie 2: TV-Entertainer. Sie präsentieren Überleben als Show. Ihr Wissen stammt aus Drehbüchern und Produktionsmeetings. Kamerateam im Hintergrund, Rettungshubschrauber in Reichweite.

Kategorie 3: Dokumentaristen und Zeugen. Sie haben Überleben beobachtet – in echten Krisen, bei echten Menschen, unter echtem Druck. Kein Drehbuch. Kein Sicherheitsnetz.

Ich gehöre zur dritten Kategorie. Ich bin Zeuge.

25+
Jahre Feldpraxis
3.000+
Kursteilnehmer
22
Länder dokumentiert

15 Jahre in 22 Krisenländern

Als humanitärer Fotojournalist dokumentierte ich über 15 Jahre, wie Menschen unter extremem Druck reagieren. 22 Krisenländer – nicht Urlaubsländer.

Afghanistan, 2012. Ich stehe in einem Waisenhaus in Kabul. Staub auf der Kamera. Kinder schauen in die Linse. Durch den Sucher sehe ich plötzlich nicht sie – ich sehe mich selbst. Die gleiche Leere. In diesem Moment beginnt Die Innere Ausrüstung.

Afghanistan, wo ich für die Grünhelme und skate-aid arbeitete. Die Philippinen nach Taifun Haiyan, wo 6.300 Menschen starben. Die Ukraine im Konfliktgebiet für Ärzte ohne Grenzen und Diakonie Katastrophenhilfe. Bangladesch und Indien in den Slums mit German Doctors.

Über 30 humanitäre Einsätze für Organisationen wie UNICEF, Ärzte ohne Grenzen, GIZ, Cap Anamur und Mercy Ships.

Die Kamera wurde zum Spiegel. Sie zeigte mir nicht nur die Krisen der anderen, sondern meine eigene innere Ausrüstung.

Ich habe die 10-80-10-Verteilung nicht in Büchern gelesen. Ich habe sie gesehen – durch den Sucher meiner Kamera. Ich stand neben Menschen, die erstarrt sind, als sie hätten handeln müssen. Ich dokumentierte, wer überlebte – und wer zerbrach.

Fotojournalist Maurice Ressel bei humanitärem Einsatz in der Afar-Region, Äthiopien 2022 – Krisenfotograf in 22 Ländern

6 Monate bei den Wajãpi

2018 und 2019 verbrachte ich insgesamt 6 Monate bei den Wajãpi im brasilianischen Amazonas – für TARGET e.V., die Organisation von Rüdiger Nehberg. Ich lebte mit einem Volk, das seit Jahrtausenden ohne moderne Hilfsmittel überlebt.

Keine Streichhölzer. Kein GPS. Keine Rettungskette.

Was ich dort lernte, lässt sich nicht in Büchern nachlesen: wie Menschen mit wenig überleben – und warum sie es tun. Wie Gemeinschaft trägt, wenn Technik versagt. Wie Sinn und Haltung den Unterschied machen.

Survival-Experte Maurice Ressel mit Waiãpi-Indigenen im Amazonas – 6 Monate Feldforschung Brasilien

Die eigene Krise

Ich theoretisiere nicht über Krisen. Ich habe in ihnen gelebt – auch in meinen eigenen.

2001 wies ich mich selbst in eine psychiatrische Klinik ein. Manchmal enden Kapitel. Jahre später verlor ich meinen besten Freund durch Suizid. Ich kenne das Erstarren. Ich kenne das Versagen. Und ich kenne den Weg zurück.

Was sich aus diesen Beobachtungen und Erfahrungen herauskristallisierte, nenne ich Die Innere Ausrüstung.

Verifizierbare Credentials

IPA Award 2017

Internationaler Fotografie-Preis “Best of Show” für humanitäre Dokumentation

ZDF Terra X

Auftritte als Survival-Experte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

Penguin Random House

Buchautor bei einem der weltweit größten Verlage

BNE-zertifiziert

Staatlich anerkannt für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Für wen ist Die Innere Ausrüstung?

Nicht für jeden. Für die Ernsthaften.

Die Innere Ausrüstung ist für Menschen, die sich auf echte Survival-Situationen vorbereiten wollen – nicht auf Abenteuer-Wochenenden.

Für Krisenvorsorger, die verstanden haben: Ein voller Keller ist keine Vorbereitung. Ausrüstung kaufen kann jeder. Die eigentliche Arbeit ist mental. Wer in der Krise erstarrt, dem nützen auch 500 Liter Trinkwasser nichts. Die Innere Ausrüstung trainiert das, was zwischen dir und deinen Vorräten steht: deine Freeze-Reaktion.

Für Outdoor-Praktiker, die über Bushcraft hinausgehen wollen. Die Feuer machen können, Shelter bauen, sich orientieren – und jetzt den Menschen trainieren wollen, der diese Skills unter Druck abrufen muss. Techniken sind die Grundlage. Die innere Haltung entscheidet, ob du sie im Ernstfall anwenden kannst.

Für Einsatzkräfte und Expeditionsleiter, die Verantwortung tragen, wenn es keine zweite Chance gibt. Die wissen: In echten Notlagen entscheiden Sekunden. Und in diesen Sekunden entscheidet nicht das Handbuch – sondern ob dein Kopf funktioniert.

Das hier ist NICHT für dich, wenn du Survival als Hobby betrachtest. Wenn du nach dem Instagram-Moment suchst. Wenn du ein Wochenende Unterhaltung im Wald willst.

Ich verkaufe kein Abenteuer-Gefühl. Ich trainiere Handlungsfähigkeit unter Lebensbedrohung.

Die Innere Ausrüstung verlangt Ehrlichkeit mit dir selbst. Sie zeigt, wo deine Grenzen liegen – und wie du sie verschieben kannst.

Die Frage, die zählt

Die meisten Menschen erfahren erst in der Krise, zu welcher Gruppe sie gehören: Zu den 10%, die handeln – oder zu den 80%, die erstarren.

Wenn du nicht warten willst, bis eine echte Krise dir die Antwort gibt – dann ist Die Innere Ausrüstung für dich.

Was sagen andere über Maurice Ressel?

 

 
 

„Maurice hat als Survival-Experte eine Wildnisschule ins Leben gerufen, die den ganzheitlichen Ansatz fährt. Es geht nicht ‚nur’ um das Überleben, sondern um das Miteinander von Körper, Survival-Psychologie, Sinnesschärfung und Überlebenstechniken. Der Respekt der Natur gegenüber war immer spür- und erlebbar, was dieses Survival-Trainingskonzept einzigartig in Deutschland macht.”

Bianca Gade / lebedraussen.de

„In nur einem Tageskurs habe ich gelernt, meine Überlebenschancen in der Natur realistisch einzuschätzen – eine echte Augenöffner-Erfahrung! Die Gefahren der Wildnis sollte man nicht unterschätzen. Maurice, unser Kursleiter, hat uns kompetent und mit Leidenschaft unterrichtet. Für mich die Nummer eins unter den Wildnisschulen in Deutschland!”

Markus Mielke

Lebendig! So habe ich mich am Abend nach dem Survival-Tag gefühlt. Maurice mit seiner Art, seiner Wissen-Vermittlung und seinen gelebten Erfahrungen hat mich zum Staunen und Nachdenken gebracht.”

Martin Rusche

10 Tage unterwegs mit der Wildnisschule Lupus. Die Teamer sind sehr gut geschult und jeder hat noch seine besonderen Kenntnisse. Wildnisschule Lupus Werkzeugherstellung, Feuer entfachen mit selbst hergestellten Bow-Drill-Set, Biwak bauen, Schüssel brennen und vieles mehr. Mein größtes Erlebnis war definitiv die Nahrungssuche.

Google Bewertung / 10-Tage-Kurs

Unser Guide Maurice hat sein Wissen unglaublich toll und sympathisch der Gruppe vermitteln können. Wir empfehlen den Kurs zu 100 % weiter und sind definitiv bei weiteren Kursen mit dabei. 1000 Dank, Maurice für das tolle Abenteuer!

Rico & Marie / ProvenExpert

„Ich empfehle jedem, der sich dafür interessiert, den Maurice als kompetenten, freundlichen und interessanten Lehrer in dem Bereich. Top.”

Henke-gartenmoebel / Googel Bewertung

130+ Bewertungen | 4,8/5 Sterne | ProvenExpert, Google, Facebook

 

 

Häufige Fragen zur Inneren Ausrüstung

 

Die Innere Ausrüstung ist psychologische Krisenvorsorge für Survival-Situationen – in fünf Dimensionen. Stabilität, Klarheit, Charakter, Tiefe, Handeln – diese fünf Dimensionen trainieren die innere Haltung, die in Survival-Situationen über Leben und Tod entscheidet. Es ist die Ausrüstung, die du nicht im Rucksack trägst – sondern in dir.

Maurice Ressel, Survival-Experte mit 15 Jahren Erfahrung in 22 Krisenländern. Als Krisenfotograf dokumentierte er, wie Menschen unter extremem Druck reagieren. 6 Monate Feldbeobachtung bei den Wajãpi im Amazonas, CNN International, IPA Award 2017, ZDF Terra X.

Klassisches Training fokussiert auf äußere Techniken: Feuer machen, Shelter bauen, Nahrung finden – und das ist wichtig. Die Innere Ausrüstung trainiert zusätzlich die psychologische Grundlage, die darüber entscheidet, ob du dieses Wissen unter Stress auch abrufen kannst. Bei Maurice Ressel lernst du beides: die Äußere Schule (Techniken) und die Innere Schule (Psychologie). Das eine ohne das andere ist unvollständig.

Für alle, die sich auf echte Survival-Situationen vorbereiten wollen – nicht auf Abenteuer-Wochenenden. Krisenvorsorger, die mentale Stärke aufbauen wollen. Outdoor-Praktiker, die über Bushcraft hinausgehen. Einsatzkräfte und Expeditionsleiter, die Verantwortung tragen, wenn es keine zweite Chance gibt.

Ja. Maurice Ressel bietet Trainings an, die Die Innere Ausrüstung systematisch vermitteln. Anders als reine Technik-Kurse trainierst du hier die 5 Dimensionen – von Freeze-Kontrolle bis zur Handlungsfähigkeit unter Druck.

Die Innere Ausrüstung basiert auf etablierter Forschung: Survival-Psychologie (Dr. John Leach, 1994), Polyvagal-Theorie (Stephen Porges, 2011) und Logotherapie (Viktor Frankl, 1946). Diese wissenschaftlichen Grundlagen wurden durch 15 Jahre Feldbeobachtung in echten Krisensituationen validiert und in praktisch anwendbare Methoden übersetzt.

Der entscheidende Unterschied liegt im Zeitpunkt: Resilienz-Training bereitet auf das DANACH vor – wie du dich von Rückschlägen erholst. Die Innere Ausrüstung trainiert das WÄHRENDDESSEN – Handlungsfähigkeit im Moment der Krise, wenn Erholung keine Option ist.

Grundfitness hilft – du musst aber kein Athlet sein. Die Dimension Stabilität hat auch körperliche Komponenten: Belastbarkeit, Körperwahrnehmung, Embodiment. Gleichzeitig kannst du die psychologischen Elemente unabhängig von deinem Fitnesslevel trainieren. Vollständiges Survival braucht beides: einen Körper, der trägt, UND einen Geist, der klar bleibt.

Nächster Schritt

Die Realität verhandelt nicht.

Sie fragt nicht, ob du bereit bist. Sie fordert Anpassung – oder nimmt sich, was sie will. Die Frage ist nicht, OB eine Krise kommt. Die Frage ist, ob du dann handeln kannst.

Die Innere Ausrüstung trainiert das, was in den meisten Survival-Trainings fehlt: den Kopf. Nicht statt des Körpers – sondern zusätzlich. Für den Moment, wenn Wissen allein nicht mehr reicht und du trotzdem handeln musst.

 

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Direkter Kontakt: Maurice Ressel

info@wildnisschule-lupus.de

0174 247 8570

Maurice Ressel – Survival-Experte

ÜBER DEN AUTOR

Maurice Ressel

Survival-Experte und Gründer der BNE-zertifizierten Wildnisschule Lupus in Brandenburg. 15 Jahre dokumentierte er als humanitärer Fotojournalist, wie Menschen in Krisengebieten reagieren – in 22 Ländern, von Afghanistan bis zur Ukraine. 6 Monate lebte er bei den Wajãpi im brasilianischen Amazonas.

IPA Award 2017 “Best of Show”  |  CNN International  |  ZDF Terra X  |  Penguin Random House  |  BNE-zertifiziert

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